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Archiv für die 'Vater werden' Kategorie

Wer Vater wird, muss deshalb noch lange nicht heiraten

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 1. Januar 2012

In Europa werden so viele uneheliche Kinder geboren wie nie zuvor. Der Anteil an unehelichen Geburten hat in den 27 EU-Staaten inzwischen den Rekordwert von 37,4 % erreicht – das ist mehr als doppelt so viel wie vor zwanzig Jahren. Das geht aus dem neuen Jahrbuch der europäischen Statistikbehörde Eurostat hervor. 1990 erblickten nur 17,4 % der Neugeborenen außerhalb einer Ehe das Licht der Welt.

In Deutschland wurde 2009 fast jedes dritte Baby außerhalb einer Ehe geboren (32,7 %). EU-weit ist der Anteil in Estland am höchsten (59,2 %), am niedrigsten in Griechenland (6,6 %). Die Erklärung aus Europa für diese Entwicklung:

‘Family is a shifting concept: what it means to be a member of a family and the expectations people have of family relationships vary with time and space, making it difficult to find a universally agreed and applied definition. Legal alternatives to marriage, like registred partnership, have become more widespread and national legislation has evolved to confer more rights to unmarried couples.’

Das stimmt grundsätzlich, aber nicht verheiratete Väter in Deutschland warten nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) jetzt schon 25 Monate vergeblich auf eine gesetzliche Regelung ihrer Rechte.

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… jeder dieser Väter hat seine Arbeitszeit reduziert

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 25. November 2011

Gene, Namenswahl, Stillen, Kita, TV-Konsum: Es gilt viel zu beachten, will man sein Kind auf den richtigen Weg bringen. Ob Eltern tatsächlich so viel falsch machen können, wie ihnen häufig suggeriert wird, analysiert Inka Schmeling in ihrem Buch „Erziehungsquatsch. Worauf Eltern Einfluss haben – und worauf nicht„. Im Gespräch mit der Berliner Morgenpost erklärt sie, warum sie dieses Buch geschrieben hat.

‚Berliner Morgenpost: Bücher über Kindererziehung gibt es viele. Was war der Anlass für Sie, sich dem Thema zu widmen?

Inka Schmeling: Ich schlug morgens die Zeitung auf und sah einen Artikel, in dem es darum ging, was man in der Schwangerschaft darf und was nicht. Wahrscheinlich wieder irgendetwas mit Rohmilchkäse. Auch ich habe mich in meiner ersten Schwangerschaft davon verunsichern lassen. Das hat mich später geärgert. Bei der Recherche für mein Buch habe ich die Arbeiten vieler Experten gelesen, die oft sehr gegensätzlicher Meinung sind. Herausgekommen ist die Zusammenfassung ihrer Streitpunkte, quasi die Essenz. Das erspart Müttern eine Menge Arbeit. …

Berliner Morgenpost: Wie sehen Sie die Rolle der Väter? Nehmen sie heutzutage mehr Einfluss auf das Leben ihrer Kinder?

Inka Schmeling: Wenn ich mein Umfeld betrachte, ist es definitiv so. In unserer Krippengruppe gab es kein einziges Kind, das nicht regelmäßig auch vom Vater abgeholt wurde. Das heißt, dass jeder dieser Väter seine Arbeitszeit reduziert hat. Und diese Väter haben auch kein Problem damit, einmal ein Wochenende aufzupassen, wenn die Mutter etwas unternehmen möchte. …

Berliner Morgenpost: Wie stark müssen Eltern für das Wohl Ihrer Kinder zurückstecken? Nehmen wir die Wahl des Wohnortes.

Inka Schmeling: Anders als andere Eltern wollen mein Mann und ich auch mit Kindern in der Stadt wohnen bleiben. Wenn wir in der Vorstadt wohnen würden, dann wären wir nicht glücklich. Für unseren Sohn macht das einen geringeren Unterschied als für uns. Wer will, kann auch in der Stadt dörfliche Strukturen finden. Wir haben jetzt zum Beispiel auch einen Schrebergarten. Natürlich verändern wir unser Leben für unsere Kinder, um sie so viel wie möglich einzubeziehen. Aber Kinder haben absolut nichts von Märtyrereltern. Und wie sagt der dänische Familientherapeut Jesper Juul so schön: Der Kinderstuhl ist nicht der Thron.

Berliner Morgenpost: Was ist also der ideale Weg?

