Erstellt von Hans-Georg Nelles am 10. Juli 2007
Zwar sind Jungmanager nach wie vor bereit, für ihr berufliches Fortkommen erhebliche Einschränkungen im Privatleben in Kauf zu nehmen, dennoch spielen Familie und persönliche Beziehungen eine bedeutende Rolle.
Dies ergab eine ausführliche Befragung von 326 Nachwuchsführungskräften, die von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) durchgeführt wurde. Die Vorstellung, dass beruflicher Erfolg Defizite im privaten Bereich wettmache, findet offensichtlich keinen breiten Konsens mehr, so die Studie. Stattdessen streben die Nachwuchskräfte eher nach einem Gleichgewicht zwischen Beruf und Privatleben.
Bei den Befragten handelte es sich um Berufseinsteiger mit weniger als drei Jahren Berufserfahrung, meist in Trainee- oder Assistenzpositionen sowie um jüngere Führungskräfte bis maximal 39 Jahre, die in den kommenden Jahren aller Voraussicht nach mehr Führungsverantwortung in Unternehmen übernehmen werden.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 6. Juli 2007
Der zunehmende Fachkräftemangel eröffnet berufstätigen Müttern und Vätern neuen Chancen: Um qualifizierte Mitarbeiter zu finden und zu halten, wollen immer mehr Firmen ihre Angebote zur Kinderbetreuung ausbauen.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Allensbach-Umfrage unter 510 Personalleitern, die Familienministerin Ursula von der Leyen am Mittwoch in Berlin vorstellte.
Vor einem Jahr hätten erst 40 % der Unternehmen mit Problemen bei der Einstellung von Fachkräften gerechnet, heute seien es schon 61 %, sagte die CDU-Politikerin. Dabei realisierten die Betriebe inzwischen, dass die Vereinbarkeit von Familie und Karriere die Schlüsselfrage für die Rekrutierung von Fachkräften sei.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 25. Juni 2007
Betriebliche Blockaden engagierter Vaterschaft – so lautet die Überschrift eines (Schlüssel-) Kapitels im soeben erschienen neuen Buch von Thomas Gesterkamp ‚Die neuen Väter zwischen Kind und Karriere – So kann die Balance gelingen‚.
Mit dem Buch möchte Gesterkamp den Vätern Mut machen, trotz aller Hindernisse und Bedenken ein großes Abenteuer zu wagen. Gleichzeitig zieht er eine (auch persönliche) Bilanz, wie das ‚Väter – Thema‘ in 10 Jahren Vereinbarkeitsdebatte vorangekommen ist.
Daneben gibt es am Ende des Bands eine ganze Reihe nützlicher Hinweise und Tipps für aktive Väter und solche, die es gerne sein möchten.
Aber zurück zu den ‚Dinos‘. Gesterkamp kontrastiert in diesem Abschnitt die in Hochglanz und Zertifikats – Wandbilder gefassten guten Absichten mit der vorzufindenden betrieblichen Wirklichkeit in Unternehmen und Behörden. Der Kern des Problems liegt für den Autor dabei nicht in der gerne in den Vordergrund geschobenen Betriebswirtschaft sondern in der Psychologie.
‚Gucken Sie doch mal runter auf den Parkplatz und stellen Sie sich vor, da würden die Leute um 14:00 Uhr nach Hause fahren Weiterlesen »
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 5. Juni 2007
Nach der Geburt eines Kindes reduzieren Frauen in Deutschland ihre Arbeitszeit stärker und über einen längeren Zeitraum als Mütter in Schweden, Frankreich und Italien. Das zeigt eine vergleichende Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB). Bis zur Einschulung des Kindes arbeiten Mütter in Deutschland im Schnitt acht Stunden weniger pro Woche als vor der Geburt. Dagegen sind Mütter in Frankreich und Schweden in ähnlichem Umfang wie vor der Geburt berufstätig. Auch in Italien verringern Mütter ihre Arbeitszeit im Schnitt nur um eine Stunde pro Woche.
