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Wirtschaft wird zunehmend familienfreundlich …

Erstellt von Hans-Georg Nelles am Dienstag 19. Dezember 2006

das ist das Ergebnis des „Unternehmensmonitors Familienfreundlichkeit 2006„, den das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft (BDA, BDI, DIHK, ZDH) durchgeführt hat.

Die repräsentative Untersuchung, die erstmals 2003 vom IW Köln durchgeführt wurde, gibt Auskunft zum Stand 2006 und zeigt die Entwicklung in den vergangenen drei Jahren auf. Die wichtigsten Ergebnisse des Unternehmensmonitors 2006:

  • Das Bewusstsein für das Thema Familienfreundlichkeit ist stark gestiegen: Fast drei Viertel aller Befragten (71,7 Prozent) schätzen Familienfreundlichkeit für das eigene Unternehmen als sehr wichtig oder wichtig ein. Bei der ersten Befragung 2003 war dies nur knapp die Hälfte (46,5 Prozent).
  • Die gestiegene Wertschätzung spiegelt sich in der Verbreitung familienfreundlicher Maßnahmen wider: Ein knappes Viertel aller Unternehmen (23,4 Prozent) praktiziert sieben bis neun familienfreundliche Maßnahmen, 2003 waren dies nur 9,4 Prozent. Jedes siebte Unternehmen bietet inzwischen schon zehn bis zwölf Maßnahmen an, 2003 waren es lediglich 3,4 Prozent. Vor allem die von Beschäftigten als besonders wichtig eingestuften Maßnahmen ‚flexible Arbeitszeitmodelle‘ und eine ‚aktive Gestaltung der Elternzeit‘ sind weiter verbreitet als vor drei Jahren.
  • Immer mehr Unternehmen nutzen Familienfreundlichkeit als ein wichtiges Instrument, um ihre Attraktivität als Arbeitgeber zu steigern. 83,4 Prozent der befragten Betriebe gaben an, dass familienfreundliche Maßnahmen einen wichtigen Beitrag dazu leisten, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu halten oder zu gewinnen. 81,1 Prozent der Betriebe wollen mit ihrer familienbewussten Personalpolitik die Arbeitszufriedenheit erhöhen.
  • Darüber hinaus wird familienbewusste Personalpolitik immer stärker als ein betriebswirtschaftlicher Faktor gesehen. Über 78 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass eine geringere Fluktuation und ein niedrigerer Krankenstand ausschlaggebend für die Einführung von familienfreundlichen Maßnahmen waren.

Zum Thema ‚Väter‘ findet sich im Monitor folgende Aussage: ‚Die Zahl der Unternehmen, die Väter beispielsweise durch Ermunterung zu Elternzeit oder Teilzeit besonders fördert, hat sich in den vergangenen drei Jahren von 3,5 auf 9,9 % fast verdreifacht.‘

Ermutigung ist ein erster wichtiger Schritt, aber reden alleine reicht nicht aus. Und wenn da von drei Jahren Auszeit die Rede ist sind wohl vor allem die Mütter gemeint, denen die Angebote zum Wiedereinstieg nutzen sollen.

Es ist vor allem eine Frage der gelebten Unternehmenskultur, ob Väter sich so verhalten, wie sie sich in den verschiedensten Umfragen äußern.

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