der VÄTER Blog

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Archiv für die 'Migration' Kategorie

MÄNNER/ رجال / HOMMES/ MEN/ Άτομα/ Люди/ ERKEK SIND …

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 12. September 2012

Männerarbeit in der interkulturellen Gesellschaft – „Weltcafé“ mit Referent Kazim Erdogan.

Kazim Erdogan, ein türkischer Psychologe und Soziologe, war der erste Hochschulabsolvent seines Heimatdorfes. Er arbeitete als Hauptschullehrer und als Psychologe in Berlin Schöneberg und leitet neben seiner jetzigen Tätigkeit beim Jugendamt viele ehrenamtliche Projekte und Initiativen. Z.B. ist er Vorstandsvorsitzender des Vereins Aufbruch Neukölln e.V. und gründete 2007 die erste türkische Männergruppe, durch die er deutschlandweit eine außerordentliche Medienpräsenz erfuhr.

Kazim Erdogan wird von seinen Erfahrungen berichten und für Rückfragen und Gespräche zur Verfügung stehen. Anschließend besteht die Möglichkeit, sich unter verschiedenen Gesichtspunkten weiter mit der Thematik zu befassen.

Eine Veranstaltung der Integrationsagenturen der AWO Familienglobus gGmbH und des DRK Kreisverbandes Düsseldorf e.V., des SKFM Düsseldorf, der Marokkanisch-Deutschen Assoziation für Beratung und Gemeinwesen e.V. des zakk und der Landeshauptstadt Düsseldorf, Amt für soziale Sicherung und Integration – Fachstelle Integration am Mittwoch, den 19. September um 16:00 Uhr im zakk.

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Väterarbeit ist Pionierarbeit

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 24. August 2012

Im Interview mit dem neukoellner.net spricht Mohammed Nasser über die Angst im Umgang mit behinderten Kindern und über Väter, die einen Kindergarten noch nie von innen gesehen haben.

‚neukoellner.net: Herr Nasser, Sie engagieren sich ehrenamtlich für Väterarbeit, haben den Verein HUDA für Väter mit behinderten Kindern gegründet und arbeiten für das soziale Projekt „Mitreden in Neukölln“, das Eltern mit Migrationshintergrund helfen und motivieren soll, sich selbst ehrenamtlich zu engagieren etwa in Schulgremien. Woher nehmen Sie Ihre Motivation und Kraft für die vielen Projekte?

Mohammed Nasser: Durch meine Tochter ist mir aufgefallen, wie wichtig es ist, dass die Menschen wissen, was mit ihren Kindern los ist, was für eine Behandlung ansteht. Ich habe gerne den Leuten geholfen, die mit der Sprache nicht zurechtgekommen sind …

Der Fokus Ihres sozialen Engagements richtet sich vor allem auf die Väter. Haben Väter denn einen speziellen Nachholbedarf?

Ja, das ist traurig, aber allein in der KITA bei uns in der Ecke war ich schon ein besonderer Fall. Ich war mitunter einer der ersten Väter, den die Erzieher je gesehen haben. Da hatte ich mich auch schon gefragt: Mensch, gibt es keine Väter, die ihre Kinder gerne mal in die KITA bringen und abholen? Für mich war das immer schön, gerade das Abholen. Wenn man die Freude sieht, wie die Kinder angerannt kommen.

Was haben Sie anders gemacht?

Ich glaube, es kommt darauf an, ob man gerne oder zwangsweise Papa geworden ist. Ich wollte gerne Papa werden. Ich hab gesagt, dass ich vor 30 nicht heirate, in der Hoffnung, dass wenn ich selbst erwachsen bin, ich dann auch Kinder haben will. Ich habe meine Kinder gerne, ich habe mich darauf gefreut, dass ich endlich Kinder kriege. Am liebsten hätte ich sie manchmal gar nicht in den Kindergarten geschickt, um die paar Stunden Zeit nicht zu verlieren. Aber das ist ja auch wichtig für die Erziehung und die Entwicklung der Kinder.

Und dann ist Ihnen aufgefallen, dass Sie der einzige Mann sind, der seinen Fuß in die KITA setzt.

