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Archiv für die 'Politik' Kategorie

Gleichberechtigung geht nur mit Vätern

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 20. Februar 2012

Graphische Dokumentation des Workshops Geschlechtergerechte Gesellschaft bei der Grünen Zukunftskonferenz ‚Antrieb Zukunft‘.


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FDP in Bremen fordert sechs Vätermonate

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 18. Februar 2012

Der Landesvorstand der Bremer FDP bringt einen Antrag auf dem FDP Bundesparteitag ein, in dem eine Ausweitung der Vätermonate und eine Verzicht auf die Herdprämie gefordert wird. Außerdem will sich der FDP Landesvorstand gegen eine zeitgleiche Auszahlung des Elterngeldes an beide Elternteile einsetzen. „Wir sprechen uns für eine Ausweitung des Elterngeldes bis zum 18. Lebensmonats des Kindes aus, um den Eltern einen Übergang von der häuslichen Betreuung in eine alterserweiterte Gruppe in Kindergärten zu erleichtern sowie mehr Väter zu ermutigen, die Kinderbetreuung zu übernehmen“, so der FDP Landesvorsitzende, Prof. Dr. Hauke Hilz. Dabei solle die maximale Zeit, die ein Elternteil Anspruch auf Elterngeld hat, weiter auf 12 Monate begrenzt bleiben.

Eine partnerschaftliche Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit durch eine gleichzeitige Arbeit und ein Teilelterngeld soll ausgeschlossen werden: „Das Elterngeld hat das Ziel, dass Eltern vorübergehend ganz oder auch nur teilweise auf eine Erwerbstätigkeit verzichten und so mehr Zeit für die Betreuung ihres Kindes haben. Mit einem Elternteil ist die Betreuung gewährleistet“, so der 34-jährige FDP Chef, der sich selber in 6 Monaten Elternzeit um seine erste Tochter kümmerte. Eine bezahlte Betreuung zeitgleich durch beide Elternteile durch den Staat sei unnötig und widerspräche dem liberalen Bild des schmalen Staates.

Die Verlängerung der Vätermonate hat auch das Ziel, Frauen den Wiedereinstieg in den Beruf zu erleichtern. „Wir Liberale betrachten es mit Sorge, dass ein Kinderwunsch in Deutschland immer noch einen Gegensatz zum Karrierewunsch der Frau darstellt. Wir brauchen mehr Väter, die auch über einen längeren Zeitraum Elternzeit in Anspruch nehmen. Nur so kommen wir in Deutschland langfristig von dem Gesellschaftsbild weg, in dem Kindererziehung Frauensache ist“, so Hilz. Die sogenannte „Herdprämie“ für die häusliche Betreuung der 1- bis 3-jährigen, die zwangsläufig zu Kürzungen im Elterngeldbereich führt, lehnt die Bremer FDP ab.

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Aktive Väter sind keine Zeitgeist – Erscheinung

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 10. Februar 2012

Familienministerin Ute Schäfer hat bei Ihrer Rede zur Eröffnung der Tagung „Aktive Vaterschaft – erforscht, erwünscht, erledigt?“ in Essen die Entscheidung von Vätern begrüßt, sich aktiv an der Erziehung ihrer Kinder zu beteiligen. Schäfer äußerte mit einem Verweis auf einen Beitrag der Süddeutschen vom vergangenen Wochenende: „Die neuen Väter sind inzwischen keine Zeitgeist-Erfindung mehr. Rund 20 % der Väter haben sich bereits von der traditionellen Männerrolle verabschiedet. Allerdings möchten weit mehr Männer ihren Anspruch auf Elternzeit wahrnehmen und viele von ihnen würden gerne länger als zwei Monate nutzen. Doch sie trauen sich nicht, weil ihre Wünsche schlicht und ergreifend nicht zur vorherrschenden Unternehmenskultur passen

Das Familienministerium habe etwa im Rahmen des Innovationsprojekts der Landesarbeitsgemeinschaft der Familienbildung „Väter im Blickpunkt der Familienbildung“ die Entwicklung des Handbuchs „Echt stark“ gefördert. Es zeige, welche neuen Wege Familienbildungsstätten einschlagen können, um für Väter attraktiv zu sein. Zahlreiche Einrichtungen der Familienbildung hätten sich des Themas angenommen und neue Angebote für Väter – und ihre Kinder – entwickelt.

Dass Väter und besonders junge Väter mehr Zeit für Familie und für Kinder haben möchten sei kein reines Lippenbekenntnis mehr. Insgesamt 22 % aller Väter in NRW bezögen bereits mindestens sechs Monate Elterngeld. Der Anteil der Elternzeit nehmenden Väter habe sich zudem seit der Einführung des Elterngeldes fast verfünffacht. „Ich finde es vor diesem Hintergrund kontraproduktiv, dass auf Bundesebene die Ausdehnung der Vätermonate auf Eis gelegt wurde. Für mich eine absolute Fehlentscheidung“, sagte Schäfer.

