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‚Lass die Leute reden’

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 16. August 2008

Im Gespräch mit der Berliner Zeitung skizziert die Familienministerin ihre Ansichten zu Gleichstellungspolitik und Elternzeit und kündigt zum wiederholten Male eine Ausdehnung der Vätermonate an. Wie die konkrete Ausgestaltung aussehen soll, verschweigt sie aber auch diesmal.

‚Das Lohngefälle hat auch Einfluss auf die Wirkung des Elterngeldes. Solange die Frauen deutlich weniger verdienen, werden die Männer kaum länger als die zwei Pflichtmonate bei ihren Kindern bleiben.

Zu Berufsbeginn verdienen junge Väter und Mütter etwa gleich viel. Die Gehaltsschere klafft erst im Laufe der Karriere auseinander. Die jungen Väter nehmen Elternzeit nicht wegen des Geldes, das weniger ist als ihr Gehalt, sondern weil sie sich jetzt gesellschaftlich akzeptiert um ihr Kind kümmern können. Das Argument mancher Arbeitgeber: „Das kann doch ihre Frau machen“, gilt nicht mehr. Deshalb empfehlen Experten auch, die Väter-Monate auszuweiten. Das sehe ich genauso.

Um wie viele Monate?

Das werden wir in der nächsten Legislaturperiode diskutieren. Wenn es an der Zeit ist, werde ich einen Vorschlag machen.

Ist das ein Thema, mit dem die CDU in den Wahlkampf gehen könnte?

Das Thema wird sicher die Grundhaltung der Familienpolitik prägen. Aber dieses zarte Pflänzchen sollte kein Wahlkampfthema werden. Nach den Ergebnissen aktueller Umfragen wächst nicht nur die Bereitschaft der jungen Väter, aktiv Erziehungsverantwortung zu übernehmen, sondern auch die Bereitschaft der Unternehmen, Väter zu unterstützen, die sich Zeit für ihr Neugeborenes nehmen wollen. Das ist ein Vertrauensvorschuss, den wir nicht verspielen sollten, indem wir das Thema politisieren.’

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Vorsicht, Papa ist sensibel

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 15. August 2008

Schon kleine, kritische Signale junger Mütter hemmen die Väter!

Wie stark sich Männer in die Erziehung ihres Nachwuchses einbringen, hängt zu einem großen Teil von der Einstellung ihrer Partnerinnen ab, berichtet das Apothekenmagazin „Baby und Familie„.

Amerikanische Psychologinnen fanden in einer Studie heraus, dass junge Väter, die von ihren Frauen gelobt und unterstützt wurden, ihre Vaterrolle aktiv annahmen. Bekamen sie jedoch Kritik zu hören, zogen sie sich schnell entmutigt zurück. Die Männer ließen sich bereits durch kleine, häufig unbewusst gesendete Signale wie ein Augenrollen oder einen Seufzer verunsichern.

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Auch Manager haben Anspruch auf Teilzeit

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 14. August 2008

Der Manager Achim Schwarz und sein Arbeitgeber Ernst & Young beendeten ihren Rechtsstreit vor dem Arbeitsgericht Düsseldorf mit einem Vergleich. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft muss dem Berater 45.000 Euro zahlen, gefordert hatten Schwarz und sein Anwalt 53.000 Euro.

Schwarz hatte seinen Arbeitgeber verklagt, weil der ihm seinen Wunsch nach einer Teilzeittätigkeit nach der Geburt des ersten Kindes verweigert hatte. Schwarz entschied sich daraufhin ab Mai 2006 für eine zweijährige unbezahlte Elternzeit.

Der Ausgang des Verfahrens dürfte wegweisend sein. Denn erstmals erhält ein Arbeitnehmer Schadensersatz, weil ihm in der Elternzeit eine Teilzeitbeschäftigung verwehrt worden ist. Künftig kann es also für Unternehmen teuer werden, Eltern den Teilzeitanspruch zu verweigern.

Der Richter folgte weitgehend der Rechtsauffassung des Klägers: „Dringende betriebliche Erfordernisse“, auf die sich die Wirtschaftprüfungsgesellschaft bei ihrer Ablehnung berufen hatte, vermochte das Gericht nicht zu erkennen. Die gezahlte Summe entspricht knapp dem, was Schwarz verdient hätte, wenn er 18 Stunden in der Woche hätte arbeiten dürfen.

Andere Väter könnte das Urteil ermutigen, öfter eine Auszeit zu nehmen oder Teilzeit zu arbeiten. Bisher fällt ihnen das noch schwer: 73 % der Manager geben an, dass eine geeignete Vertretung fehle, 59 % fürchten Karrierenachteile, ergab eine aktuelle Umfrage des Deutschen Führungskräfteverbands (ULA).

