Erstellt von Hans-Georg Nelles am 7. Februar 2013
Der Wert der Väter stand gestern Abend im Haus am Dom in Frankfurt im Mittelpunkt einer kompetent besetzten Podiumsdiskussion. Nach den Eingangsstatements wird schnell deutlich: Der Titel lässt zu viel Raum für Interpretation.
Wenn es um den Wert von Vätern geht, geht es vor allem um den Wert der Väter in der Beziehung zu ihren Kindern. Was macht Väterlichkeit aus? Wo in unserer Gesellschaft fehlt Väterlichkeit und – damit einhergehend – ihr Anteil an einer besseren Gesellschaft. Es geht mir in keiner Weise um Egalität der Geschlechter. Die oft gestellte Frage, welches Geschlecht die bessere Mutter ist, ist nicht zielführend.
Pointiert vertritt diese Ansicht Dr. Matthias Stiehler, der gerade sein Buch Väterlos veröffentlicht hat. Zentral ist in seinem Buch die Definition des Begriffs Väterlichkeit. Stiehler war der einzige auf dem Podium, der die Betroffenheit und den Einzelfall, qua Profession als Theologe und Psychologe, der in der Beratung in Dresden beim Institut für Männergesundheit tätig ist, auf dem Schirm hatte. Die übrigen Teilnehmer der Diskussion, Dr. Martin Bujard, Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe und Prof. Dr. Ludwig Salgo haben den Blick von Seiten der Forschung in die Diskussion eingebracht.
Stiehler legte den Finger dabei auch auf ‚wunde‘ Stellen. Für ihn sind die neuen Väter zu angepasst. Sie eifern den Müttern nach und interpretieren Väterlichkeit in eine Richtung, die er für falsch hält. Er fordert ein Umdenken. Väter werden auch geliebt, wenn sie sich mal unbeliebt machen, indem sie zum Beispiel Grenzen setzen.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 3. Februar 2013
In seiner Kolumne für derStandard.at beantwortet Jesper Juul die Frage einer Leserin, in der sie Kritik am Erziehungsverhalten Ihres Mannes äußerte:
‚… Ich fürchte, ich muss Ihrem Mann Recht geben. Mit Ihrem Verhalten untergraben Sie seine Rolle als Vater. Sie können ihm dabei helfen, dass er als Elternteil wächst – aber sie können es auch verhindern. Aus meiner Erfahrung, die mittlerweile von der Forschung bestätigt wird, weiß ich: Väter können von den Müttern ihrer Kinder nicht lernen, Väter zu sein. Auch nicht von anderen Müttern. Sie können es nur von anderen Vätern und im Umgang mit ihren Kindern lernen. Beide Elternteile lernen vor allem von ihren Kindern.
In einer Familie ist das Wohlbefinden aller der zentrale Punkt. Ihr Mann liegt absolut richtig, wenn er behauptet, dass er durch Ihre Kritik an Würde verliert. Vor allem in den Augen seines Sohnes. …
Die beste Art, wie Sie Ihren Mann unterstützen können ist, ist, ihn und Ihren Sohn deren eigenen Weg gehen zu lassen. Ihr Mann wird sich weiter entwickeln, um der beste Vater zu sein – und Ihr Sohn wird lernen, mit ihm zurechtzukommen. Es ist sehr schwierig für ihn, mit Eltern zu leben, die sich mit ihrer Ehe plagen und vergebens versuchen, die jeweils andere Partei als besser oder schlechter darzustellen. Sollte sein Vater seine Männlichkeit dem Familienfrieden opfern, so hat Ihr Sohn ein nutzloses Vorbild als Mensch, als Vater und Partner.‘
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 28. Januar 2013
‚Väterlos, Eine Gesellschaft in der Krise‘ Matthias Stiehler’s Titel provoziert. Nehmen heute doch mehr als ein Viertel aller Väter Elternzeit in Anspruch und ein weitaus größer Teil der Männer sieht sich als aktive Väter. Stiehler gutiert diese Entwicklung, beklagt aber den gleichzeitig steigenden Mangel an Väterlichkeit, den er für zahlreiche Mängel und krisenhafte Entwicklungen in der Gesellschaft verantwortlich macht.
