der VÄTER Blog

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Archiv für die 'Geburt' Kategorie

Vätertage im Kreißsaal

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 2. Juli 2013

Vatertag lautet der Titel einer neuen Reihe, die das Bonner Gemeinschaftskrankenhaus gestartet hat. An mehreren Gesprächsabenden können Männer dem Chefarzt der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe, Joachim Roos, mit Fragen löchern. Im Interview mit Ebba Hagenberg-Miliu vom Bonner Generalanzeiger erläuterte Roos seine Motive, dieses Angebot einzurichten.

Wie kamen Sie auf die Idee, die Vatertag-Reihe einzurichten?

Joachim Roos: Das meiste an Angeboten für werdende Eltern wird ja nur von der Frau oder paarweise wahrgenommen. Meine Idee war, speziell den Vätern eine Plattform zu geben. Sie sollen auch mal Fragen stellen können, die sie sich vielleicht nicht zu sagen trauen, wenn die Partnerin dabei ist.

Und was wollen Männer Ihrer Erfahrung nach wissen?

Roos: Sie haben Fragen nach ihrem Verhalten während der Geburt, wie man sich auf die ungewohnte Situation schmerzhafter Wehen bei der Partnerin vorbereitet. Es ist für viele eine prägende Erfahrung, die Geburt im Kreißsaal mitzuerleben. In dieser Reihe biete ich den werdenden Vätern die Möglichkeit, als neutraler Betrachter auch subjektive Erzählungen von Freunden, die bereits Kinder haben, zu verifizieren.

Sie haben schon einen ersten “Vatertag” ausgerichtet. Wer nahm an dem Abend teil?

Roos: Männer Mitte 30, Anfang 40, die alle ihr erstes Kind erwarten. Die Abende sind nicht als Powerpoint-Präsentation gedacht, sondern es soll sich ein nettes Gespräch entwickeln, in dem wir vor allem die Rolle des Vaters in der Schwangerschaft und der Zeit nach der Geburt beleuchten.

Und wie ist da die männliche Rolle?

Roos: Während der Schwangerschaft eher passiv. Der werdende Vater geht mit zu Vorsorgeuntersuchungen, also meist zu den Ultraschalluntersuchungen. Die eigentlichen Veränderungen erlebt er nur als Betrachter. Auch bei der Geburt ist die Rolle des Mannes eher die eines Beobachtenden. Natürlich kann er etwas zu trinken geben oder der Partnerin den Rücken massieren. Aber letzten Endes ist vor allem seine Geduld gefragt. Eine Geburt geht ja nur in den Medien schnell. In Wirklichkeit dauert sie im Durchschnitt zwölf Stunden. Und die können lang werden. Da sollte der Mann vor allem einfach präsent sein.

Das fällt einem “Macher” aber schwer, nicht wahr? Weiterlesen »

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Geburtstraumata von Vätern sind vermeidbar

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 3. Juni 2013

Wenn von traumatisierenden Geburten die Rede ist, denkt man in erster Linie an die Mutter. Sie bringt das Kind zur Welt, ihr Körper ist es, der die ganze Arbeit verrichtet und womöglich eine Operation über sich ergehen lassen muss. Sie ist also auch diejenige, bei der nach einer besonders schweren Geburt psychische Folgen auftreten können. Doch nicht nur sie: Wie eine neue Studie der Oxford University zeigt, sind Väter ebenso betroffen.

Die befragten Väter, die allesamt mit komplizierten bis lebensgefährdenden Geburten konfrontiert waren, erzählten den Studienleitern von blutigen Notfallkaiserschnitten und Hektik im Gebärsaal. Und sie erwähnten dabei immer wieder, wie alleine gelassen und uninformiert sie sich gefühlt hätten. Man habe ihn «einfach in eine Ecke gestellt», während sich das Ärzteteam um seine Frau kümmerte, sagte ein Mann. Mit keinem Wort hätten ihm die Mediziner erklärt, was genau ablaufe und ob seine Frau und das Baby in Gefahr seien. Sie ignorierten ihn und seine Ängste und «nahmen einfach an, dass ich okay sei».

Denn man dürfe nicht vergessen, so die Studienleiterin, dass die Männer im Gegensatz zu den Frauen jedes Detail der Geburt eins zu eins mitbekommen. Gerade weil sie nicht körperlich betroffen sind, stehen sie hellwach mitten in der furchteinflössenden Szenerie, emotional hochinvolviert, aber dennoch handlungsunfähig. Ein Zustand, der Spuren hinterlässt. So speichert manch einer die traumatisierenden Bilder ab, traut sich aber danach nicht, darüber zu reden. Das wäre schliesslich unmännlich. Und sonderbar. Denn Probleme mit dem Verarbeiten einer schweren Geburt hat Mann einfach nicht, das ist ein Frauending.

