der VAETER.blog

lebe deinen Traum!

Frauen sehen Elternzeit von Vätern skeptisch

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 18. November 2013

Berichte wie der folgende machen mich doch sehr nachdenklich:

„Kindergeburtstag statt Karriere? Für viele Männer ist das offenbar noch keine echte Option. In Deutschland sind Papas in Elternzeit die große Ausnahme. Dabei kommt es im Kinofilm ‚Eltern‘ bei den Frauen super an: Schauspieler Charlie Hübner kümmert sich um das Kind, während seine Partnerin arbeitet. Aber wie reagieren normale Frauen auf einen Vater in Elternzeit? Reporter Per Windmüller hat den Test gemacht.

Auf einem Leipziger Spielplatz verwickelt der Reporter mit versteckter Kamera Frauen in ein Gespräch. Ob andere Mütter es gut finden, wenn er als Mann mit einem vier Wochen alten Säugling auftaucht? Die Reaktionen sind unterschiedlich: Während eine Großmutter den Einsatz des vermeintlichen jungen Vaters lobt, ist eine deutlich jüngere Frau skeptisch. „Irgendwie ist das doch ein bisschen Aufgabe der Mutter, finde ich. Also, ich persönlich hätte ein Problem damit gehabt“. …

Der kleine Test zeigt, dass es längst nicht für jede selbstverständlich ist, wenn der Vater Elternzeit nimmt.“

Quelle

Abgelegt unter Elternzeit, Mütter, Rolllenbilder | 1 Kommentar »

Väter und Mütter erzählen Geschichten

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Sonntag 17. November 2013

Die Fachstelle für die Gleichstellung von Mann und Frau in Zürich hat Geschichten, Filme und Texte, zusammengestellt, in denen Väter und Mütter ihre Vereinbarkeitsgeschichten erzählen.

Quelle

Abgelegt unter Partnerschaft, Work - Life - Navigation | Keine Kommentare »

Kinder wollen eine gerechtere Welt für alle

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Samstag 16. November 2013

Die 3. World Vision Kinderstudie hat nun schon zum dritten Mal mit einem repräsentativen Sample von 2500 Kindern die Perspektiven der 6-11jährigen Kinder in Deutschland auf ihre Lebenswelten untersucht. Neben den bewährten Themen Familie, Schule, Freunde und Freizeit war das Schwerpunktthema der diesjährigen Studie das Thema Gerechtigkeit.

Die Kinder wurden befragt, was Gerechtigkeit für sie überhaupt ist und ob und wo sie sich gerecht oder ungerecht behandelt fühlen. Erhoben wurden die Antworten zum einen wieder über eine quantitative Studie, bei der die Kinder von Interviewerinnen und Interviewern einen Fragebogen mit 60 Fragen vorgelegt bekamen, den sie in etwa 30 Minuten beantworteten. Dies ist der erste Teil der Studie. Zum anderen gab es wieder einen qualitativen Teil, in dem 12 Kinder in Tiefeninterviews und mit kindgerechten Methoden zu ihren Lebenswelten befragt wurden. Daraus entstanden 12 Kinderporträts, die den zweiten Teil der Studie füllen.

Die 3. World Vision Kinderstudie stellt erneut das subjektive Wohlbefinden von Kindern und damit die Erlebniswelt der Kinder aus ihrer Sicht in den Mittelpunkt. Wohlbefinden ist mehr als Wahrung der Kinderrechte und Beachtung des (rechtlich verstandenen) Kindeswohls. Die Kinderstudie dokumentiert erneut, dass Kinder kompetent und authentisch über ihre eigene Lebenssituation Auskunft geben können; sie sind Spezialisten ihrer eigenen Erlebniswelt. Zudem verleiht die Studie den Kindern in Deutschland eine Stimme, die gehört zu werden verdient, nicht nur von Eltern und Pädagogen, sondern auch von Wissenschaftlern und Politikern.

