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Männer: Rolle vorwärts, Rolle rückwärts?

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 18. November 2009

Dass moderne Gleichstellungspolitik Männer nicht nur auf ein Mehr an Verpflichtungen reduzieren, sondern ihre Rechte und Bedürfnisse in Erfahrung bringen sollte, konstatiert auch die gerade im Budrich Verlag veröffentlichte Untersuchung ‚Männer: Rolle vorwärts, Rolle rückwärts? – Identitäten und Verhalten von traditionellen, modernen und postmodernen Männern’ und löst diesen Anspruch direkt ein.

Gleichstellung ist heute in allen gesellschaftlichen Gruppen eine prinzipiell akzeptierte Norm, hinter die niemand zurück will. Es gibt bei Männern und Frauen ein breites Spektrum an Vorstellungen über Gleichstellung, die mit den jeweiligen Lebens- und Partnerschaftsmodellen korrespondieren. Es zeigt sich aber immer noch eine große Kluft zwischen den mentalen Gleichstellungsidentitäten der Männer und ihrem praktizierten Verhalten.

Die Männer sind in ihren Einstellungen gleichgestellter als  es die alltäglichen Strukturen zulassen, resümieren die Verfasser. Hier sei die Politik gefordert.

Eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse gibt es hier.

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Väter sind einfach unersetzlich

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 17. November 2009

Im papaextra Interview erklärt Tobias Bücklein wie er dazu gekommen ist, das Thema Mann-Sein und Vater-Haben auf musikalisch-kabarettistische Weise abzuarbeiten, warum es für Väter elementar ist, sich mit anderen Männern auszutauschen und was sich in der Gesellschaft ändern muss, damit Vater werden an Attraktivität gewinnt.

‚papaextra: Was empfinden Sie an der Situation heutiger, junger Väter als besonders schwierig?

T.Bücklein: … Männer mit einem eigenen Kinderwunsch, einem eigenen Rollenverständnis müssen das auch teilweise gegen den Willen ihrer Frau behaupten. Das klingt für manche merkwürdig. Aber eine aktive Vaterrolle bedeutet auch, diese einzufordern, sich nicht ins zweite Glied bzw. den Beruf zurückzuziehen oder dorthin verdammen zu lassen. Partnerschaft und Elternsein auf Augenhöhe verlangt von den Männern Einsatz ohne Applaus und Konfliktbereitschaft in der Beziehung. Nicht eben männliche Primärtugenden.

papaextra: Worin sehen Sie die positive Wirksamkeit des väterlichen Elements für das Kind? Oder anders: Was macht den Vater unersetzlich?

T.Bücklein: … Väterliche Zuwendung scheint einen erheblichen Einfluss auf das seelische Gleichgewicht zu haben. Auch die Kommunikationsfähigkeit und der berufliche Erfolg hängen wohl mit den Vätern zusammen. Außerdem glaube ich, dass Menschen eine einseitige, „symbiotische“ Beziehung nicht gut tut. Väter repräsentieren „das andere“, die andere Möglichkeit, die andere Meinung. Und von einer guten Elternbeziehung kann das Kind erfahren, dass es verschiedene Lösungen für eine Sache geben kann, verschiedene Ansichten und dennoch Liebe.

papaextra: Was müsste sich Ihrer Meinung nach gesellschaftlich ändern, damit das Vatersein wieder attraktiver wird?

T.Bücklein: Es wird immer noch behauptet, Männer könnten Beruf und Familie besser vereinbaren als Frauen. Das ist Quatsch. Sie vereinbaren eben gar nicht, sondern machen entweder beides mehr recht als schlecht oder entscheiden sich für den Beruf. Manchmal entscheiden sie nicht mal, sondern werden in den Beruf „abgeschoben“. Das Vereinbarungsthema muss also viel mehr als bisher auch aus Männersicht gedacht werden.

