der VAETER.blog

lebe deinen Traum!

Die Zeit mit Kindern ist unbezahlbar

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Samstag 25. Februar 2012

Das Leben eines Mannes wird durcheinandergewirbelt, wenn er ein Kind bekommt. Aber wie setzt es sich neu zusammen? Auf Eltern.de  erzählen vier Männer von ihren Vatergefühlen und ihrem neuen Leben.

„Ein Jahr Elternzeit habe ich genommen. Diese Zeit mit den Kindern ist unbezahlbar, sehr intensiv, aber oft natürlich auch anstrengend. Das war gleichzeitig eine kreative Pause vom Job – wo es nun, nach der Elternzeit, entspannter läuft als vorher. Was sich noch verändert hat?

Als Papa habe ich ganz neue Rollen: Ich bin der Starke, der Tröster, der Held, der Strenge, der Vorleser, der Mitspieler, der Vormacher, der Schlichter, der Problemlöser … und die Kinder haben mir beigebracht, ganz im Jetzt zu leben. Das haben wir als Erwachsene verlernt. Wir neigen dazu, zu planen und zu erinnern, aber manchmal kann ich mit den Kindern richtig in die Gegenwart abtauchen und ausgelassen sein.“ (Martin Lippert, zwei Söhne) …

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Männer, Machos oder Memmen – wann ist ein Mann ein Mann?

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 24. Februar 2012

Sie haben es wahrlich nicht leicht, die Männer von heute. Seit die alten Geschlechterrollen ins Wanken gerieten, herrscht Verwirrung auf weiter Flur. Einerseits spukt noch immer das Bild des Machos durch die Medien, der seine Ansprüche notfalls mit Gewalt durchsetzt. Dagegen steht andererseits das Ideal vom gefühlsstarken, sozial kompetenten und sensiblen Frauenversteher. Die Realität ist viel komplizierter. Vor allem jungen Männern fällt es oft schwer, eine eigene Identität zu entwickeln. Mal wirken sie gehemmt, hypernervös und ratlos. Mal kommen sie forsch und fordernd daher. Sie wollen mehr Zeit für die Familie. Und müssen sich auch am Herd als Macher beweisen.

„Schatzi, Bärchen oder Hengst?“ So hat eine Werbekampagne das Dilemma des modernen Mannes auf den Punkt gebracht. Doch was steckt hinter den Klischees? Offensichtlich ist nicht nur das traditionelle Männerimage lädiert. Auch eine zeitgemäßere Variante scheint es nicht mehr zu geben. Müssen wir uns angesichts der Vielzahl individueller Lebensentwürfe von der Idee allgemeingültiger Rollenmuster verabschieden? Wie ist eine Neuorientierung möglich? Wo finden Jungs alltagstaugliche Vorbilder? Und wie kann es Männern wie Frauen gelingen, sich ständig neu zu entwerfen? Darüber diskutiert Holger Noltze live im WDR Foyer mit seinen Gästen:

Matthias Franz Der Arzt und Psychoanalytiker beschäftigt sich mit dem veränderten Männerbild in unserer Gesellschaft. 2011 erschien sein Buch „Neue Männer – muss das sein? Risiken und Perspektiven der heutigen Männerrolle.“

Jenny Friedrich-Freksa Die Journalistin und Chefredakteurin der Zeitschrift „Kulturaustausch“ beobachtet den Wandel der Geschlechterrollen. „Es gibt keinen Weg zurück“, sagt sie. Und das sei auch gut so.

Ralph Herforth Der Schauspieler mit dem markanten Gesicht ist bekannt für seine Machorollen. Umso wichtiger ist es ihm, dass er auch mal gegen das Klischee besetzt wird.

Barbara Kuster Messerscharf und gnadenlos analysiert die Kabarettistin die Männerwelt. Ihr Fazit: Das „starke Geschlecht“ schwächelt – und das ohne Aussicht auf Besserung.

Maxim Leo Der Journalist und Autor hat eine Inventur des Männerlebens versucht. In dem Buch „Sprechende Männer“ geht er der Frage nach: Was bedeutet Mannsein in unserer Zeit?