Im ersten Teil des Buches beschreibt er anhand von Erfahrungen und Beispielen aus der eigenen Beratungspraxis diesen Mangel an Väterlichkeit, der vielfach auch in einer Ablehnung mündet. Zum Abschluss dieses Abschnitts zitiert er Alexander Mitscherlich, der bereits 1961 die Folgen des Wegs zur vaterlosen Gesellschaft beschrieben hat.
Im zweiten Teil des Buches führt der Autor dann aus, was er unter Väterlichkeit versteht und welche Aufgaben diese Haltung für die Entwicklung der Kinder, der Beziehungen und die Gesellschaft hat. Väterlichkeit ist für Stiehler nur in der ersten Phase nach der Geburt an den Vater gekoppelt, überwiegend ist Väterlichkeit ein soziales Prinzip, deren Wirkung in den unterschiedlichsten Situationen durch ‚symbolische Väter‘ erzeugt wird. Auch Frauen in Führungspositionen handeln für ihn ‚väterlich‘.
Gesellschaftlich sind die Ebenen des Familienvaters und der Väterlichkeit systemisch verbunden und werden in der Trianguliserungsaufgabe des Vaters in der Familie durch seine Gleichwertigkeit und seine Andersartigkeit verdeutlicht. Diese beiden Merkmale werden durch die Eigenständigkeit ergänzt. An dieser Stelle sieht Stiehler die größte Brisanz: ‚Väter soll es geben, Männer sollen sich um ihre Kinder kümmern. Aber sie sollen es so machen wie es gewünscht wird.‘ Dieses Leitbild des ‚unväterlichen Vaters behindere einen Dialog auf Augenhöhe und eine Begegnung in gleichberechtigten Partnerschaften.
Neben diese drei Merkmalen sind für Stiehler weitere Prinzipien der Väterlichkeit von Bedeutung: Die Vaterkraft, die die Lust am Neuen weckt und Entwicklung befördert; das Realitätsprinzip, die Repräsentation der Wirklichkeit jenseits der ‚Mutterwelt‘. insgesamt sind es zehn Merkmale, die die Väterlichkeit ausmachen und für Stiehler die Funktionen des ‚hinzukommenden Dritten‘ erfüllen. Seine Bedeutung ist gleichwertig mit der der ’selbstverständlichen Mütterlichkeit‘.
Die Beispiele und angebotenen Definitionen regen zum Nachdenken und sicherlich zumindest auch teilweise zum Widerspruch an. Mit Sicherheit an der Stelle, an der Stiehler zu den drei Funktionen der ‚falschen‘ Väterlichkeit, neben der ‚abwesenden‘ und der ‚traditionellen‘ die ’neue Väterlichkeit‘ anführt, die nach seiner Ansicht der ‚Vermittlung von Frustrationen, Anstrengungen und moralischen Prinzipien‘ ausweicht.
Solche Aussagen provozieren zu Recht und werden die Diskussion darüber, was ’neue‘ oder ‚moderne‘ Väter ausmacht mit Sicherheit bereichern. Der Zeitpunkt dafür ist längst gekommen und ‚Erbsen zählen‘ reicht nicht mehr aus.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 27. Januar 2013
Sie heißen Wilhelm und Friedhelm, Charlotte, Greta und Viktor. Sie sind jung und haben den Kopf voller Ideen, voller Pläne. Die Welt liegt ihnen zu Füßen. Und vom Leben mit seinen Verheißungen, so glauben sie, trennen sie nicht mehr als ein paar Monate. Schon an Weihnachten nämlich wird er beendet sein, der neue Krieg im Osten, siegreich versteht sich: Berlin im Juni 1941, wenige Tage vor dem Überfall auf die Sowjetunion.