Inka Schmeling: Manchmal muss man sich auch als Mutter und Vater etwas rausnehmen. Zum Beispiel einen Babysitter bestellen, um ins Kino zu gehen, wenn einem danach ist. Man soll doch die Freude behalten und nicht ständig überlegen, was man aufgeben musste. Wir tun ohnehin wahnsinnig viel für unsere Kinder. Deswegen empfinde ich auch die Experten als angenehm, denen es wichtig ist, dass beide Seiten glücklich sind: Kinder und Eltern.’

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Die gemeinsame elterliche Sorge wird in der Schweiz zur Regel

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 17. November 2011

Die gemeinsame elterliche Sorge wird unabhängig vom Zivilstand der Eltern in Zukunft zur Regel. Im Zentrum dieser neuen Regelung steht das Kindswohl. Einzig wenn die Interessen des Kindes geschützt werden müssen, kann die elterliche Sorge einem Elternteil vorenthalten werden. Der Bundesrat hat am Mittwoch die Botschaft zur entsprechenden Revision des Zivilgesetzbuches (ZGB) verabschiedet. In einem zweiten Schritt wird der Bundesrat das Unterhaltsrecht unverheirateter und geschiedener Eltern neu regeln.

Bei einer Scheidung wird die elterliche Sorge heute in der Regel einem Elternteil allein zugewiesen. Sind die Mutter und der Vater nicht miteinander verheiratet, steht gemäß geltendem Recht die elterliche Sorge allein der Mutter zu. Eine gemeinsame elterliche Sorge ist heute nur möglich, wenn die nicht miteinander verheirateten oder die geschiedenen Eltern einen gemeinsamen Antrag stellen und sich betreffend Unterhalt und Betreuung des Kindes einigen können. Das geltende Recht missachtet damit die Gleichstellung von Mann und Frau.

Künftig erhalten nach einer Scheidung beide Elternteile die elterliche Sorge. Das Gericht muss sich bei einer Scheidung aber vergewissern, dass die Voraussetzungen für die gemeinsame elterliche Sorge gegeben sind. Ob die elterliche Sorge zum Wohl des Kindes einem Elternteil allein zugeteilt werden soll, entscheidet bei einer Scheidung das Gericht und bei einem ausserehelich geborenen Kind die Kindesschutzbehörde. Mögliche Gründe für den Entzug der elterlichen Sorge sind Unerfahrenheit, Krankheit, Gebrechen, Gewalttätigkeit oder Ortsabwesenheit.

Die Einführung der gemeinsamen elterlichen Sorge als Regel stellt für nicht miteinander verheiratete Eltern eine wesentliche Änderung dar. Wenn sich die Eltern nicht verständigen können, wird es auch in Zukunft nicht „automatisch“ zur gemeinsamen elterlichen Sorge kommen. In diesen Fällen kann sich ein Elternteil an die Kinderschutzbehörde wenden. Diese wird die gemeinsame elterliche Sorge verfügen, außer wenn dies nicht den Interessen des Kindes entspricht.

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Babys machen harte Kerle weich

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 8. November 2011

Wenn Männer zum ersten Mal Vater werden, legen Sie offenbar schlechte Angewohnheiten ab. Kriminalität, Tabak- und Alkoholkonsum würden nach dem neuen Vaterglück deutlich sinken, wie eine 19-jährige Studie der Oregon State Universität in Corvallis erklärt.

Forscher beobachteten, wie sich das Verhalten bei 200 Jungen und Männern zwischen 12 und 31 Jahren über die Zeit veränderte. Es war bereits bekannt gewesen, dass eine Ehe positive Auswirkungen auf das „schlechte Benehmen“ der Männer habe. Wie die Studie zeigt, löst eine Vaterschaft womöglich deutliche Veränderungen beim männlichen Geschlecht aus. Die frisch gebackenen Väter rauchten weniger, schränkten den Alkohol- und Drogenkonsum ein, waren seltener kriminell.

Unterschiede gab es allerdings hinsichtlich des Alters, in dem die Männer Väter wurden: Wer als Jugendlicher bis Anfang 20 zum ersten Mal Vater wurde, verzeichnete eine nicht ganz so große Besserung, wie diejenigen, die mit Ende 20 oder Anfang 30 mit Kinderglück gesegnet wurden. Offensichtlich waren die reiferen Männer emotional besser auf das Vaterwerden eingestellt und konnten noch besser mit der neuen Verantwortung umgehen.

