Erstellt von Hans-Georg Nelles am 19. Juli 2010
… das rät die Hamburger Paartherapeutin Barbara Standke-Erdmann schwangeren Frauen:
‚Eine Schwangerschaft ist meistens Grund zur Freude. Doch nicht jeder werdende Vater bricht sofort in Jubelstürme aus, wenn er von den anderen Umständen seiner Partnerin erfährt.
‚Schwangere sollten die erste Reaktion ihres Mannes auf die große Neuigkeit nicht überbewerten’, häufig treffe die Information den Partner mehr oder weniger unvorbereitet. Von freudiger Überraschung bis hin zu Entsetzen und Schock seien in diesem Augenblick verschiedenste Gefühlsbekundungen möglich. Eine schroffe Reaktion sei oft der Ausdruck von Überforderung.
‚Davon sollte man sich nicht beunruhigen lassen’, nach etwas Bedenkzeit könne sich die Haltung des Partners zum Thema Schwangerschaft nämlich auch durchaus noch ins Gegenteil verkehren. Wer erst Zweifel hatte, freut sich dann doch noch ganz ausgelassen über das Kind – und wer im ersten Moment begeistert war, wird später vielleicht von Ängsten geplagt.
Die Paartherapeutin empfiehlt Frauen, ihrem Partner so früh wie möglich von der Schwangerschaft zu berichten. «Eine aufwendig inszenierte Überraschung ist eher ungünstig», sagt sie. Am besten sage man es gleich, wenn man eine Schwangerschaft vermute.’
Und ich war der Überzeugung, dass heute die allermeisten Kinder geplant auf die Welt kommen, Weiterlesen »
Abgelegt unter Vater werden, Väterbilder | Keine Kommentare »
Erstellt von Hans-Georg Nelles am 13. Juni 2010
Dr. Michael Abou-Dakn beschreibt in einem kurzen Viedeobeitrag, wie wichtig die Aufgaben von Vätern während der Geburt sind und wie sie sich darauf vorbereiten sollten.
Dr. med. Michael Abou-Dakn, ist Chefarzt der Klink für Gynäkologie und Geburtshilfe, St. Joseph Krankenhaus Berlin.

Quelle
Abgelegt unter Geburt, Vater werden | Keine Kommentare »
Erstellt von Hans-Georg Nelles am 5. Mai 2010
den Anspruch, gleichzeitig traditioneller Versorger und fürsorglicher Vater zu sein. Diese These stellt Clara Ott in der Zeit auf und belegt sie mit zwei aktuellen Studien.
Ein Schweizer Forscherteam am Zentrum Gender Studies der Universität Basel erforscht derzeit die Krux zwischen alten Männlichkeitsnormen und neuen Ansprüchen. Die Wissenschaftler um Andrea Maihofer haben 60 männliche Akademiker befragt: Wieso bekommen manche Männer Kinder und andere nicht?
Das Ergebnis der dreijährigen Studie: Viele Männer wissen nicht, wie sie Familie und Beruf unter einen Hut bekommen sollen. „Die Festlegung auf eine Familie ist für viele unserer Befragten ein Thema, das mit Ängsten und Ambivalenzen verbunden ist.“ Heute muss ein Mann gleichzeitig als Vater präsent und aktiv, aber auch noch Versorger und liebevoller Ehemann sein. Für diesen neuen Mann fand man in Basel eine Umschreibung: Der „emotional involvierte, präsente Ernährer-Vater“. Dieser Anspruch steht im Widerspruch mit dem freien und unabhängigen Leben, das vor der Familienplanung als Ideal galt. Weiterlesen »
Abgelegt unter aktive Vaterschaft, Rolllenbilder, Vater werden | 2 Kommentare »
Erstellt von Hans-Georg Nelles am 12. März 2010
„Mach dich unsterblich! Werde Vater!“ Mit diesem Slogan appelliert Deutschlands älteste Bürgerinitiative, die „Aktion Gemeinsinn e.V.“ an junge Männer, sich für die Gründung einer Familie zu entscheiden. Auf dem entsprechenden Kampagnenplakat sieht man eine prominente Person, z.B. Jens Lehmann, im Hintergrund – und seinen fröhlich lächelnden Vater im Vordergrund.