Ich habe angefangen, Mütter dort darauf anzusprechen. Leider sind viele Eltern geschieden und die Kinder leben bei nur einem Elternteil. Aber damit hat es angefangen. Sonst heißt es immer: ‚Was soll ich da, da sind doch nur Frauen.‘ Und natürlich freuen sich die Frauen, wenn sie irgendwo einen Mann sehen, der seinen Kindern die Schuhe anzieht und sich die Zeit nimmt. Da können sie dann nach Hause gehen und Druck ausüben. Und so hat sich das ein bisschen entwickelt. Als meine älteste Tochter in die Schule kam, ist mir das auch dort aufgefallen, dass manche Väter immer draußen bleiben, das Schulgelände erst gar nicht betreten.

Hat sich die Lage mittlerweile gebessert? Weiterlesen »

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Was es heißt Vater zu sein

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 19. Juni 2012

Boeblinger-VaeterHüsnü Gülden hat seine Haare zu einem Zopf gebunden, der 38-Jährige hält eine Hantel in der Hand und hat einen Blick aufgesetzt, der signalisiert: leg dich nicht mit mir an! „Ich arbeite hart, mache viele Überstunden“, sagt er. 13war er, als er nach Deutschland kam, wo die Eltern schon lange arbeiteten. Zu alt, um noch eine vernünftige Schullaufbahn zu schaffen. Er lernte Deutsch und begann zu schaffen. Heute ist Gülden Lagerarbeiter in Holzgerlingen. Seine vier Kinder sollen es einmal besser haben. Der Älteste, 16 Jahre, besucht die Realschule, die zwei Jahre jüngere Tochter das Gymnasium.

Hüsnü Gülden gehört zur Böblinger Vätergruppe. Einmal im Monat treffen sich türkische Männer, um über ihre Rolle in der Familie nachzudenken. Sie sind zwischen Anfang 30 und Mitte 50. Bandarbeiter, Elektromechaniker, Versicherungsvertreter, ein Optiker, ein Pädagoge. Konservative Männer sind darunter, religiöse, liberale und moderne. Ihre Probleme unterscheiden sich kaum von denen deutscher Männer.

Mehr Zeit für ihre Kinder wünschen sie sich. Erfolg in Schule und im Beruf soll der Nachwuchs haben. Serdar Ertürk ist eine treibende Kraft der Gruppe. Er genießt den Respekt aller Teilnehmer, obwohl er als Einziger keine eigenen Kinder hat. Er sieht sich als „sozialer Vater“. Als Taekwandolehrer in Böblingen betreut er seit 20 Jahren Kinder und Jugendliche. Auch Hüsnü Gülden hat einst bei ihm trainiert, heute ist Serdar Ertürk der Lehrer seiner Kinder.

Die Vaterschaft ist für die meisten türkischen Männer etwas Selbstverständliches. Kinder gehören zum Leben. Man zerbricht sich – anders als die meisten Männer mit mitteleuropäischen Wurzeln – nicht lange den Kopf, welche Einschränkungen mit Nachwuchs verbunden sind. Wenn die Kleinen dann da sind, ist die Erziehung ja ohnehin Frauensache.

So war es zumindest bisher. Weiterlesen »

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Mein Papa ist cool! – DVD und Broschüre erhältlich

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 14. Juni 2012

Papa ist cool„Mein Papa ist cool!“ – unter diesem Titel hat das nordrhein-westfälische Integrationsministerium eine DVD und eine Broschüre über Projekte für Väter mit Migrationshintergrund veröffentlicht. „Immer mehr Väter mit Zuwanderungsgeschichte wollen eine aktive Rolle im Leben ihrer Kinder übernehmen. Oft fehlen ihnen aber die Vorbilder, weil ihre eigenen Väter noch an einem ganz anderen Rollenbild orientiert waren“, sagte Integrationsminister Guntram Schneider in Düsseldorf.

Die DVD und die Broschüre präsentieren eine Vielzahl von Projekten in Nordrhein-Westfalen, die alle eines gemeinsam haben: Sie wollen durch gemeinsame Aktivitäten die Bindung zwischen Vätern und Kindern festigen und die Rolle der Väter in der Familie stärken.

