der VAETER.blog

lebe deinen Traum!

Archiv für die 'Väterbilder' Kategorie

Gestern Exoten, heute Väter 2.0 und morgen Normalität?

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 12. Dezember 2012

20121124_112454Die Jahreszeit bringt es mit sich, über getane Arbeit nachzudenken und die Herausforderungen der Zukunft zu sortieren. Die Gespräche mit Vätern in Unternehmen, in Kindertagesstätten und bei vielen anderen Gelegenheiten haben mir bewusst gemacht, dass Männer ihren schon lange geäußerten Wunsch, mehr Zeit für Kinder und Familie haben zu wollen, zunehmend ernst nehmen. Die Veränderungen der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und vor allem die Elternzeitregelungen, erleichtern ihnen dieses Vorhaben.

Was es aber auch braucht sind Unternehmen, in denen Führungspersonen Väter ermutigen, diesen Schritt zu gehen. Wohlwissend, dass das Engagement von Männern und Frauen in Familie keine verlorene Zeit ist, sondern eine Investition in die sozialen Kompetenzen ihrer Beschäftigten. Auch an dieser Stelle hat sich schon einiges getan, die zwei Vätermonate werden in der Regel durchgewunken, das Maß an Ermutigung und Rollenmodellen auf der Führungsebene ist aber noch ausbaufähig.

Verglichen mit der Bedeutung des Themas ‚aktive Vaterschaft‘ zur Jahrtausendwende in Unternehmen, ist der Bewusstseinsstand aber schon gut entwickelt. Ich erinnere mich noch genau an meine ersten Akquisegespräche, ausgesucht hatte ich mir das halbe Dutzend Unternehmen in NRW, die damals schon das Audit ‚berufundfamilie‘ hatten. Die Frage nach der Bedeutung des Themas ‚Väter‘ im Rahmen der familienfreundlichen Aktivitäten ergab in der Regel einige Schweigesekunden als Antwort. In einem Fall erhielt ich danach die Erklärung: ‚Väter? Sie meinen die Exoten, die Erziehungsurlaub nehmen? Da haben wir zur Zeit keinen, im letzten Jahr gab es einen.‘

Das mit den ‚Exoten‘ hat sich inzwischen erledigt, aus den Einzelfällen sind in fast allen Betrieben mehrere Fälle pro Jahr geworden. Immerhin nehmen inzwischen 27,3 % der Väter Elternzeit. Wir bezeichnen diese Männer als ‚neue, moderne‘  Väter oder ‚Väter 2.0‘ um auszudrücken, dass diese voll im Trend liegen.

Damit machen wir aber gewollt oder nicht deutlich, dass es anscheinend immer noch nicht Normalität ist, dass Väter neben ihrer Erwerbstätigkeit auch Fürsorgeaufgaben in der Familie übernehmen, erst Recht nicht nach den 2 Monaten Elternzeit. Und genau dies ist, das haben mir meine zahlreichen Gespräche mit Vätern und Führungspersonen deutlich gemacht, ein Grund dafür, dass viele Männer ihren Wunsch doch (noch) nicht umsetzen. Sie wollen nicht aus der Rolle fallen und Anerkennung für etwas ‚Außergewöhnliches‘ erhalten sondern Wertschätzung für normales und alltägliches Handeln erfahren.

Für Männer ist da, abgesehen von den Vätermonaten, anscheinend immer noch ausschließlich Erwerbsarbeit vorgesehen, so nehmen sie es mehrheitlich wahr und verpassen so die Rolle ihres Lebens. In diesem Sinne wären die Väter 2.0 die neuen Exoten.

Abgelegt unter aktive Vaterschaft, Elternzeit, Unternehmen, Väterbilder | Keine Kommentare »

Wir brauchen mehr Vaterliebe

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 11. Dezember 2012

Mädchen bekommen mehr Zuwendung als Jungen – und diese erhalten heute weniger Liebe, aber mehr Hiebe. Diese These vertrat gestern der Kriminologe Christian Pfeiffer beim Jahresempfang des Sprengels Osnabrück

„Wir brauchen mehr Vaterliebe“ forderte Pfeiffer. Der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen meinte, zwei Drittel der Väter seien „emotionale Krüppel“, ein Drittel mache sich bei der Erziehung ganz „aus dem Staub“. Es gebe viele „gepanzerte Männer, die Emotionen nicht richtig rauslassen könnten“.