Im Bereich ‚Familie und Erwerbstätigkeit‘ gaben die Kinder u.a. folgende Auskünfte:

Bei 35 % der Kinder arbeitet ein Elternteil Vollzeit und der andere in Teilzeit, oder aber es sind beide teilzeiterwerbstätig. Rückläufig ist demgegenüber mit aktuell 32 % die „klassische“ Einverdiener-Familie. Beide Elternteile in Vollzeit trifft bei 13 % der Kinder zu, alleinerziehend und dabei in Vollzeit oder Teilzeit erwerbstätig auf 12 %, arbeitslos auf 4 % der Familien der befragten Kinder und Sonstiges, wie zum Beispiel im Studium, in Ausbildung oder aber Hausfrau oder Hausmann ohne Erwerbsbeteiligung in der Familie, auf nach wie vor 4 %.

Die Kinder wurden erneut nach ihrer Zufriedenheit befragt, was die Zuwendung ihrer Eltern anbelangt. Im Trend betrachtet, beklagen nach wie vor Kinder dann am häufigsten Zuwendungsdefizite („Beide Elternteile haben zu wenig Zeit oder ein Elternteil hat zu wenig Zeit, der andere mal so, mal so“), wenn die Eltern alleinerziehend und erwerbstätig (32 %) oder aber arbeitslos oder aus sonstigen Gründen nicht erwerbstätig sind (29 %). Am geringsten ist der Anteil der Kinder mit Zuwendungsdefiziten dort, wo beide Elternteile erwerbsbeteiligt sind, entweder einer in Vollzeit und der andere in Teilzeit oder beide in Teilzeit (konstant 8 %).

Quelle

Abgelegt unter Kinder | Keine Kommentare »

32 Stunden Woche für Väter und Mütter

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Donnerstag 14. November 2013

Das derzeit in den Koalitionsverhandlungen diskutierte neue Modell einer staatlich geförderten Familienarbeitszeit könnte die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Deutschland deutlich verbessern, zu einer partnerschaftlicheren Aufteilung der Familienarbeit führen sowie die Einkommen und Renten vieler Mütter steigen lassen.

Das sind die zentralen Ergebnisse einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), das die Kosten und Wirkungen einer solchen Familienarbeitszeit untersucht hat. Das Modell sieht vor, dass beide Eltern für maximal drei Jahre ihre Arbeitszeit auf 80 % anpassen und für die Differenz zum Vollzeitverdienst entschädigt werden. Die finanzielle Unterstützung soll dabei im Anschluss an das Elterngeld gezahlt werden und sich wie dieses am Nettoeinkommen der Eltern orientieren.

Eltern mit geringerem Einkommen würden prozentual stärker entschädigt werden als Eltern mit hohen Einkommen. Das Urteil der DIW-Forscher fällt dabei positiv aus: „Die Kosten der Lohnersatzleistung wären mit bis zu 140 Millionen Euro pro Jahr zu Beginn relativ moderat. Wenn sich die sozialen Normen langfristig ändern und mehr Familien das Modell nutzen, würden die Kosten zwar steigen, dann wäre aber auch viel für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erreicht. Zudem würde sich das Arbeitskräftepotenzial in Deutschland erhöhen, die Einkommen und Renten vieler Mütter würden steigen.“

Quelle

Abgelegt unter Arbeitszeiten, Politik | Keine Kommentare »

Redezeit mit Markus Theunert über Männer, die Emanzipation sabotieren

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 13. November 2013

Markus Theunert, Präsident des Dachverbandes der Schweizer Männer- und Väterorganisationen (männer.ch) und ein Pionier der dialogorientierten Männerbewegung im deutschen Sprachraum. In der Gespräch mit Randi Crott

„Wölfe im Schafspelz“ In seiner Arbeit mit (weiblichen) Gleichstellungsbeauftragten und (männlichen) Hierarchen hat Theunert erlebt, „wie machtvoll Nichtstun ist, wie wirkungsvoll Schweigen sabotiert“. Seiner Meinung nach sind „Co-Feministen“ in Institutionen und Betrieben regelrechte Wölfe im Schafspelz. „Sie reden wie Männer von morgen und handeln wie Patriarchen von gestern“. Und das schlimmste: Es gebe eine „unheilige Allianz zwischen Gleichstellungsfrauen und Machtmännern“, so Theunert.