Am kommenden Donnerstag sitzt Achim Schwarz bei der Ausstellungseröffnung Rollenbilder im Wandel in der Agentur für Arbeit in Düsseldorf auf dem Podium.

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Wunsch und Wirklichkeit

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 13. August 2008

Sechs von zehn deutschen Eltern (62 %) würden eine fifty-fifty Aufteilung bei Beruf und Kinderbetreuung zwischen Mutter und Vater bevorzugen, so eine Forsa-Umfrage für das Familienmagazin Eltern.

Die Realität sieht aber meist anders aus: Noch immer kümmert sich überwiegend die Frau um den Nachwuchs (58 %), auch wenn beide Elternteile berufstätig sind (28 %). Zwar würde ein Großteil der Väter (60 Prozent) gerne mehr Zeit mit den Kindern verbringen, aber ein Mann, der zu Hause den Haushalt führt und die Nachkommenschaft umsorgt, ist noch immer eine Seltenheit (2 %).

Ein Grund für den Widerspruch zwischen Ideal und Realität könnte die bessere Bezahlung der Männer sein. Denn der Großteil der Mütter und Väter (90 %) beklagt zu hohe Lebenshaltungskosten und mangelnde Entlastung durch den Staat (82 %). Dreiviertel der Eltern (77 %) denken sogar, dass man in Deutschland mit Kindern „draufzahlen muss“.

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‚Saures von den Kollegen’

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 12. August 2008

Im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau anlässlich der gestern veröffentlichten Familien Studie äußert sich Rainer Volz über aktive Vaterschaft und die Folgen.

Viele Männer würden gern mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen. Was hält sie davon ab?

Der Hauptgrund ist die Erwerbstätigkeit. …

Die Arbeitswelt habe kein Verständnis: So entschuldigen sich viele Väter für mangelndes Engagement daheim. Geht das an?

In vielen Betrieben haben es aktive Väter schwer. Dabei werden sie nicht nur vom Chef schief angesehen, wenn sie keine Überstunden machen. Sie kriegen auch von Kollegen und sogar Kolleginnen Saures, wenn sie früher gehen, um ihr Kind abzuholen. …

Warum sind es nicht mehr?

Viele Unternehmer sind phantasielos. Es würde oft schon helfen, flexibler mit der Arbeitszeit umzugehen, Eltern etwa zu gestatten, mehr von zu Hause aus zu arbeiten. Kleinere Unternehmen sind tendenziell familienfreundlicher, wenn die Chefs die Probleme aus eigener Anschauung kennen. …

Wollen Mütter den neuen Mann?

Die Mehrheit wünscht sich eine bessere Arbeitsteilung. Allerdings senden viele Frauen zwiespältige Signale aus. Während Männer es in erster Linie sogar für männlich halten, sich familiär zu engagieren, finden Frauen partnerschaftliches Verhalten bei Männern zu mehr als 90 Prozent zwar sympathisch, aber nicht so männlich.

Und Frauen halten sich in Haushaltsdingen für kompetenter. Männer ziehen dem Kleinen den falschen Pulli an oder waschen nicht gut genug. Frauen haben eine Weichenstellerfunktion: Trauen sie dem Mann viel zu, macht er mehr im Haushalt und umgekehrt. …

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Eltern wünschen gleiche Arbeitsteilung

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 11. August 2008

Vater und Mutter kümmern sich gemeinsam um Kinder und Karriere – das ist nach einer neuen forsa-Umfrage der Zeitschrift ELTERN das Ideal der meisten Eltern. Aber nur ein Drittel realisiert dieses Modell. Weitere Ergebnisse der Befragung:

Mütter fühlen sich mehr unter Druck als Väter!

44 % der Mütter wären gern mehr berufstätig – bei guten Betreuungslösungen.
Väter-Alltage unterscheiden sich von Mütter-Alltagen. Denn Mütter fühlen sich immer noch mehr für die Kinder, ihre Betreuung und Förderung zuständig als Väter. Und sie versuchen auch häufiger, den Spagat zwischen Job und Familie hinzukriegen.

Das ist nicht neu – und daran hat sich offenbar trotz bezahlter Vätermonate noch nicht so furchtbar viel geändert. So finden 44 % der Frauen (aber auch 30 % der Männer), dass es oft schwierig ist, Beruf und Kinder miteinander zu vereinbaren. 44 % der Mütter, aber nur 15 % der Väter wären gern mehr berufstätig, haben aber keine befriedigende Betreuungslösung. …

Die Rollenverteilung stimmt für die meisten!

92 % der Eltern sagen zu Rollenverteilung: Ja, bei uns stimmt die Balance. Weiterlesen »

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Diese Männer machen es vor …

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 10. August 2008

… sie sind erfolgreich im Beruf, arbeiten in Führungspositionen und arbeiten trotzdem familienfreundlich. Wie Männer es schaffen, Karriere und die Rolle als Vater miteinander zu verbinden berichten engagierte Väter.