Mit der Bundesministerin für Familien, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, hat die Aktion Gemeinsinn nun eine Schirmherrin aus der Politik für die Kampagne gewinnen können. Sie freue sich über den „schönen Slogan“, der sehr geeignet sei, jungen Männern mehr Mut zur Vaterschaft zu geben, erklärt die Ministerin ihre Bereitschaft, das Anliegen zu unterstützen.
„Frau Schröder teilt unsere Auffassung, dass wir Väter stärker in den Mittelpunkt rücken müssen“, berichtet Dr. Cornelie Sonntag-Wolgast, Vorsitzende der in Bonn ansässigen Aktion Gemeinsinn.
„Tatsächlich können Männer oft mit weniger Rücksicht als Mütter rechnen, wenn sie sich mehr um die Belange ihrer Familie kümmern wollen und dafür flexiblere Arbeitszeiten oder andere Unterstützungen seitens des Arbeitgebers brauchen.“ Von der Schirmherrschaft der Ministerin erhofft sich die Aktion Gemeinsinn weitere Schubkraft für ihr Werben um eine familienfreundlichere Gesellschaft.
Ausführliche Informationen zur aktuellen Väterkampagne der Aktion Gemeinsinn finden Sie hier.
Quelle
Abgelegt unter Vater werden | Keine Kommentare »
Erstellt von Hans-Georg Nelles am 26. Februar 2010
Haben Sie den Geburtsvorbereitungskurs gemeinsam besucht? Wie war die Geburt für Sie, konnten Sie Ihrer Partnerin helfen? Haben Sie sich überflüssig gefühlt? Hat Sie das Geburtserlebnis einfach umgehauen? Wie haben Sie sich vom medizinischen Personal angesprochen und betreut gefühlt? Und wie war der erste Blick auf Ihr Kind?
Haben Sie Lust, anderen Vätern über das zu erzählen, was Sie bei der Geburt Ihres Kindes erlebt haben? Und natürlich auch die Zeit kurz davor und danach?
Gerade Männer, die zum ersten Mal Väter werden, wünschen sich von uns solche Berichte. Sie möchten besser wissen, worauf sie sich einstellen müssen. Helfen Sie uns mit Ihren Erfahrungen, diesen werdenden Vätern zu helfen!
Ihr Bericht wird redaktionell überarbeitet auf www.väterzeit.de veröffentlicht. Wenn es Ihnen lieber ist, können Sie auch ein kurzes Telefoninterview mit der Redaktion führen, dessen Abschrift Sie dann autorisieren. Gern können Sie auch Bilder mit schicken! Im Bericht taucht von Ihnen nur Vornamen und Bundesland auf, es sei denn, Sie möchten es anders.
Unter allen Einsendungen wird ein Babyphone, ein Kinderautositz und einen Tripp Trapp verlost.
Bitte schicken Sie Ihren Bericht per eMail an Ralf Ruhl.
Abgelegt unter aktive Vaterschaft, Geburt, Vater werden | Keine Kommentare »
Erstellt von Hans-Georg Nelles am 4. Februar 2010
In den ersten Wochen und Monaten nach der Geburt eines Kindes haben Eltern meist ganz andere Dinge im Kopf, als es sich kuschelig und romantisch im Schlafzimmer gemütlich zu machen. In vielen Partnerschaften in Deutschland wird die Unlust auf Lust allerdings zum Beziehungsproblem.
Jeder vierte Vater beschwert sich, die größten Partnerschaftsprobleme in der ersten Zeit mit Baby seien auf zu wenig Sex zurückzuführen. Bei den jungen Müttern haben deutlich weniger solche Sorgen: Von ihnen beklagt rund jede Sechste, sie und ihr Partner hätten zu wenig Sex. Dies berichtet die Apotheken Umschau in ihrer aktuellen Ausgabe.