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… der erste Schritt

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 5. Oktober 2011

… ein starker Auftritt!

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Männer können sich auf ihre Rolle als Väter vorbereiten

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 28. September 2011

Werdende Mütter haben einen vollen Terminkalender zur Geburtsvorbereitung und angehende Väter? Fühlen sich nicht gleichwertig eingebunden in alle Fragen rund um das Baby, sagt Dirk Steufmehl, Leiter eines Vaterkurses der Charité in Berlin:

„Die meisten, die bisher hier waren, fühlen sich nicht überfordert, sondern übergangen“, sagt er im Apothekenmagazin „BABY und Familie„. Väterkurse gibt es mittlerweile zahlreich. Mit Wickeln für Anfänger oder Fläschchenmachen für Fortgeschrittene haben sie aber wenig zu tun, auch wenn Männer oft in der Tat zuerst an den richtigen Kindersitz im Auto denken, statt sich mit ihrer neuen Rolle, dem möglichen Platz in der zweiten Reihe, auseinanderzusetzen.

Viele empfinden es so, dass sich die werdende Mutter vom ersten Tag der Schwangerschaft an „an der Pole-Position“ befinde, wie Steufmehl es formuliert. Darauf will er die Männer vorbereiten: „Väter müssen klar artikulieren, was sie wollen, sonst sitzen sie schnell auf den Zuschauerplätzen.“ Aber noch fällt es vielen schwer, über Befindlichkeiten und Gefühle zu sprechen.

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Zwei Drittel der Väter sind nach Geburt glücklicher

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 17. August 2011

Zwei Drittel der Väter finden, ihr Leben sei durch die Geburt ihres Kindes „glücklicher und erfüllter“ geworden. Dies zeigen die Ergebnisse der repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag von „Eltern„. Von den jungen Vätern zwischen 20 und 35 Jahren sagen das sogar 70 %.

Noch größer ist das Gefühl nur bei Vätern, die Elternzeit nehmen oder genommen haben. Etwa 90 % der befragten Männer sind Vollzeit beschäftigt. 58 % der angestellt beschäftigten Väter geben dies als ihre Wunschlösung an. 40 % würden lieber in Teilzeit arbeiten, davon allerdings nur ein Drittel weniger als 30 Wochenstunden. Von den 20- bis 35-jährigen Vätern geben 19 % an, Elternzeit genommen zu haben. Doch schrecken vier von fünf Männern davor zurück, bei ihrem Chef Elternzeit einzureichen. 45 % aller Väter schätzen die Konsequenzen für die Karriere „sehr oder eher negativ“ ein.

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Väter mit gemeinsamem Sorgerecht von Anfang an in die Pflicht nehmen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 30. Juli 2011

Vor gut einem Jahr, am 21. Juli 2010, hat das Bundesverfassungsgerichts den Gesetzgeber aufgefordert, das Sorgerecht für nicht verheiratete Paare neu zu regeln, und selber eine Übergangsregelung getroffen, nach der ein Familiengericht beiden Eltern das Sorgerecht übertragen kann, auch wenn dies nur ein Elternteil beantragt.

Die Umsetzung dieses Auftrags lässt auf sich warten. Zwar hat die zuständige Bundesjustizministerin im Februar einen Gesetzentwurf vorgelegt, nach Auskunft des Parlamentarischen Staatssekretärs im BMJ vom Mai, kann sich die Koalition bislang aber nicht auf ein neues Regelungsmodell einigen. Derzeit versucht die SPD Fraktion mit einer Kleinen Anfrage wieder Bewegung in das Thema zu bringen.

In Österreich wird zurzeit darüber diskutiert, die Väter durch einen verbindlichen ‚Papa-Monat’ in die Pflicht zu nehmen. Ich bin der Überzeugung, dass dies durch eine klare gesetzliche Regelung zu einem gemeinsamen Sorgerecht, unabhängig davon, ob eine Partnerschaft den Segen der Ehe hat oder nicht, wesentlich besser gelingen kann. Eine derartige Bestimmung wäre ein klares Signal, das Väter in einer verantwortungsvollen Rolle in der Familie mit Fürsorgeaufgaben erwünscht sind und nicht nur auf die Aufgabe des Ernährers verwiesen werden.

