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Spitzenreiter sind die grünen Väter mit 2,5 Kindern

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Freitag 14. Oktober 2011

Kinder und Politik – das ist in Deutschland viel normaler geworden in den vergangenen Jahren, so scheint es zumindest. In Merkels erster Amtszeit haben die Beschäftigten im Kanzleramt viel mehr Kinder bekommen als unter ihrem Vorgänger Gerhard Schröder. Unter Merkel gab es dort zwischen 2005 und Sommer 2008 49 mal Nachwuchs – mehr als doppelt so viele Babys wie in einem vergleichbaren Zeitraum unter Schröder.

Aber der Eindruck täuscht, wenn es um den Bundestag geht: Dort herrscht Kindernotstand, besonders bei den Frauen. Die Abgeordneten, die dafür sorgen wollen, Beruf und Familie für die Menschen in Deutschland besser vereinbar zu machen, haben selbst besonders große Probleme damit – trotz guter Bezahlung, trotz oft flexibler Arbeitszeiten. Weibliche Abgeordnete haben im Schnitt nur 1,2 Kinder, weniger als der Bevölkerungsdurchschnitt. „Obwohl alle Parteien familienfreundliche Arbeitsplätze fordern, scheint die Politik als Beruf es Eltern besonders schwer zu machen, ihr Familienleben zu pflegen“, heißt es in der Studie „Politik mit Kind und Kegel“, die die Hanns-Seidel-Stiftung in der kommenden Woche vorstellt.

Die Seidel-Stiftung hat Bundestagsabgeordnete befragt, wie sie Job und Familie managen und die Kinderquote der Parlamentarier genauer unter die Lupe genommen.

Die Fakten: Fast ein Drittel aller Abgeordneten ist kinderlos – besonders wenige Mütter und Väter gibt es unter den jüngeren Parlamentariern. Von den 99 30- bis 40-jährigen in der Studie erfassten Politiker haben nur 34 Kinder. Nach Parteien aufgeschlüsselt, ergibt sich ein buntes Bild: Spitzenreiter sind die CSU-Frauen mit durchschnittlich 1,8 Kindern und die Grünen-Männer mit 2,5.

Am wenigsten Nachwuchs haben Politiker, die für die Linke im Parlament sitzen. Unter den Frauen sind Grünen-Parlamentarierinnen am häufigsten kinderlos, von den Männern haben die FDPler am wenigsten Kinder. Und: Besonders Kleinkinder und Babys – deren Betreuung naturgemäß am aufwendigsten ist – sind im Bundestag noch eine Rarität.

Fazit des Papiers: Politikerinnen, die Mütter sind, stehen oft unter Druck von allen Seiten, unter starker Beobachtung. Viele Politikerinnen zögen es deshalb vor, „die Elternschaft nicht zu thematisieren – geschweige denn ein Betreuungsproblem oder besondere Belastungen zu artikulieren“, schreiben die Autorinnen der Studie. Der Grund: Sie fürchteten auch politische Nachteile.

Quelle

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