der VÄTER Blog

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Archiv für Februar 22nd, 2013

Linke Vorsitzende kritisiert Zwänge für junge Väter

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 22. Februar 2013

Katja Kipping, Parteivorsitzende der Linken, 35 Jahre alt, ist der Ansicht, dass es nicht nur für Frauen schwierig ist, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen, sondern vor allem auch für Männer. Dem Familienmagazin Nido sagt sie in der aktuellen Ausgabe:

„Ich finde, dass es junge Väter im Berufsleben oft schwerer haben als Mütter. Wenn Väter mal früher gehen wollen, hören sie sofort den Satz: Muss das denn sein?“ Frauen hätten immerhin eine Mutterschutzzeit. „Für junge Väter gilt das nicht. Sie werden somit faktisch gezwungen, wichtige Phasen der Familienarbeit nach der Geburt zu schwänzen.“

Mit ihrem Mann teile sie sich die Arbeit hälftig, so Kipping. „Dabei geht es nicht um exakt abgesteckte Arbeitsbereiche, sondern vielmehr darum, sich genau abzusprechen: Wer holt unsere Tochter an welchem Tag ab? Oder wer bleibt an welcher Impfstrecke dran?“

Quelle

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Väter müssen aus dem Hamsterrad ausbrechen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 22. Februar 2013

Der Bonner Kinderpsychiater und Bestsellerautor Dr. Michael Winterhoff hat bei der Kölner Bildungsmesse didacta einen Vortrag zum Thema „Lasst Kinder wieder Kinder sein!“ gehalten. Im Interview mit dem WDR wiederholte er seine Kernthesen erläuterte was Kinder brauchen:

‚… Winterhoff: Kinder brauchen eine Mutter und einen Vater, die in sich ruhen. Eltern, die ein Gespür dafür haben, wann ein Kind Aufmerksamkeit oder Anleitung braucht und wann nicht. Sie lernen nur an den Reaktionen der Erwachsenen, was gerade angemessen ist und was nicht. Immer mehr Erwachsene wollen aber partout von ihrem Kind geliebt werden, sie können ihr Kind deshalb nicht warten lassen und später nur schwer „Nein“ sagen. Wenn man Kleinkindern etwas verwehrt, werden sie wütend und trotzig. Viele Eltern halten das nicht aus, deshalb geben sie immer nach. Kinder lernen so, Erwachsene zu steuern, sie können gleichzeitig eine wichtige Erfahrung nicht machen: Nämlich, dass ihren Bedürfnissen nicht automatisch Folge geleistet wird – so lernt man Frustrationstoleranz.

WDR.de: Was sollten Eltern stattdessen tun?

Winterhoff: Wichtig ist, dass sie die Hebelwirkung erkennen: Zwischen ihrem eigenen Druck und dem Verhalten gegenüber ihren Kindern. Nur über die Eltern kann man den betroffenen Kindern helfen. Wenn es Vater und Mutter gelingt, aus dem Hamsterrad auszubrechen, können sie auch wieder über ihre Intuition verfügen und werden sich ihren Kindern gegenüber mit natürlichem Gespür verhalten. Dafür brauche ich selbst regelmäßige ausgedehnte Spaziergänge durch den Wald, zu Fuß, ohne Hund oder Handy. Wenn man sich darauf einlässt, hat man zwei bis drei Stunden lang sehr viele Gedanken, dann verschwindet der Druck, man ruht in sich und spürt sich wieder. Andere erreichen diesen Zustand über Yoga. …‘

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