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Österreichs Grüne fordern Vätermonat für alle

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 25. Januar 2012

Die Grünen in Wien fordern eine Totalreform des Kinderbetreuungsgeldes: Künftig soll es nur ein Modell statt wie bisher fünf geben. Und auch ein „Papamonat“ für alle Väter ist im grünen Modell vorgesehen – und nicht wie bisher nur für die Väter unter den Beamten.

Dass es derzeit fünf verschiedene Modelle für das Kinderbetreuungsgeld gibt, ist in den Augen der Grünen ein Wildwuchs, der für den Staat teuer, für die Eltern aber trotzdem völlig undurchschaubar und für Alleinerzieherinnen ungerecht ist, der vor allem die Mütter zu lange vom Beruf fernhält, die Väterbeteiligung nur langsam erhöht und die gewünschten Effekte von mehr Geburten und einer höheren Frauenbeschäftigung nicht bringt. Kurzum, so die Grüne Frauensprecherin Judith Schwentner: „Es muss ganz grundlegend umgebaut werden, durchaus radikal.“

Und dieser radikale Umbau sieht für die Grünen so aus: Es soll künftig nur mehr ein Modell für ein Kinderbetreuungsgeld geben, das einkommensabhängig sein soll. Es soll 80 Prozent des letzten Netto-Einkommens ausmachen, mindestens aber 1.000 Euro und maximal 2.000 Euro. Dieses Geld soll ein Paar maximal 14 Monate in Anspruch nehmen können, wobei ein Elternteil maximal zehn Monate zu Hause bleiben können soll, das heißt mindestens vier Monate müsste der Partner übernehmen. Dadurch soll die Familienarbeit partnerschaftlicher aufgeteilt werden, sagen die Grünen. Sind die Eltern teilzeitbeschäftigt, sollen sie den Bezug des Kindergeldes auf 18 Monate ausdehnen können.

Alleinerzieherinnen sollen auch die volle Zeit ausschöpfen können. Als Partner sollen sie „soziale Eltern“ einsetzen können, das wäre zum Beispiel der neue Partner oder Großeltern, mit denen sie dann gemeinsam das Kinderbetreuungsgeld in voller Dauer beziehen könnten. Um die Väterbeteiligung zusätzlich zu steigern, sieht das grüne Modell auch einen „automatisierten“ Papa-Monat vor. Das heißt, alle Väter sollten nach der Geburt des Kindes vier Wochen lang bei vollen Bezügen zu Hause bleiben können.

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Schweizer Väterförderung

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 19. Januar 2012

Der neue Innenminister Alain Berset schlägt bei der Besetzung der Stellen ein hohes Tempo an: Nach wenigen Wochen im Amt hat er schon fast alle wichtigen Vakanzen besetzt. Auffallend: Berset setzt auf junge Väter.

Noch ist Alain Berset keinen Monat im Amt, und schon hat er einen Großteil der Schlüsselpositionen besetzt. Vorletzte Woche gab Berset die Wahl eines ersten persönlichen Mitarbeiters bekannt: Michael Brändle (41), bisher stellvertretender Generalsekretär der Suva. Letzte Woche ernannte Berset SP-Generalsekretär Thomas Christen (36) als zweiten persönlichen Mitarbeiter. Gestern wurde bekannt, dass Lukas Bruhin (43), neuer Generalsekretär im Departement des Innern wird.

Es fällt auf, dass Berset bisher vor allem junge Väter mit Kindern im Schulalter berufen hat. Der neue persönliche Mitarbeiter Thomas Christen hat seit September 2011 einen Sohn. Die Mama ist SP-Fraktionschefin Ursula Wyss, welche in diesem Jahr für die Berner Exekutive kandidieren wird. Auch der zweite Berater, Michael Brändle, ist Vater von drei Kindern, die noch die Schulbank drücken. Dabei bringt der Job eine hohe zeitliche Belastung mit sich.

Setzt der neue Innenminister ganz auf Familienväter, weil er als Vater von drei kleinen Kindern die gleiche familiäre Ausgangslage hat?EDI-Sprecherin Ariane Geiser sagt, die familiäre Situation der einzelnen Bewerber sei kein Auswahlkriterium gewesen. Berset habe eine kohärente Mannschaft zusammenstellen wollen, die sehr schnell funktionstüchtig sei. Ausschlaggebend seien die Kompetenzen der einzelnen Kandidaten gewesen.

Berset selber hat sich zu Job und Familie vor und nach seiner Wahl geäußert: Es müsse möglich sein, Familie und Bundesratsamt zu vereinbaren, sagt der neue Bundesrat.

