der VÄTER Blog

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Väter-Netzwerk-Summit in Frankfurt

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 4. Dezember 2018

Vaeter-summit

Wie wollen Väter in Zukunft leben und arbeiten und welche Beiträge können die Digitalisierung bzw. digitale Unterstützungssysteme dazu beisteuern. Um diese und andere Fragen ging es beim 1. Väter-Summit der Väter-gGmbH in Frankfurt.

Die hessenschau hat darüber kurz berichtet.

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2 Wochen und 4 Monate für Väter – Petition zur Vereinbarkeitsrichtlinie

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 3. Dezember 2018

An Bundeskanzlerin Angela Merkel, Familienministerin Franziska Giffey und die Regierungschefs und verantwortlichen Minister/innen von Italien, Frankreich, Polen, Österreich, Niederlande und Ungarn

Appell

Wir fordern Sie auf, das Gesetz zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu unterstützen. Die Abgeordneten des Europa-Parlaments und die Europäische Kommission stimmen bereits zu. Das Gesetz schlägt EU-weite Mindeststandards vor, die Eltern und Pflegenden mehr Rechte einräumen würden: Urlaub, Zulagen, flexible Arbeitszeitgestaltung und 10 Tage bezahlte Väterzeit sowie vier Monate nicht übertragbare Elternzeit für Väter und Mütter. Das Gesetz würde Väter mehr in die Kindererziehung einbinden. Es würde das Leben von Millionen junger Eltern und Pflegender in ganz Europa verbessern, Frauen auf dem Arbeitsmarkt unterstützen und die Geschlechtergerechtigkeit vergrößern.

Warum das wichtig ist

Zeit, die Väter mit ihren Kindern verbringen, ist wichtig für die kindliche Entwicklung. Doch bisher gibt es keinen von der EU geregelten Anspruch auf bezahlten Vaterschaftsurlaub. Jetzt wird ein Gesetz diskutiert, nach dem Vätern vier Monate und 10 Tage Vaterschaftsurlaubzustehen würden. [1] Das Gesetz könnte noch dieses Jahr verabschiedet werden. Leider blockiert auch die deutsche Familienministerin Franziska Giffey den Vorschlag! Wir wollen Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dazu gehört fair bezahlte Elternzeit für alle.

Die Verhandlungen des Ministerrats werden dieses Jahr enden und dann wird das Gesetz zur Freigabe dem Parlament und der Kommission vorgelegt. Wir müssen also in den nächsten Monaten schaffen, dass die Politiker/innen dem Gesetzentwurf zustimmen.

Es ist eine Erfahrung aus ganz Europa. Noch immer verbringen Väter zu wenig Zeit mit ihren Kindern. Verantwortlich für die Kinderbetreuung bleiben vor allem die Frauen. [1] Obwohl viele Väter mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen wollen, orientieren sie sich an den gesetzlichen Vorgaben. Die variieren in Europa sehr stark und Väterzeit ist kurz und oft unbezahlt [2]. So ist es für Familien oft ökonomisch vorteilhafter, wenn nur die Mütter Elternzeit nehmen. Männer verlieren so wertvolle Zeit mit ihren Kindern und Frauen haben schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Das neue EU-Gesetz würde immerhin vier Monate bezahlte und nicht übertragbare Elternzeit für beide Elternteile und 10 Tage bezahlten Vaterschaftsurlaub garantieren. Väter wären in der prägenden frühkindlichen Phase präsent. Müttern würde der Weg zurück in den Job einfacher gemacht. Damit würde sich auch die immer noch ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen europaweit angleichen.

Die EU kümmert sich viel um die europäische Wirtschaft, aber ignoriert das alltägliche Leben europäischer Familien. Das könnte sich nun ändern! Dank des neuen Gesetzes könnten Millionen junger Eltern und Pflegender in ganz Europa wichtige Zeit mit ihren Kindern verbringen. Wir alle brauchen eine europäische Wirtschaft, welche der Gesellschaft dient!

Das Gesetz zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie wäre ein Gesetz mit weitreichenden Folgen. [3] Es würde Eltern und Pflegenden wichtige Rechte einräumen. Dazu gehören neue Arten von Erziehungsurlaub, Mindestzuschläge und flexible Arbeitszeiten. Am wichtigsten ist aber, dass beide Elternteile das Recht auf mindestens 4 Monate bezahlte Elternzeit haben, die sie nicht untereinander übertragen können. Dazu soll es 10 Tage bezahlte Väterzeit für die Tage nach der Geburt geben.

