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lebe deinen Traum!

Schweizer Väter sind entspannter

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 11. Mai 2012

Schweizer Väter und Mütter blicken optimistischer in die Zukunft als ihre deutschen Nachbarn. Das ergab eine Umfrage der Allianz Suisse unter Müttern und Vätern mit Kindern bis vier Jahre, für die rund 1.500 junge Familien in beiden Ländern befragt wurden.

Vor allem die Angst vor sozialem Abstieg ist in Deutschland wesentlich ausgeprägter. Eltern in der Schweiz sichern ihre Nachkommen hingegen besser für die Zukunft ab. Dafür befürchten sie stärker, dass ihr Kind bereits früh Mobbing ausgesetzt sein könnte.

Ein kleines Kind verändert bei den Eltern in der Regel den Blick auf die Welt. Das gilt in der Schweiz ebenso wie in Deutschland. Und meistens werden die Sorgen nach der Geburt des kleinen Lebewesens in beiden Ländern größer. Was, wenn das Kind krank wird oder wir unseren Arbeitsplatz verlieren? Eine länderübergreifende Umfrage der Allianz Suisse zeigt gemeinsame Ängste und Sorgen der Eltern aber auch Unterschiede auf: Grundsätzlich sehen 69 % der jungen Eltern in der Schweiz ihre persönliche Zukunft optimistisch, die ihrer Kinder beurteilen zwei Drittel als positiv. Dem stehen deutsche Eltern mit 65 bzw. 64 % kaum nach.

Allerdings sind die Abstiegssorgen in Deutschland wesentlich ausgeprägter. Neben schweren Krankheiten (51 %) und Verlust des Partners (50 %) steht bei konkreten Gefahren für die Zukunft die Angst vor Armut und dem damit verbundenem sozialen Abstieg bei 40 % der Befragten bereits an dritter Stelle. Zwar ist die Angst vor Krankheiten (45 %) oder den Verlust des Partners (49 %) auch in der Schweiz führend, an den sozialen Abstieg denken aber deutlich weniger Mütter und Väter (28 %).

Die Sorge um die finanzielle Absicherung im Alter (31 %) und die Angst vor dem eigenen Tod (30 %) sind noch stärker. Auch die Furcht vor Arbeitslosigkeit ist in Deutschland (31 %) wesentlich ausgeprägter als in der Schweiz (21 %). „Das Sicherheitsempfinden ist in der Schweiz offensichtlich größer“, sagt Roland Umbricht, Leiter Produkte bei der Allianz Suisse.

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Ein Experte für die Anliegen von Vätern

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Donnerstag 10. Mai 2012

Der Bickenbacher Journalist Christoph Lippok, weiß, wovon er spricht. Denn er ist selbst dreifacher Vater von Kindern zwischen sieben und zwei Jahren. „Mit der Geburt unseres ersten Kindes begann für mich die Auseinandersetzung mit meiner Vaterrolle und der Frage, ob ich mir genug Zeit für mein Kind nehme“, berichtet er.

Diese Gedanken hätten sich durch die beiden anderen Kinder noch verstärkt, sodass er nach der Geburt der Jüngsten intensiver reflektierte. Schließlich hat er eine zusätzliche Ausbildung zum Väterbegleiter über die Gesellschaft für Geburtsvorbereitung (GfG) absolviert.

Nun bietet er werdenden Vätern ab der 20. Schwangerschaftswoche Geburtsvorbereitungskurse an und begleitet sie auf Wunsch während des ersten Lebensjahres ihres Kindes. Darüber hält er Vorträge. Familienfreundlichkeit in den Firmen und Unternehmen ist dem Bickenbacher ein Herzensanliegen. „Familienfreundlichkeit kann sich nicht allein auf die berufstätigen Frauen beziehen, sondern muss auch die Väter im Fokus haben“, sagt er.

„Warum ist es selbstverständlich, wenn eine berufstätige Mutter freimacht, um bei ihrem erkrankten Kind zu bleiben und ein Vater in dieser Situation eher die Ausnahme ist?“, fragt Lippok. Er will daher Väter über die gesetzlich verankerte Elternzeit aufklären und sie ermutigen, sie so früh wie möglich zu nehmen.

Mit seinen Kurs- und Vortragsangeboten will er bei Männern die Freude am Vatersein wecken, damit sie ihre Kinder als eine Bereicherung ihres Lebens erfahren. Sie sollen dabei auch Gelassenheit im Umgang mit ihren Kindern und in der Familie erwerben. „Ich will den Vätern helfen, als Vater authentisch zu sein“, sagt er. Allerdings ist er jeglichem Perfektionismus abhold.