Wir wissen, dass es anders kommen wird. Wissen um millionenfachen Tod und systematische Vernichtung, um den menschenverachtenden Irrsinn eines Regimes, das sein Ende erst findet, als Deutschland in Trümmern liegt. Von der Generation kaum 30-jähriger Frauen und Männer, die 1945 vor den Ruinen ihres noch jungen Lebens standen, erzählt der Dreiteiler „Unsere Mütter, unsere Väter“ und versucht, anhand von fünf fiktiven Lebensgeschichten für unsere Zeit erlebbar zu machen, was dieser Krieg bedeutet haben muss – an der Front und Zuhause.
Mit einem genauen Blick auf die Figuren, ihre Haltungen, Hoffnungen und Sehnsüchte ergibt das weit mehr als einen Kriegsfilm: „Unsere Mütter, unsere Väter“ versucht das bewegende Porträt einer schuldhaft verstrickten Generation – eine epische Geschichte über Freundschaft und Erwachsenwerden in der dunkelsten Epoche unseres Landes.
„Unsere Mütter, unsere Väter“ wird vom ZDF am Sonntag, 17. März, sowie am darauffolgenden Montag und Mittwoch ausgestrahlt
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 24. Januar 2013
Der Pädagoge und Psychoanalytiker Hans Heinz Hopf plädierte in einem Interview mit der Aachener Zeitung für einen anderen Umgang mit hyperaktiven Jungen und verweist auf den Zusammenhang von ADHS und fehlenden Vätern.
‚… Sie gehen davon aus, dass auch eine fehlende väterliche Struktur Einfluss auf die Unruhe der Jungen hat. Wie wirkt sich das genau auf das Verhalten des Kindes aus?
Hopf: Das wirkt sich sehr stark aus. Wir haben es oft mit zerbrochenen Familien zu tun. Der Vater als Dritter hat am Anfang eine andere Aufgabe als die Mutter. Sie ist die Versorgerin, auch emotional. Der Vater ist erst mal der Beschützer, und der lehrt den Jungen, wie er Affekte beherrscht. Vor allem durch sein Vorbild, aber auch durch seine Grenzsetzung.
Das kann doch auch eine Frau.
Hopf: Ja, das kann sie auch. Sie kann es aber meistens nicht, wenn sie es in der Dual-Union tun soll, wenn der Vater nicht präsent ist.
Aber nicht jedes Kind, das keinen Vater als Bezugsperson hat, leidet unter ADHS. es scheint also auch ohne Vater zu gehen.
Hopf: Viele Kinder haben dann andere Vorbilder. Wenn das Kind einen guten Lehrer, Onkel oder Stiefvater hat, können diese die Rolle übernehmen. Es gibt auch viele Mütter, die das Kind gut versorgen und grenzsetzend wirken können. Aber wir machen als Psychoanalytiker schon die Feststellung, dass bei alleinerziehenden Müttern die unruhigen und die aggressiven Jungen häufiger sind. Ich möchte das bewusst ganz deutlich sagen: Das ist kein Versagen dieser Mütter, sondern der fehlenden Väter.
Wenn der Vater anwesend ist, entwickelt der Junge Vorstellungen von normaler Männlichkeit. Wenn er abwesend ist, bekommt der Junge grandiose Vorstellungen, kriegt – trivial gesagt – machohafte Züge.
Was müssen Väter heute leisten?
Hopf: Es ist dieser begrenzende Aspekt. Wenn ich merke, dass mein Sohn acht Stunden am Tag vorm Computer sitzt, kann ich das nur einschränken, wenn ich nicht selbst dasselbe tue. Der Vater muss als Vorbild wirken und die Affekte des Sohnes beeinflussen. Das Ideal ist auch eine gute Paarbeziehung. Der Mann muss die Frau achten. …‘
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 23. Januar 2013
Im Familienreport 2012, der in der vergangenen Woche in Berlin vorgestellt wurde werden die Bedingungsfaktoren, die zur Realisierung des Kinderwunsches führen oder auch nicht gut dargestellt und widerlegen die reißerischen Thesen von Zeugungs- Gebärstreik.