Die finanzielle Unterstützung von Frauenpolitik in einer separaten, aber weitgehend bedeutungslosen Nische diene als „Schweigegeld“ dafür, dass die Politik „die Herrschaft der Männlichkeitsideologie“ nicht in Frage stelle. Gleichstellungsorientierte Männer – wie Theunert – stören diese „unheilige Allianz“. Sie stellen traditionelle Männlichkeitstypen wie den erwerbsorientierten Arbeitsmann, den dominanten Mann, den beruflichen Übererfüller oder den Vater als familiären Zaungast grundsätzlich in Frage.

Für Theunert liegt in dieser Differenz zur „hegemonialen Männlichkeit“  der eigentliche Grund für seine äußerst kurze Karriere als staatlicher Männerbeauftragter. Nur eine eigenständige Männerpolitik auf Augenhöhe mit der Frauenpolitik sei eine zukunftsfähige Geschlechterpolitik, findet er.

Welche politischen Forderungen er genau aus seinen Thesen ableitet, und warum er ausgerechnet den Begriff „Co-Feminismus“ gewählt hat, der an „Co-Abhängigkeit“ erinnert, erklärte Markus Theunert in der WDR 5-Redezeit, die hier nachgehört werden kann.

Quelle

Abgelegt unter Emanzipation, Radio | 1 Kommentar »

… du klingst wie eine frustrierte Ehefrau aus den Fünfzigern

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 12. November 2013

‚… ja dann bin ich eine frustrierte Ehefrau aus den Fünfzigern, aber dann bist du der passende Mann dazu‘ … ‚sehr witzig!‘. In dem kurzen Streitgespräch zwischen Konrad und Christine im Krankenhaus werden alle Herausforderungen, die mit einer einseitigen Aufgabenteilung in einer Familie zusammenhängen mehr als deutlich.

Es geht um Wertschätzung dessen, was der Andere zu Hause tut ‚das ist auch Arbeit‘ aber die finanzielle Versorgung hängt an der Anderen. Es geht um unterschiedliche Lebens- und Erfahrungswelten, die leicht auseinanderdriften können und um die Beziehung zu den Kids, die eine Beziehung zu demjenigen aufbauen, der sich Zeit für sie nimmt.

Derjenige, der nach einer längeren Familienphase wieder in den Beruf einsteigen möchte, braucht die Unterstützung der ganzen Familie, insbesondere der Partnerin. Das ist auch der Kern des Streits im Krankenhaus. Charly Hübner, der in dem Kinofilm ‚Eltern‚ den fürsorglichen Vater spielt, bringt es auf den Punkt ‚ich brauche jetzt auch jemanden, der mir den Rücken freihält‘ damit das Theaterstück ein Erfolg wird. Aber auf die Bühne zu ziehen und Rückendeckung lediglich zu inszenieren, ist auch keine Lösung.

Viele gerade gut ausgebildete Paare steht diese Frage irgendwann auf der Tagesordnung, auch wenn sie ganz bewusst in die fünfziger Jahre zurück gegangen sind, ‚Temporäre Teilretraditionalisierung‘ heißt das in der Literatur. Rollentausch ist aber keine Lösung sondern die Fortsetzung des Problems mit anderem Vorzeichen.

Was es braucht ist radikales Umdenken. Karriere ist nicht, wenn ich täglich 12 Stunden oder mehr der Arbeit zur Verfügung stehe und den Kontakt zum Leben und zur Familie verliere. Beruflicher Erfolg braucht Lebenserfahrung und Zufriedenheit. Karriere ist (auch), wenn die Beziehung hält und auch daran kann Mann und Frau arbeiten. Zufriedenheit stellt sich ein, wenn ich mehrere Möglichkeiten und vor allem Zeit für das habe, was mir wichtig ist. Umdenken heißt auch zu akzeptieren und wertzuschätzen, dass in manchen Lebensphasen 32 Stunden Erwerbsarbeit mehr als genug sind und Teilzeitmänner und –frauen effizienter arbeiten und eine Reduzierung der Erwerbsarbeitszeiten keine Absage an berufliche Ambitionen ist.

