Erstellt von Hans-Georg Nelles am 24. Dezember 2011
Der VäterBlogger wünscht allen Lesern und Leserinnen ein schönes Weihnachten, einige ruhige Tage zwischen den Jahren und einen guten Auftakt in 2012 und ist in Gedanken besonders bei den Vätern, die ihre Kinder nicht sehen können.


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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 9. Dezember 2011
Schweizer Männer arbeiteten 2010 zehn Prozent weniger im Haushalt als noch 2007. Sie beteiligen sich im Durchschnitt noch 16 Stunden pro Woche an Haus- und Familienarbeit. Damit sind sie wieder auf dem Stand des Jahres 2000. Das zeigt eine Auswertung der SonntagsZeitung von Daten der neuen Hausarbeitsstudie des Bundesamtes für Statistik.
Väter verbrachten durchschnittlich 4,5 Stunden pro Woche damit, Kleinkindern Essen zu geben. Mütter wendeten für die gleiche Tätigkeit doppelt so viel Zeit auf. In 70 % der Paarhaushalte trägt die Frau die Hauptverantwortung. Nur in 3,4 % der Haushalte ist es der Mann. Experten sind über die Ergebnisse überrascht. „Die Wirtschaft ist gefordert, Bedingungen zu schaffen, dass Familie und Beruf besser vereinbar werden“, sagt Rosmarie Zapfl, Präsidentin der Frauenorganisation Alliance F.
Mir fehlen an dieser Stelle die Zahlen darüber, wie sich der Einsatz im Rahmen der Erwerbsarbeit entwickelt hat. Der Tag hat ja nun einmal nur 24 Stunden.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 5. Dezember 2011

Die Fachstelle für Gleichstellung von Frau und Mann des Kantons Zürich sucht per 1. März 2012 oder nach Vereinbarung einen
Männer-Beauftragten (60% – 80%)
In dieser neu geschaffenen Funktion mit dem Zielpublikum junge Männer und Väter sind Sie in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragten verantwortlich für die Umsetzung des Gleichstellungsauftrags des Kantons Zürich. Mit zielgerichteten Projekten und deren Umsetzung betreiben Sie Sensibilisierungsarbeit in der Privatwirtschaft, in NGO’s und in der kantonalen Verwaltung. Als Fachperson mit Interesse an aktuellen und zukünftigen Gleichstellungsthemen, an Arbeitszeitmodellen, an Lebensentwürfen für Jungen und Mädchen, Männer und Frauen, Väter und Mütter entwickeln Sie Programme und Projekte für den Kanton Zürich.
Ihr Aufgabengebiet beinhaltet das Verfassen von Berichten, Konzepten und deren Umsetzung sowie Medien- und Kommunikationsarbeit. Sie sind vertraut mit Evaluationen, Controlling und Monitoring. Die Initiative, Leitung und Vernetzung von Pilotprojekten macht Ihnen ebenso viel Freude wie Projektberatung und -besuche vor Ort. Dazu gehört auch die Zusammenarbeit mit internen und externen Ansprechpartnern.
Sie verfügen über ein abgeschlossenes Hochschulstudium oder langjährige Erfahrung in der Männer- bzw. der Chancengleichheitsthematik. Sie haben Ihre Projektleiter-Qualitäten bereits unter Beweis gestellt. Sie verfügen über ein gutes Netzwerk in der Privatwirtschaft und/oder der kantonalen Verwaltung oder sind motiviert, sich ein solches aufzubauen. Zudem haben Sie Interesse an sowie ein gutes Gespür für die kantonale Politik.
Ihre sozialen und kommunikativen Kompetenzen zeichnen Sie besonders aus. Zu Ihren speziellen Fähigkeiten gehören ein ausgeprägtes analytisches und vernetztes Denken sowie ein außerordentlicher schriftlicher und mündlicher Ausdruck. Ihr selbstständiges Arbeiten ist ebenso gefragt wie Ihr Organisationstalent, Eigeninitiative und Teamfähigkeit. In dieser sehr exponierten Aufgabe werden besondere Anforderungen an Loyalität, Dienstleistungsbereitschaft und Belastbarkeit gestellt.
