der VÄTER Blog

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Archiv für die 'Medien' Kategorie

Making our world a more dad-friendly place

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 26. März 2009

Unsere Welt zu einem Platz für Väter machen, keinen geringeren Anspruch verfolgt die Kampagne ‘Think Fathers’. Denn manchmal vergessen wir, wie wichtig Väter für den bestmöglichen Start von Kindern ins Leben sind.

Die Kampagne des Ministeriums für Kinder, Schulen und Familien (Department for Children, Schools and Families DCSF) möchte zu öffentlichen Dienstleistungen, die Vätern nutzen ermutigen. It brings together representatives of government, employers, and all those working with parents and children, to celebrate the important role of dads in family life, and try to overcome some of the challenges they face.

We know from talking to fathers and mothers, from all backgrounds and circumstances, that health services, schools, and businesses could better support dads, and make it easier for them to be involved in their child’s life.

Die Stimme der Väter soll verstärkt und die öffentliche Haltung gegenüber Vätern verbessert werden. Dazu soll in den Medien eine breit angelegte Debatt über Vaterschaft geführt werden.

Our goal is to drive discussion around fatherhood in the twenty first century, highlighting the importance of dads in children’s lives and the need for services to facilitate and empower fathers to take more active roles.

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Sie rotzen, sie motzen, sie rasen und sie mobben …

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 28. Februar 2009

maennerzeitung_1-2009_klein… junge Männer machen Schlagzeilen. Grund genug für die Männerzeitung auf Spurensuche zu gehen: Wo sind die jungen Männer? Wer macht sich für sie stark?

Junge Männer sind im Clinch: Traditionell männliche Sozialisation fordert von Jungen und Männern eine einseitige Orientierung an äußeren Leistungsmaßstäben unter gleichzeitiger Ausblendung emotionaler, sozialer und spiritueller Bedürfnisse.

Genauer Hinschauen tut Not: Barbara Ingenberg von der Opferberatungsstelle für gewaltbetroffene Jungen und Männer wendet sich gegen stereotype Denkmuster. Auf Die Frage, ob Gewalt typisch männlich ist, meint sie: „Die Vorstellung, dass Männer Täter sind und Frauen Opfer, entspricht nicht der Realität. Die Wirklichkeit ist viel differenzierter. Gewalt hat kein Geschlecht.

Die Zahlen zur Jugendgewalt sind nicht eindeutig. Sie zeigen weniger eine breite Zunahme der Gewalt, als eine Zunahme an Meldungen und Anzeigen. Die Gesellschaft reagiert sensibel auf jugendliche Regelverstösse. Der Kampf gegen Regelverstösse allein genügt jedoch nicht. Junge Männer brauchen Perspektiven und Vorbilder. Sie brauchen reelle Chancen auf eine Lehrstelle und einen Arbeitplatz. Und sie brauchen männliche Vorbilder: Väter, Lehrer, Fussballtrainer, ältere Kollegen. Keine Dauerhelden, aber lebensfreudige Menschen, die ihnen Mut machen

So kommt die Männerzeitung zum Fazit: Junge Menschen brauchen Menschen um sich herum, die ihnen zeigen können, wie das Leben geht. Real, alltäglich und unspektakulär. Sie brauchen Erwachsene, die ihnen den Sinn für diejenigen Risiken schärfen, für die es sich lohnt, allen Mut zusammen zu nehmen: Das Risiko, sich selbst zu sein.

Die Ausgabe 1-2009 der Männerzeitung erscheint am 6. März.

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Die Männerzeitung

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 27. Februar 2009

Die Schweizer Männerzeitung erscheint seit 2001 vier Mal jährlich in einer Auflage von 4000 Exemplaren. Jede Nummer beleuchtet ein Schwerpunktthema aus den Bereichen Arbeit, Familie, Gesundheit, Sexualität, aus Männersicht. Zielpublikum sind engagierte Männer, die sich kreativ mit ihrem Mannsein auseinandersetzen, interessierte Frauen sowie Männer und Frauen, die beruflich mit Männern zu tun haben.

Die Zeitung will «Männerwirklichkeiten ungeschminkt abbilden» und so Männer zu einer Auseinandersetzung mit ihrer Geschlechterrolle und ihrem Beitrag zum Gleichstellungsprozess ermutigen. Gleichstellung wird als Prozess betrachtet, der von Frauen und Männern gemeinsam getragen und vorwärts gebracht werden muss. Ziel ist die Chancengleichheit: Die Zeitung liefert auf Männerseite einen Beitrag, dass (mehr) Männer in diesen Prozess einsteigen und dabei den potenziellen Gewinn (von Lebensqualität, Gesundheit und Autonomie) stärker gewichten können als den potenziellen Verlust (von Status und Macht).

