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Was Führungskräfte wirklich über das Elterngeld denken

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Montag 21. Juli 2008

Familienministerin Ursula von der Leyen wird nicht müde, die Elternzeit und das 2007 eingeführte Elterngeld als Erfolgsmodell zu preisen. Doch eine aktuelle Umfrage des Deutschen Führungskräfteverband (ULA) bei rund 1000 Verbandsmitgliedern exklusiv für Capital zeigt, dass die neue Familienpolitik längst nicht alle Arbeitnehmer erreicht.

Danach glauben nur 6 % der befragten Führungskräfte, dass es in ihrem Unternehmen neuerdings deutlich einfacher ist, Elternzeit zu nehmen. Eine leichte Besserung sehen 34 %, 60 % geben an, dass die neue Regelung nichts verbessert hat oder die Situation sogar schlechter geworden ist.

Die Gründe für die Zurückhaltung sind vielfältig. „73 % der Arbeitnehmer in gehobenen Positionen geben an, dass eine geeignete Vertretung fehlt und 59 % fürchten Karriere-Nachteile“, erläutert Andreas Zimmermann vom Deutschen Führungskräfteverband.

Daneben werden mangelnde Akzeptanz beim Arbeitgeber und finanzielle Einbußen als wichtige Hindernisse angesehen.

Die Umfrage zeigt auch, dass es einen eklatanten Widerspruch zwischen Wunsch und Wirklichkeit gibt. Denn trotz der faktischen Zurückhaltung halten 90 % der Führungskräfte es für wünschenswert, im Anschluss an die Geburt eines Kindes befristet aus dem Beruf auszusteigen, um sich ganz dem Nachwuchs zu widmen.

Diese Zahlen hätte ich gerne auch einmal nach Müttern und Vätern getrennt aufgestellt. Da ja bekanntermaßen die überwiegende Mehrheit der Führungskräfte männlich ist könnte sich der scheinbare Widerspruch als Legitimation der faktischen Zurückhaltung erweisen.

Quelle

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