Erstellt von Hans-Georg Nelles am 9. Mai 2008
Mütter haben für die Bundesbürger laut einer Umfrage die wichtigste Vorbildfunktion. Rund 48 % der Befragten erklärten, ihre Mutter habe ihre Entwicklung besonders stark beeinflusst. Über den Vaters sagten dies lediglich – oder immerhin – 39 % der Befragten. Rund 24 % nannten die Großeltern und 14 Prozent gleichaltrige Freunde als die wichtigsten Vorbilder.
Die eigenen Geschwister prägten der Umfrage zufolge dagegen nur zehn Prozent, Lehrer neun % sowie Onkel oder Tanten sechs % der Befragten.
Der Einfluss des Vaters nimmt dabei offenbar zu: Während er bei den über 54-Jährigen nur für 35 % ein Vorbild war, waren es bei den 14- bis 34-Jährigen bereits 41 %. Für die Erhebung wurden vom Institut polis/USUMA im Auftrag des Nachrichtenmagazins „Focus“ 1.010 repräsentativ ausgewählte Personen befragt.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 8. Mai 2008
Mütter und Väter haben unterschiedliche Erwartungen an den Beruf. Unterschiede gab es in einer Umfrage unter anderem in den Bereichen Verantwortung, Teamarbeit und Vielseitigkeit.
Bei einer repräsentativen Umfrage haben 49 % der Frauen angegeben, an der Arbeit vor allem den Umgang mit Menschen zu schätzen. Dagegen nannten 42 % der Männer als Erstes «Verantwortung».
Anerkennung durch andere nannten 38 % der Frauen, aber nur 30 % der Männer. Außerdem mögen 35 % der Frauen Teamarbeit, bei den Männern ist es nur ein Viertel, berichtet das Magazin «Young Help» der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege in Hamburg, das die Umfrage in Auftrag gegeben hatte.
An Vielseitigkeit und Abwechslung ist 39 % der Männer und 33 % der Frauen gelegen. Gute Bezahlung gaben dagegen nur 15 % der Männer und 9 % der Frauen an. Für die Erhebung der Daten hat das Institut für Rationelle Psychologie (G.R.P.) 2904 Frauen und Männer im Alter von 16 bis 65 Jahren befragt.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 8. Mai 2008
Dies erklärte Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen und belegte dies mit einer aktuellen Allensbach-Umfrage. Diese belegt nach ihrer Ansicht eine große Unterstützung der Personalverantwortlichen für Männer, die Vätermonate und Elternzeit nehmen
Die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage im Überblick:
– Mehr als 80 % der Personalverantwortlichen halten das Elterngeld für eine gute Sache – vor seiner Einführung im Jahr 2006 waren es 61 %.
– 61 % befürworten die Unterbrechung der Berufstätigkeit durch Väter – gegenüber 48 % vor zwei Jahren. 65 % bewerten die Verringerung der Arbeitszeit durch Väter positiv – gegenüber 59 % vor zwei Jahren.
– 71 % sind davon überzeugt, dass sie eine Mitverantwortung haben, ihren Beschäftigten die Entscheidung für Kinder zu erleichtern.
– In rund 40 % der Betriebe, in denen Mitarbeiter nach Einführung des Elterngeldes Vater geworden sind, haben Väter ihre Berufstätigkeit unterbrochen. 37 % der Unternehmensverantwortlichen erwarten, dass in Zukunft mehr Männer Elternzeit beanspruchen.
Wenn das so ist, dann sollten die Personalverantwortlichen alles tun, um ihre Meinung auch in den Unternehmen zum Durchbruch verhelfen und durch eine glaubwürdige Haltung der Führungskräfte und einer entsprechenden Unternehmenskultur Väter ermutigen, dass zu tun, was sie schon lange wollen.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 6. Mai 2008
Mütter gelten als multitaskingfähiger als Väter – doch das ist wohl vor allem Übungssache.
Der Begriff Multitasking, eigentlich aus der Informationstechnologie stammend, hat in den vergangenen Jahren eine beispiellose Karriere gemacht – vor allem im Büro. Mittlerweile wird geradezu vorausgesetzt, dass die Mitarbeiter gleichzeitig komplexe Sachverhalte bearbeiten, sofort auf jede E-Mail antworten und jederzeit am Telefon zur Verfügung stehen.