Der Mann geht Arbeiten und kehrt erst in den späten Abendstunden zurück, die Frau bleibt daheim und versorgt die Kleinen – in vielen Köpfen existiert noch immer die klassische Rollenverteilung.

Aber die meisten Väter möchten stärker am Familienleben teilnehmen und nicht nur als Wochenendväter auftreten. Und immer mehr Frauen möchten sich Kindererziehung und Beruf widmen.

Dass das auch funktionieren kann, demonstrieren das Netzwerk „Fokus Väter“ der Commerzbank und das Aktionsforum „Männer und Leben – Vereinbarkeit von Familie und Beruf“. Die Dialogveranstaltung „Väter – ein Gewinn für Unternehmen!“ startet am Donnerstag, dem 14. August 2008, um 19:00 Uhr im BIZ der Agentur für Arbeit in Frankfurt.

Eingeladen sind alle, die sich für die Erfahrungen „neuer“ Väter interessieren. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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Fürsorgliche Stiefväter

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 9. August 2008

Stiefväter kümmern sich um die Kinder ihrer Partnerin ebenso fürsorglich wie leibliche Väter. In mancherlei Hinsicht sind sie einer amerikanischen Studie zufolge den biologischen Vätern sogar überlegen. Wie die Befragung von über 2.000 Müttern ergab, verhalten sich Stiefväter ihren Partnerinnen gegenüber in Erziehungsfragen kooperativer.

Bei den leiblichen Vätern spielte es für das Verhältnis zu den Kindern keine Rolle, ob sie mit der Mutter verheiratet waren oder unehelich mir ihr zusammenlebten. Bei den Stiefvätern machte dies dagegen durchaus einen Unterschied.

Hier kümmerten sich jene Männer, die mit der Mutter des Kindes verheiratet waren, durchschnittlich besonders intensiv und verantwortungsbewusst um das Wohl des Kindes, wie die WissenschafterInnen der Universität von Wisconsin in Madison im „Journal of Marriage and Family“ schreiben.

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Rollenbilder ändern (sich nicht von alleine)

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 7. August 2008

Am Freitag wird die interaktive Ausstellung Rollenbilder in der Arbeitsagentur in Frankfurt eröffnet.

Auf der Webseite zur Ausstellung können Statements von BesucherInnen aufgerufen werden. Das letzte zum Thema Männer, Väter und Elternzeit stammt von Walter Lochmann, dem ehemaligen Geschäftsführer des DAG Bildungswerks und Verantwortlichen für das Internetangebot Vater und Beruf.

Seine Aussagen können Sie hier abhören.

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Familie wichtiger als Karriere

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 6. August 2008

Für Studenten verlieren berufliche Ziele und politisches Engagement an Bedeutung. Wichtiger ist ihnen eine glückliche Partnerschaft und eigene Familie, ergab eine Umfrage von ZEIT Campus und HIS.

Im April und Mai 2008 nahmen rund 6000 Studenten an einer Befragung über ihre Zufriedenheit in unterschiedlichen Lebensbereichen, ihre beruflichen und privaten Ziele und ihr Glücksempfinden teil.

Die berufsbezogenen Ziele „in fachlicher Hinsicht Überdurchschnittliches leisten“, „eine leitende Funktion zu übernehmen“ und „Anerkennung im Beruf erwerben“ werden als weitaus weniger wichtig erachtet als noch vor fünf Jahren. Ende 2002 wurden Studenten ebenfalls im Rahmen einer HIS-Studie befragt, wie stark sie sich für die Zukunft sowohl berufliche wie auch private Ziele gesetzt haben. Während die beruflichen Ziele um bis zu 10 Prozentpunkte verloren haben (etwa „eine leitende Funktion zu übernehmen“ von 57 % in 2002 auf 47 % in 2008), erfährt das Ziel, „sich der Familie/Partnerschaft zu widmen“, einen Zuwachs um 5 Prozentpunkte auf 72 %.

Karrierebetonte Ziele haben sich insbesondere Studenten der Wirtschaftswissenschaften gesetzt (68 % streben nach einer leitenden Funktion); partnerschaftliche und familiäre Ziele dagegen sind Lehramts-Studierenden besonders wichtig (80 %).

Deutlich abgenommen haben gesellschaftsbezogene Ziele wie „sich für andere Menschen einsetzen“. Dieses Ziel hatten sich 2002 63 % (sehr) stark gesetzt, 2008 sind es lediglich noch 56 %. 2002 wollte sich knapp ein Viertel (sehr) stark „politisch engagieren“, 2008 beträgt dieser Anteil nur noch 14 %. 62 % der Studenten möchten sich sogar (überhaupt) nicht politisch engagieren.

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