Gott sei Dank sind solche dramatischen Geburten selten, in etwa 1 % der Fälle kommt es zu derartigen Komplikationen. Eine Geburtsvorbereitung für werdende Väter und die Einbeziehung und Ansprache der Männer während der Geburt erleichtert aber auch den übrigen 99 % die Verarbeitung der Geburtserlebnisse und das stabilisiert mit Sicherheit diePartnerschaft und hilft dem Vater von Anfang an eine Bindung zu dem Kind aufzubauen.

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Je höher die Bildung, desto später wird Mann Vater

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 13. April 2013

Längere Ausbildungszeiten, befristete Arbeits- und prekäre Lebensverhältnisse tragen heute dazu bei, dass Paare die Geburt des ersten Kindes mehr nach hinten verschieben. Doch wie wirkt es sich auf das Leben als Familie aus, wenn Menschen früh oder spät Eltern werden? Das österreichische Institut für Familienforschung (ÖIF) greift in einer aktuellen Publikation diese Frage auf – und kommt zu teilweise überraschenden Ergebnissen.

„Die frühen Mütter haben häufiger als die späten Mütter nur einen Haupt- oder Realschulabschluss. Die späten Mütter haben in der Familiengründungsphase die anspruchsvollsten Bildungsabschlüsse”, so das ÖIF. Bei den Vätern zeigt sich die gleiche Tendenz. Außerdem sind die Väter zum Zeitpunkt der Familiengründung besser beruflich verankert als die Frauen – und zwar in jeder Altersgruppe. Diese ungleichen Startchancen beeinflussen die Aufteilung der Elternarbeit zwischen Frauen und Männern.

Junge Eltern haben nachweislich weniger Geld als ältere Eltern. Das kann nicht erstaunen. Frauen, die bei der Geburt ihres ersten Kindes jünger als 25 Jahre alt sind, verdienen deutlich seltener als ältere Mütter ihr eigenes Geld oder haben ein niedrigeres Nettoeinkommen. Bei den späten Müttern tragen laut dem ÖIF nur 7,1 Prozent gar nicht zum Familieneinkommen bei. Sie sind nämlich in der Familiengründungsphase viel besser in den Arbeitsmarkt integriert als jüngere Mütter.

Doch in jeder Altersgruppe leben deutlich mehr Mütter als Väter ganz ohne eigenes Einkommen. “Diese Diskrepanzen weisen auf die relativ traditionelle Arbeitsteilung in Haushalten hin”, so das ÖIF. Auch junge Väter verdienen deutlich weniger als späte Väter. Das beeinflusst das Haushaltseinkommen der jungen Eltern negativ.

Die Studien zeigen auch, dass die gemeinsam mit dem Kind verbrachte Zeit nicht vom Alter der Eltern abhängt. Außer am Wochenende verbringen ältere Eltern nicht mehr Zeit mit ihren Kindern. “Das Zeitbudget der Eltern für ihre Kinder erweist sich als weitgehend unabhängig vom Timing der ersten Elternschaft”, so das ÖIF. Dabei wünschen sich viele Eltern unabhängig vom Alter mehr Zeit für ihre Kinder. Noch mehr wünschen sie sich aber, neben Kindern und Beruf mehr Zeit für sich selbst und ihre Freunde zu haben.

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Hände weg vom Elterngeld

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 6. Juli 2012

Geburten - Statistisches Bundesamt„Für Geld, da kann man vieles kaufen, auch Leute, die dem Ball nachlaufen!” sang einst der bayerische Barde Fredl Fesl. Einige Politiker der CDU haben offensichtlich mit dem Elterngeld die Erwartung verbunden, damit Kinder kaufen zu können oder doch zumindest die Eltern zu mehr Geburten ‚bestechen‘ zu können.

Abgesehen davon, dass das Elterngeld und die Partnermonate kein bevölkerungspolitisches Instrument sind und eine Steigerung der Geburtenrate nicht zu den Zielsetzungen gehört, gibt es, wie selbst der CSU Politiker Geiß ausführt, eine nachvollziehbare Erklärung für die abnehmende Geburtenrate: die zurückgehende Geburtenzahl sei auf eine langfristige Entwicklung zurückzuführen, auf die entsprechend zu reagieren sei. Seit den siebziger Jahren gebe es immer weniger Geburten und mithin heute auch immer weniger Frauen im gebärfähigen Alter.

