der VAETER.blog

lebe deinen Traum!

Die Elternzeit ist ein Geschenk für Väter

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 13. August 2012

Sollten Väter eine Auszeit vom Beruf nehmen, um sich ihrem Kind zu widmen? Und was hat die Familie überhaupt davon? Diplom-Pädagoge Ansgar Röhrbein beantwortet im Interview mit der Süddeutschen Zeitung Fragen über die Elternzeit, hartnäckige Väter, unwillige Kinder und übervorsichtige Mütter.

‚Süddeutsche.de: Was haben Kinder davon, wenn Väter in Elternzeit gehen?

Ansgar Röhrbein: Sie lernen schon früh, dass ihnen zwei kompetente Bezugspersonen zur Seite stehen, die sich jeweils auf unterschiedliche Weise ihren Bedürfnissen annehmen. Das ist eine Erfahrung, die dem Kind Sicherheit gibt.

Süddeutsche.de: Und wie profitieren die Väter?

Röhrbein: Sie wissen nun, dass Haushalt und Kinderpflege sehr viel Zeit brauchen und sie das auch hinkriegen. Die gemeinsame Zeit ist intim und hilfreich, um die Beziehung zwischen Vater und Kind zu intensivieren: Wenn Väter merken, dass sie ihren Kindern in allen Lagen Gutes tun können, macht das nicht nur stolz, sondern ist auch sehr verbindend.

Süddeutsche.de: Wie alt sollte das Kind idealerweise während der Vätermonate sein?

Röhrbein: Es ist ein Geschenk für alle, wenn Väter in den ersten sechs bis acht Wochen daheim sein können und nicht nur die Mutter unterstützen, sondern auch ihr Kind kennenlernen. Und der Partnerschaft tut es gut, wenn die Eltern die erste Zeit gemeinsam stemmen. Ist der eine da, wenn dem anderen die Kraft ausgeht, hat das partnerschaftlich einen immensen Wert – und das kommt ja wieder dem Kind zugute. Ein zweiter spannender Zeitpunkt für die Vätermonate ist nach den ersten sechs Monaten, dann stehen gewaltige Entwicklungsschritte an: Das Baby lernt sitzen, krabbeln und seine Umgebung ganz anders wahrzunehmen und zu entdecken. Väter übernehmen nach dem Stillen auch gerne die ersten Breimahlzeiten. Aber auch schon vorher, wenn die Mutter noch stillt, kann ein Vater zum Beispiel das Einschlafritual mit dem Kind übernehmen. Das ergibt eine ganz andere Form der Verbindung, als wenn der Vater in dieser Zeit das Feld der Mutter überlässt.

Süddeutsche.de: Einigen Müttern fällt es aber schwer, die Verantwortung an den Vater abzugeben. Welche Fehler sollten die Frauen vermeiden?

Röhrbein: Das klassische Nachwischen und dauernde Korrigieren! Wie oft mag sich das ein Mann anhören, bis er sagt, dann mach es doch lieber selbst? Wenn Väter anders mit dem Kind umgehen, muss das nicht falsch sein. Es ist anders, aber trotzdem gut. Also sollten Mütter bremsende Bemerkungen für sich behalten und Väter und Kinder einfach mal probieren lassen. Natürlich werden und müssen Väter nicht alles wissen können. Sie sollten aber nicht gleich ein Rundum-sorglos-Paket für die Elternzeit geschnürt bekommen, sondern ihre eigenen Erfahrungen machen dürfen. …‘

Quelle

Abgelegt unter aktive Vaterschaft, Elternzeit | Keine Kommentare »

Plötzlich Vater

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Sonntag 12. August 2012

Es ist der Alptraum eines jeden glücklichen Junggesellen: Völlig unvermutet steht eines Tages die 17-jährige Dina (Sarah Horváth) vor Bastis (Sebastian Bezzel) Tür und behauptet glaubwürdig, seine Tochter zu sein. Im Schlepptau hat sie darüber hinaus noch ihr Baby Paul und verlangt von dem frischgebackenen Opa erst mal einen Haufen Geld, damit sie wieder aus seinem Leben verschwindet. Aber die Moneten müssen erst mal aufgetrieben werden. Und so gerät Basti in ‚VATERTAGE – OPA ÜBER NACHT‘ in die schönste Familienmisere.

Der Film kommt am 13. September in die Kinos.

Quelle

Abgelegt unter Väter, Väterbilder | Keine Kommentare »

Väter verdienen das Geld, Mütter führen den Haushalt

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 10. August 2012

Immer mehr Frauen in Österreich finden Gefallen an klassischen Rollenbildern. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts „Spectra“.

