Die aktuelle Ausgabe von Switchboard, die 200ste in der 23jährigen Geschichte der deutschen Männerzeitung hat, passend zum Männerkongress am 22. Und 23. Oktober in Berlin, den von Thomas Gesterkamp redigierten Schwerpunkt Männerpolitiken. In seinem Editorial schreibt Herausgeber Alexander Bentheim:
Was ist Männerpolitik? Politik von Männern, für Männer, mit Männern? Charima Reinhardt, immerhin frühere Vizesprecherin der rot-grünen Bundesregierung, ist da – vor nicht einmal drei Jahren – mehr als eindeutig. Denn das die damals neue Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag Jungen und Männern „neue Perspektiven eröffnen“ will, sei „kein Grund zur Freude für uns Frauen“ und kommentiert: „Zum Teufel mit der erweiterten Perspektive!„. Dass es auch differenzierter geht, lässt sich im genderkompetenz.info nachlesen: „Männerpolitik ist … mit einer paradoxen Situation konfrontiert. Zwar wird Politik meist von Männern gemacht, diese männlich dominierte Politik liegt jedoch oft nicht im Interesse von Männern, weil sie geschlechtsspezifische Probleme leugnet und alle Männer unter eine (hegemoniale) Männlichkeit subsumiert“. Folglich müsse eine „gleichstellungsorientierte Männerpolitik stärker als bisher Machtfragen im Geschlechterverhältnis thematisieren“.
Die Beiträge des Schwerpunktthemas:
Feuer für die MännerpolitikDie Praxis der Gleichstellungspolitik schaut nach wie vor fast nur durch die weibliche Brille, Thomas Gesterkamp
„Wir brauchen eine Neuverhandlung des Geschlechtervertrages“ Ein Gespräch mit Markus Theunert, Herausgeber des Buches „Männerpolitik“, Thomas Gesterkamp | Markus Theunert
Die Illusion vom großen „Wir“ Männerpolitik in öffentlichen Debatten, Sebastian Scheele
„Während der Woche gehören Sie mir!“ Männer, Politik und Erwerbsarbeit, Marc Gärtner
„Fremde“ Männer, ewige Machos?!? Männerpolitik, Migration und Rassismus, Michael Tunç
Übermutter oder Bündnispartnerin? Ein Blick auf den Band „Männerpolitik“ aus feministischer Perspektive, Ilse Lenz
Tür auf, Tür zu, Tür auf, Tür … Geschlechterpolitik und Männer: Erfahrungen eines „Gender-Großvaters“, Hans-Joachim Lenz
Hirslanden lanciert das erste App mit sprechendem, virtuellem Coach für werdende Väter in der Schweiz: Papi, der Profi. Ab sofort ist der Ratgeber kostenlos im App Store für iPhone und iPad erhätlich.
Ob auf dem Weg ins Büro oder vor dem Gang ins Fitnesscenter: Werdende Papis können unterwegs nützliche Informationen abrufen und sich Wissen aneignen rund um den bevorstehenden neuen Alltag mit dem Säugling. Die neue App soll dem Vater Sicherheit und Selbstvertrauen im Umgang mit seinem neugeborenen Baby geben.
Das neue App „Papi, der Profi“ gibt Antworten und Ratschläge auf die am häufigsten gestellten Fragen. Wie schläft mein Kind am besten ein? Was muss ich beim Transport beachten? Wann muss mein Kind zum Arzt? In neun Kapiteln erfährt der angehende Vater alles Wichtige im Umgang mit dem Neugeborenen.
Zu Beginn eines jeden Kapitels zeigt ein Video vermeidbare Szenen oder falsches Verhalten auf. Im Anschluss erklärt der sprechende Coach den richtigen Umgang und gibt Tipps. Dazwischen geben Hebammen und Ärzte Auskunft zum jeweilgen Thema. Und als weiteres Feature der App kann am Schluss des jeweiligen Kapitels das erlernte Wissen mit einem Fragequiz getestet werden.