Doch in letzter Zeit hat das gute Image des Multitaskings schwer gelitten. Verantwortlich dafür sind Hirnforscher und Psychologen: Sie haben entdeckt, dass der Mensch zu echtem Multitasking gar nicht fähig und dass das parallele Bearbeiten von Aufgaben ineffizient ist. Weiterlesen »
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 6. Mai 2008
Am vergangenen Wochenende veranstaltete der Väteraufbruch für Kinder (VafK) einen Väterkongress in Karlsruhe. Einer der Redner war der Düsseldorfer Psychoanalytiker Matthias Franz. Im Gespräch mit dem DeutschlandRadio Kultur äußerte er sich zur Bedeutung der Väter in der Familienpolitik
‚… Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen bemüht sich ja darum, die Väter einzubinden, zum Beispiel mit den Vätermonaten beim Elterngeld. Sie will diese Vätermonate ja jetzt noch ausweiten. Wie schätzen Sie denn das ein? Beachtet die Familienpolitik in Deutschland die Väter zu wenig?
Franz: Also, es könnte mehr sein. Die Familienpolitik ist traditionell über Jahrzehnte hinweg in erster Linie von Frauen bestimmt worden. Die meisten Projekte zielen auch auf die sicher berechtigte Verbesserung der Situation vieler Frauen und Mütter.
Allerdings was die Beachtung von Männerbedürfnissen oder Männergesundheit angeht, auch die Beachtung der Väterrolle ist sowohl ähnlich wie in der Wissenschaft als auch eben in der Familienpolitik hier ein doch gewachsenes solides Defizit zu verzeichnen, um es mal offen zu sagen.’
Zum Thema Männergesundheit veranstaltet die Fraktion der Grünen im Bundestag unter der Überschrift ‚Not am Mann’ am 23. Mai ein Fachgespräch.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 5. Mai 2008
Im Bonner Generalanzeiger setzt sich Bettina Levecke mit der Frage auseinander, ob Frauen zuviel von ihren Männern verlangen. In dem Beitrag werden zwar viele Klischees und alte Rollenmuster von Männern und Frauen, Müttern und Vätern aufgetischt, aber im Kern sind sich die zitierten ExpertInnen einig: Vorstellungen thematisieren, miteinander reden und aushandeln führt in jedem Fall zu mehr Zufriedenheit.
‚«In der Paartherapie zeigt sich oft, dass Frauen Unmögliches von ihren Männern verlangen», sagt die Psychologin Prof. Anna Schoch aus München. «Frauen stecken in einem tiefen Zwiespalt zwischen den Anforderungen des modernen Frauenbildes und dem althergebrachten Wunsch nach Sicherheit und Versorgung durch den Mann.»
Und so fahnden Millionen Single-Frauen nach einem Ideal, dass es so nicht gibt: «Er sollte aussehen wie George Clooney, verdienen wie Josef Ackermann, romantischer Liebhaber sein und mit Hingabe seine Kinder erziehen», zählt Schoch auf. Doch überzogene Ansprüche verurteilten jede Partnerschaft zum Scheitern.
Klaus Heer, Diplom-Psychologe aus Bern, ergänzt die andere Seite: Nicht nur die Frauen hätten überzogene Erwartungen, sondern auch die Männer. Und später seien beide enttäuscht, weil es so nicht hinhaut. … Probleme entstünden vor allem dann, wenn über die eigenen Wünsche nicht geredet wird.
Miteinander reden und Lebensvorstellungen klären – das müssen die meisten Paare erst lernen. Weiterlesen »
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 4. Mai 2008
Nachdem von der Leyen im Spiegel Interview erklärt hat, den Vätern durch eine Ausweitung der ‚Vätermonate’ den Rücken stärken zu wollen, erteilt Unionsfraktionschef Volker Kauder diesen ‚Plänen’ im Gespräch mit der Bild – Zeitung eine Absage.
Scheinheilig erklärt er, das Elterngeld sei zwar ein Riesenerfolg, ‚aber in dieser Legislaturperiode wird es keine Verlängerung der Vätermonate geben’.