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Elternsein heute – Ein Mutmachbuch für eine abenteuerliche Lebensform

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 27. Juli 2011

Es macht Spaß, das neue Buch Melitta Walter, ‚Elternsein heute – Ein Mutmachbuch für eine abenteuerliche Lebensform’ zu lesen, gerade wenn man schon viele Abenteuer erlebt hat. Die Autorin hält nicht nur ein, was der Titel verspricht sondern teilt die Fülle ihrer Erfahrungen mit den Lesern und Leserinnen.

Dieser Schatz kommt aber an keiner Stelle mit einem erhobenen Zeigefinger daher. Angehende Eltern, die vor der Entscheidung stehen, diese lebenslange Abenteuerreise zu buchen oder von der Natur geschenkt bekommen, werden von der ersten Seite mit ins Boot geholt und in die Lage versetzt, sich ihre Insel einmal mit ein paar Metern Abstand zu betrachten.

Apropos angehende Eltern, oft wird von Eltern geschrieben, Väter sind im besten Falle aber nur mitgedacht. Melitta Wagner bezieht die männliche, die Sichtweise des (angehenden) Vaters von Anfang an mit ein. Erklärt die unterschiedlichen Betroffenheiten im Moment der ersten Information über die Schwangerschaft, die Position des Vaters bei einem möglichen Schwangerschaftskonfliktberatungsgespräch oder im Kreißsaal und allen weiteren schönen und weniger schönen Lebenssituationen.

Dies gelingt ihr sehr einfühlsam, vor allem, weil sie die Ressourcen der Väter in den Vordergrund stellt und nicht die vielleicht vorhandene Differenz zwischen dem Wollen und dem tatsächlichen Handeln. Die Autorin setzt sich auch kritisch mit den neuen Väterbildern auseinander. Zu Beginn des Kapitels, ‚Wie soll er denn sein – der Super–Papa?’ stellt sie die Erkenntnis, das jede Generation neue Väter hervorbringt, die sich an den jeweiligen gesellschaftlichen Erwartungen abarbeiten, genau wie sich die Söhne an und mit ihren Vätern reiben. Weiterlesen »

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Was Väter im Kreißsaal befürchten

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 20. Juli 2011

Als werdender Vater der Geburt beizuwohnen, ist heute die Regel. Nicht selten schlägt ihnen Unverständnis entgegen, wenn sie bei der Geburt nicht dabei sein möchten. Wie die Männer das intensive Erlebnis verkraften, wird allerdings nur selten gefragt. Kai Bühling hat dies nun in einer Studie nachgeholt und stellte die Ergebnisse der Befragung von 86 Vätern deren Partnerinnen in der Berliner Charité entbunden haben, jetzt in einem Beitrag in der Fachzeitschrift „Geburtshilfe und Frauenheilkunde“ vor.

Seit dem die ersten Väter im Kreißsaal ihre Partnerinnen begleiten, hält sich das Gerücht, dass der Anblick der Geburt das Sexualleben nachhaltig stören kann. Doch die Berliner Studie konnte keine entsprechende Bestätigung dafür finden. „Die meisten Väter berichten über positive Erlebnisse während der Geburt und erwarten keine negativen Auswirkungen auf ihre Sexualität“, sagt Bühling. Allerdings, so merkt der Wissenschaftler selbst an, sind nur die Erwartungen der Väter kurz nach der Geburt abgefragt worden. Eine erneute Befragung in einigen Monaten wäre für eine fundierte Aussage ebenso erforderlich, wie die Sichtweise der Frauen einzuholen.

Trotz der überwiegend positiven Eindrücke der befragten Männer zum Geburtserlebnis, waren dennoch 80 % der Männer in der Lage, einen ‚schlimmsten Moment’ anzugeben. Dazu gehört unter anderem, wenn ihre Frau zu schreien oder zu weinen angefangen hatte, oder als Komplikationen aufgetreten waren. Zudem haben 29 % der Befragten im Vorfeld Versagensängste angegeben. 10 % hatten Angst davor, in Ohnmacht zu fallen und 15 % befürchteten sogar zu stören. Tatsächlich bestätigten sich jedoch nur die wenigsten Befürchtungen.

Als schönsten Moment haben die Väter dagegen meist den Augenblick empfunden, nach dem ihr Kind geboren worden war beziehungsweise als es zu schreien begonnen hatte. Außerdem hatten 94 % der Väter nach der Geburt das Gefühl, bei der Entbindung hilfreich gewesen zu sein. Weiterlesen »

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