Der Rasierer, den der Mann benutzt, ist etwa ein Jahr alt und brummt nicht, sondern quietscht. Denn der Familienvater lässt seinen Sprössling die Bartpflege per Elektrorasierer übernehmen – Alltag eines Hausmannes und doch nicht alltäglich. Denn obwohl die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein Thema ist, das die Diskussionen beherrscht, stehen dabei meist die Frauen im Fokus.
Die kleine Foto-Ausstellung „Väter-Vorbilder“ im Kreishaus des Rheinisch Bergischen Kreises will mit diesem Rollenklischee brechen und zeigt moderne Väter bei ihrer Erziehungsarbeit und im Familienalltag.
Ziel des Rheinisch-Bergischen Kreises ist es, Väter bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu unterstützen und das Thema verstärkt in die öffentliche Aufmerksamkeit zu rücken. Durch die Ausstellung werden die Besucher dazu eingeladen, über die heutige Vaterrolle nachzudenken.
Gründe für die in vielen Teilen der Wirtschaft noch viel größere Zurückhaltung der Männer gebe es viele, sagte Stephan Rust, Väterbeauftragter der Caritas Rhein-Berg. Häufig seien finanzielle Gründe oder die Angst vor einem Karriereknick ausschlaggebend. Familienarbeit müsse man sich auch finanziell leisten können. „Wie brauchen ein Höchstmaß an Akzeptanz für individuelle Familienmodelle“, forderte Rust.
Die Ausstellung ist bis zum 26. Oktober im Kreishaus in Bergisch Gladbach, montags bis donnerstags, von 8.30 bis 18 Uhr, freitags bis 15 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.
Der Förderverein des Beruflichen Schulzentrums (BSZ) Waldkirch bietet wieder mehrere Kurse für die Öffentlichkeit an. … Drittes Standbein des Fortbildungsprogrammes ist „BSZ-Adventure“. Dahinter verbirgt sich eine dreiteilige Veranstaltungsreihe voller spannender Erfahrungen im Frühjahr und Sommer 2013.
Sie richtet sich vor allem an mutige Väter mit Söhnen ab etwa zwölf Jahren: In der ersten Veranstaltung stehen am 4. Mai Kooperation und Vertrauen im Mittelpunkt, in der zweiten absolvieren die Teilnehmer am 15. Juni eine Orientierungswanderung und in der dritten geht es am 13. und 14. Juli hoch hinaus auf die Klettersteige in Engelberg. Ansprechpartner hierfür ist Christoph Hertrich.
Mehr Informationen zum Kursprogramm auf der Homepage des Beruflichen Schulzentrums.
David Wozniak benimmt sich auch mit seinen 42 Jahren wie ein unreifer Teenager. Ausgestattet mit einem großen Herzen aber ohne jegliches Verantwortungsgefühl manövriert er sich mit geringstem Widerstand durch sein überschaubares Leben. Als seine Freundin Valerie ihm eröffnet, dass sie schwanger von ihm sei und ihm gleichzeitig den Laufpass gibt, schwört David sich, sein Leben endlich auf die Reihe zu bekommen und ein guter Vater zu werden.
Just zu diesem Zeitpunkt erfährt er, dass er bereits Vater ist. Und zwar von 533 Kindern. Vor 20 Jahren hat David sein Leben durch – offensichtlich sehr viele – anonyme Samenspenden finanziert. 142 seiner 533 Töchter und Söhne strengen nun eine Sammelklage an, durch welche die Identität ihres biologischen Vaters offengelegt werden soll, den sie aus den Unterlagen der Samenbank nur unter dem Pseudonym „Starbuck“ kennen ….