‚… Der Kinderwunsch ist bei jungen Frauen und Männern größer, wenn das Verhältnis zu den eigenen Eltern und die persönlichen Zukunftschancen positiv eingeschätzt werden. Wesentliche Faktoren, die den Kinderwunsch bei Männern fördern, sind unter anderem die biografischen Erfahrungen mit Eltern und Geschwistern in der Herkunftsfamilie, das eigene männliche Selbstbild, Motive wie beispielsweise Sinnstiftung durch die Vaterschaft, Übernahme von Verantwortung oder die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, eine positive Einstellung zur Lebensform Familie, die nicht selten als normale und selbstverständliche Entwicklungsstufe erwachsener Männlichkeit betrachtet wird.
Vaterschaft scheint somit nicht im engen Wortsinn an einen Kinderwunsch gebunden, sondern an den Wunsch nach Familie als einem positiv besetzten Lebensentwurf. Zudem gilt, dass ein Kinderwunsch häufig erst im Rahmen einer Partnerschaft konkret wird – bei Männern stärker als bei Frauen. Schließlich ist der Kinderwunsch keineswegs statisch, sondern unterliegt dynamischen Anpassungen im Rahmen einer Paarbeziehung.
Ob und wie viele Kinder gewünscht werden und wann der richtige Zeitpunkt für eine Familiengründung ist, hängt von mehreren Faktoren ab (berufliche Situation, Partnerschaft, Lebensplanung usw.) und ist Gegenstand von Aushandlungsprozessen innerhalb der Partnerschaft. Allerdings stimmen kinderlose Paare mehrheitlich in ihren Elternschaftsabsichten überein. Studien zeigen zudem, dass eine hohe Partnerschaftsqualität einen positiven Einfluss auf den übereinstimmenden Kinderwunsch von Paaren hat …‘
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 18. Januar 2013
… wird in einem aktuellen Forum in Frankfurt betrachtet: Sie riskieren Kinder und Jahre langer Bindung. Was macht Väter so anders? Welche Werte und Konflikte leben sie? Trotz Papa-Monaten: Sind sie immer noch hin und her gerissen zwischen Beruf, Karriere, Prekarität und Sorgearbeit? Wie prägen die Werte und Erfordernisse im Beruf das Verhalten als Eltern? Was ist dran am enormen Druck, unter dem heute Eltern stehen? Gilt immer noch: „Verbal aufgeschlossen“, aber im Verhalten wenig verändert? Aber: Von welchen Vätern und Männern reden wir eigentlich?
Referenten sind
- Dr. Martin Bujard, Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung, Wiesbaden
- Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe, Universität Gießen, Haushalts- und Familienwissenschaft
- Prof. Dr. jur. Ludwig Salgo, Universität Frankfurt, Familienrechtler und „Anwalt des Kindes“
- Dr. Matthias Stiehler, Dresdner Institut für Männergesundheit, Autor der aktuellen Streitschrift „Väterlos“
Moderiert wird die Veranstaltung von Sylvia Kuck, Hessischer Rundfunk
Veranstalter sind Frankfurter Domkreis Kirche und Wissenschaft in Kooperation mit den katholischen Familienbildungsstätten Familienbildung Frankfurt, Zentrum Familie, Internationales Familienzentrum.
Das Forum findet am Mittwoch, den 6. Februar 2013, um 19:30 Uhr, im Haus am Dom, Domplatz 3, in 60311 Frankfurt statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 17. Januar 2013
Den Text des Liedes von Reinhard Mey habe ich bei meinen Recherchen zum Thema Väterlichkeit gefunden:
„Es tut mir leid, weißt du, ich konnte halt nicht früher kommen.
War das eine Verhandlung. Mann oh Mann, bis kurz nach acht.