Und ich denke, es fehlt immer noch der gesellschaftliche Konsens, dass für Kinder beide Eltern gleich wichtig sind – auch wenn sie unterschiedliche Rollen spielen. Männer müssen ihren eigenen Kinderwunsch ernster nehmen. Vaterschaft darf außerdem nicht mit der Angst verbunden sein, beim Scheitern der Beziehung diese Rolle zu verlieren.

papaextra: Wie wichtig ist der Austausch von Männern/Vätern untereinander? Weiterlesen »

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Neue Männer- und Väterpolitik passt nicht allen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 16. November 2009

Die Situation von Männern spielte in der Gleichstellungspolitik des Bundes bislang kaum eine Rolle. Das soll sich nun ändern, die neue Bundesregierung möchte sich von der traditionellen Gleichstellungspolitik emanzipieren. Im Koalitionsvertrag werden die Absichten auf sechs Zeilen knapp formuliert:

Jungen und Männerpolitik

Wir wollen eine eigenständige Jungen- und Männerpolitik entwickeln und bereits
bestehende Projekte für Jungen und junge Männer fortführen und intensivieren.
Damit eröffnen wir ihnen auch in erzieherischen und pflegerischen Berufen erwei-
terte Perspektiven. Die Zusammenarbeit mit Väterorganisationen und anderen
gleichstellungsorientierten Männerorganisationen soll intensiviert werden.

Diese Absichtserklärung hat vielfältige Reaktionen, aber nicht nur Zustimmung hervorgerufen. So schreibt Charima Reinhardt, ehemalige Vizesprecherin der rot-grünen Bundesregierung in einer Kolumne der Frankfurter Rundschau ‚Männerpolitik? Zum Teufel damit!’ ‚Es wäre also prima, wenn Männer endlich zu richtiger Arbeitsteilung fänden, mithin zu jenem modernen Rollenverständnis, von dem wir Frauen allzu wohlwollend unterstellt haben, sie hätten es längst oder wären auf bestem Wege, es zu lernen. Das aber ist höchstwahrscheinlich nicht das Ziel der eigenständigen „Jungen- und Männerpolitik“ im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung. Vielmehr geht es darum, tatsächliche oder gefühlte Nachteile in Schule und Berufsleben für das ach so starke Geschlecht zu beseitigen.’ Die Definitionshoheit, was richtig ist, möchte sie offensichtlich nicht aus der Hand geben.

Nachhaltige Veränderungen wird es aber nur dann geben, wenn es einen Dialog auf Augenhöhe darüber gibt, was Männer und Frauen Können, Wollen und Dürfen. Das Können ist unbestritten gleich verteilt, beim Wollen und Dürfen gibt es schon eher, auch selbst verordnete, Einschränkungen und Denkverbote.

Damit dieser Dialog zustande kommt, bedarf es auf Männer- und Väterseite eines Sprachrohrs, einer Organisation, die das, was gleichstellungsorientierte Männer schon lange wollen auch politisch wirksam formuliert und verhandelt. Erste Schritte dazu sind längst getan.

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Väter und Erziehungszeiten

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 15. November 2009

Vätern Erziehungszeiten zu ermöglichen ist für Patrick Ehnis Ausdruck einer emanzipativen Politik. Er hat in seiner Dissertation, die jetzt als Buch ‚Väter und Erziehungszeiten’ vorliegt, die politischen, kulturellen und subjektiven Bedingungen für mehr Engagement in der Familie untersucht. Ehnis hat dazu die Akteure des Wandels analysiert. Er führte Interviews mit Vätern, die Erziehungszeiten übernommen haben und mit Verantwortlichen in Betrieben, die als besonders familienbewusst ausgezeichnet wurden.

Es gelingt ihm anschaulich, Blockaden, Widerstände und Triebfedern für eine partnerschaftliche Arbeitsteilung in den ersten Jahren nach der Geburt eines Kindes aufzuzeigen. Im betrieblichen Teil seiner Untersuchung geht er insbesondere der Frage nach, inwieweit die betriebswirtschaftliche Logik selbst zu familienbewussten Maßnahmen unter Einbeziehung der Väter führt. Zum Abschluss seiner Arbeit formuliert er Reformoptionen für eine gendersensible Politik. Dazu zählt er unter anderem eine verpflichtende ‚Väterschutzzeit’ unmittelbar nach der Geburt und die Ermöglichung paralleler Erziehungszeiten durch das Elterngeld.

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Zusammenwachsen – Väter und ihre Kinder

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 14. November 2009

Der Kalender für 2010 und eine Ausstellung.

