Erstellt von Hans-Georg Nelles am Samstag 25. Mai 2013
Ob präsent oder abwesend, strafend oder liebevoll – der Vater bleibt eine prägende Figur, auch wenn das Kind längst erwachsen ist. Für Björn Süfke ist die innere Auseinandersetzung mit dem Vater eine wichtige Lebensaufgabe – unabhängig davon, ob er noch lebt oder schon gestorben ist. Denn die Prägung durch den Vater wird an die eigenen Kinder – oft unbewusst – weitergegeben. Das weiß Björn Süfke aus eigener Erfahrung.
Studiogast des SWR 2 Tandems am 23. Mai war der Psychologe Björn Süfke. Die Sendung zum Nachhören
Quelle
Abgelegt unter Radio, Söhne, Väter | Keine Kommentare »
Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 24. Mai 2013
Väterliche Fürsorge zahlt sich aus – generationsübergreifend. Mäuse, die als Jungtiere von ihren Vätern liebevoll umsorgt werden, werden später auch selbst fürsorgliche Väter.
Eine US-amerikanische Studie zeigt, dass Väter ähnlich wie Mütter das spätere Verhalten ihres Nachwuchses beeinflussen. Wie im Fachblatt „Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences“ beschrieben, sei das Verhalten nicht direkt in den Genen festgeschrieben. Allerdings verändere es das Erbgut auf eine Weise, die ähnlich wie Gene an die Nachkommen weitergereicht werden könne.
Erin Gleason und Catherin Marler von der University of Wisconsin-Madison hatten das Verhalten der Mäuse-Väter experimentell verändert, indem sie einen Teil von ihnen nach der Geburt des Nachwuchses kastrierten. Dadurch sinkt der Testosteron-Spiegel der Väter und genau dieses Hormon steuert das fürsorgliche Verhalten maßgeblich. Dies bestätigten die anschließenden Beobachtungen der Forscher: Sie sahen, dass die kastrierten Väter ihre Kinder deutlich weniger umsorgten als die Vergleichsmäuse, die nur zum Schein operiert wurden. Sie kuschelten sich zum Beispiel seltener an die Kleinen und widmeten sich auch seltener der Fellpflege.
Das eigentliche Ergebnis ihrer Studie brachte der zweite Teil der Studie: Die Wissenschaftler stellten fest, dass die Söhne dieses nachlässigere Verhalten später auch bei ihrem eigenen Nachwuchs zeigten. Sie kümmerten sich weniger um ihre Kinder, wenn die Mutter abwesend war. Sie packten die Kleinen auch deutlich häufiger am Nacken und trugen sie im Käfig von einem Ort zum anderen. Früheren Studien zufolge gilt dieses Verhalten bei Mäusen als eher rau und scheint den Nachwuchs später aggressiver werden zu lassen. Umgekehrt waren Mäuse, die von einem nicht kastrierten – also fürsorglichen – Vater aufgezogen worden waren, später selbst fürsorglicher.
Die Forscher schreiben, dass das väterliche Verhalten auf epigenetischem Weg an den Nachwuchs weitergereicht werde. Die Epigenetik umschreibt Veränderungen des Erbgutes, die nicht direkt die Sequenz der DNA umfassen. Stattdessen wird die Aktivität bestimmter Gene verändert, indem das Erbgut chemisch modifiziert wird. Forscher glauben heute, dass auf diesem epigenetischen Weg Umwelteinflüsse das Erbgut verändern und damit auch nachfolgende Generationen beeinflussen.
Quelle
Abgelegt unter aktive Vaterschaft | 1 Kommentar »
Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 22. Mai 2013
„Als ich vor fünf Jahren Vater einer Tochter wurde, stand für mich außer Frage, dass ich meinen Beitrag an die Kinderbetreuung leisten wollte. Meine Partnerin und ich entschieden uns, die Erziehung zu teilen. Mindestens einen Tag pro Woche wollte ich zuhause zuständig sein und meine Tochter aufwachsen sehen. Auch für meinen Arbeitgeber, eine Bank, war ein Papa-Tag unproblematisch. Ich war nicht der erste im Team, der 80 Prozent arbeitete: Dass Präsenz auch von zu Hause aus funktioniert, musste ich niemandem mehr beweisen. So stand meinem Glück eigentlich nichts im Weg. Doch es kam alles anders.
