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Familie ist ein Ort der Geborgenheit

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Samstag 4. Februar 2012

Familie bedeutet vor allem Zusammenhalt und Zusammengehörigkeit. Mit dem Begriff werden Geborgenheit und das Großziehen der Kinder assoziiert. Dies geht aus der FIM-Studie (Familie, Interaktion und Medien) des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest (MPFS) hervor, die am vergangenen Donnerstag in Stuttgart vorgestellt wurde.

Nur sehr wenige der befragten Familienmitglieder verbinden spontan negative Aspekte mit der Familie. An der Studie, die zudem noch die Mediensituation und die Kommunikationsstruktur in den Familien untersuchte, wurden alle Familienmitglieder von 260 Familien in Deutschland befragt. Dies waren 468 Elternteile und 388 Kinder zwischen 3 und 19 Jahren. Die Familie wird von beiden Gruppen als positiver und bestärkender Rückzugsort wahrgenommen.

Nach eigener Schätzung verbringen Mütter und Väter an Werktagen im Schnitt 237 Minuten, an Samstagen 466 Minuten und an Sonntagen durchschnittlich 524 Minuten mit ihren Kindern. Zu den wichtigsten gemeinsamen Aktivitäten zählen dann Gespräche führen, essen und ausruhen. Wenn Eltern und Kinder zusammen Medien nutzen, liegt das Fernsehen an der Spitze, bei den drei- bis fünfjährigen ist gemeinsames Lesen am beliebtesten. Interessant ist der Befund, dass diejenigen, die viel Zeit mit der Familie verbringen, auch zufriedener mit dem gemeinsamen Zeitbudget sind.

Für Gespräche in der Familie werden häufig die gemeinsamen Mahlzeiten, meistens das Abendessen, genutzt. Zudem bietet die Zeit vor dem Zubettgehen oftmals Raum für den familiären Austausch. Zwei Drittel der Familien haben festgelegte Zeiten für Gespräche oder besondere Rituale. Auch hier kommt den gemeinsamen Mahlzeiten eine besondere Rolle zu. Immerhin 57 % der Eltern und 58 % der Kinder konnten der Aussage zustimmen, dass “bei uns jeder zu Wort kommt, egal wie alt er ist.” Bei Meinungsverschiedenheiten würden diese von der Mehrheit weitgehend sachlich geklärt.

Die Erziehung der Kinder findet heute oft gemeinschaftlich statt: In der Hälfte der Familien kümmern sich beide Elternteile darum. Schulische Fragen sowie der Freundeskreis der Kinder werden am häufigsten thematisiert. Es folgen die Freizeit- und Wochenendplanung, Freizeitaktivitäten sowie Alltagserlebnisse. Für 40 % der Eltern sind Mediennutzungszeiten ein regelmäßiges Thema in der Familie, für ein Drittel von ihnen das Internet. Nur 14 % der Eltern thematisieren regelmäßig Computerspiele in der Familie.

Aus Sicht der Kinder dominiert eindeutig die Mutter als Ansprechpartnerin bei fast allen Themenbereichen. Väter kommen bei Sportereignissen, Computer- und Internetfragen sowie Medientechnik zum Zuge. Die Geschwister sind für Themen rund ums Fernsehen, Neuigkeiten und Ereignisse aus dem privaten Umfeld sowie Kino und Kinofilme wichtige Gesprächspartner. Die Kinder bewerten die Kommunikation mit der Mutter insgesamt durchweg besser als die mit dem Vater. Bei den Mädchen schätzt jede Sechste die Qualität der  Kommunikation mit dem Vater als weniger gut oder gar nicht gut ein.

Quelle

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Ein Kommentar zu “Familie ist ein Ort der Geborgenheit”

  1. Julia sagt:

    Schöne Zusammenfassung, hat mein INteresse geweckt. Bei Gelegenheit werde ich mal punktuell in die Studie reinschauen!
    VG
    Julia

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