Wir bieten attraktive Anstellungsbedingungen, gute Sozialleistungen, flexible Teilzeit-Arbeitszeit und eine äußerst herausfordernde und spannende Aufgabe mit hoher Eigenverantwortung. Weiterlesen »
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 9. November 2011
Rund 95 % der zum Jawort genötigten in Deutschland seien Frauen und Mädchen, berichtet die Süddeutsche heute über eine Studie des BMFSFJ. Wie solche Zahlen zustande kommen und warum sie nur ein Teil der Wirklichkeit sind, ist in der Studie selbst nachzulesen. Die Mühe hat sich die Süddeutsche offensichtlich nicht gemacht.
‚Dass Frauen so deutlich das Bild prägen, sollte nicht zu dem Schluss führen, Zwangsverheiratungen stellten für Jungen und Männer kein Problem dar. Eine mögliche Erklärung liegt vor allem in der Tatsache, dass für diese keine entsprechende Beratungsstruktur zur Verfügung steht.
Auch wenn die verfügbaren Daten nur auf 5 bis 8 % betroffener Männer hinweisen, so ist hier von einem erheblichen Dunkelfeld auszugehen. Nicht zuletzt aufgrund traditionell ausgelegter Männlichkeitsrollen ist der „Graubereich“ zwischen „arrangierter Ehe“ und einer „Zwangsverheiratung“ hier noch schwerer zugänglich als bei den betroffenen Frauen.’
Die fast 160 Seiten umfassende Studie war im Auftrag des Bundesfamilienministeriums entstanden und federführend von der Hamburger Lawaetz-Stiftung und der Frauenorganisation Terre des Femmes erstellt worden. Sie fußt auf Angaben aus bundesweit 830 Beratungseinrichtungen, die im Jahr 2008 etwa 3400 Menschen betreut hatten, der Dokumentation von Einzelfällen sowie Informationen von Schulen und Migrantenorganisationen.
Der Untersuchung liegt somit keine repräsentative Befragung von Betroffenen zugrunde, sondern erfasst die Daten mit Hilfe von Opfer-Beratern und Lehrern. Sie ist dennoch die umfassendste deutsche Studie zu Zwangsverheiratungen der vergangenen Jahre.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 25. Oktober 2011
Im Jahr 2000 wurden in Frankfurt auf der Veranstaltung „Mehr Leben ins Männerleben“ die Ergebnisse der ersten Studie „Männer im Aufbruch – Wie Deutschlands Männer sich selbst und wie Frauen sie sehen“, vorgestellt und diskutiert.
Das Aktionsforum „Männer & Leben – Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ greift in diesem Jahr die neuesten Forschungsergebnisse zur Männerentwicklung in Deutschland auf und diskutiert aktuelle politische, wirtschaftliche und wissenschaftliche Standpunkte mit einem breiten Publikum aus Gleichstellungspolitik, Unternehmen, Kirchen, Trägern von Bildungseinrichtungen, Bürgerinitiativen und Forschung.
Die 4. Impulstagung „Vielfalt, mehr Leben ins Männerleben – Ein (Aus-) Blick auf Männerentwicklung in Deutschland“ findet am 16. November 2011 von 9:00 bis 17:00 Uhr im Haus am Dom in Frankfurt statt.
Bei der jetzt geplanten Tagung wird die Studie „Männer in Bewegung. Zehn Jahre Männerentwicklung in Deutschland“ und das fast zeitgleich erschienene Ergebnis des Forschungsprogramms Gleichstellung „Männer: Rolle vorwärts, Rolle rückwärts?“ die Grundlage für die Auseinandersetzung der Teilnehmenden mit den Möglichkeiten und Perspektiven der Männerentwicklung in Deutschland bilden.
