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Beitrag der Väter an unbezahlter Hausarbeit stabilisiert die Ehe

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 21. Mai 2010

Männer können das Gelingen ihrer Ehe durch tatkräftige Mithilfe bei der Hausarbeit offenbar äußerst positiv beeinflussen. Laut der von der London School of Economics (LSE) veröffentlichten Studie ‚ Men’s unpaid work and divorce: reassessing specialization and trade in British families’ ist die Scheidungsquote bei Paaren auffallend geringer, bei denen sich der Mann an der Hausarbeit beteiligt.

Untersucht wurden 3500 verheiratete Paare, die ihr erstes Kind in den 70er Jahren hatten – während einer Zeit also, in der die meisten Frauen mit kleinen Kindern zu Hause blieben. Die glücklichsten Ehen waren demnach jene, in denen die Frau zu Hause blieb und sich der Mann möglichst umfänglich an der Hausarbeit beteiligte.

Dieses Ergebnis räume auf mit der seit den 60er Jahren gängigen Vorstellung, dass in stabilen Ehen der Mann arbeiten gehe und die Frau den Haushalt übernehme, heißt es in der Studie. Bisher hätten sich die Ökonomen vor allem mit den Folgen der Erwerbstätigkeit von Frauen für das Eheglück beschäftigt, sagte die Forscherin Wendy Sigle-Rushton bei der Vorstellung der Studie. Das Verhalten der Männer hätten sie dabei zu wenig beachtet. „Diese Studie weist darauf hin, dass der Beitrag der Väter an unbezahlter Arbeit zu Hause eine Ehe stabilisiert, unabhängig davon, ob die Mütter arbeiten oder nicht.“

‘The structure of the labour market, rates of female labour-market participation, rates of divorce, and expectations about men’s and women’s gender roles have all changed considerably since 1975.  But this study underscores the importance of taking into account relationships between’s men’s behaviour and marital stability.’

Die Studie ist in der aktuellen Ausgabe der Feminist Economist erschienen.

Quelle

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4 Kommentare zu “Beitrag der Väter an unbezahlter Hausarbeit stabilisiert die Ehe”

  1. Günther sagt:

    Die glücklichsten Ehen sind also solche bei denen die Frau vom Mann ausgehalten wird und dieser zusätzlich noch die Hausarbeit übernimmt, die Frau also möglichst gar nichts tut. Ja wer hätte das gedacht…

  2. Walter Wiese sagt:

    Da haben wir es wieder:

    Männer werden gar nicht gefragt, es dreht sich mal wieder alles nur um die feministische Befindlichkeit der zu Hause hockenden Pauer-Wumme!

    Deutschland sucht den Super-Sklaven, er soll gefälligst sein Leben lang für sie schuften, und wenn er nach Hause kommt, noch den kompletten Haushalt machen?

    Lady´s, sonst gehts euch noch gut?

  3. Michael Baleanu sagt:

    Endlich ist es raus! Männer leisten was im Haushalt, sonst hätten wir definitiv keine stabilen Ehen!

    Wenn es stimmt, dass die Ehen am stabilsten sind, in denen die Frau Hausfrau und der Mann doppelbelastet ist, dann muss man sich fragen was die Emanzipation (der Frau?) überhaupt gebracht hat?

    Die Versorgerehe mit dem allseits einsetzbaren Ehemann scheint noch immer das Lebensmodell vieler Frauen zu sein.

    Da wundert es keinen mehr, dass Frauen im Mittel 7 Jahre länger leben. Und es wundert auch keinen mehr, dass die Zahl der Ehen und der Kinder dramatisch zurückgeht.

    Schade nur, dass bei Trennung und Scheidung, kein Mann die geleisteten Überstunden in Ansatz brachte. Dadurch wäre der Ehegattenunterhalt drastisch in den Keller gerauscht. (Na ja, es muss ja berücksichtigt werden, dass die Profiteure – die Anwaltschaft – damit weniger verdient hätten und dies ein Grund dafür ist, dass solche Gedankengänge in den Gerichtssälen niemals Einzug erhielten.)

    Diese Studie sollte vielleicht auch vom Finanzminister gewürdigt werden: Die vom Ehemann und Vater nach der regulären Arbeit im Haushalt geleistete Arbeit sind Überstunden! Das ist ein geldwerter Vorteil für die Hausfrau und die Kinder! Geldwerte Vorteile müssen ja besteuert werden, denn Hausfrau und Kinder sind ja Privatvergnügen! Das würde die klammen Staatskassen wieder füllen ;-).

    Ein positiver Nebeneffekt wäre dabei die Erkenntnis der Leistung der Väter und Ehemänner im Haushalt, durch das messbare Steueraufkommen. Das ewige Jammern, dass Männer nichts im Haushalt leisten, könnte endlich aufhören!

  4. Mädchenmannschaft » Blog Archive » Neues aus den Forschungslaboren sagt:

    […] nun eine Studie der London School of Economics. So berichtete der VÄTER Blog, dass Paare sich seltener scheiden lassen, wenn der Ehemann sich an der Hausarbeit und Kindererziehung beteiligt. Anders als häufig gedacht, […]

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