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Wer Vater wird, muss deshalb noch lange nicht heiraten

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 1. Januar 2012

In Europa werden so viele uneheliche Kinder geboren wie nie zuvor. Der Anteil an unehelichen Geburten hat in den 27 EU-Staaten inzwischen den Rekordwert von 37,4 % erreicht – das ist mehr als doppelt so viel wie vor zwanzig Jahren. Das geht aus dem neuen Jahrbuch der europäischen Statistikbehörde Eurostat hervor. 1990 erblickten nur 17,4 % der Neugeborenen außerhalb einer Ehe das Licht der Welt.

In Deutschland wurde 2009 fast jedes dritte Baby außerhalb einer Ehe geboren (32,7 %). EU-weit ist der Anteil in Estland am höchsten (59,2 %), am niedrigsten in Griechenland (6,6 %). Die Erklärung aus Europa für diese Entwicklung:

‘Family is a shifting concept: what it means to be a member of a family and the expectations people have of family relationships vary with time and space, making it difficult to find a universally agreed and applied definition. Legal alternatives to marriage, like registred partnership, have become more widespread and national legislation has evolved to confer more rights to unmarried couples.’

Das stimmt grundsätzlich, aber nicht verheiratete Väter in Deutschland warten nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) jetzt schon 25 Monate vergeblich auf eine gesetzliche Regelung ihrer Rechte.

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Die Vätermonate werden fünf

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 30. Dezember 2011

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder hat zum Fünfjährigen ein positives Fazit der Vätermonate beim Elterngeld gezogen und weitere Maßnahmen angekündigt, um noch mehr Väter für die Elternzeit zu gewinnen. Es gebe „starke Verunsicherungen“ bei beiden Elternteilen, da für Väter genauso wie für Mütter die zeitliche Inanspruchnahme durch die Kinderbetreuung ein „Knackpunkt“ sei. Darauf müsse die Politik reagieren, sagte die Ministerin.

„Der Schlüssel liegt darin, die Arbeitszeiten zu verbessern durch mehr Teilzeit, zum Beispiel eine Reduzierungsmöglichkeit auf 80 %“, sagte Schröder. Dazu gehöre auch „mehr praktische Anerkennung“ für Elternzeit.

Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer plädiert dafür, das Elterngeld künftig deutlich länger als bisher zu zahlen. In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa schlug sie eine Zeitspanne von künftig 24 statt heute 14 Monaten vor. Sobald es finanziell möglich sei, sollten die sogenannten Partnermonate zeitlich ausgedehnt werden, sagte sie.

„Ideal wäre es, wenn wir insgesamt wieder auf eine zweijährige finanzielle Abfederung kämen, wie das vor der Einführung des Elterngeldes mit dem Bundeserziehungsgeld der Fall war.“ Nach Haderthauers Vorstellungen sollten beide Elternteile die 24-monatige Auszeit dann gleichberichtigt untereinander aufteilen.

Gleichberechtigung nach Kassenlage? Da bietet sich doch eher an, das ‚Betreuungsgeld‘ einzustampfen und die Mittel hier einzusetzen.

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‚Alleinerziehen ist mittlerweile gar nicht mehr so schwer‘

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 6. Dezember 2011

‚Ich würde ja arbeiten gehen, wenn es sich lohnt‘, eine Spiegel TV Reportage über den Alltag einer alleinerziehenden Mutter.

alleinerziehende_Mutter

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Elternzeit von Vätern hat Norwegen verändert

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 4. Dezember 2011

Bei seiner Rede auf dem SPD Parteitag ist der norwegische Ministerpräsident Jens Stoltenberg auch auf das Thema Gleichberechtigung und was diese mit den Männern zu tun hat, eingegangen:

‚… Ich möchte Ihnen eine kurze Geschichte aus Norwegen erzählen. Vor 30 Jahren waren 50 % aller norwegischen Frauen berufstätig. Heute arbeiten fast 75 % der Frauen. …

Das ist natürlich nicht von alleine entstanden. Das ist entstanden, weil wir in die Bildung für Männer und Frauen investiert haben und- was noch wichtiger ist- weil wir eine progressive Familienpolitik verfolgt haben. Das erlaubt den Männern und Frauen, erwerbstätig zu sein und gleichzeitig Kinder zu haben.

