Erstellt von Hans-Georg Nelles am 4. Februar 2008
Er ist der erste und darum prägende Mann im Leben einer Frau – nicht nur im privaten Bereich. Wie die Frauenzeitschrift FÜR SIE in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, hängt der berufliche Erfolg einer Frau stark von der Vorbildfunktion des Vaters ab.
An ihm können Töchter den Umgang mit der Männerwelt üben und Erfahrungen sammeln für ihr späteres auch berufliches Verhalten. Die Dramaturgin Nora Khuon, Tochter von Ulrich Khuon, Intendant des Thalia Theaters in Hamburg sagt: “Mein Vater hat mir gezeigt, dass Arbeit etwas sein kann, das Spaß macht.”
Tatsächlich ergab eine US-Studie, dass Töchter von sehr engagierten Vätern, die mit ihnen viel Zeit verbrachten und bewusst männliche Aktivitäten wie Angeln oder Jagen unternahmen, später außergewöhnlich erfolgreich waren. Weiterlesen »
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 28. Januar 2008
… dies behaupten in der aktuellen Ausgabe von Brigitte übereinstimmend zwei der führenden deutschen Familienforscher. Professor Andreas Lange vom Deutschen Jugendinstitut und Professor Hans Bertram aus Berlin sind sich darin einig, dass Männer viel zu sehr an alten Rollenbildern kleben, um sich wirklich aktiv und präsent in ihren Familie zu engagieren.

“Es besteht eine große Diskrepanz zwischen Verhalten und Einstellung”, sagt Andreas Lange in der neuen Ausgabe des Magazins und attestiert Vätern eine “unglaubliche Verhaltensstarre”.
Der Spruch, der im Original vom Soziologen Ulrich Beck stammt, ist übrigens genauso alt wie die Entdeckung der Spezies ‚neue Väter’ durch eine ebenfalls von Brigitte in Auftrag gegebene Studie aus dem Jahr 1986.
Damit eine präsente Vaterschaft selbstverständlich wird, müsste an vielen Schrauben gedreht werden, so die Wissenschaftler.
Zum Beispiel müssten Frauen endlich mehr verdienen: “Die wirtschaftliche Gleichheit der Geschlechter ist die Grundvoraussetzung dafür, dass sich in jungen Partnerschaften etwas ändern kann”, so Hans Bertram.
Quelle
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 12. März 2007
Ein weiteres Kapitel zur Beantwortung dieser Frage schlägt die Zeitschrift Brigitte in der aktuellen Ausgabe auf. Wie Spiegel Online vorab meldet, finden Frauen bei Männern Karriere wichtiger als Sex.
Bei einer Umfrage zum Thema “Was ist heute männlich?” mussten sich die Teilnehmerinnen jeweils für eine Alternative entscheiden: “Gut im Job oder gut im Bett? Mutig oder verantwortungsbewusst? Belesen oder handwerklich geschickt?”
Wie das Blatt mitteilte, ziehen zwei Drittel der Frauen einen Karrieristen dem guten Liebhaber vor. 78 Prozent finden es wichtiger, dass der Mann mit Schlagbohrer und Flex umgehen kann, als dass er weiß, was Proust mit Madeleine zu tun hat. Und nur jede siebte Frau findet Mut männlich. Viel wichtiger, sagen 86 Prozent, sei doch Verantwortungsbewusstsein.
“Der Idealmann der Frauen ist eher kompromissbereit anstatt durchsetzungsfähig, eher bodenständig anstatt romantisch und zeigt Stärke anstatt Schwäche”, fasste die Zeitschrift zusammen. Die Frage ist, ob die Männer das alles hören wollen. Gute Zuhörer wünschen sich nur 40 Prozent der Frauen, wenn sie als Alternative entscheidungsfreudige Männer hätten. Das Meinungsforschungsinstitut Ipsos befragte 520 Frauen ab 14 Jahren.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 7. März 2007
Gestern trafen sich die erste (Rita Süssmuth) und die aktuelle Frauenministerin von der Leyen gemeinsam mit der Kanzlerin und den anderen Ministerinnen des Kabinetts, um das 20-Jährige Bestehen des Frauenministeriums zu feiern.