Im aktuellen Referentenentwurf eines ‚Gesetzes zur Änderung des Bundeselterngeld- und Erziehungsgeldgesetzes’ taucht die von der Ministerin angedachte Ausweitung der Väterkomponente zwar gar nicht auf, aber die Gegner des ‚Wickelvolontariats’ gehen vorsichtshalber schon einmal in die Offensive. Gelernt haben die Herren gar nichts.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 3. Mai 2008
Der nach Aussage des „Väteraufbruch für Kinder“ (VAfK) erste bundesweite Väterkongress will am 3. und 4. Mai in Karlsruhe Strategien suchen, um die Position der Väter in der Familienpolitik zu stärken.
Ziele der Veranstaltung sind die Entwicklung eines umfassenden familienpolitischen Programms gemeinsam mit den Vätern, die stärkere Berücksichtigung aktueller wissenschaftlicher entwicklungs- und bindungspsychologischer Erkenntnisse in der Familienrechtspraxis sowie eine stärkere Vernetzung väterpolitischen Engagements.
Auf dem Kongress wird zudem thematisiert, welche entwicklungspsychologischen und psychosozialen Folgen eine erzwungene Vaterlosigkeit für Kinder haben kann und welche Konsequenzen die Familienrechtspraxis daraus zu ziehen hat.
Die inhaltlichen Positionen sind im Vorfeld des Kongresses von Arbeitsgruppen formuliert worden und sollen auf dem Kongress vorgestellt und diskutiert werden.
Ich bin auf gespannt, welche familienpolitischen Väter – Positionen zum Vorschein kommen werden. Der Keynote Speaker zu diesem Punkt, Johannes Berchtold, Leiter der männerpolitischen Grundsatzabteilung im österreichischen Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz in Wien, lässt da eher konservative statt innovativer Ansätze vermuten. Und Bemühungen zur Vernetzung väterpolitischen Engagements habe ich im Vorfeld der Veranstaltung nicht gesehen. Aber ich lasse mich gerne überraschen.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 2. Mai 2008
Diese Frage diskutiert RebelDad Brian Reid nicht nur in seinem, sondern auch in einem Beitrag im onbalance Blog der Washington Post. Seine Gedanken sind sowohl im Hinblick auf die Diskussion der Ausweitung der Vätermonate als auch vor dem Hintergrund der Frage, welche Rolle die Männer bei der Berufsrückkehr ihrer Partnerinnen spielen, interessant:
‚This is apparently the season for at-home dads to consider returning to work. First, M.P. Dunleavey penned a piece for the New York Times about her at-home husband’s impending move to go back to work full time. Then, The Washington Post Health Section, Mark Trainer raised the question of when his stint at home would end.
Both Dunleavey and Trainer make similar points by the end of their respective pieces: At-home dads rarely see their gig as open-ended. There is a point at which almost every at-home dad decides that re-entry back into the workforce is inevitable. Dunleavey even goes one step further, suggesting that perhaps the eventual return to the workforce is taken more seriously if you’re an at-home dad than an at-home mom:
In all my musings about the difference between the lives of male and female breadwinners, this is one I hadn’t considered. There are many women who are willing to run their homes, open-ended. I have not been able to find any research on this topic, but I suspect most men view the position as a stopover.
That most at-home dads have an exit strategy is not particularly surprising. The Wall Street Journal just ran a Q-and-A about a dad’s transition, and each year at the At-Home Dad Convention.‘
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 1. Mai 2008
… lautet der Titel einer Foto Ausstellung, die am 7. Mai im Vortragssaal der Universitätsbibliothek Wuppertal eröffnet und bis zum 7. Juni dort zu sehen sein wird.
Kindern Raum und Zeit zur Entwicklung und liebevollen Begleitung einzuräumen ist sowohl gesellschaftliche als auch eine individuelle Aufgabe. Sich Zeit zu nehmen für die Familienarbeit ist eine Frage des eigenen Zutrauens und der Lebensplanung.
Kinder zu versorgen, zu betreuen, zu erziehen und zu fördern erfordert viel Kraft. Auch weil es viel zu wenig Anerkennung einbringt. Und doch ist es eine Bereicherung, eine Herausforderung, an der man wächst, Fähigkeiten ausbildet und sich persönlich weiterentwickelt.
Das ist die Erkenntnis, die Väter in dieser Ausstellung aus ganz unterschiedlichen Perspektiven präsentieren.
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