Erstellt von Hans-Georg Nelles am 11. August 2006
Mit seiner mutigen Entscheidung auf seinen Erfolgsposten als Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft zu Gunsten seiner Familie zu verzichten, weist Jürgen Klinsmann gleichzeitig auf ein Problem erfolgreicher Manager hin: die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in gehobenen Positionen.
Beruf und Familie scheinen gerade im Management über weite Strecken unvereinbar zu sein bzw. nötigen zur „entweder-oder Entscheidung“. Jürgen Klinsmanns Abgang als Trainer der Nationalelf zeigt einmal mehr, dass in höheren Etagen von Sport, Wirtschaft und Politik nur mehr wenigen eine Kombination aus Karriere und Kinder gelingt. „Mit seiner Entscheidung für die Familie spricht der Bundestrainer vielen Betroffenen aus der Seele, denn immer mehr Männern und Frauen fällt es schwer Beruf und Privatleben gut zu vereinbaren“, verweist Dipl.-Psych. Joachim E. Lask, Leiter des WorkFamily-Instituts, auf zahlreiche Studien und institutseigenen Forschungsarbeiten.
Vor allem Menschen, die beruflich viel unterwegs sind scheint dieser Spagat zu zerreißen. „Um dieser Falle künftig zu entgehen, ist ein Umdenken in Richtung Vereinbarkeit von Beruf und Familie notwendig“, attestiert Lask und entwickelt an seinem Institut seit drei Jahren neue Ansätze für eine bessere WorkLife- bzw. WorkFamily-Balance. Viele Führungskräfte sehnen sich nach guten Lösungen. Sie sind des Kämpfens müde und machen sich Sorgen um ihre wertvollsten Güter: um ihre Gesundheit und um ihre Familien. Laut einer aktuellen Umfrage des Wirtschaftsforums der Führungskräfte (WdF) bezeichnen nur 14 Prozent der Befragten ihren Gesundheitszustand als `ausgezeichnet`. Ein gutes Drittel der Führungskräfte zwischen 33 und 50 Jahren gesteht gesundheitliche Probleme ein. Die Hälfte der Frauen im Management gibt an, dass ihr Privatleben zu kurz kommt. Einem erheblichen Teil gelingt es insgesamt nicht, jenseits der Arbeit für entsprechenden Ausgleich und Zufriedenheit zu sorgen. Das alles ist Alltag und Realität trotz Mega-Trend Work-Life-Balance. Bei 61 Prozent der Befragten wird in ihren Unternehmen sogar Gesundheitsberatung angeboten. Aber auch Gesundheitsberatung alleine ist zuwenig. „Benötigt werden einfühlsamere und sozialere Führungsqualitäten“, erklärt Lask und verweist auf seine „i-Learn by“ -Programme zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Aufmerksamen Führungskräften, Unternehmern, sowie innovativen Personalentwicklern ist diese Erkenntnis nicht entgangen. Sie setzen bereits auf ein Management im Einklang mit sozialen Kompetenzen. „Und investieren bewusst in diesen Bereich, denn sie erleben, dass eine sozialkompetente WorkLife- bzw. WorkFamily-Balance neben den persönlichen Vorteilen in Wohlbefinden und Familie, auch die Unternehmensgewinne nachhaltig steigert“, ergänzt der Institutsleiter.
WorkFamily-Institut.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 10. August 2006

… nachdem wohl klar ist, dass Männer (siehe Shopblogger) und Frauen (siehe Querdenkerin) mit Geschmack die neueste Kreation aus dem Hause Coca-Cola verschmähen, sprechen die Werbestrategen des Hauses jetzt die dumpfen Instinkte der Männer ohne große Ansprüche an.
Unterstützung erhalten sie dabei von den Anhängern der runden Kugel, die uns steinhart einhämmern, dass Männer (zumindest samstags) schon immer so waren. Aber die Dinosaurier sind schließlich auch ausgestorben und den ‚Dinodads‘ wird es nicht besser gehen.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 10. August 2006
Die in der Regel gut qualifizierten Besucherinnenvon femity haben in einem Voting folgende Frage beantwortet:
„Das neue Elterngeld soll demnächst jungen Eltern für insgesamt 14 Monate 67 % des letzten Netto-Gehaltes gewährleisten. Ist oder wäre dies ein Grund für Sie, ein Kind zu bekommen?“ Das Ergebnis lautet:
Ja: 17%
Nein: 73%
Ich weiß nicht: 10%
Mit Geld kann Mann und Frau eben nicht alles kaufen, mir stellen sich in dem Zusammenhang aber folgende Fragen:
1. Mit welchem Ergebnis würde die Umfrage bei gut qualifizierten Männern ausfallen? und
2. Welche Faktoren beeinflussen denn die Entscheidung für oder gegen Kinder nachhaltig?
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 9. August 2006
von Welt bis Frankfurter Rundschau, vom Handelsblatt bis zu Brigitte, eine Frage beschäftigt sie alle: Ist der neue Mann nun auch statistisch nachweisbar oder gilt das alte Beck Zitat von der verbalen Aufgeschlossenheit und der Verhaltensstarre immer noch?
Soviel vorweg, es gilt ein entschiedenes sowohl als auch und was dem männerfreundlichen Soziologen recht ist, reicht der engagierten Frauenrechtlerin noch lange nicht. Der Politologe Peter Döge vom Berliner Institut für anwendungsorientierte Innovations- und Zukunftsforschung hat die Daten der so genannten Zeitbudget-Analysen des Statistischen Bundesamt analysiert. Danach wenden Männer im Durchschnitt pro Woche knapp eine halbe Stunde mehr für Haushalt und Familie auf als noch vor zehn Jahren, Frauen hingegen rund fünf Stunden weniger.
Auch für die Kinderbetreuung nehmen sich Männer mehr Zeit: Väter verbringen heute durchschnittlich eine Stunde pro Woche mehr mit ihrem Nachwuchs, während sich die Frauen eine Stunde weniger um ihre Kinder kümmerten. Die Zeit für ihre Kinder sparten die Väter aber nicht bei ihrem Beruf ein, sondern in anderen Bereichen.
Brigitte traut der Studie wohl nicht und fragt Ihre LeserInnen selber „Hat ihr Partner Hausmannqualitäten??“ Die Antworten sind online zu hören und zu sehen. In dem ‚Trendcheck‘ äußern aber immerhin 31% der LeserInnen, dass ihr Partner vollkommen selbständig wäscht putzt und bügelt.
Das reicht Karin Deckenbach offensichtlich nicht. In Ihrem Beitrag in der Frankfurter Rundschau titelt sie „Wir haben die spießigsten Männer“ und fodert dazu auf, die Männer zu ihrem Glück zu zwingen. „Zwang üben wir heute auf Frauen aus. Solange wir Fürsorge als weiblich und freiwillig definieren, stecken wir in einer Falle. Also müssen wir nun die Männer zwingen, fürsorglich zu sein. Solange wir die Männerrolle nicht umdefinieren, werden wir das Dilemma nicht lösen.“
Fragt sich nur, wer dazu die Definitionsmacht hat und welche Umerziehungsmethoden statthaft sind und welche nicht.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 9. August 2006
Willkommen im Blog für erfolgreiche Väter. Erfolgreich im Beruf und in der Familie! Dazu möchte das Projekt Väter & Karriere einen Beitrag leisten und unterstützt Betriebe, Personalverantwortliche und Väter dabei, Neues zu denken und die Qualitäten von Vätern wertzuschätzen.
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