Diese Richtlinie würde das Leben von Millionen von Eltern in ganz Europa verbessern. Es würde Männern helfen, sich in ihrer Vaterschaft von Anfang an zu engagieren. Es würde Frauen vor Diskriminierung durch ihre Arbeitgeber/innen schützen.

Nach dem vorgeschlagenen Gesetz würde die zehntägige Väterzeit für heterosexuelle und für gleichgeschlechtliche Paare gleichermaßen gelten. Das Gesetz wäre ein großer Schritt zu einem fairen und wahrhaft progressiven System, auf das wir alle stolz sein könnten.

Hier können Sie die Petition unterschreiben.

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Es braucht eine aktive Männer- und Väterpolitik

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Samstag 1. Dezember 2018

Erich Lehner, Obmann des Dachverbands der Männerarbeit Österreichs (DMÖ), beschreibt in einem Kommentar in ‚Der Standard‘ die Vorteile aktiver Vaterschaft: „Über die Bedeutung des Vaters lässt sich trefflich streiten. Beklagt wird seine Abwesenheit und im Zusammenhang damit der „Vaterhunger”, der als schwerwiegendes Defizit in der Entwicklungsgeschichte Heranwachsender wahrgenommen wird. Seine Wichtigkeit wie sein Mangel werden oft stark an der Bedeutung seiner Männlichkeit festgemacht.

So betonte schon Sigmund Freud die Bedeutung des Vaters ab der ödipalen Phase, wenn das Kind den Geschlechterunterschied zwischen Mutter und Vater erkennen kann. Bis dahin hält er die Beziehung zur Mutter für bedeutsamer. Hinter dieser Sichtweise steckt die Struktur der bürgerlichen Kleinfamilie, die dem Vater die Versorgung der Familie durch außerhäusliche Erwerbstätigkeit und der Mutter die Ernährung, die emotionale Versorgung und den Schutz des Kindes zuschreibt. Auch heute noch ist diese traditionelle Ansicht präsent, wenn es etwa heißt, dass für ein Kind unter drei Jahren die Mutter am wichtigsten ist.

Dagegen sieht die moderne Entwicklungspsychologie das „primäre Dreieck” als basale Beziehungsstruktur an, in der beide Elternteile und das Kind vom Anfang an miteinander verbunden sind. Damit ist einerseits gesagt, dass ein Neugeborenes von Anfang an nicht nur zur leiblichen Mutter, sondern zu mehreren Personen Beziehung aufnehmen kann. Andererseits hat in diesem Beziehungsdreieck auch jede Teilbeziehung – also Mutter/Kind, Vater/Kind, Mutter/Vater – ihre eigenständige Bedeutung und wirkt sich auf die Entwicklung des Kindes aus. Ein Vater ist wichtig von der Empfängnis an und seine Präsenz hat positive Auswirkung auf die Entwicklung von Kindern. „Umfassendes väterliches Engagement,” so formuliert der Vaterforscher Wassilios Fthenakis, „wirkt sich insbesondere auf die Entwicklung kindlicher Eigenschaften wie Empathie, soziale Kompetenz, schulische Leistungsfähigkeit und Problembewältigungsfertigkeiten aus”.

Worin besteht nun seine Wirkmächtigkeit? Die von Fthenakis angesprochenen positiven Auswirkungen wurden bei Kindern festgestellt, deren Väter 40 Prozent und mehr der alltäglichen Versorgungsarbeit übernommen haben. Die Bindungsqualität zwischen Vätern und Kinder ist ab einem gewissen qualitativen Niveau durch vermehrte Anwesenheit nicht mehr zu steigern. Was jedoch zur Vertiefung der Beziehung beitragen kann, ist die Involvierung in reproduktive und pflegende Tätigkeiten. Je mehr sich also Väter zu Hause engagieren, desto unterstützender werden sie von ihren Kindern wahrgenommen. …”

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‚Echte Väter‘ aus Herne regen zum Nachmachen an

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 30. November 2018

Am 8. Oktober 2018 veranstalteten Väter in Köln e.V. und die Fachstelle Väterarbeit NRW in Kooperation mit dem Interkulturellen Dienst des Bezirksjugendamtes Ehrenfeld eine Fachtagung zum Thema „Arbeit mit Vätern“. Vorgestellt wurde unter anderem das Projekt „Echte Väter“ aus Herne, welches das Fachpublikum mit seiner Erfolgsgeschichte begeisterte.