„Die Krise der Männer ist bedrohlich“, sagte Pfeiffer und machte einen „Wandel der Erziehungskultur“ aus: Schon im Kindergarten bekämen Mädchen mehr Streicheleinheiten und würden öfter auf den Arm genommen als Jungen. Diese Tatsache sei den Erzieherinnen aber meistens gar nicht bewusst.

Jungen bräuchten Vorbilder, Gemeinschaften und Aufgaben, an denen sie wachsen könnten. Es sei nötig, „Lust auf Leben zu wecken“, etwa in der Schule mit attraktiven Sport- und Musikangeboten am Nachmittag – wie in Neuseeland. Von diesem Angebot sei Deutschland „meilenweit entfernt“, . Nötig sei eine Stärkung der Schule von außen.

Quelle

Abgelegt unter Väter, Väterbilder | Keine Kommentare »

Väter und Kinder backen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 24. November 2012

Eine tolle Aktion, heute haben 14 Väter mit ihren Kindern zusammen gebacken und in der Ruhezeit des Teiges miteinander gespielt. Ein toller Auftakt der Kooperation des Vereins ‚Väter in Köln e.V. mit dem Familienzentrum im Quäker Nachbarschaftsheims.

20121124_115806

20121124_124308

Abgelegt unter aktive Vaterschaft, Väterbilder | Keine Kommentare »

Väter in der Werbung – Alleinziehender Vater

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 23. November 2012

alleinziehender-vater_big

Abgelegt unter Väterbilder, Werbung | Keine Kommentare »

Späte Väter – Wann ist Mann zu alt für Kinder?

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 21. November 2012

Uly_FoersterMann ist so alt wie er sich fühlt und nach einer ‚durchgezahnten‘ Nacht sieht auch manch junger Vater ganz schön alt. Aber wie fühlt es sich an, wenn Mann mit über 50 Jahren zum ersten Mal Vater wird? Wie geht Mann mit den Vorwürfen und engstirnigen Fragen aus seiner Umgebung um?

Der Journalist Uly Foerster ist zwei Wochen vor seinem 60. Geburtstag Vater geworden und hat seine Erfahrungen in dem Buch ‚Alte Väter, Vom Glück der späten Vaterschaft‘ aufgeschrieben.

Am Dienstag, den 27. November 2012 ist Uly Foerster zu Gast im Café Herr Landmann in Köln. Er wird von seinen Erfahrungen berichten, die 5 gängigsten Thesen zur späten Vaterschaft: ,Alte Väter = kranke Kinder, alte Väter sind egoistisch, … widerlegen und Fragen zur späten Vaterschaft beantworten.

Einlass ist ab 19:00 Uhr, Beginn um 20:00 Uhr. Für den Kostenbeitrag in Höhe von 5 € erhalten die Besucher einen Verzehrgutschein für diesen Abend.

Abgelegt unter aktive Vaterschaft, Väterbilder | 1 Kommentar »

Die Stimme meines Vaters

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 16. November 2012

Der kurdisch-türkische Film „Die Stimme meines Vaters“ lebt vom spannenden Widerspruch zwischen Erzählen und Sprachlosigkeit. Der Regisseur Orhan Eskikö erzählt mit seinem nachdenklichen Film eine wahre Geschichte – mit echten Protagonisten.

Da ist eine alte Frau, allein. Da ist ein junges Paar, in selbstverständlichem, liebevollem Umgang miteinander verbunden. Doch er, Mehmet, verfällt immer wieder ins Grübeln. Fahr zu ihr, ehe du noch verrückt wirst, sagt die junge Frau zu ihm. Die Alte, Basê, ist seine Mutter. „Die Stimme meines Vaters“ heißt dieser Film, in dem man dann nur noch die Mutter und den Sohn agieren sieht.

Aus dem Widerspruch zwischen Erzählen und Sprachlosigkeit entsteht die Spannung des Films. Eine freundliche Männerstimme klingt über der kargen, bergigen anatolischen Landschaft, liegt auch über den Bildern der Alten beim Verrichten alltäglicher Dinge. Ein Mann gibt seiner Frau Ratschläge, ermuntert sie, so viel Geld von der Bank zu holen wie nötig, fragt nach dem Wetter, schildert seine Eindrücke von den Kindern, die er beim letzten Besuch gewann. Dagegen sind die sichtbaren Dialoge äußerst knapp gehalten. Was ist los, Mutter?, fragt Mehmet wiederholt. Bist du krank? Sie wehrt nur ab. Spricht er sie auf den Vater und den älteren Bruder an, weicht sie aus.