Spiegel Online berichtete über die Begegnung unter der Überschrift ‘Die Herrschaft der Alphatiere ist nicht vorbei’. Einen großen Raum nahmen bei dieser Veranstaltung die Männer und die neuen Väter ein: “… Gleichberechtigung”, sagt die Kanzlerin, “wird es ohne ein verändertes Rollenverhalten der Männer nicht geben”. Es müsse Schluss sein mit der Einstellung, dass ein Vollzeitberuf “der persönliche Luxus” einer Frau sei, damit, dass die Eltern-Auszeit eines Vaters einer “Mutprobe” gleichkomme, und damit, dass in Firmen eine Familiengründung als “Störfaktor” angesehen wird.
Die ‘neuen Väter’ sind sogar ein Jahr älter als das Ministerium. 1986 erschien ‘Der Mann – Die Brigitte Studie‘ von Sigrid Metz-Göckel und Ursula Müller. Zwei Jahre später, im November 1988 berichtete die Zeitschrift Brigitte im Rahmen der Initiative ‘Kind und Beruf’ über das Thema:

‘Junge Väter übernehmen Versorgungsaufgaben, die noch in ihrer Elterngeneration allein der Mutter zufielen, sie verbringen ihre Freizeit fast ausschließlich daheim und mit den Kindern, wollen sich soweit als möglich an deren Erziehung beteiligen. “Diese starke Familienorientierung ist neu,” heißt es in der Brigitte-Studie. Neu und gut.
Andererseits: Weiterlesen »
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 14. November 2006
In der vergangenen Woche habe ich über den neuen Elternblog berichtet. Inzwischen hat sich der ‘Rabenvater’ gemeldet und stellt Gedanken in den Raum, die zum Nachdenken anregen:
… “Verdienen Sie denn nicht genug, dass Ihre Frau arbeiten muss? Hausarbeit und Kind, das ist doch nichts für einen Mann.” Gleichzeitig fallen mir Bemerkungen meines Vaters ein, wie: “Hast Du schon wieder frei?”. Oder der Kollege, als ich vor einem Jahr meine Teilzeitstelle antrat: Er habe gehört, da werde einer anfangen, der kürzer treten wolle.
Das neue Vaterbild, das so viel gepredigt wird, ist meiner Meinung nach kaum in den Köpfen der Deutschen angekommen. Als Vater hat man(n) in Deutschland Karriere zu machen und das Geld nach Hause zu bringen. So denken auch viele Mütter, denen ich auf dem Spielplatz oder in Krabbelgruppen begegne. Ihre Fragen sind ähnlich subtil wie die der Nachbarin: “Verdient Deine Frau überhaupt genug?”, “Geht das in Deinem Beruf?” oder “Hat Deine Frau denn genug von Eurem Sohn?”. Und im weiteren Gespräch höre ich dann oft den Satz: “Bei meinem Mann ginge das gar nicht.”
Die bewährten Rollenbilder sind natürlich nicht nur um mich sondern auch in mir: Darf ich als Vater meine Karriere und damit die finanzielle Zukunft unserer Familie gefährden?’
Sind wir wirklich noch nicht so weit? Alleine von Beruf wegen bin ich ja bislang ein Optimist, auch wenn ich kein Prediger bin.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 6. November 2006
Dies ist der Titel des ersten Beitrags in einem neuen ElternBlog. Dort geht es unter anderem um die Frage:
Wie lebt es sich als Mutter bzw. Vater in Deutschland? Susanne Arndt und Ingo Entelmann diskutieren ihre Spielplatz-Erlebnisse. Die Brigitte.de – Redakteurin Susanne Arndt (39) tauscht sich mit Teilzeit-Vater Ingo Entelmann im wöchentlichen Rhythmus über Höhen und Tiefen des Elterndaseins aus.