Die Beispiele in dem 18-minütigen Film sind anschaulich und eindrucksvoll: Beim Vater-Kind-Zelten in Aachen sitzen Väter mit und ohne Zuwanderungsgeschichte mit ihren Kindern am Lagerfeuer und erleben, „dass Erziehung auch Spaß macht“. Einer sagt sogar: „Jetzt bin ich ein besserer Vater geworden“. Und in Herne kann man Väter und Kinder beim gemeinsamen Kanufahren erleben. Früher habe er den Kindern nie zugehört, erzählt ein Vater, „jetzt lasse ich sie ausreden, damit ich weiß, was sie wollen.“

Ein Bonner Projekt in einem sozialen Brennpunkt leistet sogar noch mehr: Erwerbslose Väter übernehmen hier gemeinsam mit ihren Kindern kleinere Reparaturarbeiten in sozialen Einrichtungen wie etwa Kindergärten. Die Kinder erleben die Väter so in einer aktiven Rolle und sehen, was die Väter können – „die Kinder waren stolz auf mich“, sagt einer.

Die Broschüre dokumentiert darüber hinaus eine Fachtagung, die das NRW-Integrationsministerium im Dezember 2011 in Dortmund veranstaltet hat. Dort wurden erfolgreiche Projekte in Nordrhein-Westfalen vorgestellt und mit Experten diskutiert. Die DVD und die Dokumentation „Väter mit Migrationshintergrund. Mein Papa ist cool!“ können kostenlos bestellt werden.

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Türkei bietet Männern Väterkurse an

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 29. Mai 2012

In der Türkei ist die Kindererziehung noch Frauensache. Nur 1,3 % der türkischen Jugendlichen verbringen laut einer Studie ihre Freizeit mit ihren Vätern. Keine 5 % teilen ihre Probleme mit ihnen. Manch einem türkischen Mann ist es sogar unangenehm mit dem Baby auf dem Arm in der Öffentlichkeit zu erscheinen oder im Supermarkt Windeln zu kaufen.

Das soll sich nun ändern, mithilfe von „Vater-Unterstützungs-Kursen”, die das türkische Bildungsministerium überall im Land anbietet. Türkische Väter lernen hier Dinge, die die eigentlich selbstverständlich sind: Richtig zuhören, Erziehung ohne Druckmittel oder Schläge, die Aufgabenverteilung zwischen Mutter und Vater. 23.000 türkische Väter haben bereits einen solchen Vaterkurs absolviert.

Der Koordinator der Kurse, Hasan Deniz, macht das überholte Rollenbild in der Türkei für den Nachholbedarf der Väter verantwortlich:Am kompliziertesten ist es, die Geschlechterrollen in der Gesellschaft zu ändern. Denn ein Mensch ist nun mal zunächst nicht Vater, sondern Mann! Das heißt: Er wärmt keine Milch auf, er wechselt keine Windeln, er weint nicht, er hat vor nichts Angst, er ist stark. Um Erfolg zu haben, muss man sich also mit diesem Männerbild auseinandersetzen. Man muss es so ändern, dass danach auch ein Mann die Küche betreten kann.”

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Islamische Väter und Kindererziehung

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 20. April 2012

In islamischen Familien kümmert sich fast nur die Mama um die Erziehung der Kleinen, das weiß doch jedes Kind? So desinteressiert an Erziehungsfragen, und nicht nur an der „großen Linie“, sondern auch an den vielen kleinen und oft komplizierten, auf jeden Fall aber wichtigen Fragen des Alltages, wie es wohl für viele den Anschein hat, scheinen Männer muslimischen Glaubens in Wahrheit überhaupt nicht zu sein. Dorothea Castor von „FaiR“ (”Familien in Rüsselsheim“) weiß jedenfalls eine ganz andere Geschichte zu erzählen.

Dass es eine Erfolgsgeschichte werden würde, wussten die Teams von „FaiR“ und Kinderschutzbund wirklich nicht, als sie die Idee hatten, mit muslimischen Vätern ins Gespräch zu kommen. Im Herbst 2011 war man beim Verein der türkischen Ayasofya-Moschee sofort auf offene Ohren gestoßen.

„Gewissermaßen von der Kanzel war dann bei einem Freitagsgebet für eine Begegnung geworben worden und in der Tat blieben nicht nur Väter da, sondern auch Großväter.“ Dass es Freude und Last zugleich bedeutet, Vater zu sein, beherrschte rasch den Dialog.