Und zum Schluss noch einen Tipp in Sachen Wiedereinstieg nach der Familienphase. Jemandem der redet kann geholfen werden, also am besten rechtzeitig, und das heißt vor der Geburt der Kinder, Absprachen darüber treffen, wer wann welche Entwicklungsschritte im Job macht, wer sich um Kinder und Haushalt kümmert und umgekehrt. Es geht fast alles, nur nicht immer gleichzeitig.

Weitere Tipps für Eltern gibt es auch in den Blogs: Daddylicious, Networkingmom und Zockt.

Der Film Eltern kommt am Donnerstag in die Kinos und ist eine kurzweilige und unterhaltsame Aufforderung Absprachen und Gewohnheiten auf Zufriedenheit, die eigene und die der Partnerin/ des Partners hin zu überprüfen.

Abgelegt unter aktive Vaterschaft, Partnerschaft, Rolllenbilder | Keine Kommentare »

Mehr Zeit für Familie für Väter, mehr Lebensphasenorientierung für Männer

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 11. November 2013

Im Rahmen einer Aktionswoche der Bundesländer unter dem Motto „Wirtschaft + Familie = Wachstum“ wird auf der Projekthomepage „Lebensphasenorientierten Personalpolitik“ mit wechselnden Themenartikeln auf wichtige Hintergründe der Lebensphasenorientierung in der Personalarbeit aufmerksam gemacht.

Heute geht es um das Thema Lebensphasenorientierte Personalpolitik und Väter:

„Das letzte Jahrzehnt war gekennzeichnet durch die Erleichterung des Zugangs von Frauen / Müttern in die Erwerbsarbeit und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie und die Berücksichtigung deren Lebensphasen und -situationen. Dieses Jahrzehnt steht im Zentrum der Ermöglichung von Zeit für Familie auch von Männern / Vätern sowie deren aktive Mitgestaltung von Lebensphasen und -situationen.

Schon heute nimmt eine steigende Anzahl von Vätern die Möglichkeit in Anspruch, in Elternzeit zu gehen. Der Wertewandel in der Gesellschaft hin zu einer stärkeren Balance zwischen beruflichen und privaten Belangen wird diese Entwicklung weiter vorantreiben.

Hinzu kommt die zunehmende Aufhebung der traditionellen Rollenverteilung zwischen Mann und Frau, die auch das Verhältnis des Mannes zu seiner Arbeit verändert. Diese ist häufig nicht mehr das wichtigste Element im Leben und wichtigstes klassisches Vorzeigeprodukt, sondern gerade Nachwuchskräfte wünschen sich auch genügend Zeit für das Familien- und Privatleben. …“

Quelle

Abgelegt unter Arbeitszeiten, Unternehmen | Keine Kommentare »

Väter in der Werbung – die Kaugummi Vögel

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Sonntag 10. November 2013

Abgelegt unter Werbung | Keine Kommentare »

Männlichkeit im Gleichstellungsprozess – neue Erkenntnisse, praktische Zugänge und politische Überlegungen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Samstag 9. November 2013

Im Rahmen einer Fachkonferenz soll am 18. November in Graz eine Auseinandersetzung mit grundlegenden Haltungen eines geschlechtergerechten Zugangs in der institutionellen Arbeit mit Männern und in der Gleichstellungspolitik angeregt werden. Basis dafür bilden unter anderem die Ergebnisse der hochaktuellen EU-Studie The Role of Men in Gender Equality (2011-2012), die Einblick in den Wandel der Geschlechterverhältnisse gewähren sowie einen besseren Kenntnisstand über die Positionierung von Männern in Fragen der Gleichstellung ermöglichen.

Dabei stellt sich die Frage nach den zentralen Ansatzpunkten einer Gleichstellungspolitik, die nicht in traditionellen Geschlechterrollen verhaftet bleibt, sondern einen ausgewogenen Zugang zu Männern und Geschlechtergleichstellung entwickelt. Denn nach wie vor gilt: ‚Männer‘ und ‚Frauen‘ sind keine homogenen Gruppen, vielmehr lässt sich Diversität auf Basis anderer sozialer Merkmale (Herkunft, Migration, sozio-ökonomischer Status, etc.) ausmachen.