Ingo Entelmann (38), promovierter Ingenieur, hat sich eine Teilzeitstelle gesucht, um sich gemeinsam mit seiner Freundin um Söhnchen Jolan (*13.2.2005) kümmern zu können. Damit zählt er zu einer Minderheit – und findet seine Rolle deshalb nicht immer ganz einfach.
Der Beitrag im Blog fängt übrigens so an: Wie schön muss es sein, in einem dieser Länder zu leben, in denen es keine ‘Rabenmütter’ gibt. Weder als Wort noch als Konzept noch als Realität …
Übrigens, wenn Mann bei wikipedia ‘Rabenvater’ eingibt, bekommt man den Beitrag zur ‘Rabenmutter’.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 1. November 2006
Jeder zweite berufstätige Mann würde einer aktuellen Umfrage zufolge Elternzeit nehmen, wenn es ab nächstem Jahr die neue Elterngeldregelung gibt.
Für 89 Prozent aller Deutschen gehören Kinder, Familie und Beruf zum Leben – darin sind sich Männer und Frauen einig, so eine aktuelle Umfrage für „Brigitte Balance“. Die Frage ist dann, an wem die Kinderbetreuung hängen bleibt. Aber hier gibt es Fortschrittliches zu berichten: Immerhin 57 Prozent der Männer würden gerne zu Hause bei ihren Kindern bleiben, wenn sie nicht aus finanziellen Gründen arbeiten müssten.
Frauen lieben ihre Arbeit
Bei den berufstätigen Frauen sind es weniger, nämlich 46 Prozent, die ihren Job, wenn möglich, gegen Kindererziehung tauschen würden. Dass die deutschen Frauen ihre Arbeit lieben, zeigt auch ein anderes Ergebnis: Auf die Frage, ob sie sofort ihren Beruf aufgäben, wenn sie im Lotto gewinnen würden, antworteten nur 16 Prozent aller berufstätigen Frauen mit Ja. Bei den Männern waren es immerhin 29 Prozent.
Quelle
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 28. September 2006
… ist in dem Dossier ‘Männersache? Väter zwischen Kind und Karriere’ in der aktuellen Ausgabe von Brigitte zu lesen.

Brigitte hat ja bereits im Jahr 1975 die erste ‘Männerstudie’ von Helge Pross mitfinanziert und ist seitdem sehr engagiert, den Männern den Spiegel vorzuhalten, wie es in dem Vorwort der ersten Studie heißt.
Überrascht war der Autor des Dossiers, Marian Blasberg aber dennoch davon, dass in den meisten Familien vor der Geburt der Kinder nicht über die Rollenverteilung gesprochen wird.
Interessant sind neben den Portraits der Väter auch die Ergebnisse der bei IPSOS in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage bei 1000 Männern:
Fast dreiviertel können sich gut vorstellen, als Vater und Hausmann ein Jahr lang zu Hause zu bleiben. Allerdings glauben 64 Prozent, dass ein Mann, der Elternzeit nimmt, mit beruflichen Nachteilen rechnen muss. Auf der anderen Seite ist jeder Dritte (37%) der Ansicht, dass ein Mann, der nicht bereit ist, für seine Kinder beruflich zurückzustecken, ein schlechter Vater ist.
Mit der neuen Elterngeld-Regelung, die im kommenden Jahr in Kraft tritt, könnten sich 68 Prozent der Männer der Umfrage zufolge gut vorstellen, Elternzeit zu nehmen. Knapp ein Drittel sagt aber auch, dass sie sich gern um die Kinder kümmern würden – auf die Hausarbeit aber keine Lust hätten. Nur 21% der Männer sehnen sich nicht besonders nach Heim und Herd: sie würden auch dann keine Elternzeit nehmen, wenn die Frau mehr verdient und somit der Lebensunterhalt gesichert wäre.