In den Fotos des neuen Vater-Kind-Kalenders wird die inhaltliche Aussage der Bedeutung von Bindungen zwischen Vätern und ihren Kindern sichtbar gemacht. Fotografen, Mütter und Freunde der Abgebildeten – nicht nur aus Berlin – haben für den neuen Kalender wieder Väter und ihre Kinder fotografiert. Die aussagekräftigsten Bilder sind im Kalender für das Jahr 2010 zusammen gestellt.

Wir haben die Väter gebeten, ihre Bilder zu kommentieren bzw. mit kurzen Texten zu versehen. Wir wollen auf das Schöne, Wichtige und Bindende einer Vater-Kind-Beziehung hinweisen – jeden Tag im Jahr 2010.

Die Ausstellungseröffnung und Kalenderveröffentlichung findet am Samstag, den 28.11.2009 um 15 Uhr im BuchSegler in Berlin statt. Der Eintritt ist frei und Kinder sind herzlich willkommen.

Quelle

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Elternzeit wirkt als Türöffner für Väter

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 13. November 2009

Am Freitag sind im Energieforum in Berlin die Ergebnisse der Studie zu Erfahrungen und betrieblichen Nutzungsbedingungen von Vätern in den ersten zwei Jahren nach Inkrafttreten der Neuregelung des Elterngeldes vorgestellt worden.

Die Verfasser, Stefan Reuyß und Svenja Pfahl, verfolgten bei ihrer explorativen Untersuchung folgende Leitfragen:

  1. Wie ist das Interesse bei Vätern und Müttern an der neuen gesetzlichen Regelung insgesamt?
  2. Welche Väter aus welchen Betrieben, Betriebsteilen und Branchen mit welchen Partnerinnen machen von der bezahlten Elternfreistellung Gebrauch?
  3. Welche Veränderungen ergeben sich aus der neuen Elterngeldregelung für die Nutzung der bezahlten wie der unbezahlten Elternfreistellung durch bzw. für Mütter?
  4. Welche Reaktionen zeigen sich in den Betrieben gegenüber einer Inanspruchnahme des neuen Elterngeldes durch Väter? Wie verhalten sich die betrieblichen Akteure hinsichtlich der zwei „Partnermonate“, wie im Hinblick auf eine längere Nutzung durch Väter?
  5. Welche betrieblichen Rahmenbedingungen unterstützen oder hemmen eine Inanspruchnahme durch Väter?
  6. Welche Möglichkeiten einer Kombination von Elterngeldnutzung und Teilzeitarbeit bestehen für Väter und Mütter?

Die wichtigsten Ergebnisse sind:

  • Die Elterngeldregelung wirkt als „Türöffner“ für eine familienorientierte Arbeits(zeit)gestaltung.
  • Väter nutzen die Regelung in vielfältiger Art und Weise, je nach individuellen, partnerschaftlichen und betrieblichen Anforderungen.
  • Es zeigt sich sehr deutlich, dass gesetzliche Änderungen umfassende gleichstellungsorientierte Reaktionen in der Arbeitswelt haben können.
  • Viele Väter nutzen die Elterngeldzeit in Teilzeit (24 %) und weitere Väter würden dies gern tun. Diese Väter fordern die bestehende Betriebskultur am stärksten heraus.
  • Als wesentlicher Erfolgsfaktor erweisen sich die Rahmenbedingungen und Reaktionen am Arbeitsplatz; eine besondere Rolle kommt dabei den Führungskräften zu.
  • Väter entwickeln neue Ansprüche und Forderungen gegenüber ihren Betrieben, mit teilweise überraschendem Erfolg, von dem dann auch die Frauen im Betrieb profitieren und sie tragen ihre Ansprüche über die Elterngeldmonate hinaus.
  • Betriebliche InteressenvertreterInnen aber auch die Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten treten bei der Realisierung der Elterngeldzeit durch Väter bisher noch selten in Erscheinung.

Die Studie ist als Band 239 in der edition der Hans Böckler Stiftung erschienen, eine Zusammenfassung kann bei mir angefordert werden.

Quelle

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Gut gemeint bewirkt häufig das Gegenteil

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 12. November 2009

Nathan Hegedus weist in seinem Blog Dispatches from Daddyland auf einen Artikel in der New York Times zum ‘gatekeeping‘ durch Mütter hin, der in der vergangenen Woche erschienen ist.