Quelle

Abgelegt unter Söhne, Väter, Väterbilder | Keine Kommentare »

Väter prägen eher das Selbstwertgefühl

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 11. November 2012

Die Familie hat nach Ansicht von Professor Dr. Wassilios Emmanuel Fthenakis in ihrer Geschichte noch nie so viele Diskontinuitäten zu bewältigen wie heute. „Deswegen müssen wir uns als Gesellschaft intensiv mit dem Thema ‚Familie’ befassen und entsprechende Modelle entwickeln“, betonte er bei Familienkongress der Räte im Bistum Essen am vergangenen Samstag.

Bezüglich der Familie habe ein großer Paradigmenwechsel stattgefunden. Indikatoren für den strukturellen Wandlungsprozess seien zunehmende Scheidungsraten und die steigende Zahl von Singles. „Aber auch qualitative Wandlungsprozesse gibt es“, so der Professor und nannte hier Veränderungen in der Motivation zu Ehe und Familie, den veränderten Wert des Kindes, mittel- und langfristige Auswirkungen elterliche Beiträge auf die kindliche Entwicklung  sowie die „stille Revolution und die subjektiven Konzepte“. …

Was den Einfluss der Elternteile auf die Entwicklung des Kindes betreffe, prägten Väter stärker das Selbstwertgefühl der Kinder, die Mütter eher deren Beziehungsfähigkeit. Auch auf die Rolle des Vaters in der Familie ging Fthenakis ein. Eine von der Bundesregierung in Auftrag gegebene Studie habe gezeigt, dass nicht die „Brotverdiener-Funktion“ des Vaters dominant sei, sondern dessen soziale Funktion für die wichtigste gehalten wird, also darauf zu achten, dass das Kind sich anderen gegenüber behaupten kann und als Vater offen zu sein für die Anliegen des Kindes. Die „instrumentelle Funktion“ – dem Kind Wissen und Allgemeinbildung vermitteln – rangiere an dritter Position. Am unwichtigsten sei der Karriereverzicht. Wenn eine Partnerschaft nicht funktioniere, würden Väter eher zur Brotverdiener-Funktion tendieren. „Wenn die Beziehung aber funktioniert, dann lassen sich Männer besser steuern“, so der humorige Tipp des Professors an die anwesenden Frauen.

Mit Blick auf die verschiedenen Formen und Konzepte gelebter partnerschaftlicher Beziehungen dürfte es nach Ansicht von Fthenakis keine Probleme geben „bei der Etablierung symmetrischer, partnerschaftlich organisierter Beziehungen zwischen Männern und Frauen, bei der Einbindung von Männern als Väter in der Erziehungsverantwortung und bei der Bewältigung des generativen Problems, wenn die Menschen die Chance hätten, die von ihnen präferierten Konzepte zu realisieren“. Doch der Wissenschaftler hatte auch eine schlechte Nachricht zu überbringen: „Das System ist hochgradig effizient organisiert, wenn es darum geht, die Umsetzung solcher Konzepte zu verhindern.“ …

Quelle

Abgelegt unter aktive Vaterschaft, Rolllenbilder, Väterbilder | Keine Kommentare »

Die Rolle des Vaters neu bestimmen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 8. November 2012

Bei meinen Recherchen bin ich auf ein SPIEGEL-Interview mit dem Kinderpsychologen Wassilios Fthenakis aus dem Jahr 1980 gestoßen. Ich finde es äußerst spannend, was aus den dort aufgezeigten Entwicklungslinien (nicht) geworden ist.

‚SPIEGEL: Neuerdings wird dem Vater eine größere Rolle bei der Kindererziehung zugestanden. Sie selber haben seit längerem darauf hingewiesen, daß die überlieferte Vaterrolle überholt sei — wie ist sie entstanden?

FTHENAKIS: Die Vaterrolle war in unserer Kultur sehr stark durch die jüdisch-christliche Tradition geprägt, besonders durch die Vorstellung von Gott als dem strafenden und über seine Kinder erzürnten Vater. In den Beschreibungen des vorigen Jahrhunderts finden wir den Vater dargestellt als tyrannisches Familienoberhaupt, distanziert, mit wenig emotionaler Beziehung zu seinen eigenen Kindern.