Für sie war die Enttäuschung nach der Veröffentlichung der Geburtenzahlen für 2011, die niedrigste seit Gründung der Bundesrepublik, verständlicherweise groß. Das Geld sei nicht richtig angelegt und das Elterngeld müsse auf den Prüfstand forderte zunächst der CDU Wirtschaftspolitiker Thomas Bareiß und dann auch der Fraktionsvorsitzende Kauder.

Eine weitere Erklärung dafür, warum der Kinderwunsch immer weiter nach hinten verschoben wird, liefert eine gestern vorgelegte Studie der IG-Metall, in der die Beschäftigungslage der 14- bis 35-Jährigen untersucht wurde. Demnach verläuft der Weg in den Beruf immer häufiger über prekäre Beschäftigung. Im Krisenjahr 2009 hatten demnach 28 % der jungen Arbeitnehmer nur einen befristeten Job oder waren als Leiharbeiter angestellt. 2012 sind es bereits 32 %. Das sind keine guten Voraussetzungen für eine Familiengründung.

Diese Unsicherheiten jetzt auch noch durch einen Zick-Zack Kurs in der Familienpolitik zu verstärken, hieße, das Kind mit dem Bade auszuschütten. . Familienpolitik funktioniert nicht auf Knopfdruck. Sie braucht Zeit und Beständigkeit, um Wirkung zu entfalten. Andere Länder wie Frankreich und Schweden haben damit in den 1960 Jahren begonnen und haben einer Politik die auf Gleichberechtigung und einer hohen Frauenbeschäftigung abzielte, langfristig eine fast ausgeglichene Geburtenrate erzielt.

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Und noch ein Schwangerschaftsnewsletter für Väter

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 3. März 2012

Nach einem Jahr Vorarbeit ist jetzt auch der Schwangerschaftsnewsletter von väterzeit.de online! Er begleitet werdende Väter durch die Schwangerschaft – mit Herz und vielen Infos. Und Themen, die für werdende Väter wirklich wichtig sind. Herzlichen Dank an die Autoren und alle, die an diesem wichtigen Projekt mitgearbeitet haben.

Bis zu 41 Briefe bekommen werdende Väter gratis zugesandt. 41? Genau! Denn auch nach der Geburt wollen möchte väterzeit.de Vätern mit Rat und Unterstützung zur Seite stehen. Was die Briefe beinhalten? Wichtige Informationen über das Baby im Bauch, Veränderungen in der Partnerschaft und den Aufbau der Beziehung zum Kind bis zu ganz praktischen Anleitungen zum Bauen der Wickelkommode oder die Finanzierung des Familienautos und den Antrag auf Elternzeit beim Arbeitgeber. Alles – und das ist das Neue daran – aus der Sicht der Väter. Selbstverständlich dürfen auch Frauen mal reinschauen…

Bestellen können Sie die Väterbriefe hier. Als Probeexemplar gibt es den Newsletter für die 16. Schwangerschaftswoche.

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Männer können sich auf ihre Rolle als Väter vorbereiten

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 28. September 2011

Werdende Mütter haben einen vollen Terminkalender zur Geburtsvorbereitung und angehende Väter? Fühlen sich nicht gleichwertig eingebunden in alle Fragen rund um das Baby, sagt Dirk Steufmehl, Leiter eines Vaterkurses der Charité in Berlin:

„Die meisten, die bisher hier waren, fühlen sich nicht überfordert, sondern übergangen”, sagt er im Apothekenmagazin “BABY und Familie“. Väterkurse gibt es mittlerweile zahlreich. Mit Wickeln für Anfänger oder Fläschchenmachen für Fortgeschrittene haben sie aber wenig zu tun, auch wenn Männer oft in der Tat zuerst an den richtigen Kindersitz im Auto denken, statt sich mit ihrer neuen Rolle, dem möglichen Platz in der zweiten Reihe, auseinanderzusetzen.

Viele empfinden es so, dass sich die werdende Mutter vom ersten Tag der Schwangerschaft an „an der Pole-Position” befinde, wie Steufmehl es formuliert. Darauf will er die Männer vorbereiten: „Väter müssen klar artikulieren, was sie wollen, sonst sitzen sie schnell auf den Zuschauerplätzen.” Aber noch fällt es vielen schwer, über Befindlichkeiten und Gefühle zu sprechen.