„Auch ein Mann und Vater darf Fehler machen.“ Zugleich warnt er davor, das Vatersein auf einen verstärkten Aktionismus mit den Kindern zu reduzieren. „Es genügt manchmal, die Kinder zu beobachten, ihnen nahe zu sein, um eine besondere Bindung zu ihnen herzustellen.“

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Initiative ‚mein papa kommt‘ ausgezeichnet

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 9. Mai 2012

Bundeskanzlerin Angela Merkel, Schirmherrin des sozialen Businessplan-Wettbewerbs startsocial, hatte im April zur Preisverleihung an die überzeugendsten Wettbewerbsprojekte in das Bundeskanzleramt eingeladen. Ziel des bundesweiten Wettbewerbs startsocial ist es, soziale Ideen und Projekte mit dem wirtschaftlichen Know-how freiwillig engagierter Experten zu unterstützen und so das zivilgesellschaftliche Engagement in Deutschland nachhaltig zu fördern. „mein papa kommt“ und sechs Bundessieger erhielten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro.

Rose Volz-Schmidt, Initiatorin und Geschäftsführerin der wellcome gGmbH: „Familie – so die gängige Meinung in Deutschland – ist Privatsache. Wie schön, dass der Preisträger „mein papa kommt“ eine komplett andere Vision unserer Gesellschaft vorlebt. Sie haben ein Herz für „Familien mit zwei Elternhäusern“, wie Sie sie nennen. Sie übernehmen mit einem innovativen, mutigen und sehr pragmatischen Projekt Verantwortung für Familien in Turbulenzen nach einer Trennung oder Scheidung und helfen vor allem den Kindern damit.“

Das Projekt „mein papa kommt“ vermittelt seit 2009 bundesweit Gastgeber, die kostenfreie Übernachtungszimmer für Väter oder Mütter anbieten, deren Kinder nach der Trennung der Eltern in einer anderen Stadt leben. Das Projekt stärkt alleinlebende Väter und Mütter in ihrer Elternschaft und fördert den Bindungsaufbau zum besuchten Kind oder Jugendlichen. Es senkt die Besuchsschwelle und mindert das Armutsrisiko bei alleinlebenden Vätern und Müttern, da diese finanziell entlastet werden.

Das Angebot von „mein papa kommt“ wurde über die Vermittlung kostenfreier Übernachtungsplätze hinaus um das Konzept „SpielRaum für Familien mit zwei Elternhäusern“ für besuchende Eltern und ihre Kinder erweitert. Bundesweit haben sich bisher 310 Gastgeber und 117 Eltern registriert. Wöchentlich erreichen die Initiatorin neue Anfragen. Selbst aus dem Ausland werden Eltern an Gastgeber vermittelt, um ihre Kinder in Deutschland zu besuchen.

Ergänzend bietet das Projekt Zugänge zu Angeboten der familienbezogenen Erwachsenenbildung, der schulischen Elternarbeit sowie der Begleitung von Lebensübergängen. Rose Volz-Schmidt: „Das macht Mut, gibt Gelassenheit und damit die notwendige Energie, um das zu bleiben, was man ist: Ein Elternteil, der für sein Kind da sein möchte.“

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Reine Männersachen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 9. Mai 2012

Am 31. Mai startet im Berliner Lichtblick-Kino die Dokumentation ‚Reine Männersache‘ von Regisseurin Susanne Binninger. Im Juni gibt es Vorführungen in Anwesenheit der Regisseurin.

Neuer Vater oder Alpharüde – was heißt es heutzutage Mann zu sein? ‚Reine Männersache‘ besucht Orte, an denen Männerbilder geprägt werden – und fragt, wie Mann damit lebt: Eine Partnervermittlung wertet die Ergebnisse ihrer neuesten Männer-Studie aus. Eine Werbeagentur castet und dreht einen Spot mit einem Mann, einer Frau, zwei Kindern und einer Waschmaschine. Männer bringen Männern in einem Workshop für Führungskräfte vätergerechte Personalführung bei.

Ein Putzmittelshersteller veranstaltet einen Haushaltszehnkampf für Paare, um Hausarbeit auch für Männer attraktiv zu machen. Wir lernen den Alltag eines hauptberuflichen Tagesvaters kennen, der drei Kleinkinder betreut. Und besuchen eine Männergruppe, in der Männer gemeinsam über ihr Leben nachdenken.