Das Projekt Männerzeitung hat sich in den acht Jahren seines Bestehens sehr erfreulich entwickelt. Die Zeitung ist im Bereich der professionellen und ehrenamtlichen Männer- und Väterarbeit breit abgestützt. Sie ist die zentrale Vernetzungs-, Veranstaltungs- und Informationsplattform der «zukunftsorientierten» Männer und Väter. Sie arbeitet eng mit „männer.ch“, dem Dachverband der Schweizer Männer- und Väterorganisationen zusammen.


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Der Vater mit dem Kindergesicht – alles nur gelogen?

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 20. Februar 2009

alfie-vater-mit-13Das Medienspektakel geht in die nächste Runde: Die Geschichte von Alfie, der letzte Woche mit 13 Jahren Vater geworden sein soll, beruht möglicherweise auf einer Lüge. Britische Medien berichten, dass die Eltern der 15-jährigen Mutter Chantelle den Jungen nur vorschieben, weil sich das Thema mit seinem Baby-Gesicht lukrativer habe vermarkten lassen.

Es ist schwer vorstellbar, dass die kleine Maisie eine Parabel für die schmutzigen und chaotischen Verhältnisse sein mag, in denen sie womöglich entstanden ist. Doch die jüngste Wende in dem Fall macht Maisies Geschichte schockierender, als sie es ohnehin schon war. Nach neuen Informationen sollen die Eltern der Teenagermutter darauf bestanden haben, dass Chantelle den wahren Kindsvater verschweigt und stattdessen Alfie benennt. Auf diese Weise wollten die Steadmans aus Essex angeblich so viel Geld wie möglich aus der Geschichte schlagen.

Das klingt abwegig, entspricht aber andererseits den Motiven, die junge Väter und Mütter mit der Geburt verbinden. Das britische ‚Fatherhood Institute’ hat gerade gestern die Veröffentlichung von Materialien zu dem Thema angekündigt und schreibt dazu:

Many – though by no means all – have grown up in difficult circumstances, are on low incomes or benefits, have few academic qualifications and relatively poor career prospects. Some are homeless, or live in cramped, temporary accommodation.

Yet most have something in common – something they also share with the young mothers of their children: an overwhelming wish for a better life for the children they adore.

Sadly, it is common for health and other services to ignore young dads, and/or make negative assumptions about them – effectively pushing them away from the close involvement with their children that almost all crave, and that could be harnessed in hugely beneficial ways.

Das gilt ja für diesen Fall nicht, vor allem wenn es gelingt aus dem Medienspektakel einen gesellschaftlichen Diskurs zu machen. Das lohnt sich in jedem Fall.

Positively involved young dads can be a hugely important resource for their children and also for the mothers of their children. Research shows that young mothers who feel supported by their baby’s father adjust better to motherhood and behave more positively towards their children – for whom a good relationship with “my dad” proves protective in face of other disadvantage.

Quelle

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Gute Nachrichten und statistische ‚Tricks’

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 19. Februar 2009

‚Immer noch gibt es Genörgel’, schreibt Susanne Gaschke auf der Titelseite der aktuellen Zeit, ‚zwei kümmerliche Monate seien kein richtiges Engagement. Abwarten! 73 Prozent der 15- bis 42-jährigen Männer wünschen sich laut Allensbach-Familienmonitor 2008 eine Ausweitung der Vätermonate. Mehr kinderlose Männer als je zuvor würden gern eine Familie gründen. Zwei Drittel der Bevölkerung beobachten in ihrem privaten Umfeld ein verändertes Fürsorgeverhalten moderner Väter – und fast ebenso viele finden das gut. Wenn irgendwo in dieser Gesellschaft etwas gewaltig in Bewegung ist, dann bei den Vätern.’

Damit zielt sie wohl auch auf einen Beitrag von Wolfgang Michal im Blog Carta. Dort versucht er unter der Überschrift „‚Babyboom’ & ‚Neue Väter’ – Die statistischen Tricks der Ursula von der Leyen“ die Erfolge der Familienpolitik als Klamotte aus der Trickkiste zu entlarven und die neuen Väter als ‚Nullnummer’ darzustellen. Dass er dabei genau den Äpfel – Möhren Vergleich anstellt, den er wenige Zeilen zuvor der Ministerin unterstellt hat, stört ihn dabei überhaupt nicht.

Einer Statistik, die man selber ‚gefälscht’ hat, kann Mann ja trauen. Mir gefällt da die Haltung der Rheinischen Post aus Düsseldorf besser, die sich vor drei Wochen vorgenommen hat, jeden Tag eine gute Nachricht auf der Titelseite zu veröffentlichen. Vor einigen Tagen ging es um die Väter.