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Werdende Väter gehen mit ihren Sorgen bislang alleine schwanger

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 16. Mai 2011

Die Aussicht, bald eine eigene Familie zu haben, lässt Männer nicht kalt: Sie belasten vor allem finanzielle Sorgen. Ihrer schwangeren Partnerin greifen sie häufiger praktisch als emotional unter die Arme.

ManSoo Yu von der University of Missouri hat in einer Studie, die in der aktuellen Ausgabe des Journal of Advanced Nursing (JAN) erschienen ist, herausgefunden, dass die Schwangerschaft auch werdende Väter stresst. Der Stress wirkt sich auf die Gesundheit aus, und darunter leiden dann auch die werdende Mutter und das Baby.

Er empfiehlt deshalb, in der schwangerschaftsbegleitenden Vorsorge die Aufmerksamkeit auch auf den Partner der Schwangeren zu richten. Denn die werdenden Väter litten oft unter Ängsten, mangelnder sozialer Unterstützung und einem geringen Selbstbewusstsein. Dabei seien gerade sie wichtig, um die Frauen zu unterstützen und zu umsorgen, sagt ManSoo Yu.

„Viel zu oft werden Männer als reine Beobachter des Schwangerschaftsprozesses angesehen“, erklärt er. „Es ist aber sehr empfehlenswert, auch auf die Gesundheit des Mannes zu achten. Deshalb macht es Sinn, auch die Männer in den Monaten vor der Geburt zu begleiten. Das kann sie ermuntern, eine aktivere Rolle in der Schwangerschaft zu spielen, was sich auch positiv auf die Frau und das Baby auswirkt.“

ManSoo Yu fand heraus, dass Männer schwangerschaftsbezogene Themen, Weiterlesen »

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Erleben der Geburt macht Väter feinfühliger und geduldiger

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 1. März 2011

Obwohl sie am Geburtsprozess selbst keine vorrangige Rolle spielen, sollten werdende Väter im Kreissaal anwesend sein. Dazu raten Forscher der Universität Göteborg in der Fachzeitschrift “Midwifery“. “Väter sagen im Nachhinein, das Miterleben der Geburt hätte sie reifer, geduldiger und feinfühliger für die Signale des Babys gemacht. Auch Frau und Kind profitieren von ihrer Anwesenheit, doch gibt es für Väter noch kaum geeignete Geburtsvorbereitung”, erklärt die Autorin der Studie Ana Premberg

Händchenhalter mit Ängsten

Die Forscher befragten frischgebackene Väter nach ihren Erfahrungen. Die meisten wollten Wehen und Geburt von sich aus miterleben, manche waren von ihren Frauen dazu überredet worden. “Die Männer berichten von einer erfüllenden Erfahrung, die ersten Momente des Kindes gemeinsam als Paar und Eltern erlebt zu haben. Sie beschützen und unterstützen die Frau, indem sie etwa die Hände halten, beruhigen oder die Kommunikation mit der Hebamme, sofern die Frau nicht reden kann”, so Premberg.

Als werdender Vater im Kreissaal zu stehen ist allerdings eine große Herausforderung. “Schwierig ist besonders, die Wehen der Frau zu sehen und nichts dagegen tun zu können. Viele sind besorgt um das Wohl von Frau und Kind und fürchten, dass etwas schief gehen könnte. Auch das Blut, die Spitalssituation und der Übergang in etwas völlig Unbekanntes machen dem Mann zu schaffen.” Trotz starker Gefühle zwischen Euphorie und Agonie wollen die meisten ihrer Frau Sicherheit und Ruhe vermitteln – zurecht, so Premberg, denn mit ansteckender Überängstlichkeit sei ein Mann im Kreißsaal keine Hilfe. Weiterlesen »

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Ausbildung zum GfG Väterbegleiter

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 17. Dezember 2010

Die Gesellschaft für Geburtsvorbereitung, Familienbildung und Frauengesundheit (GfG) hat ein Weiterbildungsangebot für Männer entwickelt, die werdende oder junge Väter mit einem speziell auf sie zugeschnittenen Kursangebot begleiten möchten und dafür ihre Kursleitungskompetenzen erweitern möchten.