Gegenüber den bislang diskutierten Zahlen, die Bundesregierung geht von 27% Vätern aus, die von der neuen Regelung Gebrauch machen werden, Allensbach hatte im letzten Jahr 48% Bereitschaft erfragt, ist die Zahl der Männer, die sich eine partnerschaftliche Aufgabenteilung vorstellen können also weiter gestiegen.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 12. September 2006
Diesen Titel gab Susanne Arndt ihrem Beitrag über das Buch Eva Prinzip von Eva Herman im Weblog Rascheln und Rauschen von Brigitte.
Ihr Vermutung zu Frau Hermann: ‘Vielleicht hätten uns die blondierten Haare, der pinke Lippenstift und die hellgelben Blazer längst stutzig machen sollen: Bei Eva handelt es sich in Wahrheit um Barbie, die sich nach Kens starker Schulter sehnt, die er ihr immer wieder entzieht.’
Dazu fällt mir spontan ein Titel von Susanne Fröhlich und Constanze Kleis ein F(r)ischhalte – Abkommen, Länger Freude am Mann. Ein spritziger Ratgeber, der Eva vielleicht beizeiten weitergeholfen hätte.

Denn ’schlechte Blondinenwitze, in denen Frauen dafür bestimmt sind, Kinder zu hüten, das Heim in heimeliges Kerzenlicht zu tauchen und Apfelkuchen zu backen, bringen uns schon lange nicht mehr aus der Fassung.’ Und das gilt nicht nur für Brigitte und ihre LeserInnen.
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Erstellt von Hans-Georg Nelles am 9. August 2006
von Welt bis Frankfurter Rundschau, vom Handelsblatt bis zu Brigitte, eine Frage beschäftigt sie alle: Ist der neue Mann nun auch statistisch nachweisbar oder gilt das alte Beck Zitat von der verbalen Aufgeschlossenheit und der Verhaltensstarre immer noch?
Soviel vorweg, es gilt ein entschiedenes sowohl als auch und was dem männerfreundlichen Soziologen recht ist, reicht der engagierten Frauenrechtlerin noch lange nicht. Der Politologe Peter Döge vom Berliner Institut für anwendungsorientierte Innovations- und Zukunftsforschung hat die Daten der so genannten Zeitbudget-Analysen des Statistischen Bundesamt analysiert. Danach wenden Männer im Durchschnitt pro Woche knapp eine halbe Stunde mehr für Haushalt und Familie auf als noch vor zehn Jahren, Frauen hingegen rund fünf Stunden weniger.
Auch für die Kinderbetreuung nehmen sich Männer mehr Zeit: Väter verbringen heute durchschnittlich eine Stunde pro Woche mehr mit ihrem Nachwuchs, während sich die Frauen eine Stunde weniger um ihre Kinder kümmerten. Die Zeit für ihre Kinder sparten die Väter aber nicht bei ihrem Beruf ein, sondern in anderen Bereichen.
Brigitte traut der Studie wohl nicht und fragt Ihre LeserInnen selber “Hat ihr Partner Hausmannqualitäten??” Die Antworten sind online zu hören und zu sehen. In dem ‘Trendcheck’ äußern aber immerhin 31% der LeserInnen, dass ihr Partner vollkommen selbständig wäscht putzt und bügelt.
Das reicht Karin Deckenbach offensichtlich nicht. In Ihrem Beitrag in der Frankfurter Rundschau titelt sie “Wir haben die spießigsten Männer” und fodert dazu auf, die Männer zu ihrem Glück zu zwingen. “Zwang üben wir heute auf Frauen aus. Solange wir Fürsorge als weiblich und freiwillig definieren, stecken wir in einer Falle. Also müssen wir nun die Männer zwingen, fürsorglich zu sein. Solange wir die Männerrolle nicht umdefinieren, werden wir das Dilemma nicht lösen.”
Fragt sich nur, wer dazu die Definitionsmacht hat und welche Umerziehungsmethoden statthaft sind und welche nicht.
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