Ari Byland – Teilzeitmann from Teilzeitmann on Vimeo.
Quelle
Abgelegt unter aktive Vaterschaft, Arbeitszeiten, Väterbilder | Keine Kommentare »
Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 21. Mai 2013
Während in der Schweiz in klassischen Industriebetrieben oft noch das gesetzlich Minimum von einem Tag Vaterschaftsurlaub gilt, gewähren Unternehmen heute schon zwischen zwei und vier Wochen. Nun will der Bundesrat das Thema aufnehmen.
Die Zeiten, da die Väter bei der Geburt ihres Kindes gerade Mal einen Tag bezahlten Urlaub bekommen haben, scheinen definitiv zu Ende zu gehen. Eine breit angelegte Umfrage des ‚Tages-Anzeigers‘ unter 50 Arbeitgebern hat ergeben, dass davon nur noch drei (Georg Fischer, Ruag und Schindler) mit dem gesetzlichen Minimum von einem Tag operieren. Am oberen Ende der Skala bewegen sich Alternative Bank und Mobility mit je 20 Freitagen. Drei Wochen Vaterschaftsurlaub erhalten die Mitarbeiter bei Clariant, Raiffeisen oder der Stadt Bern. Mit zwei Wochen folgen BASF, die Bundesverwaltung, Ikea, McDonald’s, Migros, SRG, Stadt Zürich, Swiss Re, Swisscom und UBS in besagter Umfrage auf den weiteren Rängen.
Firmen, die die Wende hin zum freiwilligen Vaterschaftsurlaub noch nicht mitgemacht haben, geraten zunehmend unter Druck. So etwa die Post, die ihren werdenden Vätern nur zwei Tage gönnt. Genauso wie Denner. Nicht sonderlich gut schneidet in der Umfrage auch die Berner Kantonsverwaltung mit ihren zwei Tagen ab.
Vermutlich nach den Sommerfeiern diskutiert der Bundesrat darüber, ob er nach dem Mutterschaftsurlaub von heute vier bis sechs Monaten auch einen Vaterschaftsurlaub vorschreiben soll. Bei einem Vaterschaftsurlaub von drei Wochen rechnet man in der Landesregierung mit Mehrkosten von rund 200 Millionen Franken jährlich. Das Bundesamt für Sozialversicherungen erarbeitet derzeit einen Bericht, der verschiedene Modelle von Elternurlaub und deren Finanzierung aufzeigen soll.
Bei der Leserumfrage der Aargauer Zeitung sprachen sich 79 % der Befragten für eine Erhöhung der Vaterschaftstage und 21 % dagegen aus.
Quelle
Abgelegt unter aktive Vaterschaft, Elternzeit, Politik | 1 Kommentar »
Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 20. Mai 2013
In der Öffentlichkeit werden Maskulisten hierzulande kaum wahrgenommen. Dabei sind die ‚Anti-Feministen‘ auch in Deutschland aktiv. Das ARD radiofeature ‚Maskuline Muskelspiele‘ beleuchtet, mit welchen Strategien sie in Deutschland gegen die angebliche Unterdrückung der Männer kämpfen.
ARD-Autor Ralf Homann taucht ein in eine Szene, die sich vor allem im Internet konstituiert. Maskulisten stricken online aus rechtsextremen Verschwörungstheorien ihre Kampagnen. Die Parolen werden mitunter sogar von meinungsführenden Medien aufgegriffen. Das ARD radiofeature fragt bei Experten, u.a. Regina Frey und Klaus Theweleit, Verfassungsschützern und der Bundesregierung nach Ursachen und Maßnahmen gegen maskulistische Umtriebe.
Maskulisten agieren manchmal subversiv, oft aggressiv und von Hass erfüllt. Auch vor Morddrohungen gegen Andersdenkende schrecken sie nicht zurück. Selbst bei Anders Behring Breivik, der in Norwegen vor zwei Jahren 77 Menschen tötete, betonen skandinavische Terrorismusexperten dessen Anti-Feminismus. Auch in Deutschland hat Brevik Sympathisanten, die sich auf seine maskulistischen Positionen berufen – und gegen Grundlagen der Demokratie kämpfen, insbesondere den in der Verfassung verankerten Gleichheitsgrundsatz.