SPIEGEL: Gibt es nicht auch gesellschaftliche Ursachen für dieses Vaterbild?

FTHENAKIS: Sicher, die industrielle Revolution hat dieses Bild wesentlich mitgeprägt: Infolge sich wandelnder Arbeitsverhältnisse war der Vater länger von zu Hause abwesend, und die Kinder konnten sich nur selten eine Vorstellung von seiner Arbeit machen; diese Distanz bestimmte auch die Beziehung zwischen Vater und Kindern. Das hat sich erst in den letzten Jahren geändert — offenbar wenden sich die Väter jetzt eher den Kleinkindern zu.

SPIEGEL: Hat das vielleicht auch etwas mit der Frauenbewegung zu tun?

FTHENAKIS: Es sieht so aus, als ob der Frauenbewegung eine Männerbewegung vorausgegangen sei, die eine Aufwertung der Vaterrolle zur Folge hatte. Zweifellos hat das wachsende Interesse der Männer an der Kinderpflege das soziale Prestige dieser Tätigkeit erhöht, so daß sie auch für die Frauen nicht mehr als minderwertig gelten muß.

SPIEGEL: Sind das Vermutungen oder Tatsachen?

FTHENAKIS: Auf diesem Gebiet gibt es viele Spekulationen, aber erst wenige empirische Untersuchungen, zumindest zur Zeit. …‘

Quelle

Abgelegt unter aktive Vaterschaft, Väterbilder | Keine Kommentare »

Zeit mit Papa für das Jahr 2013

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 28. Oktober 2012

Väterkalender 2013Der seit 2005 jährlich neu aufgelegte Kalender „Zeit mit Papa“ ist jetzt neu erschienen. Der Kalender dokumentiert Väter und ihre Kinder in Bildern und wird durch eine Fotoausstellung begleitet.

Rund 100 Vater-Kind-Paare aus Berlin und vielen anderen bundesdeutschen Städten haben sich dafür seit 2005 von Fotografen, von Müttern oder Freunden fotografieren lassen. Die aussagekräftigsten Bilder finden sich in einer Fotoausstellung mit inzwischen über 70 Bildern zusammen.

Ein Ausgangspunkt für das Kalenderprojekt ist der gesellschaftliche Wandel, der dazu führt, dass Männer ihre Vaterrolle zunehmend stärker wahrnehmen wollen – und können! Der aktive, partnerschaftliche Vater ist demzufolge heutzutage längst keine Ausnahmeerscheinung mehr.

Väter leisten sich Gefühlsoffenheit, Weichheit, Zärtlichkeit, Fürsorglichkeit und auch Schwäche gegenüber ihren Kindern. Väter bevölkern Spielplätze, kennen die Kinderkleidergrößen ihres Nachwuchses, gehen zum Babyschwimmen, zu PEKiP-Kursen, fahren mit ihren Kindern um die Wette und verbringen ihre freie Zeit immer öfter und vor allem gerne mit ihren Kindern. Bereits vor den Geburten der Kinder findet man immer häufiger Väter in den Geburtsvorbereitungskursen in Hebammenpraxen und Geburtshäusern.

Der Kalender versucht das Schöne, Wichtige und Bindende einer Vater-Kind-Beziehung bildhaft ausdrücken. Als Ergänzung sind viele Fotografien mit einem Kommentar beziehungsweise persönlichen Text des jeweiligen Vaters versehen.

Erhältlich ist der Kalender bei Andreas Gerts in Berlin.

Abgelegt unter aktive Vaterschaft, Väterbilder | Keine Kommentare »

Mann achte auf das Kleingedruckte

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 27. Oktober 2012

Deutschland braucht mehr Tagesmütter und -väter: Um die Kindertagespflege in Deutschland auszubauen, hat die Berliner Agentur Ketchum Pleon eine Informationskampagne für das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) kreiert.

Geschaltet werden die Anzeigen in allen großen Tages- und Wochenzeitungen sowie bundesweit als Großflächenplakate. Zudem gibt es ein Video im BMFSFJ-eigenen Youtube-Kanal.

Kleingedruckt

Quelle

Abgelegt unter Kinderbetreuung, Politik, Väterbilder, Werbung | Keine Kommentare »