‚Für die neue Väterrolle gibt es mittlerweile auch prominente Vorbilder: Der vielbeschäftigte WDR Wissenschaftsmoderator Ranga Yogeshwar hatte im vergangenen Frühjahr Teilzeit eingereicht. „Ich hatte von vielen älteren Menschen gehört, dass sie sich mehr Zeit für Kinder nehmen würden, wenn sie noch mal von vorne anfangen könnten. Ich wollte nicht, das mir dies auch passiert. Meine Generation hat die Chance, die ewige Diskrepanz zwischen Beruf und Privatsphäre aufzulösen. Nur wenn möglichst viele Väter auch Zeit für die Kinder einplanen, können wir der Familie den Raum geben, den sie braucht.“

‘Die Erkenntnis, dass auch Männer für ihre Familie Zeit brauchen, wird sich in der Welt der Wirtschaft umso zuverlässiger durchsetzen, je öfter sie sich diese Zeit nehmen’, bestätigt auch Gaschke.

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‚Kollateralschaden’

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 18. Dezember 2008

Alljährlich zeichnet das Kinderhilfswerk Unicef Fotos und Fotoreportagen aus, die die Lebensumstände von Kindern auf der ganzen Welt besonders einfühlsam und mitreißend festhalten. FAZ.NET dokumentiert die Unicef-Fotos des Jahres 2008.

Der ungarische Fotograf Balazs Gardi hielt im Norden Afghanistans dieses Bild eines Mannes fest, der ein verletztes Kind im Arm hält und wurde auf Rang 3 gewählt. Das Bild ist Teil einer Fotoserie, die Gardi im Korengal-Tal in der Kunar-Provinz aufnahm – und die mit dem Wort „Kollateralschaden” überschrieben ist.

Quelle

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Bundesweiter (Väter-) Vorlesetag am 20. November

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 18. November 2008

Zu viele Mädchen und Jungen gehen in Deutschland beim Vorlesen leer aus: 37 % aller Kinder bekommen niemals vorgelesen; weder im Elternhaus, noch im Kindergarten oder in der Grundschule. Das belegt die aktuelle bundesweite Studie „Vorlesen im Kinderalltag 2008“, die heute in Berlin vorgestellt wurde.

„Kinder, denen nicht vorgelesen wird, sind beim Erwerb von Sprach- und Konzentrationsfähigkeit massiv benachteiligt“, sagte Ralf Klein-Bölting, Generalbevollmächtigter Konzernmarketing und Kommunikation der Deutschen Bahn.

„Kinder wünschen sich ausdrücklich, dass ihnen vorgelesen wird“, so Klein-Bölting weiter. Das gelte besonders für diejenigen, denen niemals vorgelesen wird – immerhin mehr als ein Fünftel dieser Kinder. Klein-Bölting verwies darauf, dass über Vorlesen Lesekompetenz und damit entscheidende Bildungschancen vermittelt werden können.

Dr. Rainer Esser, Geschäftsführer der ZEIT, zufolge rückt die Studie gravierende Vorurteile zurecht: “Einkommen und Bildungsgrad spielen beim Vorlese-Verhalten der Eltern fast keine Rolle. Viele Eltern halten sich für Vorlese-Eltern, sind es in der Praxis aber nicht. Nur 18 Prozent der Eltern sagten im vergangenen Jahr, sie würden niemals vorlesen, in der aktuellen Studie erklärte ein doppelt so hoher Prozentsatz der Kinder, dass ihnen niemand vorliest.”

Eine Kernbotschaft der Studie heißt laut Heinrich Kreibich, Geschäftsführer der Stiftung Lesen, „Vorlese-Väter gesucht”. Denn nur acht Prozent der Kinder bekommen von ihren Vätern vorgelesen. Mütter lesen im Vergleich acht Mal so häufig vor. „Für die schwer zu erreichende Zielgruppe Jungen sind Vorlese-Väter wichtige Vorbilder“, so Klein-Bölting.

Quelle

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Der November Väter Chat des bke

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 17. November 2008

Am Donnerstag, den 20. November, von 20 bis 22 Uhr, treffen sich Väter auf der Seite www.bke-beratung.de zum Austausch über Themen wie: die Vater – Kind Beziehung, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und den “Umgang” mit Müttern.

Aufgrund der positiven Rückmeldungen aus dem letzten Chat wird auch dieser wieder gemeinsam von dem Moderatorenteam Dana Waskiw und Thomas Freytag moderiert.

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Endlich Vater – warum Lukas Podolski mehr vom Leben hat

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 4. November 2008

‚Was soll ich im P1, wenn ich einen Sohn zu Hause habe?’ Diese Frage stellt Lukas Podolski auf der Titelseite des neuen Magazins ‚WIR’ der Süddeutschen Zeitung.