Sendetermine:
- SWR 2 Mittwoch, 22. Mai, 22.03 Uhr
- SR 2 KulturRadio Samstag, 25. Mai, 9.05 Uhr
- Bayern 2 Samstag, 25. Mai, 13.05 Uhr
- Nordwestradio (RB) Sonntag, 26. Mai, 9.05 Uhr
- NDR Info Sonntag, 26. Mai, 11.05 Uhr
- WDR 5 Sonntag, 26. Mai, 11.05 Uhr
- hr2-Kultur Sonntag, 26. Mai, 18.05 Uhr
Quelle
Abgelegt unter Männer, Radio | 7 Kommentare »
Erstellt von Hans-Georg Nelles am Sonntag 19. Mai 2013
Unverheiratete Väter dürfen künftig das volle Sorgerecht für ihre Kinder beantragen – auch gegen den Willen der Mutter. Nur, wenn das Wohl des Kindes beeinträchtigt wäre, kann das verwehrt werden. Eine entsprechende Gesetzesänderung ist in Kraft getreten.

Ein Beitrag von Kerstin Klein in der Tagesschau
Quelle
Abgelegt unter aktive Vaterschaft, Politik, TV | Keine Kommentare »
Erstellt von Hans-Georg Nelles am Samstag 18. Mai 2013
Die in Düsseldorf erscheinende ‚Rheinische Post‘ berichtet über entsprechende Pläne von CDU und CSU: „Junge Väter sollen sich nach der Geburt eines Kindes künftig noch länger um ihr Baby kümmern können. In der Union wächst die Zahl der Befürworter, die die Vätermonate ausdehnen wollen. Die CSU setzt auf eine Verlängerung der Elternzeit insgesamt. …
„Wir müssen den finanziellen Schonraum für die Babyzeit, der durch das Elterngeld auf ein Jahr verkürzt wurde, wieder ausweiten und dabei den Trend zur partnerschaftlichen Teilung der Elternzeit verstärken, wie das in den skandinavischen Ländern gang und gäbe ist“, sagte Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer (CSU). „Der beste Schritt wäre, sobald wie möglich das Elterngeld von 14 auf 18 Monate zu verlängern und dabei vier statt zwei Partnermonate vorzusehen“, erklärte sie. Die CSU-Politikerin forderte auch, dieser Punkt gehöre ins gemeinsame Unionswahlprogramm, „wenn wir moderne Familienpolitik fortsetzen wollen“.
Auch Arbeitsministerin und CDU-Vize-Parteichefin Ursula von der Leyen, die als Familienministerin das Elterngeld und die Vätermonate eingeführt hatte, wünscht sich eine Reform. „Ich persönlich bin der Meinung, dass wir beim Elterngeld einen dritten Vatermonat brauchen“, sagte sie gestern bei einer Veranstaltung unter dem Titel „Spitzenfrauen fragen Spitzenkandidaten“. Die Bundesministerin sieht allerdings keinen finanziellen Spielraum, die Elternzeit insgesamt auszuweiten.
Die Ausweitung der Vätermonate beim Elterngeld, dessen Zahldauer aber nicht verlängert werden solle, könne Müttern helfen, früher in den Beruf zurückzukehren, sagte sie. Die Arbeitsministerin will die Erwerbstätigkeit von Frauen insgesamt steigern. Jede zweite Frau in Deutschland arbeite nur Teilzeit. Beim Arbeitsvolumen, das Frauen in Teilzeit leisteten, sei Deutschland mit nur 18 Wochenstunden im EU-Vergleich weit unten. Von der Leyen forderte daher neben dem dritten Vatermonat auch ein gesetzliches Rückkehrrecht von einem Teilzeit- auf einen Vollzeitjob. Diese Forderung werde in das CDU-Wahlprogramm einfließen.“
Was mich an den Begründungen stört ist, dass den Vätern auch weiterhin eine ‚Assistentenrolle‘ zugeschrieben wird. Die Wünsche von Männern nach einer partnerschaftlichen Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit werden nicht thematisiert. Und Aussagen wie die folgende ‚nageln‘ gerade junge Väter im Beruf fest:
„Sogar Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) will es: eine Babypause einlegen, wenn im Sommer seine Frau Judy Witten ihr erstes Kind zur Welt bringt. Drei Wochen will sich der Minister gönnen und nicht ins Büro gehen, wie er der „Welt“ sagte. Richtig Elternzeit könne er weder als Abgeordneter noch als Minister nehmen.