‚”As much as mothers want their partners to be involved with their children, experts say they often unintentionally discourage men from doing so. Because mothering is their realm, some women micromanage fathers and expect them to do things their way, said Marsha Kline Pruett, a professor at the Smith College School for Social Work at Smith College and a co-author of the new book Partnership Parenting, with her husband, the child psychiatrist Dr. Kyle Pruett .’

Yet a mother’s support of the father turns out to be a critical factor in his involvement with their children, experts say — even when a couple is divorced.”

Anschließend liefert er eine schöne Definition von ‘gatekeeping’ und beschreibt die Tore und ihre Wächterinnen  in Schweden.

“What is gatekeeping? Essentially it is when mothers do not let fathers fully participate in child raising (and then complain the dads are not involved). It is only one piece of a most complicated parenting puzzle, but I love seeing it get some big play. …

Men have only started taking long parental leave in Sweden in recent years. And there are all kinds of stereotypes still – they only take the summer months, they drop back into old habits the moment they go back to work and so on. The gates are still high in Sweden. But all this paternity leave has to make a difference. In 10 years, maybe the gates will have opened a bit. …”

Quelle

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Haben wir eine Männerkrise?

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 11. November 2009

In der aktuellen Sendung von frauTV geht es unter anderem um die provozierenden Thesen von Walter Hollstein, der in seinem Buch, ‚Was vom Manne übrig blieb’ die Männer in der Krise sieht.

‚Männer verdienen mehr als Frauen. Sie besetzen die Schlüsselstellen von Wirtschaft und Politik (abgesehen vom Bundeskanzleramt) – welchen Grund hätten sie also, zu klagen? Dennoch gibt es derzeit jede Menge Autoren, die sich ausgerechnet mit der Misere des Mannes beschäftigen. Wollen sie doch nur wieder jammern? Ist das der neueste Trend der Buchbranche oder doch ein Stück weit Ausdruck einer echten Krise?

Der wohl profilierteste unter den Forschern ist Walter Hollstein aus Basel. Hollstein ist emeritierter Professor für politische Soziologie, lehrte in Berlin und Bremen, war zweifach Gutachter für den Europarat für Männer- und Geschlechterfragen. In seiner jüngsten Publikation forscht er: „Was vom Manne übrig blieb“.

Hollstein räumt ein, es stimme, dass Männer nach wie vor die wichtigsten Positionen in der Gesellschaft innehalten. Doch zum einen schadet diese kleine rücksichtslose Machtelite der restlichen Männerschaft beim Aufbau eines modernen Männerbildes. Und zum anderen machen Männer eben nicht nur die kleine Spitze der Gesellschaft, sondern auch das Gros der Gesellschaftsverlierer aus – Arbeitslose, Obdachlose, Geringverdiener usw.

Sie haben überdies die riskanteren bis lebensgefährlichen Jobs – bei den Rettern von Ground Zero und bei Tschernobyl haben ausschließlich Männer ihr Leben gelassen. Dreckjobs, für die Frauen keineswegs auf die Straßen gehen. Und die Männer verlieren weiter. Denn – darauf scheint sich die Forschung geeinigt zu haben – die Zukunft der Arbeit ist weiblich. Gerade in der Wirtschaftskrise zeigt sich, dass die ‚klassischen‘ Männerberufe abgebaut werden – man denke nur an die Automobilindustrie – während die ‚weiblichen‘ wie etwa der Dienstleistungssektor tendenziell kaum verloren hat.

Die Gesellschaft hat sich gewandelt. Vor allem dank der Erfolge der Frauen. Sie haben die Arbeitswelt und somit ihre Selbstbestimmung erobert. Großzügig gefördert durch den Staat, der weibliche Arbeitskräfte in den 60er Jahren an allen Ecken und Enden benötigte. So nimmt es nicht wunder, dass junge Frauen und Mädchen heute mit großer Mehrheit positive Erwartungen an das Leben haben.

Auf der anderen Seite, so Hollstein, sei die Sozialisation für Jungen traditionell geblieben. Sie habe sich nicht angepasst. Jungen werden unerbittlich auf Leistung und Erfolg getrimmt. Umgekehrt: Körperkontakt, Zärtlichkeit, Empathie, aber auch der Wert von sozialen Netzen werden ihnen abtrainiert. Probleme sollen sie möglich schnell alleine lösen. Folge: eingeschränktes Gefühlsleben, Homophobie, Frustration etc. Dass Jungen mit diesen Werten in einer gewandelten Gesellschaft verunsichert sind und wesentlich weniger zuversichtlich in die Zukunft schauen, liegt nahe.