© Jürgen Kura

© Jürgen Kura

Praxisnah voneinander lernen und im Austausch miteinander Anregungen für die eigene Arbeit vor Ort finden – unter diesem Gedanken trafen sich Fachkräfte, Interessierte sowie Multiplikatoren und Multiplikatorinnen zum Thema „Interkulturellen Väterarbeit“ im Bürgerzentrum Ehrenfeld in Köln. Das erfolgreiche Praxisbeispiel „Echte Väter“, das Initiator Gürkan Uçan persönlich vorstellte, bot Einblicke in gelingende Väterarbeit und diente als Ausgangspunkt für die anschließende Diskussion. Den thematischen Rahmen setzte in seiner Einführung Dr. Michael Tunç, Experte für emanzipative, rassismuskritische Männer- bzw. Väterarbeit und -politik.

Das Bild von der Rolle des Vaters in der Familie hat sich in der deutschen Gesellschaft stark gewandelt – doch nicht nur dort. Auch immer mehr Männer mit Migrationshintergrund überdenken die traditionellen Einstellungen aus ihren Herkunftsländern. Gürkan Uçan, Mitarbeiter des Kommunalen Integrationszentrums (KI) der Stadt Herne, erkannte die Herausforderungen, die dadurch für Väter entstehen können, und gründete 2007 das Projekt „Echte Väter“. Ziel des Projektes ist, die Männer auf der Suche nach einem neuen Selbstverständnis zu unterstützen, denn „Echte Väter“ möchten Vorurteile abbauen, Väter aktivieren, sich gegenseitig entlasten und ihre Potenziale in der Väterarbeit nutzen.

Das Projekt „Echte Väter“ wurde im Jahr 2007 konzipiert und mit der Zeit immer weiter ausgebaut. Gürkan Uçan bewies dabei einen langen Atem. Nachdem zum ersten Treffen nur drei Männer erschienen waren, lud er zum nächsten Termin nicht mehr per Flugblatt ein, sondern sprach die Väter direkt an. Die Idee ging auf und schon bald versammelten sich 20 interessierte Männer, um sich in die Väterbildungsgruppe einzubringen. Mittlerweile ist das Projekt so erfolgreich, dass es in Herne derzeit zehn parallel laufende Vätergruppen gibt, die überwiegend in Herner Grundschulen stattfinden. …

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Christian Meyn-Schwarze für herausragendes individuelles Engagement in der Leseförderung ausgezeichnet

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 28. November 2018

In Berlin wurde Christian Meyn-Schwarze, begeisterter Papabüchersammler und -vorleser, mit dem 1. Platz des Deutschen Lesepreis 2018 in der Kategorie „herausragendes individuelles Engagement in der Leseförderung“ ausgezeichnet.

Die ‚Stiftung Lesen‘ und die Commerzbank-Stiftung haben den Deutschen Lesepreis am 21. November im Berliner Humboldt Carré an 16 Personen und Einrichtungen verliehen, die sich nachhaltig für die Leseförderung einsetzen. Die Auszeichnung, die unter der Schirmherrschaft von Prof. Monika Grütters (Staatsministerin für Kultur und Medien) steht und mit 25.000 Euro dotiert ist, wird in sechs Kategorien vergeben, u.a. für »Herausragendes individuelles Engagement«. Und hier hat der Hildener ‚Erfinder der literarischen Papa-Zeit‘ und Leiter eines mobilen Mitmachzirkus Christian Meyn-Schwarze den 1. Preis entgegennehmen dürfen. Herzlichen Glückwunsch, Christian!

Die aktuelle Papa-Lese-Liste gibt es hier.

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Jetzt auch in Augsburg – Papa-Laden

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 26. November 2018

Für Mütter gibt es viele Möglichkeiten sich auszutauschen, Angebote für Väter sind da eher rar. Der Verein „Papagen” in Augsburg bietet seit vier Jahren eine solche Anlaufstelle für Erziehungsfragen, rechtliche Probleme und gemeinsame Aktivitäten.