Eine unterhaltsame Reise mit überraschenden Einsichten – denn Männer sind Ernährer, Neue Väter, Underperformer, Leistungsträger, Alpha-Rüden, Warmduscher – je nach Perspektive. Sie sollen ihren Frauen treu sein, als Versorger und Ernährer funktionieren, sich um ihre Kinder kümmern, ihre weiblichen Anteile pflegen, nicht zum Schlaffi mutieren. Sie sollen führen ohne zu dominieren, ihren Partnerinnen den Rücken freihalten, und sexy sein, aber keine Machoattitüden haben…

Rollenbilder treffen auf gelebtes Leben, Zuschreibungen auf Erfahrungen. Was heißt es heutzutage Mann zu sein? Wer formuliert Ansprüche an Männer und prägt ihre Bilder? Und wie finden sich Männer in diesem Dickicht von Rollenerwartungen zurecht?

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Erfolgsmodell Elterngeld weiterentwickeln

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 8. Mai 2012

Anlässlich der gestrigen Sachverständigen-Anhörung zum Elterngeld im Familienausschuss des Bundestages erklärte Katja Dörner, Sprecherin der Grünen für Kinder- und Familienpolitik unter anderem:

Das Elterngeld ist ein Erfolgsmodell für Familien und die Gleichberechtigung. Fünf Jahre nach seiner Einführung bedarf es jedoch einer sinnvollen Weiterentwicklung. Auch die Experteninnen und Experten, wie Prof. Katharina Spieß vom DIW in Berlin, forderten übereinstimmend die Weiterentwicklung der Partnermonate und die Einführung eines Teilelterngeldes, das für beide Eltern gleichzeitig Sorgearbeit und Teilzeittätigkeit ohne finanzielle Nachteile ermöglicht.

Dass Familienministerin Schröder die Koalitions-Pläne zur Ausweitung der Partnermonate und des Teilelterngeldes komplett begraben hat, sei nicht nachvollziehbar. Es istfür Dörner inakzeptabel, dass für unsinnige Leistungen, wie das Betreuungsgeld Milliarden zur Verfügung gestellt werden, während wichtige familienpolitische Maßnahmen wegen Finanzierungsvorbehalt begraben werden.

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Anwälte fordern gemeinsames Sorgerecht nicht miteinander verheirateter Väter und Mütter

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 7. Mai 2012

„Das Kindeswohl gebietet es grundsätzlich, dass beide Eltern die Verantwortung für das Kind und damit die gemeinsame elterliche Sorge tragen“, erläutert Rechtsanwalt und Notar Wolfgang Schwackenberg, Vorsitzender des DAV-Gesetzgebungsausschusses Familienrecht. Aus Sicht des Kindes sei es unerheblich, ob die Eltern miteinander verheiratet sind oder nicht, wie oder wo das Kind gezeugt und empfangen wurde.

„Kann oder will der Vater jedoch seine Verantwortung nicht übernehmen, d. h. gelingt es also nicht, eine ausreichende Kommunikation zwischen den Eltern herbeizuführen, soll die Mutter die Möglichkeit haben, eine Aufhebung der gemeinsamen elterlichen Sorge zu beantragen“, führt Schwackenberg weiter aus.

Dies würde auch zu einer Verwaltungsvereinfachung führen, da momentan nicht miteinander verheiratete Eltern gemeinsam eine sogenannte „Sorgeerklärung“ abgeben müssen, um die gemeinsame Sorge zu erhalten. Die gemeinsame Sorge sei auch bei nicht miteinander verheirateten Eltern in einer Vielzahl der Fälle üblich.

An einer Reform besteht Bedarf, da der Europäische Gerichtshof für und das Bundesverfassungsgericht die Regeln gekippt haben, wonach der Vater keine Chance gegen die Mutter hat, an dem Sorgerecht teilzuhaben. Der Gesetzgeber ist nach Ansicht des DAV gefordert, da nach den Entscheidungen dieser Gerichte die Väter zwar im Einzelfall die gemeinsame Sorge beantragen könnten, die Gerichte aber höchst unterschiedlich entscheiden würden.

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Gleich, gleicher, Gleichstellung?