WIR, so der Pressetext des Verlags, richtet sich an junge Eltern, für die sich erfüllte Elternschaft und ein individueller Lebensstil nicht ausschließen. Sie sind Vater und Mutter und gehen trotzdem mit der besten Freundin ins Kino, am Mittwochabend mit den Jungs Fußball spielen und möchten beide im Beruf vorankommen.

Zielgruppe sind also die ‚neuen Eltern’ dual career couples, die auch von der Politik in den Mittelpunkt der Familienpolitik gerückt worden sind.

Das Magazin möchte bewusst kein Ratgeber sein, auch wenn es um Themen wie Erziehung, Bildung, frühkindliche Förderung und Elterngeld geht. Titelthema der ersten Ausgabe sind die ‚neuen Väter’, die nicht mehr nur über Elternzeit nachdenken und mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen wollen, sondern diesen lang gehegten Wunsch nun auch vermehrt umsetzen. WIR greift in dem Heft die sich verändernden Rollenerwartungen auf, mit denen Mütter und Väter sich heute konfrontiert sehen und aus denen sie ihr eigenes Modell formen müssen.

Den Aufschlag zu dieser Auseinandersetzung macht Lisa Ortgies, von April bis Juni Chefredakteurin von EMMA, mit Ihrem Appell an die Väter ‚Werdet endlich modern!’. Ein schlagendes Argument: ‚Paare, in denen die Kinderbetreuung aufgeteilt wird, haben ein geringeres Trennungsrisiko als solche, bei denen nur die Mutter zu Hause ist.’
Ortgies nennt aber auch weitere entscheidende Stellschrauben, es ist nicht die Neigung der Männer, lieber der Ernährer sein zu wollen, ‘in den Chefetagen deutscher Firmen muss noch viel passieren’. Es sind Emotionen und Vorbilder, die verhalten prägen.

Ich wünsche mir, dass sich in dieser Debatte viele Männer zu Wort melden, denn unsere Emanzipation von den traditionellen Rollenmustern müssen wir schon selber umsetzen.

Noch einmal zurück zu Lukas Podolski, ‚die meisten Dinge muss man sowieso selber ausprobieren und auf sich zukommen lassen. Wenn man ein Kind und seine Entwicklung beobachtet, lernt man alles von allein.’ Mann muss sich ‚nur’ darauf einlassen.

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Die Praxis der ‚Neuen Väter’

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 3. November 2008

In seinem Kommentar ‚Die Ideologie der ‚Neuen Väter’ in der taz vom vergangenen Freitag versteigt sich Ulrich Gutmair zu der Behauptung, ‚wenn es die ach so tollen Väter nicht gäbe, die zwei Monate lang ihren Kinderwagen durch Parks und Straßen schieben, dann hätte Ursula von der Leyen sie erfinden müssen. Die ‚neuen Väter’ seien die zentrale Figur eines pseudoprogressiven Tarndiskurses für das rückwärts gewandte, wenn nicht gar rassistische Projekt namens Elterngeld, das jeder Idee von Gerechtigkeit spottet.’

Das Elterngeld ist ungerecht, ja. Genau in dem Maße, wie auch Gehaltsunterschiede generell ungerecht sind. Das Elterngeld ist nämlich keine ‚Fürsorgeleistung’ sondern eine Lohnersatzleistung, die eine Entscheidung für Kinder erleichtern soll, ganz gleich welcher Hautfarbe oder Bildungsstand der Eltern. Bildungspolitik wird auch nicht im Elterngeldgesetz geregelt Herr Gutmair. Und das die Wirtschaft nicht nur die ‚jungen Akademikerinnen’ braucht, sondern jede Menge gut ausgebildeter Fachkräfte ist schon lange Allgemeingut.

Unbestritten ist, das das Elterngeld auch in diesem Feld Impulse bei der Nutzung der Elternzeit setzen möchte: für einen verkürzten Ausstieg von Beschäftigten und einen Einstieg hin zu einer partnerschaftlichen Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit. Das halte ich für legitim.

Das im ersten Schritt nicht der ganz große Wurf gelungen ist, sei zugestanden, bleibt doch die angeblich so rückwärts gewandte deutsche Familienpolitik hinter ihren skandinavischen Vorbildern zurück. Aber die Latte hängt so tief bzw. hoch, dass mehr als 100.000 Väter den Sprung gewagt haben, den Kinderwagen geschoben, aber auch von den Mühen des Alltags gekostet haben. Sie haben erfahren, dass sie auch diesen Job stemmen können und gehen beim nächsten Kind die Sache sicherlich mutiger an.

Der ‚Tarndiskurs’ hat auch nicht vor zwei Jahren begonnen, sondern vor ca. 20 Jahren, als ‚Brigitte’ im Rahmen der ‚Initiative Kind und Beruf’ einen Beitrag zum Thema ‚Männer – Neue Väter, alte Chauvis?’ veröffentlichte.

Quelle

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