Krabbelkurse, Mama-Fit-Kurse oder Babyschwimmen – für Mütter gibt es viele Möglichkeiten, sich zu treffen und auszutauschen. Aber was ist mit den Vätern? Die sind zwar seit der Einführung der Elternzeit auch immer mehr gefragt, aber für sie gibt es viel weniger Angebote.

papagen

Austausch und Beratung

Das Modell „Papa” hat in den letzten Jahren weitreichende Veränderungsprozesse durchlaufen: Väter gehen in Elternzeit, unterstützen ihre berufstätige Frau oder kommen auch vermehrt als alleinerziehender Papa klar. Das alles ist nicht immer einfach zu stemmen, sagt Helga Holland. Sie ist Gründungsmitglied des Vereins „Papagen” und war früher in der Beratungsarbeit tätig. Dort hat sie festgestellt, dass es nur wenig spezielle Beratungs- oder Hilfsangebote für Männer gibt.

Mit und ohne Kinder

Seit fast fünf Jahren bietet der Verein Aktivitäten, Austausch und Unterstützung für Väter in und um Augsburg. „Papagen” will ein Angebot machen für Väter, die am Wochenende Spielgefährten für die Kinder suchen, die neu in der Stadt sind oder deren Bekannte keinen Nachwuchs haben. Neben Radltouren, Kanufahrten oder gemeinsamem Kochen gibt es für die Väter aber auch einen monatlichen Stammtisch.

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Daddy Blues – Depressionen vor und nach einer Geburt angehen

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Samstag 24. November 2018

Perinatale Positivity nutzt Stimmen und Erfahrungen von Frauen und Männern, die in der Zeit der Schwangerschaft, der Geburt und darüber hinaus psychische Probleme hatten. Der Videoclip soll Väter und Mütter dabei unterstützen, sich emotional auf die Geburt vorzubereiten und bei Bedarf Hilfe zu finden.

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Das Recht des Kindes auf Familie nach Trennung der Eltern gewährleisten

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 23. November 2018

Geteilte Elternschaft im Wechselmodell nach einer Trennung oder Scheidung, Kinderrechte und die Aufgabe der Staaten bei der Sicherstellung des Kindeswohls sind die zentralen Themen der 4. Internationalen Konferenz über geteilte Kinderbetreuung, die am 22. und 23. November 2018 unter der Schirmherrschaft des Generalsekretärs des Europarates stattfindet.

Aufgrund der historisch niedrigen Heiratsraten, der verhältnismäßig hohen Zahl gescheiterter Ehen und Beziehungen sowie des Wandels des Wesens und der Definition der Familie ist die Debatte über geteilte Elternschaft besonders aktuell.

Die Konferenz wird hauptsächlich vom „Internationalen Rat für die Paritätische Doppelresidenz“ (ICSP) organisiert. Dem ICSP zufolge sind allein in Frankreich rund 200 000 Kinder pro Jahr von der Scheidung ihrer Eltern betroffen, und 73 % der Kinder leben nach der Scheidung bei der Mutter und besuchen den Vater jedes zweite Wochenende. Gleichzeitig zeigen aktuelle Studien, dass bei Kindern, die nach einer Trennung abwechselnd und zu annähernd gleichen Zeitanteilen bei beiden Elternteilen leben, ein besseres Wohlbefinden und eine bessere psychische Gesundheit zu beobachten sind als bei Kindern, welche die meiste Zeit oder ausschließlich bei einem Elternteil leben.

Die Stellvertretende Generalsekretärin des Europarates, Gabriella Battani-Dragoni, erklärte in ihrer Eröffnungsrede: „Es herrscht eine offenkundige und zunehmende Übereinstimmung darüber, dass im Rahmen der Trennungs- und Scheidungsvereinbarungen die geteilte Elternschaft nach dem Wechselmodell möglichst gefördert werden sollte.“

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New Dads für das Beste im Mann – Väter in der Werbung

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Donnerstag 22. November 2018

Haushalt und Kindererziehung sind längst auch Männersache, das beweisen nicht nur die „New Dads on the Blog”.

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Väter in Schweden

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Mittwoch 21. November 2018

Die Geschichte, wie der Fotograf Johan Bävman beschloss, schwedische Väter in Elternzeit zu Vorbildern für Väter auf der ganzen Welt zu machen.

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