Der Aussage „Im Grunde finde ich es richtig, dass sich die Frauen um den Haushalt und die Kinder kümmern, und die Männer das Geld verdienen“ stimmen 54% der Österreicher (sehr bzw. eher) zu, 2005 lag dieser Anteil bei 49%. Besonders interessant ist die Tatsache, dass für diesen Anstieg die Frauen verantwortlich zeichnen. 51% stimmen dieser Aussage zu. Das entspricht einem Plus von 10%-Punkten gegenüber der letzten Messung. Es sind hier vor allem die über 40jährigen Frauen, die diese Ansicht vertreten. Jüngere Frauen können der Aussage erwartungsgemäß wesentlich weniger abgewinnen. Die Sicht der Männer (56%) liegt in etwa auf dem Niveau der Frauen und blieb unverändert.

Dazu passt, dass der Beruf Hausfrau wieder an Standing und Attraktivität gewonnen hat. Das Statement „Der Beruf der Hausfrau ist genauso erfüllend wie jede andere berufliche Tätigkeit auch“ erfährt eine Zustimmung von 56% (+6%- Punkte). Wiederum überraschend wirken auch hier die Ergebnisse im Geschlechtersplit. Es sind die Frauen, die die Wertigkeit des Hausfrauenberufs treiben. Ihre Zustimmung ist im Vergleich zu 2005 enorm angestiegen (von 45% auf 57%), die der Männer bewegt sich relativ konstant bei 55% (+1%-Punkt). Ein Blick auf die Altersgruppen belegt zudem, dass diese Aussage auch die Meinung vieler jüngerer Frauen widerspiegelt.

Große Einigkeit besteht demgegenüber auch darin, dass ein Beruf für Frauen das beste Mittel ist, unabhängig zu sein (81 %). Auch wenn es Männer im Berufsleben leichter haben als Frauen (78 %). 86 % sind der Meinung, dass sich Väter genauso um die Kindererziehung kümmern sollten wie Mütter. 71 % der weiblichen und 49 % der männlichen Befragten finden, dass Männer dabei nur den angenehmen Teil übernehmen.

Quelle

Abgelegt unter Gender, Rolllenbilder | Keine Kommentare »

Entspannte Eltern = entspannte Kinder

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 8. August 2012

Nach der Arbeit noch schnell fürs Abendessen einkaufen, die Tochter zum Klavierunterricht fahren, mit dem Sohn Vokabeln für die nächste Klausur pauken und abends trotzdem mit schlechtem Gewissen ins Bett fallen. Denn der Tag war mal wieder zu kurz, um alles zu schaffen. Familienalltag in Deutschland.

Wie Eltern diese Situation empfinden und was im Familienleben zu kurz kommt, hat das Online-Lernportal scoyo nun in einer Studie untersucht. 1.005 Mütter und Väter äußerten sich in einer repräsentativen Befragung zu ihrem Familienalltag. Zusätzlich sprach scoyo mit namhaften Erziehungsexperten wie Gerald Hüther, Jesper Juul, Elke Wild, Jan-Uwe Rogge, Sabine Czerny und Axel Doderer über die Entwicklung in den Familien.

Die Ergebnisse der Elternstudie sind eindeutig: Mehr als die Hälfte (63 %) der Befragten fühlt sich im Familienalltag unter Druck – 33 % davon gelegentlich, fast jeder Dritte sogar sehr häufig oder häufig. Als Ursache nennen die Befragten neben den Mehrfachbelastungen durch Familie und Beruf (49 %) die eigenen hohen Erwartungen (43 %) und den Wunsch, ihren Kindern eine gute Ausbildung zu ermöglichen (42 %). Vor allem Frauen fühlen sich stärker durch den Wunsch belastet, gute Eltern zu sein (49 %), als die Väter (36 %). Bei den Alleinerziehenden ist diese Belastung mit 56 % sogar noch stärker.

Familien stehen heute mehr unter Stress als früher. Über die Gründe sind sie sich einig. Jesper Juul, Axel Doderer und Gerald Hüther sehen einen hohen Leistungsdruck. Schüler sollen in der Schule von Anfang an sehr gute Leistungen erzielen, um später erfolgreich zu sein. Gerald Hüther sagt: „Statt ihre Kinder vor dem Druck zu schützen, meinen viele Eltern fälschlicherweise, sie schon früh auf den Leistungsdruck in der Gesellschaft vorbereiten zu müssen.“

Die Elternstudie zeigt: In den Familien entsteht durch die hohen Erwartungen, die Väter und Mütter an sich selbst stellen viel Druck. Die befragten Experten raten daher: Eltern sollten nicht alles perfekt machen wollen. Wenn Kindern wieder mehr Raum zur eigenständigen Entfaltung haben, entspannen sie. Das entlastet dann auch Mütter und Väter.