Die Pilotausbildung findet in Frankfurt am Main statt und umfasst drei Ausbildungswochenenden. Voraussetzung für Teilnahme an der Weiterbildung ist eine pädagogischen, psychologischen oder medizinischen Ausbildung und praktischen Erfahrungen in der Arbeit mit Familien und / oder in der Erwachsenenbildungsarbeit mit Gruppen, sowie eigene Erfahrung als Vater. Die Weiterbildung qualifiziert dazu, Kurse und Workshops für werdende und junge Väter durchzuführen.

An der Pilotgruppe können maximal 12 Väter teilnehmen.

Die Weiterbildung behandelt unter anderem folgende Inhalte:

  • Gruppenleitungskompetenz
  • Väterbilder / veränderte Rollenbilder von Männern und Frauen
  • Beratungsgrundlagen in der Arbeit mit Vätern (Elterngeld)
  • medizinisches und psychosoziales Grundwissen zur Geburt
  • Kindesentwicklung / Bedeutung des Vaters
  • Aushandlungsprozesse und Kommunikation bei Paaren
  • Marketing, Akquise und Öffentlichkeitsarbeit in der Arbeit mit Vätern

Für die Weiterbildung sind folgende Termine vorgesehen:

  • Informationsabend 09. Februar 2011, 19 Uhr
  • 1. Wochenende: 19. – 20. März 2011 (jeweils 10 – 18 Uhr)
  • 2. Wochenende: 09.- 10. April 2011
  • 3. Wochenende: 14. – 15. Mai 2011
  • Praxisreflexionstag: Ende 2011

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Nett, aber nutzlos?

Erstellt von Hans-Georg Nelles am 3. Oktober 2010

Im Gespräch mit Eltern.de erklärt der Berliner Frauenarzt Achim Wöckel warum die Anwesenheit der Väter bei der Geburt wichtig ist.

Neuere Studien bringen ein ernüchterndes Ergebnis: Der werdende Vater im Kreißsaal macht die Geburt weder schneller, erträglicher noch schöner. Brauchen wir die Männer dort gar nicht?

Dr. Achim Wöckel: Betrachten wir es doch lieber umgekehrt. Väter im Kreißsaal schaden nicht. Diese Frage war die Ausgangslage für die Studien, die Sie ansprechen: Behindern Männer vielleicht durch die eigene Hilflosigkeit und die eigenen Ängste den Geburtsverlauf? Stehen sie Ärzten und Hebammen im Weg rum? Das hat man ja tatsächlich jahrelang gedacht! Zum Glück kann man das nun klar verneinen. Und was das “schöner” angeht: Ein nachweisbarer Nutzen von Männern im Kreißsaal ist der, dass die meisten Frauen sich durch ihre Anwesenheit geborgener und sicherer fühlen. Das ist schon eine ganze Menge.

Weder machen Väter die Geburt kürzer, noch sinkt die Rate der Interventionen. Sollten Männer nicht doch besser draußen bleiben?

Auf keinen Fall! Männer gehören heute bei der Geburt einfach dazu, die meisten möchten ja auch dabei sein, dieses unglaubliche Erlebnis nicht verpassen, ihre Frau unterstützen. Wir wollen ja nicht zurück in die 1950er-Jahre, als die Männer ihre Babys auf der anderen Seite der Glasscheibe begrüßten. Wichtiger ist es, die Männer besser auf die Geburt vorzubereiten. Dann sind sie nämlich durchaus eine Stütze!

Aber dafür gibt es doch die Partnerabende in den Geburtsvorbereitungskursen. Reichen die nicht?

Ganz klares “Nein”. Als Anhängsel mit in einen Frauenkurs gehen zu “müssen”, empfinden viele Männer als unangenehm. Sie trauen sich dort nicht, ihre Befürchtungen zu äußern und vermeintlich dumme Fragen zu stellen. Männer wollen ihre Schwächen nur ungern zugeben – erst recht nicht in Anwesenheit von einem Dutzend Frauen!

Was ist also die Alternative?
Beispielsweise ein reiner Männerabend. Auch der Dozent sollte nicht unbedingt eine Frau sein. Wenn die werdenden Väter unter sich sind, trauen sie sich eher, zu fragen: “Wie lange dauert eine Geburt? Wo soll ich stehen? Darf ich auch mal rausgehen?” Eigentlich sind das banale Fragen. Aber sie zu besprechen nimmt der Geburt auf einfache Weise ihren Schrecken. Dafür braucht man gar nicht viel Zeit, eine Stunde vielleicht. Männer bevorzugen Informationen in komprimierter Form.

Dann gleich mal zu der wichtigsten der genannten Männerfragen: Weiterlesen »

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