Am Nachmittag werden fünf zentrale Themen aus beiden Studien aufgegriffen und in verschiedenen World Cafés bearbeitet.
Mit der Tagung möchten wir über die neueren Forschungsergebnisse informieren und zur Orientierung und Perspektivenfindung der Akteure beitragen, die an ihrem jeweiligen Arbeitsplatz mit konkreten Fragestellungen der Gleichstellung von Männern und Frauen befasst sind. Wir werden die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise, der demographischen und interkulturellen Entwicklung auf Werte wie Familie und Partnerschaft zur Diskussion stellen und dabei auch in die Diskussion um einen veränderten Wachstumsbegriff einsteigen. Am Ende soll damit der Antwort auf die Frage näher gekommen werden, wo der Nutzen bzw. der Gewinn dieser Forschungsergebnisse für die künftige Weiterentwicklung innovativer Praxis liegt und welche Handlungsfelder dabei von besonderer Bedeutung sind.
Informationen zum Programm und Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 3. September 2011
Wollen Väter wirklich weniger arbeiten und ihre Kinder wickeln, oder sind das bloss Lippenbekenntnisse? Im Gespräch mit Stefan van Bergen verteidigt Markus Theunert, Präsident des Schweizer Dachverbands Männer.ch, den guten Willen und die neue Sensibilität von Männern.
‚… Warum sollten die Parteien Wunschträume und Lippenbekenntnisse bewirtschaften?
Diese Kritik greift zu kurz. Natürlich machen einige Väter bloss Lippenbekenntnisse. Aber auch sie leisten als Haupternährer viel für die Familie. Sie unterliegen zudem einem sozialen Druck. Männliche Identität basiert zentral auf Leistung. Wenn einer seine Leistung zu 100 Prozent im Job zu erbringen glaubt, dann ist es für sein Selbstbild riskant, sein Pensum zu reduzieren. Männer haben Angst vor den schrägen Blicken der Kollegen und fürchten, eine Reduktion der Arbeitszeit werde ihnen als mangelndes Engagement ausgelegt.
Das muss ein Mann halt in Kauf nehmen, wenn er wirklich weniger arbeiten will.
Schon. Aber es gibt ganz reale Hindernisse, wie die begründete Sorge, dass die Karriere dann nicht mehr vorangeht. Es gibt auch eine Verantwortung des Staats bei der Ermöglichung einer neuen Vaterrolle. Etwa indem er eine Väterzeit einführt, die es in der Schweiz im Unterschied zur EU nicht gibt. Studien belegen, dass die Präsenz in den ersten Wochen nach der Geburt eines Kindes für die Väter einen positiven Effekt hat, bis die Kinder erwachsen sind.
Väter könnten unbezahlten Urlaub nehmen, aber nur wenige tun das. Braucht es da wirklich eine staatliche Aufforderung?
Es braucht eine neue Selbstverständlichkeit. Das Modell eines privat finanzierten, steuerbefreiten Vaterschaftsurlaubs, das wir im Mai in einer überparteilichen Gruppe lancierten, würde ein starkes Signal für ein neues Vatersein im Alltag setzen. Übrigens: Wenn Männer etwas fordern und ein Anliegen formulieren, heisst es reflexartig: O je, die armen Männer jammern.
Gesteht man Frauen eher zu, sich über Nachteile zu beklagen? Weiterlesen »
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 24. August 2011
Männer reden nur ungern über ihre Probleme. Aus Sorge, als Schwächling dazu stehen, mutmaßten sowohl Frauen als auch Psychologen bislang. Nun fanden Wissenschaftler heraus, dass die Ursache für die mangelnde Gesprächsbereitschaft eine ganz andere ist. In Wahrheit empfinden Männer das ‚Probleme wälzen’ als schlichte Zeitverschwendung. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die in Kürze im Fachmagazin ‚Child Development’ vorgestellt wird.