Die Ergebnisse der Studie sind in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Focus Schule nachzulesen.

Quelle

Abgelegt unter Schule | Keine Kommentare »

Väter mit Führungsverantwortung verlassen die Komfortzone

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 7. August 2012

Die Elternzeit wird in Österreich nach wie vor als Frauenangelegenheit angesehen. Dabei bietet das Gesetz auch den Vätern die Chance, ihre Arbeit für eine begrenzte Zeit zugunsten der Familie zurückzustellen. Zwei Geschäftsführer eines Unternehmens, die diesen Weg gingen, berichten in der Zeitschrift ‚Die Presse‘ über ihre Erfahrungen.

„Ich bin jetzt 42 Jahre alt und arbeite, seit ich 18 bin. Ich war nie länger auf Urlaub und hatte nie die Chance, mich länger von der Arbeit zu distanzieren.“ Sam Zibuschka befindet sich gerade in Karenz. Er schätzt es, in der gemeinsamen Zeit mit seinem Sohn persönlich zu reifen. Außerdem hat er erstmals in diesem Ausmaß die Chance, seinen Kopf frei zu bekommen und neue Ideen zu entwickeln.

Die beiden Geschäftsführer der Personalberatung „ePunkt“ haben sich dafür entschieden, das Wagnis auf sich zu nehmen. Daniel Marwan (35), seit 2000 Geschäftsführer bei „ePunkt“, war bereits zweimal in Karenz. Das erste Mal nahm er die gesetzliche Karenz in Anspruch, das zweite Mal nahm er sich informell als Unternehmer frei. Zibuschka (42), seit 2007 Geschäftsführer im gleichen Unternehmen, befindet sich gerade auf halber Strecke seiner zweimonatigen Karenzzeit.

Übereinstimmend berichten die beiden über die Schwierigkeit im Vorfeld, von ihrer Arbeit loslassen zu können und Verantwortung zu übergeben. So war die größte Problematik, sich auf die Zeit vorzubereiten, die man nicht im Unternehmen tätig sein kann, auch „weil man häufig glaubt, man sei selbst unentbehrlich“, so Marwan. Dann sei es aber beruhigend zu sehen, dass man gut ersetzbar ist.

Quelle

Abgelegt unter aktive Vaterschaft, Elternzeit, Führung, Unternehmen | Keine Kommentare »

Ähnliche Kompetenzen, unterschiedliche Persönlichkeiten

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Sonntag 5. August 2012

Intellektuelle Kompetenzen werden stärker von Eltern auf ihre Kinder übertragen als Persönlichkeitseigenschaften. Je älter die Kinder werden, umso mehr nähert sich ihre intellektuelle Leistungsfähigkeit derjenigen ihrer Eltern an. Unterschiede in der sozialen Mobilität, also dem sozialen und wirtschaftlichen Auf- oder Abstieg von Kindern gegenüber ihren Eltern, kann die Weitergabe von Fähigkeiten von einer Generation an die nächste aber nicht erklären, wie ein Ländervergleich zeigt. Dies deutet darauf hin, dass die Sozialstruktur einer Gesellschaft für das Ausmaß der intergenerationalen sozialen Durchlässigkeit verantwortlich ist.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) auf der Basis von repräsentativen Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP).

Silke Anger hat in ihrer Studie untersucht, welche Faktoren die Übertragung von intellektuellen Kompetenzen und Persönlichkeitsmerkmalen beeinflussen: „Der Bildungsabschluss der Eltern prägt die intellektuellen Fähigkeiten ihrer Kinder deutlich“, sagt sie. Kinder von Eltern mit einem hohen Bildungsabschluss erzielen deutlich bessere Ergebnisse in den Kompetenztests. Keinen klaren Zusammenhang gibt es hingegen zwischen der Bildung der Eltern und den Persönlichkeitseigenschaften der Kinder.

Spielraum, die Fähigkeiten von Kindern positiv zu beeinflussen, sieht Anger bei den persönlichen Eigenschaften, die nicht so stark von Eltern auf ihre Kinder übertragen werden. Hier könne das Bildungssystem ansetzen, um Kindern aus bildungsfernen und einkommensschwachen Familien eine Chance zu geben, durch die Entwicklung ihrer persönlichen Fähigkeiten in der Gesellschaft aufzusteigen. „Vor allem benachteiligte Kinder sollten durch erstklassige Kinderbetreuung, durch frühkindliche Bildung und hochwertigen Schulunterricht oder durch persönliche Mentoren die Möglichkeit erhalten, ihre Persönlichkeit zu entwickeln und ihr Potential voll zu entfalten“, sagt Anger.