Quelle
Abgelegt unter Elternzeit, Politik | 1 Kommentar »
Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 17. Mai 2013
Das neue Sorgerecht gewährt den biologischen Vätern mehr Mitspracherechte bei der Erziehung ihrer Kinder als bisher. Und auch uneheliche Väter hatten es bislang schwer, Verantwortung für ihre Kinder zu übernehmen, wenn die Mütter das nicht wollten Doch was bedeutet es, wenn selbst der berühmte „One-night-stand“ die aktive Vaterrolle einfordert, wenn zufriedene Patchwork-Familien plötzlich einen weiteren Erziehungsberechtigten integrieren sollen?
Das Kindeswohl soll dabei der Maßstab sein, aber was heißt das konkret? Und wie können Männer ihre Vaterrolle so gestalten, dass die Kinder davon wirklich profitieren?
In der NDR Info Redezeit am 16. Mai begrüßte Moderatorin Gabriele Heise als Gäste:
Hartmut Haas: Mitglied im Bundesvorstand des Vereins „Väteraufbruch“
Dr. Angelika Nake: Fachanwältin Familienrecht
Heinz Hilgers: Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes
Die Sendung können Sie hier nachhören.
Quelle
Abgelegt unter aktive Vaterschaft, Rechtssprechung, Vater bleiben, Vater werden | Keine Kommentare »
Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 15. Mai 2013
Das Urteil des Kölner Landgerichts zur Beschneidung vom 7. Mai 2012 hat eine gesellschaftliche Auseinandersetzung zu diesem Thema in Gang gesetzt. Mit der Bundestagsentscheidung vom 12. Dezember 2012 gibt es zwar wieder Rechtssicherheit für die Religionsgemeinschaften, die Debatte über die Beschneidung geht aber weiter.
Dabei erleben wir, wie Juristen, Mediziner_innen, Kinderrechtlerinnen und Religionsvertreter aneinander vorbeireden, weil sie jeweils die eigene Perspektive für die wichtigste halten und die Positionen der anderen nicht wahrnehmen.
Das Bundesforum Männer will mit dieser ersten Dialogveranstaltung einen Prozess anstoßen, in den Religionsgemeinschaften ebenso wie bei den Beschneidungsgegnern, und die jeweiligen Positionen nachvollziehbar machen.
Wir knüpfen dabei an die Äußerungen von Stephan Kramer (Generalsekretär des Zentralrats der Juden) an: „Ich finde, wir können, ja wir müssen über vieles reden. Insofern könnte man der Debatte sogar etwas Positives abgewinnen, weil noch nie so viel über das Thema Beschneidung – auch in der jüdischen Gemeinschaft – gesprochen wurde. Aber wir kommen ja gar nicht dazu, darüber in Ruhe miteinander zu diskutieren …“ (ZEIT-Interview im Oktober 2012)
Dialog ist für uns eine Form des Gesprächs, in dem nicht nur Argumente ausgetauscht, sondern in erster Linie Horizonte eröffnet werden. Ein Dialog bietet die Chance, Neues zu entdecken – keine Garantie, Altes zu bewahren. Folgende Kompetenzen unterstützen diesen Prozess:
Eine Lernende Haltung: Nicht als Wissende auftreten und Interesse an neuen Sichtweisen zeigen, die tradierte Denkmuster in Frage stellen. Radikaler Respekt: Die Gesprächs-partner_innen in ihrem ‚So-sein‘ akzeptieren und versuchen, sie aus ihrer Perspektive zu sehen. Von Herzen sprechen: Das sagen, was mir wirklich wichtig ist und auf Belehrungen verzichten. Aktiv und empathisch zuhören: Durch innere Teilnahme einen Raum schaffen, in dem die oder der Sprechende sich entdecken kann. Reaktionen in der Schwebe halten: Sich die eigenen Annahmen und Bewertungen bewusst machen und von Beobachtungen unterscheiden.