Sendetermin: Westart Talk im WDR Fernsehen, Sonntag, den 26. Februar 2012, von 11.00 bis 12.25 Uhr .

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Väter kümmern sich gerne um ihre Kinder

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 24. Februar 2012

… sagte Cornelia Behnke während der Väterfachtagung „Aktive Vaterschaft – erforscht, erwünscht erledigt?“ am 10. Februar 2012 in Essen. Im Gespräch mit vaeter.nrw.de erläuterte sie Ergebnisse der von ihr vorgestellten Studie: „Gewinne und Verluste. Ambivalenzen einer stärkeren Involvierung des Vaters im familialen Binnenraum“.

„vaeter.nrw.de: Um welche Fragestellungen geht es in der vorgestellten Studie?

Prof. Cornelia Behnke: Wir wollten herausfinden, was aktive Vaterschaft für die Väter konkret bedeutet. Das Thema wird ja stark diskutiert. Es gibt bereits viele Studien, die Einstellungen abfragen und Väter dann zum Beispiel als „modern“, „traditionell“ usw. einstufen. Was Paare jedoch selbst unter aktiver Vaterschaft verstehen, wird nicht deutlich. … Wenn sich Väter in der Familie stärker engagieren, was alle befragten Väter als Gewinn für sich beschreiben, bedeutet das für viele Frauen einen Machtverlust in diesem Bereich. Es war interessant zu sehen, wie die Paare damit umgingen.

vaeter.nrw.de: Wie stellten die Väter ihr Engagement in der Familie und den Gewinn, den sie daraus ziehen, dar?

Prof. Cornelia Behnke: Das Zusammensein mit den Kindern macht den Vätern Freude und ist sinnstiftend. Einer sagte: „Seit ich Kinder habe, komm ich nicht mehr so zum Grübeln.“ Ein anderer: „Mit den Kindern bin ich von null auf 100 auf einer andere Ebene, einer schöneren Ebene.“ Das Leben mit ihren Söhnen und Töchtern ist für viele Väter eine positive Gegenwelt zum beruflichen Alltag, der vielfach als „Tretmühle“ empfunden wird. Väter beziehen ihre Kinder oft auch in ihre Tätigkeiten zu Hause mit ein. Einer beschrieb, wie er am Haus baut und sein Kind mitmacht. Zwar liegt die Hauptzuständigkeit für Kinder und Haushalt in der Mehrzahl der Familien bei der Frau, doch die Väter sind präsent: Sie sind bei der Geburt dabei, nehmen sich die erste Zeit frei, können Windeln wechseln und alle pflegerischen Aufgaben übernehmen.

Sie sind dicht am Kind und entwickeln eine enge, liebevolle Beziehung zu ihrer Tochter oder ihrem Sohn. Die Frauen betonen diese Kompetenz der Männer in den Gesprächen häufig und loben sie dafür. Viele Männer reagieren darauf mit Bemerkungen wie: „Aber dir kann ich das Wasser in dieser Beziehung nicht reichen.“ Die Gespräche verdeutlichen eine Hierarchie: Der häusliche Bereich ist nach wie vor in erster Linie Sphäre der Mütter. Väter übernehmen trotz ihrer nachgewiesenen Kompetenz zumeist eine Unterstützer- und Helferrolle. Nur in Familien, in denen sich die Eltern Erwerbs- und Familienarbeit gleichmäßig aufgeteilt haben, konnten wir beobachten, dass es keine „Hoheitsbereiche“ gibt. …

vaeter.nrw.de: Was motiviert Paare, ein wirklich egalitäres Arrangement zu leben? Weiterlesen »

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„Ich habe meinen Vater verloren“

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 24. Februar 2012

Semiya Simsek, deren Vater am 9. September 2000 das erste Mordopfer der rechtsextremistischen Zwickauer Terrorzelle war, sprach gestern auf der Gedenkveranstaltung für die Opfer rechtsextremistischer Gewalt in Berlin. Ihre Rede im Wortlaut:

