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Klügere Männer haben besseres Sperma

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 7. Dezember 2008

Die Spermaqualität von Männern hängt mit ihrer Intelligenz zusammen – zumindest ein bisschen. Das hat ein internationales Forscherteam nachgewiesen. An einem womöglich gesünderen Lebenswandel der klügeren Männer liegt der Zusammenhang offenbar nicht.

Ein Forscherteam um Rosalind Arden analysierte Daten von ehemaligen US-Soldaten, die während des Vietnam-Krieges ihre Dienstzeit absolvierten. Von den insgesamt 425 Männern lagen jeweils mehrere Intelligenztest-Ergebnisse und Daten über verschiedene Eigenschaften ihres Samens vor. Zwischen den Werten fanden Rosalind Arden vom King’s College in London und ihre Kollegen schwache aber dennoch bedeutsame Korrelationen.

Der Zusammenhang zwischen Köpfchen und Spermaqualität habe nichts mit „Alter, Body Mass Index, Zeiten sexueller Abstinenz, dem Dienst in Vietnam oder dem Missbrauch von Alkohol, Tabak, Marihuana oder harten Drogen“ zu tun, schreiben die Mediziner im Fachblatt „Intelligence„. Sowohl die Konzentration und absolute Spermienmenge als auch die Beweglichkeit der Spermien hänge mit dem Faktor Intelligenz zusammen.

Da bekommt die Diskussion um die Kinderlosigkeit von Akademikern ja eine ganz andere Qualität.

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Arbeitsbedingungen des Wissenschaftsbetriebs behindern Umsetzung von Kinderwünschen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 5. Dezember 2008

Aus der Online-Befragung zum Thema Vereinbarkeit wissenschaftlicher Karrieren und Elternschaft, an der über 8.700 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen teilnahmen, liegen erste Ergebnisse vor.

Die Angaben der Wissenschafterinnen und Wissenschaftler verweisen auf einen deutlichen Kinderwunsch, der jedoch vielfach u.a. aufgrund der Rahmenbedingungen im akademischen Bereich aufgeschoben oder ganz zurückgestellt wird.

Als beruflicher Hinderungsgrund für den Aufschub der Familiengründung spielt die geringe Planungssicherheit eine wesentliche Rolle.

Von konkreten Schwierigkeiten mit der Vereinbarkeit von Elternschaft und Wissenschaft sind nicht nur die Wissenschaftlerinnen mit Kindern betroffen, auch die Väter unter den Nachwuchswissenschaftlern berichten über entsprechende Probleme.

Das Projekt „Balancierung von Wissenschaft und Elternschaft“ (BAWIE) untersucht die Bedingungen der Vereinbarkeit von wissenschaftlicher Arbeit und privater Lebensführung an deutschen Universitäten.

Insgesamt kombiniert die Studie eine quantitative und eine qualitative Erhebung an weiblichen und männlichen Wissenschaftlern mit und ohne Kinder der unterschiedlichen wissenschaftlichen Statusgruppen, indem eine bundesweit angelegte Online-Befragung durch vertiefende Interviews ergänzt wird. Beide Erhebungsteile sind nun abgeschlossen, und umfangreiche Ergebnisanalysen werden sich in den folgenden Monaten der Projektlaufzeit bis Mitte 2009 anschließen.

Weitere Ergebnisse und Details zur Studie finden Sie hier.

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Das Klischee von den kinderlosen Akademikern

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 3. April 2008

Es war eines der gültigen Erklärungsmuster in der Diskussion um den Geburtenrückgang in Deutschland: Vor allem hochqualifizierte Frauen bekommen viel zu selten ein Kind. Die Gründe dafür schienen nachvollziehbar:

Hatten die Frauen doch viel Zeit und Energie in ihre Ausbildung und ihren Job gesteckt und identifizierten sich mit ihrer Arbeit. Dass sie diese meist gut bezahlte Berufstätigkeit nicht für eine mehrjährige Auszeit als Hausfrau und Mutter mit anschließender Teilzeit-Beschäftigung ohne jede Aufstiegschance eintauschen wollten, schien logisch.

Daneben, so war immer wieder zu lesen, sei es für gebildete Frauen auch schwer, überhaupt einen potenziellen Kindsvater zu finden. Untersuchungen belegten mit schöner Regelmäßigkeit, dass sich zwar der Arzt mit der Krankenschwester zusammentut, aber weder Ärztin noch Pfleger einander attraktiv finden: Sprich: Da Männer sich bei der Partnersuche in Sachen Sozialprestige durchaus nach „unten“ orientieren, Frauen aber noch immer eher nach „oben“, bleibt für die Frauen aus dem oberen Segment einfach kein Mann übrig, mit dem sie eine Familie gründen könnten.

Sollte sich wider Erwarten doch einmal ein männliches Exemplar aus ihrer Schicht finden, so legten diverse Studien die Sorge nahe, dass es sich bei diesem um ein ebenso karriere- wie genussorientierten Typus handele, der sich mehr für sein Konto und seinen nächsten Marathon interessiert als für die Familienplanung.

Müssen sich also Uni-Absolventinnen den Vorwurf gefallen lassen, nur auf ihre Karriere versessen und bei der Partnerwahl zu wählerisch zu sein? Nein, sagt Professor Rainer Hufnagel vom Institut für Ökonomische Bildung an der Rheinisch-Westfälischen Universität Münster. In einer neuen Studie, die in der Zeitschrift „Hauswirtschaft und Wissenschaft“ der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft veröffentlicht werden soll, sieht der Experte sogar einen genau gegenläufigen Trend.

„Je gebildeter die Frau, desto mehr Kinder bringt sie auf die Welt“, fasst der Forscher seine Ergebnisse zusammen. Einen ähnlichen Effekt konnte er auch bei den Vätern nachweisen: Diese sind mehrheitlich ebenfalls hoch qualifiziert.

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