Das Treffen war ein derartiger Erfolg, dass die Gäste sofort überlegten, wie schön es doch wäre, wiederzukommen. Desto glücklicher waren sie, als auch die Väter und Großväter großes Interesse bekundeten, den Dialog fortzusetzen. Am heutigen Freitag ist es soweit. Das Thema steht auch schon fest: „Mehr Zeit mit Kindern! Wie gebe ich als Vater Halt und Orientierung?“

Um Halt und Orientierung geben oder empfangen zu können, ist natürlich größtmögliche Nähe notwendig. Eine Nähe, die man immer wieder pflegen muss, wenn man sie erhalten will. Fragen von Autorität und Respekt werden diesmal eine große Rolle bei unserem Treffen in der Moschee spielen. Es geht um das richtige Maß.

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Väter- und Männerarbeit in der Migrationsgesellschaft

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 6. April 2012

Eine Tagung der Evangelischen Akademie Loccum, vom 11. bis 13. Mai 2012, in Kooperation mit Aufbruch Neukölln e.V..

Nachdem die Elternarbeit viele Jahre vor allem die Mütter im Blick hatte, sind in jüngster Zeit eine Reihe von Initiativen und Projekten entstanden, die Väter mit Migrationshintergrund ermutigen und unterstützen, sich aktiv mit ihrer Rolle als Erziehende, Väter und Ehemänner auseinanderzusetzen – so auch der. Väter und Männer mit Zuwanderungsgeschichte treffen sich zum Beispiel beim Aufbruch Neukölln, suchen Rat, erproben den offenen und vertrauensvollen Austausch über Hoffnungen und Sorgen, Freude und Probleme.

Kommunikation ist der Anfang von allem: Zuhören, reden, gemeinsam gestalten, Freude schenken und finden – dann können auch die schwierigen Themen angesprochen werden, die Familienkonflikte, die Probleme in der Ehe, Kränkungen, Ängste und Befürchtungen. Und dann können sich Männer als Väter weiterentwickeln.

Wo und wie entstehen Projekte für Väter mit Zuwanderungsgeschichte? Mit welchen Rahmenbedingungen und Ressourcen arbeiten sie? Was kann man von den Projekten lernen, wie können sie gestärkt werden? In welchem Verhältnis steht die sich entwickelnde Väter- und Männerarbeit zu anderen Projekten im Bereich der Kooperation mit Familien und Bildungsinstitutionen? Welche Erfahrungen gibt es in Gruppen, die interkulturell sowohl Väter mit als auch ohne Migrationshintergrund gewinnen?

Bei der Tagung haben Sie die Möglichkeit, Einblick in die Arbeit von Väterprojekten zu nehmen, sich am Austausch über Gelingendes und ungelöste Probleme zu beteiligen und Ideen mitzunehmen, wie Arbeit für und mit Vätern an vielen Orten entstehen kann.

Einen Flyer mit Programm und Anmeldemöglichkeit gibt es pdf zum Download.

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Arbeiten an der Rolle als Vater

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 28. März 2012

Über Vätermit tütkischem Migrationshintergrund wird oft gesagt, dass sie sich nicht um die Erziehung ihrer Kinder kümmern. Eine Gruppe im SchillerHaus in Urberach stellt diese Sichtweise auf den Kopf. Etwa zehn türkische Väter treffen sich dort regelmäßig, sprechen über die Erziehung ihrer Kinder und darüber, wie sie ihnen gute Vorbilder sein können. Geleitet wird die Väter-Gruppe , von dem Sozialwissenschaftler Dr. Cengiz Deniz.

Nach Auffassung von Deniz sind viele türkische Väter „sehr wohl an der Erziehung ihrer Kinder interessiert, sie wollen das Beste für ihre Kinder. Es fehlt allerdings an entsprechenden Angeboten“. Diese Meinung unterstützt die Aussage eines Mitglieds der Gruppe: „Bislang habe ich mir nie Gedanken darüber gemacht, welche Beziehung ich zu meinen Kindern habe. Jetzt weiß ich, dass ich intensiver daran arbeiten muss, denn ich habe gelernt, dass ich für meine Kinder ein Vorbild bin. Seitdem ich in der Väter-Gruppe bin, merke ich, dass ich eine bessere Beziehung zu meinen Kindern entwickele. Schade, dass es nicht schon früher so etwas gab.“

Es sei, so Dr. Deniz, inzwischen weitestgehend wissenschaftlich belegt, dass Kinder ihren Eltern (Vater und Mutter) gegenüber das gleiche Bindungsverhalten zeigten; beide Elternteile seien aktive Bezugspersonen. Ein Blick in die alltäglichen Spannungsverhältnisse zeige aber, dass zwischen traditionellen Rollenvorstellungen und „erwarteten“ Rollenvorstellungen erhebliche Differenzen bestünden.