Quelle

Abgelegt unter Bildung, Kinder, Kinderbetreuung | Keine Kommentare »

Keine Lösung ist manchmal die beste Lösung

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 3. August 2012

In Österreich ringen die Regierungsparteien um ein neues Familienrecht – eine Konsequenz aus der Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes (VfGH) zum Sorgerecht (Obsorge) von unehelichen Vätern erhöht nun den Druck: Gibt es nämlich keine rechtzeitige Einigung, würden laut einem Expertenpapier aus dem Justizministerium ab 1. Februar „alle Eltern unehelicher Kinder mit der Obsorge betraut“ werden.

Derzeit ist es so, dass bei unehelichen Geburten die Obsorge zunächst der Mutter alleine zusteht. Der VfGH hatte im Sommer die derzeitige Regelung als verfassungswidrig beurteilt und eine „Reparaturfrist“ bis zum 31. Januar 2013 eingeräumt. Konkret geht es um den Satz „Mit der Obsorge für das uneheliche Kind ist die Mutter allein betraut“ im Gesetz. Dem Vater müsse auch die Möglichkeit eingeräumt werden, die Obsorge zu beantragen.

Sollte das Gesetz nicht rechtzeitig repariert werden, hätte dies laut den Experten des Justizministeriums folgende Konsequenz: „Selbst wenn die Eltern seit Jahren streiten oder es keinen Kontakt zwischen dem Vater und dem Kind gibt, erhält der Vater automatisch mit diesem Tag die Obsorge.“ Eine Ausnahme gäbe es nur bei Leuten, denen ein Gericht bereits das Sorgerecht ausdrücklich entzogen hat.

Quelle

Abgelegt unter Politik, Rechtssprechung | Keine Kommentare »

Kinder entscheiden in der Familie mit

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 1. August 2012

Betrachten sich Familien in Deutschland als Team? 54 % der befragten Eltern antworten mit “Ja”, weitere 24 % mit “eher ja”. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Zeitschrift familie&co. “Mal mehr, mal weniger” geben weitere 19 % an. Nur 3 % verneinen die Frage.

Für die aktuelle Ausgabe hat die Familienzeitschrift familie&co gemeinsam mit dem Marktforschungsportal FamilyVote.de und dem Institut YouGov 528 Mütter und Väter gefragt: “Haben Sie das Gefühl, Sie sind als Familie ein gutes Team?”

Damit die Teamarbeit klappt, setzen sich immerhin 64 % mehr oder weniger regelmäßig zum “runden Tisch” zusammen, bei dem alles zur Familien- und Alltagsorganisation besprochen wird. Doch mehr als ein Drittel der Befragten (36 %) hält niemals einen Familienrat ab.

Knackpunkt Freizeit: Wie gehen Familien damit um? In den meisten Familien dürfen die Kinder bei der Auswahl gemeinsamer Aktivitäten mitreden: 57 % der Befragten sagen, dass die Kinder immer bei der Freizeitgestaltung mitbestimmen dürfen, bei 42 % ist das immerhin manchmal der Fall. Nur 1 % sagt: Nein, wir Eltern geben die Richtung vor.

Ist der Haushalt ein Streitpunkt? Die deutliche Mehrheit, nämlich fast zwei Drittel der befragten Eltern gibt an, dass die Aufgaben im Haushalt zwischen den Ehepartnern gut verteilt seien. Aber: Väter und Mütter bewerten das sehr unterschiedlich, denn 81 % der befragten Männer sind dieser Meinung, aber nur 58 % der Frauen.

Familie als Team – das bedeutet auch, dass die Kinder im Haushalt mit anpacken. Viele übernehmen sogar mehrere Tätigkeiten. An erster Stelle steht, das eigene Zimmer aufzuräumen, was 80 % der Kinder tun. 68 % helfen beim Tischdecken, jeweils 45 % beim Müllwegbringen und Einkaufen. An fünfter Stelle steht Haustiere versorgen, was 36 % der Kinder übernehmen. Je 31 % helfen bei der Wäsche und beim Blumengießen. Nur 10 % der Eltern geben an, dass ihre Kinder gar nichts im Haushalt machen.