Dass das Männerbild in den letzten Jahrhunderten immer ärger gelitten hat, steht außer Frage. Dass es aber heute kein Problem ist, Männer pauschal als Vergewaltiger, Schweine, Defizitwesen und dergleichen mehr darzustellen und dass diesem Bild nicht einmal Männer widersprechen, das sei, meint Hollstein, ein klares Verdienst des radikalen Feminismus. So widerspricht die Gesellschaft heute weitestgehend nicht, wenn Männer in der Werbung, in Filmen als Deppen oder triebgesteuert abgestempelt werden, wenn sie in Witzen verhöhnt werden.

Die daraus resultierende Unsicherheit und Demütigung treffe alle, vor allem die Heranwachsenden. Und äußere sich nicht selten in Gewalt bis hin zum Amoklauf. Sie zu belächeln oder zu ignorieren wäre fahrlässig. Dazu kommt, dass es zunehmend an männlichen Vorbildern fehlt. Denn die Gesellschaft werde, so Hollstein, immer stärker weiblich dominiert. Die Zahl der Alleinerziehenden (mind. 90% Frauen) steige an, Väter tauchen ab. Kein Mann weit und breit, da eben auch die Erziehungseinrichtungen durch und durch weiblich sind. Mutti-Muff lautet hier das Schlagwort. …’

Sendetermine: WDR FERNSEHEN, Donnerstag, 12. November 2009, 22.00 – 22.30 Uhr . und Montag, 16. November 2009, 11.30 – 12.00 Uhr (Wdh.).

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VäterKarriere

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 10. November 2009

Im Rahmen der diesjährigen Gender – Veranstaltungsreihe „Heute schon an Morgen denken – Karriere mit Familie“ laden die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und die Gleichstellungsbeauftragte des Rhein-Sieg-Kreises mit ihren Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner aus der Region zu einem interaktiven Impulsvortrag ‚VäterKarriere’ ein. Seit der Einführung des Elterngeldes 2007 sind Väter „in Aufbruchstimmung“. Tatsächlich gehen Väter häufiger in Elternzeit und definieren die Bedeutung von Familie und Partnerschaft für sich zunehmend neu.

Was jedoch führt zu einer echten und zufrieden stellenden Vereinbarkeit von Beruf und Familie speziell für Väter? Welche Bedürfnisse haben sie und wie unterscheiden diese sich von denen der Frauen?

Die Zuhörerinnen und Zuhörer der Veranstaltung erhalten nicht nur ein Bild der sich abzeichnenden Trends. Sie bekommen auch eine Vorstellung, wie Männer mit Familienpflichten – dazu gehört auch die Pflege – die Balance von Beruf und Privatleben finden können.

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 19. November 2009, von 17.00 bis 19.00 Uhr in der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Campus Sankt Augustin, statt. Referent der Veranstaltung ist Patrick Frede. Die Veranstaltung ist kostenfrei; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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Väter im Osten seltener bei Geburt mit dabei

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 9. November 2009

Werdende Väter in Ostdeutschland fehlen deutlich häufiger bei der Geburt ihres Kindes als ihre Geschlechtsgenossen im Westen der Republik.

Das hat eine repräsentative forsa – Umfrage unter 501 Befragten im Auftrag der KKH-Allianz ergeben. Danach fehlte im Westen nicht einmal jeder zehnte Vater (9 %) bei der Geburt seines jüngsten Kindes, im Osten dagegen war circa jeder vierte Vater (23 %) im Kreißsaal nicht mit dabei. Über die Gründe gibt es nur Vermutungen: Möglicherweise spielt die Tatsache eine Rolle, dass Mütter und somit wohl auch Väter in Ostdeutschland bei der Geburt durchschnittlich jünger sind als westdeutsche Eltern. Im gesamtdeutschen Durchschnitt waren 89 % aller Väter bei der Geburt anwesend.

Die KKH-Allianz möchte allen werdenden Vätern Mut, sich auf die Geburt ihres Kindes als außergewöhnliches Erlebnis zu freuen. Die Rolle der Väter bei der Geburt besteht hauptsächlich darin, die Frau durch ihre Anwesenheit zu unterstützen. Weitere Informationen für werdende Väter gibt es im Internet.

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