Für die vergleichsweise geringe Erwerbstätigkeit von Müttern in Deutschland sehen die Forscher drei Ursachen: Weiterlesen »
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 23. Mai 2007
Diese ‚neue’ (?) Spezies an Führungskräften hat eine Umfrage von Kienbaum Management Consultants und Harvard Businessmanager hervorgebracht, berichtet vorab das Manager-Magazin.
Bei diesen Extremjobbern handelt es sich um Personen, die mindestens 60 Stunden pro Woche arbeiten, sehr gut verdienen, für die Kunden ständig verfügbar sind, viel reisen und hohe Verantwortung tragen.
Trotz dieser außerordentlichen Belastung sagen 95 Prozent der 142 von Kienbaum befragten Führungskräfte: „Mein Job macht mir Spaß.“ 87 Prozent betonen: „Die Herausforderung ist mir wichtig.“ 57 Prozent geben als Motiv für ihren Einsatz an: „Ich bekomme Anerkennung für meine Leistung.“
Auf der anderen Seite birgt das Extremjobbing aber auch Gefahren: Ein Drittel der Befragten räumt ein, mit seiner Work-Life-Balance unzufrieden zu sein; fast die Hälfte klagt, zu wenig Zeit mit dem Partner zu verbringen; drei Viertel geben zu, sich zu wenig zu bewegen. „Ohne eine sehr bewusste, effiziente Lebensführung ist Extremjobbing auf Dauer nicht durchzuhalten“, stellt Kienbaum-Geschäftsführer Jochmann fest. Das bedeute für die High Potentials, dass sie ihre Work-Life-Balance aktiv managen müssen.
Fragt sich nur, wann sie dafür überhaupt noch Zeit haben, ob die Gesundheit das lange mitmacht und die Partner sich in Geduld üben. Von der (schlechten?) Vorbildfunktion will ich an dieser Stelle schweigen.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 11. Mai 2007
Die Europäische Kommission in Brüssel ihre Forderung nach einer besseren Gleichstellung von Frauen und Männern mit aktuellen Umfrageergebnissen untermauert. Die Brüsseler Behörde legte dazu eine Strategie vor, die einen direkten Zusammenhang von Chancengleichheit und Geburtenrate aufzeigt.
Der Vergleich der EU-Staaten zeige, welche Schritte sowohl die Geburtenrate als auch die Beschäftigungsquote von Frauen erhöhen könnten: Ein höheres Niveau erreichten in der Regel jene Länder, die eine allgemeine Politik der Gleichstellung von Männern und Frauen verfolgen. Dazu gehören ein System von Hilfen und das Recht auf Elternurlaub für Väter wie Mütter.
Weitere Faktoren seien Investitionen in die Qualität der Kinderbetreuung und die Entwicklung einer flexiblen Gestaltung der Arbeitszeiten für Väter und Mütter, heißt es in dem Kommissionspapier.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 14. April 2007
Die Wertschätzung von Work – Life – Balance steigt bei Personalem ständig, während das Thema ‚Mitarbeiter 50 plus’ immer noch vernachlässigt wird – das ist das Ergebnis einer aktuellen Befragung des Kongressveranstalters IIR Deutschland.
Der Ausrichter der Personalmesse ‚MUWIT’, die am 17. und 18. April in Mainz stattfindet, befragte 114 Fach- und Führungskräfte aus großen und mittelständischen Unternehmen. Dabei stuften 106 Befragte die Ausgewogenheit von Beruf und Privatleben als ‚wichtig’ oder ‚sehr wichtig’ ein. Das Wertungsmerkmal „irrelevant“ fand keine Befürworter.
Dagegen wird das Thema „Mitarbeiter 50 plus“ in deutschen. Unternehmen noch stiefmütterlich behandelt – in rund 60 Prozent der befragten Unternehmen gibt es noch keine Maßnahmen fas ältere Mitarbeiter Die übrigen befanden sich nach eigenen Angaben noch in der Planung, führten bereits erste Vorstudien durch oder berichteten von einem ‚ersten Herantasten an das Thema‘.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 7. April 2007
Dieter Schnaas schreibt in der aktuellen Ausgabe der Wirtschaftswoche wie das gelingen kann.