Die Verzweiflung muss groß sein. In einem Interview mit der Welt hat Verbraucherministerin Ilse Aigner das Erfolgsmodell ‚Elterngeld’ als die wahre Herdprämie bezeichnet, da Väter und Mütter zum Bezug dieser Leistung zu Hause bleiben müssten. Abgesehen davon, dass schon diese Behauptung nicht stimmt, während der Elternzeit kann bis zu 30 Stunden gearbeitet werden, braucht es für eine partnerschaftliche Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit ein qualitativ hochwertiges Kinderbetreuungsangebot und einen gesetzlichen Anspruch darauf. Das Betreuungsgeld dagegen würde die traditionelle Rollenaufteilung festigen und Vätern und Müttern den Anspruch auf einen Betreuungsplatz ‚abkaufen.
‚… Welt am Sonntag: Wären Sie schon Ministerpräsidentin, hätten Sie im Bundesrat also gegen die Frauenquote gestimmt.
Aigner: Ich bin ganz persönlich gegen die Frauenquote in der Wirtschaft.
Welt am Sonntag: Auch beim Betreuungsgeld sind es vor allem Frauen, die sich auflehnen. Diskutieren Sie manchmal mit denen?
Aigner: Wir diskutieren seit Jahren. Es gibt Gegner des Betreuungsgeldes, die einfach das System noch immer nicht verstanden haben. Oder nicht verstehen wollen. Das Betreuungsgeld ist definitiv keine Herdprämie. Wenn es eine Herdprämie gibt, dann ist es eher das Elterngeld. Anders als das Betreuungsgeld bekommt das Elterngeld nur, wer zu Hause bleibt.
Welt am Sonntag: Weiß man das in der FDP?
Aigner: Ich hoffe, dass sich das auch in der FDP herumspricht und sich die Liberalen wieder etwas beruhigen. Die Veränderungen, die wir vorgenommen haben, müssten der FDP eigentlich entgegenkommen. Das gilt für den Anreiz zur Altersvorsorge wie auch für die Koppelung an Vorsorgeuntersuchungen. …’
… ist ein Projekt von Dave Engledow. Die Fotos zeigen ihn mit seiner Tochter Alice Bee in verschiedenen Situationen. Gemeinsam haben alle Fotos, dass in jedem Foto die World’s Best Father Tasse zu sehen ist, die Fotos amüsant anzusehen sind und sich viele Väter und Mütter in den gezeigten Situationen wiederfinden werden können. Genau richtig für einen Jahreskalender, der an die Wand gehängt wird und uns ein Jahr begleitet.
Sie können Sie auf der Facebook Seite von Dave mitabstimmen, welche von den 27 Fotos in den World’s Best Father Calendar 2013 kommen sollen. Der Vater-Kalender für 2013 wird über das Crowdfunding Portal Kickstarter finanziert.
Horst fühlt sich wie vom Blitz getroffen, als er am Totenbett seiner Mutter von der Existenz einer Halbschwester erfährt. Doch noch bevor er seiner Mutter all die in ihm brennenden Fragen stellen kann, stirbt sie. Über das amerikanische Rote Kreuz versucht Horst, seine Schwester zu finden. Die Spur verliert sich allerdings, als diese damals im Alter von zwei Jahren zur Adoption nach Amerika gebracht wird.
Auch Brigitte erfährt von einem Familiengeheimnis – im Teenageralter entdeckt sie, dass ihr leiblicher Vater in Wahrheit ein US-Soldat ist, der nach der Geburt verschwunden sein soll. Erst nach dem Tod ihrer Mutter, wagt Brigitte, nach ihm zu suchen – mit Erfolg, so scheint es. Beim ersten Telefongespräch zwischen Vater und Tochter ist ML mona lisa dabei.
Sendetermin ist am Samstag, den 6. Oktober 2012, um 18.00 Uhr.
Am 20. September veranstaltete der Väteraufbruch in Köln (VafK) beim Landschaftsverband Rheinland eine Fachtagung zum ‚Wechselmodell‘, bei der Prof. Dr. Hildegund Sünderhauf einen Überblick über den Stand der internationalen Forschung zum Aufwachsen von Kindern in elterlicher Doppelresidenz, sowohl im Hinblick auf die Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung, wie im Hinblick auf die positiven Perspektiven und Möglichkeiten, die sich aus einem Modell gelebter elterlicher Parität auch für die Mütter und Väter selbst ergeben, gab.