„‚Hörst du das? Die Glöckchen. Das sind die Schäfchen, die jetzt aus den Bergen runter ins Tal kommen. Das tun sie immer in der Nacht.‘ Mein Papa erzählte gerne von sich und von seinen Träumen. Ich liebte es, ihm zuzuhören. Er saß in dieser warmen Sommernacht in unserem Garten in der Türkei und aß Kirschen. Ich setzte mich zu ihm und fragte ihn: ‚Kannst du nicht schlafen?‘ ‚Doch Semiya‘, sagte er, ‚ich möchte etwas hören.‘ Und so lauschten wir zusammen dem Klang der Glöckchen der Schafe. Ich spürte, wie glücklich mein Vater in diesem Moment war.

Ein Jahr später war mein Vater tot. Am 9. September 2000 wurde auf meinen Vater Enver Simsek geschossen. Er starb zwei Tage später im Krankenhaus. Der erste Mord. Wir sollten keinen weiteren gemeinsamen Sommer mehr haben. Von einem Tag auf den anderen änderte sich für uns, für mich alles. Das alte Leben gab es nicht mehr. Mein Vater war tot. Er wurde nur 38 Jahre alt. Ich finde keine Worte dafür, wie unendlich traurig wir waren. Doch in Ruhe Abschied nehmen und trauern, das konnten wir nicht.

Die Familien, für die ich heute hier spreche, wissen, wovon ich rede. Elf Jahre durften wir nicht einmal reinen Gewissens Opfer sein. Immer lag da die Last über unserem Leben, dass vielleicht doch irgendwer aus meiner Familie, aus unserer Familie verantwortlich sein könnte für den Tod meines Vaters. Und auch den anderen Verdacht gab es noch. Mein Vater ein Krimineller, ein Drogenhändler. …

Meine Damen und Herren, die Politik, die Justiz, jeder Einzelne von uns ist gefordert. Ich habe meinen Vater verloren, wir haben unsere Familienangehörigen verloren. Lasst uns verhindern, dass das auch anderen Familien passiert. Wir alle gemeinsam zusammen, nur das kann die Lösung sein.“

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Väter oder Feinde?

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Donnerstag 23. Februar 2012

187.000 Ehen wurden 2010 geschieden. So viele wie noch nie. Sind Kinder im Spiel, bleiben sie meist bei der Mutter. Väter werden benachteiligt. Von den Müttern ihrer Kinder, von Richtern, von Jugendämtern. Von der Gesellschaft.

Detlef, Jerry, Hans-Helmut und Danny sind vier solcher Männer, die Väter sind und sein wollen – aber nicht können. Sie haben gar keinen oder nur unregelmäßig Kontakt zu ihren Kindern.

Ihr Leben und Leiden zeigen Maximiliane Plöger und Julian Schmidt in einem 30-minütigem Feature im Rahmen ihrer Abschlussarbeit an der Hochschule Hannover.

Heute Abend um 19.30 Uhr läuft „Vater oder Feind?“ auf H1. Ab Freitag können Sie den Film dann auch in der Mediathek sehen. Den Link finden Sie dann hier.

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Thesen über griechische Väter

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 22. Februar 2012

In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung formuliert der Schriftsteller Aris Fioretos 37 Thesen zu einem besonderen Menschenschlag, dem griechischen Vater. Eine kleine Auswahl:

1. Ein griechischer Vater ist immer größer als groß. Vor allem, wenn er im Ausland lebt.

5. Bedenken Sie, dass ein griechischer Vater auch ein Sohn ist. Auch wenn er das nicht mehr ist, so ist er es gewesen. Es gibt nicht viele griechische Väter, die dem Unterschied im Tempus Bedeutung zumessen würden. Vielleicht keinen.