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Sonntag 6. Mai 2012

Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist verfassungsmäßig verankert. Artikel 3, Absatz 2, des Grundgesetzes lautet: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“ Der Gesetzestext ist klar formuliert, aber wie stellt sich die Situation im Jahr 2012 dar? Klaffen Anspruch und Wirklichkeit auseinander?

Daten und Fakten sprechen gegen eine umfassende Gleichstellung der Geschlechter. Eine aktuelle OECD-Studie über die berufliche Situation von Frauen und Männern beispielsweise belegt: Frauen verdienen weniger und sind weniger häufig in Führungspositionen anzutreffen. Ein Grund für EU-Kommissarin Viviane Reding, Justizkommissarin und zuständig für Gleichstellungsfragen, eine europaweite gesetzliche Regelung der Frauenquote in Betracht zu ziehen. Konkrete Vorschläge will sie im Sommer 2012 vorlegen.

Expertinnen und Experten aus Politik und Praxis sind sich bei diesem Thema alles andere als einig. Die Frage, ob die Frauenquote ein geeigneter Weg ist, ist noch lange nicht beantwortet. Gerade wenn es um staatliche Eingriffe geht, kommt es zu vielfachem Widerstand, häufig werden sie als nicht notwendig abgewehrt und abgetan. Fraglich ist, ob solche Eingriffe erforderlich sind – oder nur überambitioniert.

Auch die Debatte, ob qualifizierte Männer mit einer Frauenquote benachteiligt werden, ist noch nicht abgeschlossen. Und überhaupt: Wird das Thema Gleichstellung etwa nur einseitig betrachtet? Im Bereich Familien-, Sorge- und Scheidungsrecht beispielsweise gibt es viele Aspekte, die im Hinblick auf eine Benachteiligung von Männern kontrovers diskutiert werden können.

Mit diesen und ähnlichen Fragen setzen sich Frauen und Männer nicht erst seit Inkrafttreten des Grundgesetzes 1949 auseinander. Der Ton beider Lager hat sich über die Jahrzehnte zunehmend verschärft. Nicht selten stellt sich die Frage: Geht es eigentlich noch primär um Gleichstellung? Weiterlesen »

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Neue Männer braucht das Land! Oder?

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Samstag 5. Mai 2012

Steckt ‚Mann‘ in einer Identitätskrise? So scheint es zumindest, blättert man derzeit in Magazinen und Zeitschriften. Während das autoritäre Männerbild nach dem Krieg gänzlich in der Mottenkiste verschwunden ist, scheinen viele Männer in einem Identitätsvakuum zu versinken.

  • Warum ist das so?
  • Haben die Männer das Bedürfnis nach Orientierung?
  • Und wie finden Sie sich zurecht?
  • War das Bild vom Mann früher viel zu starr, ist es heute viel zu durchlässig?
  • Wie fühlen sich unsere Männer?
  • Kratzt der Wandel der traditionellen Rollenbilder in der Wirtschaft und im Sozialleben am Selbstwert?

Mit diesen Fragen setzte sich am 19. April in der Sendung Treffpunkt auf DRS 1 eine Männerrunde auseinander:

Der Psychoanalytiker Hanspeter Bernet der sich die letzten 40 Jahre mit Rebellion, Frauenemanzipation und dem Männerdasein auseinander gesetzt hat. Slam Poet und Künstler Renato Kaiser spricht über sein Verhältnis zur Männerrolle. Und, wenn sich Männer für Männer stark machen: Markus Theunert, der erste Männerbeauftragte des Kanton Zürich.

Die gesamte Sendung steht als MP3 zur Verfügung.

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Durch Netzwerke wird der Wiedereinstieg leichter

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 4. Mai 2012

Michael Rajiv Shah, 46, arbeitete als selbstständiger Social Networking Coach in Wien, als er im Juli 2008 Vater der kleinen Tara Shanti Larissa wurde. Er pausierte zweieinhalb Jahre.

„Meine Frau hatte bereits zwei Kinder, als ich sie kennen gelernt habe. Zum Glück war sie trotzdem einverstanden, dass wir noch ein gemeinsames Kind bekommen – unter der Bedingung, dass ich mit dem Kind in Karenz gehe. Ich war das erste Mal in einer Situation, in der ich nicht den starken Mann raushängen lassen und das Geld heranschaffen musste – toll! Meine Frau arbeitet als Geschäftsführerin der Mietervereinigung, ich konnte als Selbstständiger meine Zeit frei gestalten.