Die erfolgreiche Vereinbarkeit von Karriere und Familie ist seiner Ansicht nach keine Frage der individuellen Organisation, sondern der geteilten Freiheit. Paare haben zwei Persönlichkeiten und 48 Stunden täglich, um ihr gemeinsames Glück zu finden.
Er widerspricht der Aussage von Mohamed Al-Fayed, ‚Familie und Beruf sind nicht vereinbar, sie schließen sich gegenseitig aus.‘ Der Begriff der ‚Work-Life Balance‘ enge die Frage auf die individuelle Organisation und die Selbstdisziplin ein. Karriere und Kinder, Gesundheit und Gesellschaft, Freizeit und Kultur, Erholung und Schlaf, jeder kann das alles in 24 Stunden unter einen Hut bringen, er/ sie muss es nur wollen.
Schnaas bezeichnet diese Perspektive als ‚Ego – Falle‘. Für Ihn haben Paare 48 Stunden Zeit und zudem zwei Persönlichkeiten und Lebensentwürfe um die Herausforderungen partnerschaftlich anzugehen.
In dem Beitrag werden die Lebensentwürfe von sieben erfolgreichen Paaren vorgestellt und vor dem Hintergrund aktueller (familien-) soziologischer Forschungsergebnisse analysiert.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 2. April 2007
Spiegel Online berichtet über einen ’neuen‘ Trend, der uns aus den USA und Großbritannien erreicht:
Der Trend, so viel steht fest, ist nicht mehr wegzureden. Personalplaner in den USA sorgen sich schon um ihre Leistungsträger. Marketingstrategen basteln bereits an „Lessness-Produkten“ für die wachsende Zielgruppe.
Ende 2004 gaben 48 % der Amerikaner an, dass sie in den zurückliegenden fünf Jahren freiwillig ihre Arbeitszeit verringert, eine Beförderung abgelehnt oder ihre Ansprüche und Berufsziele heruntergefahren hätten.In England änderten laut einer Umfrage bereits zweieinhalb Millionen Briten ihr Leben radikal. Dieses Jahr will sich schätzungsweise eine weitere Million aus dem Überstundentrott befreien.
Und obwohl auch fast allen Deutschen wichtig ist, ihren Job als sinnvoll zu erleben, verspüren auch 87 % Beschäftigten keine echte Verpflichtung gegenüber ihrer Tätigkeit, fand das Gallup-Institut heraus. 39 % der Deutschen ist der tägliche Kampf während der Arbeit sogar zu hart, fand das Meinungsforschungsinstitut TNS Ende März heraus.
Anfällig für die Idee des Runterschaltens sind vor allem Karrieristen, denen beim Aufstieg der Sinn abhanden gekommen ist. Sie schrubben 80-Stunden-Wochen, jetten um die Welt, regenerieren wochenends in Wellnessoasen und bewundern ihre Liebsten auf den zugesimsten Handy-Fotos. Bis sich irgendwann die Frage nicht mehr verscheuchen lässt: Was soll das alles?
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 27. März 2007
Der Wettbewerb der Unternehmen um kluge Köpfe wird in den kommenden Jahren deutlich härter. Denn diese wollen mehr als nur Geld.
Focus Online berichtet über eine aktuellen Umfrage der Frankfurter Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PwC):
Qualifizierte Mitarbeiter werden in den kommenden Jahren immer begehrter, das Gehalt allein reicht nicht mehr für die Mitarbeitergewinnung aus. Die heutige Generation der Studienabsolventen setzt laut der Erhebung neben guten Arbeitsbedingungen zunehmend Aspekte, wie Work-Life-Balance und Unternehmenskultur voraus. Befragt wurden 165 Personalverantwortliche internationaler Unternehmen.
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