Für die Studie befragte das Team um Amanda Rose von der University of Missouri rund 2000 Heranwachsende zu ihrer Haltung, anderen ihr Herz auszuschütten. Während Mädchen erwarteten, sich dadurch erleichtert, verstanden und weniger allein zu fühlen, gaben Jungen eher an, sich wenig vom Besprechen von Sorgen und Problemen zu erhoffen. Sie zögen es vor, sich durch Aktivitäten abzulenken. Angst davor, über Probleme zu reden, hatten die Jungs aber genauso wenig wie die Mädchen. Sie sorgten sich ebenso wenig wie diese, anschließend gehänselt zu werden oder sich zu schämen.
Die Forscher ermutigen Eltern, ihren Söhnen nahezubringen, dass das Diskutieren von Problemen manchmal durchaus hilfreich sein kann. Andererseits sollten sie darauf achten, dass Mädchen sich nicht zu intensiv mit Ihren Sorgen und Nöten befassen, weil das zu depressiven Symptomen führen könne. Mädchen sollten daher darauf aufmerksam gemacht werden, dass es neben dem Reden über Probleme noch andere Bewältigungsstrategien gibt.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 7. August 2011
Anke Domscheit-Berg, die bis vor kurzem im Top-Management von Microsoft Deutschland war und jetzt als Beraterin Unternehmen dabei unterstützt, ihren Frauenanteil in Spitzenpositionen auszubauen, äußert sich im Interview mit Anne Onken in der Welt, worauf es ihrer Meinung nach an kommt.
‚… Welt: Frauen mit Kindern sollen Karriereambitionen abgesprochen werden…
Anke Domscheit-Berg: … Es rechnet sich ja für Firmen wirtschaftlich nicht, Männer zweiter oder dritter Wahl zu nehmen, wenn sie eine Top-Frau haben können, an der halt ein Kind dranhängt. Es gibt ja auch Väter, die sich kümmern können und wollen, die fragt ja auch keiner. Man kann immer Lösungen finden, wenn man will. Man muss natürlich auch Grundsatzfragen von Arbeitskultur klären und infrage stellen, ob 80, 90 oder auch 100 Stunden die Woche für Führungskräfte die Regel sein müssen. Wer solche Strukturen hat, bei dem klappt es auch schwer mit Frauen, die Kinder haben. Aber viele Männer mit Kindern wollen so etwas auch nicht mehr. Also müssen Firmen schauen, wie sie Leute schneller wieder reinholen, auf eine besonders flexible Art.
Welt: Das heißt?
Anke Domscheit-Berg: Es geht fast überall, auch zeitweise von zuhause aus zu arbeiten. Das ist mit Internet, Laptop und Handy kein Problem. Man muss nicht mehr dauernd im Büro sein. Das wird viel zu rigoros gehandhabt und da fehlt oft einfach das Vertrauen in die Mitarbeiter und auch in die Führungskräfte. Ich halte es für einen Fehler, wenn Vorgesetzte denken: Solange meine Mitarbeiter nicht vor meiner Nase sitzen, arbeiten sie nicht richtig. Gute Führungskräfte und vor allem Top-Führungskräfte zeichnen sich dadurch aus, dass sie ihre Mitarbeiter so motivieren, dass sie auch alleine gut arbeiten. Und zwar nicht 100 Stunden, bis sie Burnout haben. Sondern so, dass man nachhaltig also langfristig etwas von ihnen hat. …’
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 30. Juni 2011
Miese Stimmung im Unternehmen, persönliche Konflikte und sonstige Beeinträchtigungen im Arbeitsklima werden von Beschäftigten als besonders belastend wahrgenommen. Das ist eine der Kernaussagen der aktuellen GBE kompakt-Ausgabe des Robert Koch-Instituts.
Grundlage des Berichts sind Auswertungen der Studie “Gesundheit in Deutschland aktuell” zum Ausmaß von Arbeitsbelastungen und zu ihren gesundheitlichen Folgen für das Jahr 2010. Die Ergebnisse basieren auf den Angaben von rund 14.000 erwerbstätigen Frauen und Männern im Alter zwischen 18 und 64 Jahren.