Dr. Deniz: „Väter, die sich aktiv an der Erziehung beteiligen, fördern die Entwicklung von Eigenschaften wie Einfühlungsvermögen und soziale Kompetenz und beeinflussen damit die schulische und soziale Leistungsfähigkeit ihrer Kinder positiv. Zudem entlasten sie die Mütter. Dabei ist es nicht von Bedeutung, wie viel Zeit die Väter mit ihren Kindern verbringen, sondern vielmehr sind Verlässlichkeit und Qualität der Beziehung entscheidend.“

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Aktive Väter mit Zuwanderungsgeschichte stärken

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 26. November 2011

Staatssekretärin Zülfiye Kaykin hat eine neue Broschüre des Integrationsministeriums über Initiativen von Vätern mit Migrationshintergrund vorgestellt. „Väter sind wichtige Vorbilder für ihre Kinder. Wir wollen deshalb Väter mit Zuwanderungsgeschichte dabei unterstützen, sich aktiv und verantwortlich an der Kindererziehung zu beteiligen“, sagte die für Integration zuständige Staatssekretärin am 25. November in Düsseldorf.

Die Broschüre enthält gelungene Beispiele aus Bonn, Düsseldorf, Herne, Köln, der Städteregion Aachen und dem Kreis Unna. Bei allen Unterschieden im Detail setzen alle Projekte auf gemeinsames Erleben, Werken und Sporttreiben von Vätern mit ihren Kindern und wollen Väter mit Migrationshintergrund dabei unterstützen, eine aktive Rolle im Leben ihrer Kinder zu übernehmen. Neben Beispielen guter Praxis behandelt die Broschüre das Thema auch aus wissenschaftlicher Sicht und gibt Tipps für eigene Aktivitäten.

„Wir stehen am Beginn einer spannenden Entwicklung“, so Staatssekretärin Kaykin weiter. „Ich bin sicher, dass alle Beteiligten – Väter, Mütter, Kinder und auch die Arbeitgeber – dabei gewinnen werden, wenn Väter eine wichtigere Rolle im Leben ihrer Kinder übernehmen.“

Für den 3. Dezember lädt das Integrationsministerium zum Kongress „Mein Papa ist cool“ nach Dortmund ein. Dort werden sich die Projekte vorstellen und mit Fachleuten sowie Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft über ihre Ansätze und Erfahrungen diskutieren. Integrationsminister Guntram Schneider wird die Tagung eröffnen.

Die Broschüre „Väter mit Migrationshintergrund“ sowie das Programm der Veranstaltung am 3. Dezember stehen auf den Internetseiten des Ministeriums zum Download zur Verfügung und können auch kostenfrei bestellt werden.

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Väter zeigen ihr Gesicht

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 20. November 2011

Väter_gesicht

Unter dem Titel „Baba zeigt Gesicht“ ist vom 23. November bis zum 22. Dezember 2011 in der Hochschule Esslingen eine Ausstellung zu sehen, in der es um die Lebenswelten von Einwanderern geht. Die Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege will mit dieser Schau auf Migrationsthemen aufmerksam machen und hat vor allem die Väter, deren Lebenswege je nach sozialer und kultureller Herkunft oft sehr widersprüchlich verlaufen, in den Blick genommen.

So werden die Erfahrungen der Väter mit ihrer eigenen Migration beleuchtet und es wird der Frage nachgegangen, wie sie sich auf das Vatersein ausgewirkt haben. Zudem wird in der Ausstellung auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf thematisiert.

Die Ausstellung „Baba zeigt Gesicht“ wird am Mittwoch, 23. November, um 13 Uhr auf der Empore der Hochschule in der Flandernstraße eröffnet. Petra Pfendter, Diplom-Sozialarbeiterin und Diplom-Pädagogin, hält den Eröffnungsvortrag über den „Wandel der Männer- und Väterrolle am Beispiel türkeistämmiger Väter in Deutschland“. Ab Donnerstag, 24. November, ist die Ausstellung im Foyer der Hochschule zu sehen.

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