Meine erste offizielle Verantwortung 1986 war die Übernahme des Vorsitzes einer norwegischen Kommission, die sich mit der Rolle der Männer befasst hat. Das war eine eigenartige Aufgabe, aber es war eigentlich die wichtigste Arbeit, die ich übernommen habe. Denn in Norwegen waren wir alle für die Gleichberechtigung der Geschlechter, solange das mit den Frauen zu tun hatte, ohne – wie soll ich das sagen – dass es uns Männer betroffen hätte. Dann haben wir diese Kommission gegründet und viele Vorschläge gemacht. Ein Vorschlag war, die Elternzeit auf ein Jahr zu erhöhen. Aber was noch wichtiger war: Zehn Wochen von dieser Elternzeit sind für den Vater reserviert. …

Bevor wir diese Reform hatten, hat fast kein Mann Elternzeit in Anspruch genommen. Jetzt bleiben fast alle norwegischen Väter ohne die Mutter zu Hause, wenn ein Kind geboren wurde. Das hat Norwegen verändert. Zumindest hat es mich verändert. Denn ich erinnere mich noch sehr gut an meinen Vaterschaftsurlaub. Alle Frauen auf diesem Parteitag wissen es, ich aber wusste es damals nicht: Sich um Kinder zu kümmern, ist harte Arbeit.

Ich war vier Monate zu Hause. Nach vier Monaten Breikochen und Windeln wechseln habe ich es als Erleichterung empfunden, als ich wieder zur Arbeit zurückgehen konnte und mich dort erholen konnte.

Ja, Elternzeit, reservierte Wochen für den Vater, Kinderbetreuung und andere Maßnahmen zur Familienförderung ermöglichen es jungen Frauen, sich nicht zwischen Karriere und Kindern entscheiden zu müssen. Sie können sich für beides entscheiden. Norwegische Frauen haben im Durchschnitt mehr als 1,9 Kinder. Das ist eine der höchsten Geburtenraten in Europa. Gleichzeitig haben wir bei den Frauen auch die höchste Erwerbstätigenrate in Europa.

Ich will Ihnen jetzt nicht sagen, wie man Kinder macht. Das muss ich euch ja nicht beibringen. Aber ich möchte sagen, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen dem, was die Gesellschaft macht – investieren in Kindergärten, Elternzeit -, und einer hohen Geburtenrate. …‘

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Väter unterliegen besonderen beruflichen Belastungen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 2. Dezember 2011

Das Institut für Gesundheitsplanung hat den 1. Oberösterreichischen Gender-Gesundheitsbericht ‚Gesundheit von Männern und Frauen in Oberösterreich‘ erstellt. „Der Gender-Bericht hilft uns, die Gesundheitsversorgung und die Prävention noch besser auf die Bedürfnisse der Männer und Frauen in OÖ abzustimmen – und damit noch wirksamer zu machen“, sind sich Gesundheitsreferent LH Dr. Josef Pühringer und OÖGKK-Obmann-Stellvertreter Albert Maringer einig.

Der vorliegende Bericht liefert wichtige Daten über Gesundheit und Krankheit von Männern und Frauen wie Lebenserwartung, häufigste Todesursachen und Medikamentenverbrauch. Daneben werden aber auch weitere für die Gesundheit wichtige Einflussfaktoren wie die soziale Lage, Lebensstil oder unterschiedliche Lebenslagen betrachtet. Der Bericht endet mit Schlussfolgerungen und Ansatzpunkten für Maßnahmen, die gemeinsam mit einem Fachbeirat erarbeitet wurden. Für den Bericht wurden nicht nur vorhandene statistische Daten, beispielsweise die Krankenhausaufenthalte, analysiert, sondern auch eine eigene Befragung mit mehr als 3.500 Personen durchgeführt.

Oberösterreich ist damit das erste Bundesland das einen fundierten Bericht über die geschlechtsspezifischen Unterschiede und Herausforderungen erarbeitet hat.

Bei der Analyse der Daten hat sich eine neue Problemgruppe herausgestellt: ‚Berufstätige Männer mit familiärer Bindung‘ achten zu wenig auf ihre Ernährung, bewegen sich weniger als andere Männer und geben häufiger berufliche Belastungen an. Bei den beruflichen Belastungen spielen Stress, Zeitdruck, Umweltbelastungen, Überforderung und unregelmäßige Arbeitszeiten die größte Rolle.

Gerade für die Gruppe der berufstätigen Männer mit familiären Bindungen scheint die Betriebliche Gesundheitsförderung das Mittel der Wahl zu sein. Dadurch könnte diese Gruppe verstärkt zu einem gesundheitsförderlichen Lebensstil motiviert werden.

Nur von einer kleinen Gruppe werden gezielte Aktivitäten zum Stressabbau und zur Entspannung gesetzt, wobei dies bei Männern (mit 6 %) noch weniger geschieht als bei Frauen (11 %). Die Veränderungsbereitschaft bezüglich Umgang mit Stress ist aber sehr groß: 60 % der Frauen und 45 % der Männer würden gerne künftig einen besseren Umgang mit Stress und Belastungen pflegen.

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