Wertvolle Hinweise, wie diese ‚Durststrecke’ überwunden werden kann, liefern Robert Richter und Eberhard Schäfer in ihrem Papa Handbuch. Dort heißt es unter der Überschrift ‚Am Ball bleiben und im Gespräch bleiben: Was Sie tun können’ unter anderem:
‚Wenn Sie oder Ihre Partnerin sich körperlich und sexuell vernachlässigt fühlen, überlegen Sie gemeinsam, was und wie viel an Sexualität beiden gut tun würde. Dabei ist es wichtig, sich weder zu drängen noch für Wünsche zu verurteilen. Versuchen Sie beide so offen wie möglich miteinander zu sein. Stellen Sie Ihr Gespräch unter das Motto: „Alle Wünsche sind okay. Das heißt aber nicht, dass ich sie befriedigen muss!“ Schaffen Sie sich regelmäßig gemeinsamen Raum für Ihre Sexualität, und nehmen Sie sich Zeit, sich langsam und behutsam wieder aneinander heranzutasten.‘
Abgelegt unter aktive Vaterschaft, Sex, Vater werden | 3 Kommentare »
Erstellt von Hans-Georg Nelles am 3. Februar 2010
Eine Broschüre über Väter und solche, die es werden wollen, ist der Titel einer neuen Veröffentlichung der Stadt Ludwigsburg in Zusammenarbeit mit dem Kreis Ludwigsburg und der Ludwigsburger Kreiszeitung. In elf Kapiteln bildet die Broschüre Aspekte des Themas Vaterschaft und hiermit verbundene Rollenbilder und -erwartungen sowie deren Veränderungen ab.
Im Einzelnen befassen sich die Kapitel mit den Themenbereichen „Vater werden“, „Vatersein und Elternzeit“, „Vatersein in Führungsposition“, „Vatersein in Teilzeit“, „Vatersein und Arbeitslosigkeit“, „Vatersein und Ehrenamt“, „Vater mit Migrationshintergrund“, „Vater und Hausmann“, „Tagesvater“, „Vatersein nach Trennung und Scheidung“ sowie „Vatersein im historischen Wandel“.
Neben Porträts und Fotos von Vätern aus Stadt und Kreis Ludwigsburg finden sich themenbezogene Infokästen, die rechtliche Aspekte und statistische Daten sowie Hinweise auf weiterführende Literatur und Internetseiten enthalten. Ein Adressteil zu Angeboten in Stadt und Kreis Ludwigsburg vervollständigt die Broschüre.
„Heute äußern zunehmend auch Männer den Wunsch, Anforderungen in Beruf und Familie partnerschaftlich zu teilen“, so die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Ludwigsburg Susanne Brückner. „In der praktischen Umsetzung hapert es aber noch häufig. Neben familienbezogenen Leistungen, flexiblen Arbeitszeitmodellen und dem Ausbau der Kinderbetreuungsangebote bedarf es vor allem auch männlicher Rollenvorbilder, die alternative Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Hier kann die vorliegende Broschüre Denkanstöße liefern.“
Die Broschüre steht als pdf Datei zum Download bereit.
Quelle
Abgelegt unter aktive Vaterschaft, Vater werden | Keine Kommentare »
Erstellt von Hans-Georg Nelles am 16. Dezember 2009

Dr. Achim Wöckel
Ist der Vater bei der Geburt anwesend, wirkt sich das weder positiv noch negativ auf den Geburtsverlauf aus. Zu diesem Ergebnis kommt Achim Wöckel von der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) in Berlin.
Er wertete mit Kollegen alle aktuellen Studien zu dem Thema aus. Und insgesamt sei nicht nachweisbar, dass die Gegenwart des Partners positive Auswirkungen auf Geburtsdauer, Schmerzmittelverbrauch oder geburtsmedizinische Interventionsrate hat. Ebenso wenig ergab sich ein Nachweis für den Einfluss der Väterbegleitung auf die Komplikationsrate bei Geburten.
Haben die Väter im Vorfeld allerdings nicht nur den Paar-Vorbereitungskurs gemeinsam mit ihrer Partnerin besucht, sondern einen Kurs nur für Männer, könne das positive Folgen für Zufriedenheit des Paares haben, erläutert Wöckel. Dort können werdende Väter Fragen stellen, die sie bei anwesender Partnerin vielleicht nicht stellen würden.
Außerdem werde dann auch das Geburtserlebnis rückblickend positiv beurteilt. Entsprechend vorbereitete Männer sind sich ihrer Rolle bewusst: Sie wüssten, dass sie im Kreißsaal als Begleiter nichts steuern oder leisten, sondern nur anwesend sein müssen und auf die Kompetenz des medizinischen Personals vertrauen können.