Programmablauf:

09:00 – 09:30 Uhr Empfang

09:30 – 10:00 Uhr Begrüßung

Hofrat FH-Prof. Mag. Dr. Klaus Posch – Studiengangleiter Soziale Arbeit FH JOANNEUM
Roland Elmer – Geschäftsführer des Vereins für Männer- und Geschlechterthemen Steiermark

10:00 – 11:00 Uhr ‚How to Think about Masculinity — and how not to’ (Vortrag in englischer Sprache)

Prof. Michael Kimmel – SUNY Distinguished Professor of Sociology and Gender Studies; Executive Director, Center for the Study of Men and Masculinities,  Department of Sociology, Stony Brook University, New York, USA

11:30 – 12:30 Uhr ‚Zum Wandel der Rolle von Männern im Geschlechterverhältnis’

Mag.a Elli Scambor – Koordinatorin im Forschungsbüro des Vereins für Männer- und Geschlechterthemen Steiermark; wissenschaftliche Koordinatorin der EU-Studie ‚The Role of Men in Gender Equality‘ (2011-2012)

12:30 – 13:45 Uhr ‚Grundlegende Haltungen eines gleichstellungsorientierten Zugangs in der institutionellen Arbeit mit Männern und in der Politik‘ Weiterlesen »

Abgelegt unter Männer | Keine Kommentare »

Mütter an die Werkbank

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Donnerstag 7. November 2013

Wenn Väter mitziehen, können alle glücklicher werden: die Männer, die eine echte Bindung zu ihrem Nachwuchs entwickeln können; die Frauen, die Familie und Beruf besser vereinbaren können; die Kinder, deren Alltag abwechslungsreicher wird. Und die Paarbeziehung profitiert, sie bleibt – das macht ‚Und es geht doch!‘ schnell klar – spannend und wird facettenreicher. Denn sobald sich nicht nur die Frauen, sondern auch deren Männer für Kinder und Haushalt verantwortlich fühlen, verlieren viele Konflikte, die in traditionellen Partnerschaften immer wieder für Unmut sorgen, an Brisanz.

Barbara Lukesch präsentiert in ihrem Buch einen bunten Reigen aus dreizehn Familien, in denen die Väter, unter anderen ein Landwirt, ein Jurist, ein Ökonom, ein Maître de Cabine, ein Psychoanalytiker, ein Bäcker und ein Soziologe, einen ernst gemeinten Teil der Kinderbetreuung und der Hausarbeit übernommen haben. Es kommen aber nicht nur die Männer zu Wort, sondern auch deren Partnerinnen und ihre – teilweise schon erwachsenen – Kinder. Kinder, die in Familien aufgewachsen sind, von denen es leider nach wie vor nicht allzu viele gibt. Noch nicht!

Damit es mehr werden, braucht es nach Ansicht der Autorin vor allem das Durchsetzungsvermögen der Frauen: Frauen, die erwerbstätig sein wollen, müssen ihr Bedürfnis entschieden zum Ausdruck bringen. Es brauche die Überzeugung, dass sie auch als Mütter das gleiche Recht wie ihre Männer haben, berufliche Erfahrungen zu machen, dabei Selbstbewusstsein zu tanken und ihr eigenes Geld zu verdienen. ‚Sie müssen den Mut haben, mit ihren Männern zu verhandeln‘, schreibt Lukesch. ‚Und sie müssen in Kauf nehmen, dass es dabei zu Konflikten kommen kann.‘

Frauen müssen allerdings auch loslassen, und ihren Männern die Küche, die Babypflege und den Haushalt tatsächlich überlassen. Das fällt nicht allen leicht, ist aber unverzichtbar. Gemäß Lukesch gibt es für Männer ‚nichts Schlimmeres, als wenn ihnen die Frau sagt, wie sie den Säugling halten müssen‘.

Quelle

Abgelegt unter aktive Vaterschaft, Partnerschaft, Rolllenbilder | Keine Kommentare »