7. Ein griechischer Vater ist mit Frau, Kindern und Geldproblemen bestens vertraut. Er nennt dies „die volle Katastrophe“. Dabei lächelt er immer. Ein griechischer Vater denkt, dass nur er Herr des Desasters sein kann. …

10. Für einen griechischen Vater ist die Anpassungsfähigkeit der Kinder ein Grund zum Jubeln und zum Fluchen. Jedes Beispiel zeigt, dass er erfolgreich gewesen ist. Jedes Beispiel zeigt, dass er gescheitert ist. …

11. Einem griechischen Vater fällt es schwer zu verstehen, dass die Meinungen seiner Kinder über die Heimat von seinen abweichen können. …

14. Ein griechischer Vater spricht niemals schlecht über andere Menschen. Höchstens macht er sich über sie lustig. …

23. Ein griechischer Vater, der einen Sohn an die Tür des Zimmers hämmern hört, in dem sich der kleine Bruder verschanzt hat, sagt: „Trete zurück. Jeder Mensch hat das Recht auf eine Zuflucht.“ …

24. Ein griechischer Vater lügt nie. Aber er berichtigt andere auch nicht, wenn sie sich Dinge einbilden, nur weil er nicht dazu gekommen ist, alles zu sagen. …

25. Einen griechischen Vater gibt es nur im Plural, doch ist er unvergleichlich. …

36. Ein griechischer Vater hat etwas, das ein jugendlicher Sohn nicht verleugnen kann, so rebellisch er bisweilen auch sein mag. Auch wenn das Herz ein schwarzes Dickicht geworden ist, findet ein griechischer Vater den Weg hinein. …‘

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Wie viel Kind braucht ein Vater?

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 21. Februar 2012

Theunert_Emanzipation

Der „Männerpolitiker“ und Präsident des Dachverbands der Schweizer Männer- und Väterorganisationen männer.ch Markus Theunert im Interview mit der Neuen Züricher Zeitung über die Bedeutung des Vaters in der Erziehung und die traditionelle Rollenaufteilung

‚… Viele Kinder wachsen ohne Vater auf, was fehlt diesen Kindern?

Zuerst einmal: Es geht primär um alltagsnahe männliche Bezugspersonen, nicht unbedingt um biologische Vaterschaft. Kinder, die keine männliche Bezugsperson haben, sammeln weniger Erfahrungen im Umgang mit einem Mann. Das führt schon zu gewissen Einschränkungen im Erfahrungsraum, zumal auch im Kindergarten fast ausschließlich und in der Primarschule großmehrheitlich die erwachsenen Bezugspersonen weiblich sind. Eine alleinerziehende Mutter oder ein lesbisches Paar, das Kinder erzieht, sind meines Erachtens gefordert, ihrem Nachwuchs den regelmäßigen Kontakt zu einem männlichen «Reibungspartner» zu verschaffen. Umgekehrt gilt das natürlich auch, wobei alleinerziehende Männer selten sind.

Wie viel Kind braucht denn ein Vater?

Mehr als die Strukturen erlauben. Unser System fördert die traditionelle Rollenteilung. Die Mutter steigt bei der Geburt während 14 Wochen aus dem Job aus, und der Vater bekommt zur Geburt einen Tag frei, bevor das Erwerbsleben weitergeht. Die fehlende Väterzeit ist staatlich begünstigte Entfremdung von der Haus- und Familiensphäre. Der Vater hat keinen strukturellen Anreiz, sich seine Art von «Bevattern» zu erarbeiten, sich einen Platz zu suchen im familiären System, eine Selbstverständlichkeit im Umgang mit dem Kind zu entwickeln. Das erschwert die Erfahrung, dass sein Umgang vielleicht anders, aber gleichwertig ist, wie der Umgang der Mutter mit dem Kind. Die Rahmenbedingungen fördern die Ernährerfalle.

Was verstehen Sie darunter? Weiterlesen »

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Gleichberechtigung geht nur mit Vätern

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 20. Februar 2012

Graphische Dokumentation des Workshops Geschlechtergerechte Gesellschaft bei der Grünen Zukunftskonferenz ‚Antrieb Zukunft‘.


