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Archiv für Juli 7th, 2011

Gesundheit der Kinder hat sich verschlechtert

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 7. Juli 2011

Depression, Übergewicht, Rückenschmerzen: Immer mehr Jungen und Mädchen brauchen bei diesen Diagnosen ärztliche Hilfe. Nach einer aktuellen DAK-Studie hat sich der Gesundheitszustand der Kinder in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren verschlechtert.

In der DAK-Untersuchung erklären mehr als die Hälfte der Mediziner, dass sich der Gesundheitszustand der Kinder seit dem Jahr 2000 eher (51 %) bzw. deutlich (4 %) verschlechtert hat. Mit 97 % stellen fast alle befragten Kinderärzte fest, dass vor allem psychische Probleme und Verhaltensauffälligkeiten zugenommen haben. 55 % erkennen sogar einen „starken“ Anstieg. Nach Ansicht der meisten Mediziner sind vor allem Grundschüler zwischen sechs und acht Jahren betroffen In dieser Altersgruppe treten auch viele Gesundheitsprobleme durch Übergewicht auf. 95 % der Kinderärzte stellen hier eine Zunahme fest. Auch motorische Defizite sowie Sprach- und Hörprobleme haben zugenommen. Die Diagnosen treten am häufigsten bei den 3- bis 5-Jährigen auf.

„Die Einschätzung der Kinderärzte ist alarmierend“, sagt DAK-Expertin Dr. Christina Sewekow. „Wenn sich der Gesundheitszustand der Kinder in den vergangenen zehn Jahren spürbar verschlechtert hat und die Erkrankungen bei einzelnen Diagnosen stark ansteigen, dann muss zum Beispiel das bestehende Konzept der Früherkennung dringend überprüft und notfalls überarbeitet werden.“ Es gehe aber nicht darum, die Zahl der Vorsorgeuntersuchungen auszuweiten. Vielmehr müssten bei den Untersuchungen einzelne Aspekte wie psychische Probleme oder Übergewicht stärker in den Fokus gerückt werden. „Wichtig ist auch, Eltern und Schule mehr einzubinden“, Weiterlesen »

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Mutige Väter sind am glücklichsten

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 7. Juli 2011

Väter, die sich nach der Geburt des Kindes durch längerfristige Änderungen im Beruf mehr Zeit für die Familie nehmen, sind mit ihrem Leben und der Arbeit am meisten zufrieden. Das zeigen Experten vom Institut für Familienforschung an der Universität Wien (ÖIF) im Sammelband „Papa geht arbeiten„. „Sowohl Männer als auch Frauen wünschen, dass sich der Vater nach der Geburt des Kindes bei Kinderbetreuung und Hausarbeit einbringt. Interviews mit Vätern von Kindern unter drei Jahren zeigen, dass diese Forderung meist noch nicht der beruflichen Realität entspricht“, so Studienleiter Olaf Kapella.

Die Forscher unterscheiden drei Vätertypen. Der „Klassiker“, dem 36 % der befragten Männer entsprechen, hat meist bereits Kinder und reagiert oft eher distanziert auf eine weitere Schwangerschaft. Er bringt sich jedoch öfters in die Betreuung der Kinder ein als Vertreter der „Zögerlichen“, die mit 43 % die größte Gruppe bilden. Letztere verändern nur kurzfristig rund um die Geburt ihr Berufsleben, haben jedoch den größten Leidensdruck. Belastend ist vor allem die Frage der Vereinbarkeit sowie die Verantwortung hinsichtlich Finanzen und Erziehung.

Nur jeder fünfte Vater stellt sein Erwerbsverhalten anlässlich des jüngsten Kindes längerfristig um. Da dies noch unüblich ist, gelten sie für die Forscher als „Mutige“. „In der Praxis sind diese Veränderungen weniger Überstunden, weniger Arbeit am Wochenende oder weniger Dienstreisen, um früher nach Hause zu kommen“, berichtet Kapella. Die Umstellung findet somit im kleinen Rahmen statt – während eine mehrmonatige Auszeit im Rahmen der Väterkarenz erst sieben Prozent der befragten Väter gewählt haben.

Überrascht wurden die Forscher, als sich die „Mutigen“ in der Auswertung als zufriedenste Gruppe erwiesen. „Der Schritt zur Veränderung aufgrund der Bevorzugung der Familie ist zwar oft ein Wagnis, doch die Zufriedenheit mit dem eigenen Leben und sogar mit dem Beruf ist in dieser Gruppe die höchste. Scheinbar lösen die Mutigen das Problem der Vereinbarkeit am erfolgreichsten.“

Quelle

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