Die gute Nachricht: Die Mehrheit der Deutschen sieht ihre Gesundheit durch die Arbeitsbelastungen nicht gefährdet. Die schlechte Nachricht: der Anteil der Erwerbstätigen, die ihre Arbeit als stark oder sogar sehr stark gesundheitsgefährdend einschätzen, beträgt bei den Frauen etwa 14 %, bei den Männern 20 %.
Hinsichtlich der Wahrnehmung gesundheitlicher Beeinträchtigungen spielt der Beschäftigungsumfang eine Rolle. Erwerbstätige in Vollzeit, die den Konditionen am Arbeitsplatz deutlich länger ausgesetzt sind, fühlen ihre Gesundheit durch ihre Arbeit bis zu drei Mal häufiger gefährdet als Teilzeitbeschäftigte.
Im Vergleich zu anderen Arten von Belastungen kommt den Beeinträchtigungen im Arbeitsklima die größte Bedeutung zu, das gilt für Frauen und Männer gleichermaßen. An zweiter Stelle folgt bei Frauen hoher Zeit- und Leistungsdruck, Männer nennen hier belastende Umgebungsbedingungen wie Lärm, Kälte und Hitze. Weiterlesen »
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 27. Juni 2011
Gut vorwärts gekommen, aber noch längst nicht am Ziel: So lautet das Resümee der heute in Berlin vorgelegten 4. Bilanz der Vereinbarung zur Förderung von Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft, die die Bundesregierung und die Spitzenverbände der Privatwirtschaft am 2. Juli 2001 unterzeichnet haben. In den zehn Jahren, die inzwischen vergangen sind, habe es sichtbare Erfolge gegeben.
Sichtbare Erfolge gibt es insbesondere bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Hier haben Wirtschaft und Politik in den vergangenen Jahren Hand in Hand gearbeitet. Der Ausbau der Kinderbetreuung und die mit dem Elterngeldgesetz gestärkte Beteiligung der Väter an der Betreuung der Kinder in den ersten Lebensjahren haben Eltern mehr Gestaltungsspielraum eröffnet und die Arbeitswelt in den deutschen Unternehmen verändert.
Für das Bundesforum Männer hat deren stellvertretender Vorstandsvorsitzender Matthias Lindner schon vor einigen Tagen in dem Beitrag ‚Quote oder Gleichstellung’ für die Zeitschrift ‚FrauenRat’ eine Zwischenbilanz der aktuellen Diskussion gezogen
‚Die Quote wird in der aktuellen öffentlichen Diskussion als Instrument zur Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit verhandelt. Von engagierten Frauen wird eine rechtlich verbindliche Regelung eingefordert. Dabei geht es in der Regel aber nicht um eine allgemeine Quotierung sämtlicher Erwerbsbereiche in denen Männer bislang zahlenmäßig dominieren. Vielmehr konzentriert sich die öffentliche Quotendiskussion auf die geschlechtliche Quotierung von wirtschaftlichen und politischen Spitzenpositionen.
Vor dem Hintergrund einer Arbeitswelt, in der Chancen und Ressourcen geschlechterspezifisch sehr ungleich verteilt sind, erscheint dies auch legitim und gerecht. An dieser Legitimität ändert auch die Tatsache nichts, dass eine Frauenquote auf der individuellen Ebene zutiefst ungerechte Auswirkungen haben kann – einzelne Männer sogar eindeutig diskriminiert. Diese Männer sind Kollateralopfer des Versuchs, geringere Chancen von Frauen auf der gesamtgesellschaftlichen Ebene zu kompensieren
Aus gesellschaftlicher Sicht wäre wünschenswert, wenn nicht nur die Bereiche in die Quotendiskussion aufgenommen würden in denen es etwas für Frauen zu gewinnen gibt, sondern auch jene, in denen Männer unterrepräsentiert sind. Weiterlesen »
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