Quelle
Abgelegt unter Geburt, Vater werden | 1 Kommentar »
Erstellt von Hans-Georg Nelles am 28. November 2009
Interessante Einblicke in die Denkweisen von Hebammen gegenüber werdenden Vätern gibt Edith Wolber vom Deutschen Hebammenverband in Karlsruhe dem dpa-Themendienst.
‚Wir lassen die Männer außen vor und machen es ihnen irgendwann zum Vorwurf’, sagte sie. Wer das ändern möchte, der nimmt den Partner besser mit in den Geburtsvorbereitungskurs. ‚Der setzt einen Denkprozess bei Frauen und Männern in Gang.’
Denn in den Kursen geht es längst nicht nur ums ‚richtige Hecheln’, erklärte Wolber. Sexualität, Partnerschaft und das Elternwerden seien genauso wichtige Themen.
‚Heute sind rund 70 bis 80 % aller Männer bei der Geburt im Kreißsaal dabei.’ Trotzdem hätten viele das Gefühl, bei der Geburt außen vor gelassen zu werden. Und oft sei unklar, welche Rolle sie dabei einnehmen sollen.
Das führe dazu, dass Männer sehr umtriebig werden – insbesondere, wenn sich das Kind Zeit lässt, erklärt Wolber. Ein typischer männlicher Gedanke sehe dann etwa so aus: ‚Macht, macht, macht – holt das Kind per Kaiserschnitt oder Saugglocke’.
Denn Männer seien traditionell Macher. Im Kreißsaal seien sie aber dazu ‚verdammt’, dabeizusitzen und geschehen zu lassen. Wissen die werdenden Väter aber, was bei der Geburt genau passiert und dass sie Zeit und exakte Beobachtung braucht, sei es für sie einfacher, damit umzugehen.
Wolber glaubt, dass die gemeinsame Vorbereitung aber auch den Frauen hilft. ‚Die bekommen eine andere Denkhaltung.’ Und dadurch falle es ihnen auch leichter, das Kind mal an den Vater abzugeben.
Ich denke Männer sollten ihre Vorbereitung auf die Geburt selber in die Hand nehmen und neben dem gemeinsamen Kursbesuch ihre speziellen Fragen und Anliegen und ihre Rolle als Vater klären. Dann können sie nach der Geburt, bei der sie in der Tat nicht die Hauptrolle spielen, sich mit ihrer Partnerin auf Augenhöhe die Aufgaben rund ums Kind teilen.
Quelle
Abgelegt unter Geburt, Vater werden | Keine Kommentare »
Erstellt von Hans-Georg Nelles am 10. November 2009
Im Rahmen der diesjährigen Gender – Veranstaltungsreihe „Heute schon an Morgen denken – Karriere mit Familie“ laden die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und die Gleichstellungsbeauftragte des Rhein-Sieg-Kreises mit ihren Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner aus der Region zu einem interaktiven Impulsvortrag ‚VäterKarriere’ ein. Seit der Einführung des Elterngeldes 2007 sind Väter „in Aufbruchstimmung“. Tatsächlich gehen Väter häufiger in Elternzeit und definieren die Bedeutung von Familie und Partnerschaft für sich zunehmend neu.
Was jedoch führt zu einer echten und zufrieden stellenden Vereinbarkeit von Beruf und Familie speziell für Väter? Welche Bedürfnisse haben sie und wie unterscheiden diese sich von denen der Frauen?
Die Zuhörerinnen und Zuhörer der Veranstaltung erhalten nicht nur ein Bild der sich abzeichnenden Trends. Sie bekommen auch eine Vorstellung, wie Männer mit Familienpflichten – dazu gehört auch die Pflege – die Balance von Beruf und Privatleben finden können.
Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 19. November 2009, von 17.00 bis 19.00 Uhr in der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Campus Sankt Augustin, statt. Referent der Veranstaltung ist Patrick Frede. Die Veranstaltung ist kostenfrei; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Quelle
Abgelegt unter Vater werden, Work - Life - Navigation | Keine Kommentare »