Na, hast du Benno Bär und Fritz Fuchs mit ins Bett genommen
Und Krümelmonster auch? Ich habe viel an dich gedacht.
Waren die Großeltern da, ist das ein schöner Tag gewesen?
Und hast du deine Mutter wieder um ein Eis erpresst?
Und ich? Ach, ich hab‘ erst mal den Börsenbericht gelesen.
Und dabei überlegt, wie sich dein Schlauchboot kleben lässt. …
Dann gab Herr Doktor Schulze-Wüstenfeld ein Arbeitsessen.
Ich bin von einer Pobacke auf die andere gerutscht.
Es gab „Pikantes Hirschragout“, wie gern hätte ich stattdessen
Eine Bratwurst mit dir geteilt und Lakritze gelutscht.
Dann hab‘ ich glatt vergessen, über einen Witz zu lachen,
den Herr Senator Kühn für unbeschreiblich komisch hält.
Ich war wohl in Gedanken gerade beim Eierpampemachen.
Derweil hat man mich gleich in den Kontrollausschuss gewählt. …“
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 9. Januar 2013
Nicht nur vorbildliche und starke, sondern auch schwache und oft fehlende Väter sind in Märchen Wegbereiter für das Schicksal ihrer Kinder“, sagt die Märchenerzählerin Lia Brockmeyer aus Haldern. Unter dem Motto „Väter – wo sie führen, wo sie fehlen“ erzählt sie, begleitet vom Gitarristen Hans van Triel, am Sonntag, 20. Januar, um 17 Uhr im Battenbergturm von Vaterbildern in Märchen und Gedichten.
Mit dieser Veranstaltung setzt der Heimatverein Haldern die Tradition der Märchenerzählungen im Battenbergturm fort. Karten sind ab sofort zum Preis von 5 € bei Tabakwaren Kisters in Haldern, Lindenstraße 1, erhältlich.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 4. Januar 2013
Im Juni 2012 hat die Family Strategic Partnership einer Gruppe von führenden Väter Organisationen und Wissenschaftlern eingeladen um die Erfahrungen und Bedürfnisse der jungen Väter zwischen 16 und 24 in England sowie die Rolle der gesetzlichen und freiwilligen Dienste, die sie unterstützen, zu begutachten.
Der im Dezember veröffentlichte Bericht ‚Are we nearly there yet, Dad?‚ beschreibt die Erfahrungen von sechs jungen Vätern, mit denen die Steuerungsgruppe zusammengearbeitet hat, mit den angebotenen Dienstleistungen. Die einzelnen Geschichten verdeutlichen die Schwierigkeiten, die auftreten, wenn junge Väter nicht genügend Unterstützung erhalten, und die Möglichkeiten, die entstehen könnten, wenn effektive Dienstleistungen für junge Väter angeboten würden.
Die BBC titelt ihren Beitrag über den Bericht: ‚Junge Väter fühlen sich an den Rand gedrängt‘ und fährt fort:
Die Ansprüche junger Männer werden oft als „Invisible“ behandelt und die Väter von ihren Kindern ferngehalten. Die Unterstützungsstrukturen seien „Mutter zentriert“ und geben den jungen Vätern das Gefühl „wertlos“ und eine „Randgruppe“ zu sein.
Das habe zur Folge, dass es wenig oder keinen Kontakt zwischen jungen Vätern, Hebammen und den anderen Verantwortlichen gibt, und einige Gemeinden sogar verhindern, dass Väter die Kinder zu sich nach Hause holen können. Darüber hinaus fehle es flächendeckend an Informationen über die Zahl und die Bedürfnisse der jungen Väter
Michael Connellan, vom Family and Parenting Institute (FPI) sagte „Wir müssen eine Vater-freundliche Gesellschaft schaffen, wenn wir mehr signifikante Veränderung sehen wollen.“ Eine Sprecherin des Ministeriums für Bildung, die den Bericht in Auftrag gegeben haben, ergänzte „Die Beteiligung des Vaters im Leben seines Kindes ist entscheidend“.
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