Quelle

Abgelegt unter Familie, Kinder | Keine Kommentare »

Internationale Konferenz zur Männerpolitik

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 30. Juli 2012

Am 22. und 23. Oktober 2012 veranstaltet das Bundesfamilienministerium die internationale Konferenz „Männerpolitik. Männerpolitische Beiträge zu einer geschlechtergerechten Gesellschaft“. Die Veranstaltung richtet sich an internationale Expertinnen und Experten aus Gesellschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Politik und soll die große Vielfalt der Organisationen in Deutschland, Österreich und den anderen europäischen Staaten abbilden.

Die Konferenz wird von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder eröffnet. Der österreichische Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, Rudolf Hundstorfer, hält das Grußwort. Neben den Ansätzen in der deutschen Gleichstellungspolitik zum Thema „Männerpolitik“ werden auch Beispiele aus Österreich, der Schweiz, Norwegen und Luxemburg präsentiert.

Von der Tagung soll ein deutliches „Ja“ zur Gleichstellungspolitik als nachhaltiger Politik der Geschlechtergerechtigkeit und der fairen Chancen für Frauen und Männer ausgehen. Auch soll das öffentliche Interesse sowie die gesellschaftliche und politische Aufmerksamkeit für die Gleichstellungspolitik für Jungen und Männer geweckt und gestärkt werden.

Am Dienstagnachmittag bietet die Konferenz den Mitgliedern der teilnehmenden Männer- und Väterorganisationen die Möglichkeit zur Vernetzung.

Eine Anmeldung zu der Veranstaltung ist bis zum 31. August 2012 möglich. Weitere Informationen können dem Flyer zur Konferenz entnommen werden.

Quelle

Abgelegt unter Gender, Politik | Keine Kommentare »

Arbeitszeiten von Vätern in Deutschland

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Samstag 28. Juli 2012

Väter arbeiten mehr als ihre Altersgenossen ohne Kinder, dies verdeutlichen einmal mehr neue Analysen des Mikrozensus. Trotzdem ist ein Wandel der Väterrollen zu beobachten, der Vater nimmt die soziale Vaterschaft zunehmend wahr. Warum arbeiten Väter dennoch bis heute mehr als kinderlose Männer? Diese und andere Fragen versuchen Dr. Martin Bujard & Katrin Schiefer vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung in einem aktuellen Beitrag des Online Familienhandbuchs zu beantworten.

‚… Zum einen um genug Einkommen für die Familie zu verdienen und zum anderen werden viel arbeitende Männer eher als Partner für die Familiengründung ausgewählt. Der Wunsch vieler Väter nach mehr Zeit für ihre Kinder steht im Kontrast zu ihrem oft großen beruflichen Engagement. Folgt dieser Wunsch der Anpassung an eine soziale Erwünschtheit? Auch ökonomische Notwendigkeiten, Gewöhnungseffekte und reale sowie vermutete Sanktionierungen des Arbeitsmarkts bieten sich als Erklärungen an. Allerdings bringt das Elterngeld mit seinen expliziten Vätermonaten etwas Dynamik in die Väterbeteiligung bei der Fürsorge ihrer Kinder. Ob es auch einen initiierenden Effekt auf ein Umdenken in deutschen Betrieben hat, bleibt eine spannende Frage. …

Der „moderne“ Vater nimmt seine neue Rolle bewusster wahr und sieht sich gesteigerten Ansprüchen gegenüber: Er soll sich einerseits liebevoll um seine Kinder kümmern, andererseits aber auch das Einkommen der Familie sichern. Dadurch kann es auch beim Vater zu Vereinbarkeitsproblemen kommen, denn die meisten Väter arbeiten Vollzeit. Im Jahr 2005 liegen die Vollzeitquoten von Vätern in Deutschland zwischen 93,6 Prozent in Ostdeutschland und 96,3 Prozent in Westdeutschland (Statistisches Bundesamt: Mikrozensus). Trotz des Wandels der Vaterrolle scheint sich auf der faktischen Ebene, wie hier am Beispiel des Erwerbsumfangs dargestellt wurde, wenig geändert zu haben.

Es zeigt sich eine Diskrepanz zwischen den Einstellungen der Väter und ihrem tatsächlichen Verhalten. Freilich nehmen auch viele Väter, die Vollzeit arbeiten, eine modernere Väterrolle wahr und engagieren sich nach der Arbeit in der Familie. Allerdings gibt die Mehrheit der Männer in Umfragen an, sich in der Familie stärker engagieren zu wollen. …’

Quelle

Abgelegt unter aktive Vaterschaft, Arbeitszeiten | Keine Kommentare »