Im heutigen gesellschaftlichen Geschlechterrollendiskurs steht die Auflösung tradierter Rollenstereotypen ganz oben an. Gesellschaftliches Leitbild ist heute die gleichgestellte Teilhabe von Frauen und Männern an Beruf, Familienleben, Hausarbeit und gesellschaftlicher Verantwortungsübernahme. Durch die gesellschaftlichen Leitmilieus wird in einem breiten Konsens um die verstärkte und vermehrte Teilhabe von Männern am Familienleben, der Kindererziehung, der Hausarbeit und um eine Umverteilung der Aufgabenverteilung zwischen Beruf und Familie geworben und diese gefordert.
Gerade die Funktionsträger der sozialen, beratenden, verwaltenden und juristischen Berufe reagieren in der Trennungssituation und bei der Gestaltung von familiären Nachtrennungsverhältnissen oft geradezu reflexhaft im Sinne vergangener und tradierter Rollenklischees und Familienbilder, die zum geführten Geschlechtsrollendiskurs und zur gesellschaftlichen Wirklichkeit der heute gelebten Lebens- und Familienmodelle gar nicht passen.
Ein zweites mächtiges Stereotyp ist daneben wirksam: die Zuordnung des Kindes zu nur einem betreuenden Elternteil, bei weitgehendem Ausschluss des anderen Elternteils von alltäglicher Betreuung und Alltagsleben mit dem Kind.
Die moderne Sozialisationsforschung belegt jedoch die gleichrangige Bedeutung der Beziehung des Kindes zu Mutter und Vater für seine gesunde Entwicklung und die Wichtigkeit des durch die Dreiecksbeziehung zwischen Mutter-Vater-und Kind sich vollziehenden Triangulierungsprozesses.
Nach systemischem Verständnis endet Familie nicht mit Trennung und Scheidung. Die Trennungsfamilie bleibt weiter Familie. Es gehört heute zu den gesicherten Erkenntnissen über Trennungskinder, dass sie dem Erhalt des Familiensystems herausragende Bedeutung beimessen. Familie hört mit dem Trennungsprozess nicht auf, sondern geht von einer Form in eine andere über.
Sind die Mädchen inzwischen an den Jungs vorbeigezogen? Ja, meinen 57 % der Teilnehmer einer Umfrage in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift familie&co, die vom Marktforschungsportal FamilyVote.de und dem Institut YouGov durchgeführt wurde. Befragt wurden 525 Mütter und Väter von Kindern im Alter bis 18 Jahren in Deutschland.
Immerhin 25 % der Befragten sind der Meinung, dass Jungen in der Schule benachteiligt werden. Was ihren persönlichen Umgang mit Mädchen und Jungen betrifft, gibt der Großteil (85 %) der Eltern allerdings an, keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern zu machen. Zeitbudget-Studien zeigen jedoch durchaus Unterschiede: Eltern lesen Jungs weniger vor und toben dafür mehr mit ihnen.
Ziel der Befragung war es unter anderem herauszufinden, was für Jungen beim Aufwachsen besonders wichtig ist. Interessant: Die große Mehrheit der Eltern (87 %) hält die Beziehung eines Sohnes zu seinem Vater für gleich wichtig wie die Beziehung zu seiner Mutter. Lediglich 4 % messen der Mutter-Sohn-Beziehung eine größere Bedeutung zu; immerhin 9 % der Vater-Sohn-Beziehung.
Ob in der Kita, in der Schule oder auch zu Hause – Kinder sind mehrheitlich überwiegend von Frauen umgeben: 71 % der befragten Eltern geben an, dass ihr Kind mehr Zeit mit weiblichen Bezugspersonen verbringt. Für Jungen hat dies zur Folge, dass reale männliche Vorbilder fehlen. Deshalb, so das Ergebnis verschiedener Studien, orientieren sie sich stärker als Mädchen an TV- und Kinohelden.