Ich empfand die Karenz als großen Luxus. Es gibt für Kinder nichts Wichtigeres als ausgeglichene, zufriedene Eltern. Und das konnten wir den Kindern bieten.

In der Zeit der Karenz habe ich intensiv Netzwerke genutzt, um im Gespräch zu bleiben. Das kann ich jedem empfehlen – allerdings darf man Netzwerke nicht als Akquise-Plattformen sehen. Es ist ein langsamer, langfristiger Prozess, mit dem man ‚Serendipity’ herstellen kann, das heißt man erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass hilfreiche Zufälle entstehen, anstatt ständig unter Druck zu stehen.

Auch bei mir hat es so geklappt: Ich wurde von einem Verlag angesprochen, ob ich ein Buch über XING und LinkedIn schreiben kann. Das war der perfekte Auftrag zum Wiedereinstieg für mich. Ich bin während der Babypause auch häufig mit Kind zu Veranstaltungen gegangen und habe genau dadurch viele Kontakte gewonnen. Gerade Männer reagierten sehr positiv.

Man sollte sich in der Auszeit nicht komplett aus allem herausziehen. Wer Menschen begegnet, begegnet auch Zufällen. Ich glaube fest daran: Wer nach einer Mutter- oder Vaterschaft mit einem klaren Ziel auf den Arbeitsmarkt geht und Netzwerke nutzt, wird genau diesen Job bekommen – oder man muss ihn eben selbst machen!“

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Appell zur Einrichtung eines ministeriellen Referates „Politik für Jungen, Männer und Väter“

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Donnerstag 3. Mai 2012

Das Kölner Männer und Väter Forum hat anlässlich der bevorstehenden Landtagswahl in NRW folgenden Appell an Parteien CDU, SPD, Grüne, FDP, Linke und Piraten gerichtet:

‚Sehr geehrte Damen und Herren,

vielleicht werden Sie ja maßgeblich an der künftigen Landespolitik auch über die anstehende Legislaturperiode hinaus mitwirken können. Wir sind ein sehr bekanntes Forum für Fachkräfte aus Beratung, Bildung und Forschung. Seit 1999 vernetzen wir unsere Angebote für Männer, Väter und Kinder über den Großraum Köln hinaus. Wir sind eines der größten und stabilsten Netzwerke dieser Art in Deutschland. Unsere Mitglieder beteiligen sich regional, landes- und bundesweit an diversen Foren und Projekten für eine fortschrittliche Männer- und Väterpolitik.

Ein entsprechendes ministerielles Referat fehlt bislang in NRW, es könnte etwa  den Referatsnamen „Politik für Jungen, Männer und Väter“ tragen.

Dieses spezielle Referat für ‚Jungen-, Männer- und Väterpolitik’ auf einer ministerialen Ebene könnte mit den aktuellen gender-mainstream und Gleichstellungsbestrebungen von Jugendhilfe, Wohlfahrtsverbänden, Wissenschaft, Medien, Gewerkschaften und Arbeitgebern kooperieren und ihre gesellschaftliche Verankerung stärken.

In diesem Referat stehen unserer Meinung folgende Schwerpunkte nach im Vordergrund, um nachhaltig die Chancen von Männern zu erhöhen, ihren „Rollen-Spielraum“ in der Balance zwischen Beruf, Familie und Freizeit zu erweitern:

DIALOG FÖRDERN Der Dialog zwischen den beiden Geschlechtern, über eine Gleichberechtigung und Chancengleichheit ist frühzeitig zu fördern. Häufig werden die Begriffe „Familie“ oder „Eltern“ in der Politik verwendet, aber in der Realität sind damit „Mütter“ gemeint. Väter brauchen daher eine ausdrückliche Hervorhebung.

DATENBERICHTE Jungen-, männer- und väterspezifische Daten sind zusammenstellen, zu interpretieren und einzufordern, z.B. in allen NRW-Regierungs-/Landesberichten zu Kindheit, Jugend, Familie, Schule, Gesundheit, Migration, Arbeitswelt, Justiz, Sport, Alter, Wohnen etc.

ORIENTIERUNG, BILDUNG und BERATUNG Wo haben Jungen, Männer und Väter – auch Großväter – diverser Milieus und Lebenslagen besonderen Orientierungsbedarf? Wie findet dafür spezifische Bildung und Beratung für Männer und Väter statt, zum Beispiel in Kitas, Schulen, Erwerbswelt, Gesundheitswesen, Freizeit? Weiterlesen »

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