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Deutsch polnisches Väter Projekt

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 20. Februar 2012

Mit den Vater-Kind-Begegnungen möchten die Veranstalter Männer in ihrer Vaterschaft unterstützen und zur weiteren Verständigung zwischen Deutschland und Polen beitragen. Seit 2008 treffen sich Väter und ihre Kinder in Kreisau, um sich kennenzulernen und bei verschiedenen Aktionen über den Alltag in ihren Familien und die Beziehung zwischen Zwergen und Riesen auszutauschen.

Vieles erleben Kinder und Väter dabei gemeinsam, wenn sie sich zum Beispiel bei der Vater-Kind-Olympiade beweisen, während einer Schatzsuche den höchsten Berg der Umgebung besteigen, Zwerge im nahe gelegenen Breslau suchen, gemeinsam Lagerfeuer machen oder zusammen Fußball spielen. In getrennten Väter- und Kinderrunden kann das Erlebte dann noch einmal besprochen und in den familiären Alltag mitgenommen werden. Dabei gibt es im polnischen Niederschlesien und in Kreisau viel zu entdecken!

  • Wann? Vom 21. Bis zum 26. Juli 2012
  • Wo? In der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Kreisau, in der Nähe von Breslau
  • Wer? Insgesamt 10 Familien (Väter + Kinder im Alter von 8-12 Jahren) aus Deutschland und Polen – zusammen ca. 25 Personen (Die Begegnung wird zweisprachig durchgeführt, so dass Polnisch Kenntnisse nicht notwendig sind)
  • Welche Kosten? Der Teilnahmebeitrag beträgt 250 € für den Vater und 100 € je Kind. Im Preis enthalten sind Unterkunft und Vollverpflegung sowie Ausflüge und Unternehmungen vor Ort. Die Kosten für die Anreise müssen selbst getragen werden.

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Sex, Echtheit und Macht – Internationales Symposium für Männer

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Sonntag 19. Februar 2012

Männer sind heutzutage mit großen Herausforderungen konfrontiert. Männliches Handeln scheint verantwortlich für die Lähmung in einer Welt, die bedroht ist von Klimawandel, wirtschaftlichen Turbulenzen und sozialer Unruhe. Erzogen zur Arbeit, zum Kampf und zur Kontrolle der Gefühle, nennt man Männer das „verfügbare Geschlecht“. Nun aber machen radikale und verunsichernde Veränderungen im Arbeits- und Wissenschaftsbereich so wie auch in der Rollenverteilung von Mann und Frau den Männern die Identifikation mit den herkömmlichen Bildern von Männlichkeit zunehmend schwerer. Während sie einer Flut von Bildern in Medien und Internet ausgesetzt sind, sollten sie gleichzeitig neuen Forderungen in realen sexuellen Begegnungen und in familiären Beziehungen gerecht werden. Viele ziehen sich ratlos zurück oder reagieren unangemessen.

Und doch ist diese Situation eine Möglichkeit für uns Männer, kreativ tragfähige neue Wege für die Zukunft zu entdecken und zu entwickeln. Männliche Sexualität, Verletzlichkeit und Macht, Autorität und Verantwortlichkeit sind dabei zentrale Themen. Wie können und wollen Männer Kinder, Jugendlichen und junge Männer unterstützen? Veränderung kann nicht konfliktfrei geschehen, aber mit gutem Willen und Geschick können wir zu neuen Perspektiven und klaren Vorstellungen vordringen. Das geplante Symposium ist diesem Ziel gewidmet. Männer sind die Zukunft!

Das Symposium findet vom 31. Mai bis zum 3. Juni 2012  im Seminarhotel Sampurna in der Nähe von Frankfurt statt. Bei einer Anmeldung bis Ende Februar gibt es einen Frühbucherrabatt: Teilnahmegebühren (exklusive Übernachtung und VP) in Schweizer Franken. Wenn über 25 Jahren und vor dem 29.02.2012 bezahlt CHF 320, nach dem 01.03.2012 bezahlt CHF 370. Wenn bis 25 Jahre alt und vor dem 29.02.2012 bezahlt CHF 170, nach dem 01.03.2012 bezahlt CHF 250.

Einen ersten Programmentwurf gibt es hier.

Quelle

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