Ablauf der Veranstaltung
10:30 Ankommen und Registrieren. Weiterlesen »
Abgelegt unter Gender, Gesundheit | 1 Kommentar »
Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 14. Mai 2013
Mütter nehmen den Wandel der Vaterrollen nicht nur wahr, sie gestalten ihn aktiv mit. Besonders gegenseitige Unterstützung in allen Lebensbereichen durch partnerschaftliches Handeln steht dabei im Mittelpunkt. Das hat eine Online-Befragung der Besser Betreut GmbH und der Väter gGmbH unter mehr als 1.000 Müttern ergeben.
„Verantwortung übernehmen, Partnerschaftlichkeit und Emotionalität: Das macht einen modernen Vater aus“, fasst Manuel Nothelfer, Geschäftsführer der Besser Betreut GmbH, einen Teil der Ergebnisse zusammen. Mehr als die Hälfte aller Befragten nannten mindestens eine dieser Eigenschaften.
Vor allem in Lebensbereichen, die vor einigen Jahren noch reinen Geschlechtsklischees entsprachen, wird der Wandel deutlich: Väter sehen sich nicht mehr ausschließlich als Ernährer, sondern wollen auch eine aktive Rolle in der Kindererziehung spielen. Mütter hingegen wollen nicht mehr nur für Haus und Kinder verantwortlich sein, sondern die Familie auch finanziell unterstützen. Mütter und Väter stellen sich den Aufgaben, das Familienleben ihren Bedürfnissen entsprechend zu gestalten und suchen gemeinsam nach Lösungswegen.
Gerade die modernen Väter brauchen dabei die Unterstützung der Mütter. Und sie erhalten diese auch. Kompromissbereitschaft, Freude und Teamgeist im gemeinsamen Zusammenleben sowie das Akzeptieren eigener Lösungswege bei der Kindererziehung sind laut der Studie die Grundpfeiler für eine moderne Partnerschaft. Nur lässt sich dies nach wie vor schwer auf den wirtschaftlichen Bereich übertragen: 42 % der befragten berufstätigen Mütter geben an, in Teilzeit zu arbeiten und bestätigen damit den allgemeinen Trend in der Bundesrepublik. In mehr als der Hälfte aller Partnerschaften gehen lediglich die Mütter in Elternzeit.
Darüber hinaus suchen die meisten Paare Alternativen, um Beruf und Familie zu vereinbaren. Während für 45 % die partnerschaftliche Aufteilung von familiären Aufgaben am wichtigsten ist, können immerhin 36 % auf jobbezogene Lösungen wie flexible Arbeitszeiten oder Homeoffice zurückgreifen. Ein Viertel der befragten Mütter engagiert zusätzlich externe Dienstleistungen wie Babysitter oder Haushaltshilfen.
Die Wünsche der Väter werden auch von den Müttern wahrgenommen. Dies zeigt die hohe Bedeutung partnerschaftlicher Werte. Und diese Werte werden in Zukunft auch die Kulturen in Unternehmen prägen. Wirtschaft und Politik scheinen noch nicht auf den Wandel eingestellt: Zu sehr setzen Sie noch auf die alleinige Unterstützung der Frauen und Mütter, die Bedürfnisse der Väter werden zu selten in eine ganzheitliche Veränderung der Unternehmenskultur mit einbezogen. Jedoch sollte die Reichweite dieser Entwicklung nicht unterschätzt werden. Die heutigen Eltern wollen beides: Familie und Karriere.
Die Frage, die die Autoren der Studie „Väter zwischen Karriere und Familie – Teil 2: Die Sicht der Mütter“ fast umgehauen hat „Wie wichtig ist Ihnen der Berufliche Erfolg Ihres Partners?“ wurde diesmal nicht gestellt, schade. Es waren übrigens 90 % der Mütter, denen dies wichtig bzw. sehr wichtig war.
Quelle
Abgelegt unter Mütter, Rolllenbilder, Väter | Keine Kommentare »