{"id":9777,"date":"2019-03-11T13:39:46","date_gmt":"2019-03-11T13:39:46","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=9777"},"modified":"2019-03-18T13:59:09","modified_gmt":"2019-03-18T13:59:09","slug":"nutzung-von-homeoffice-und-flexible-arbeitszeiten-spiegeln-traditionelle-arbeitsteilung-wider","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2019\/03\/11\/nutzung-von-homeoffice-und-flexible-arbeitszeiten-spiegeln-traditionelle-arbeitsteilung-wider\/","title":{"rendered":"Nutzung von Homeoffice und flexible Arbeitszeiten spiegeln traditionelle Arbeitsteilung wider"},"content":{"rendered":"<p>Frauen und M\u00e4nner mit Kindern nutzen flexible Arbeitsmodelle wie Gleitzeit, Vertrauensarbeitszeit und Homeoffice unterschiedlich: W\u00e4hrend die V\u00e4ter sehr viel mehr Zeit in den Job stecken, machen M\u00fctter etwas mehr \u00dcberstunden, vor allem nehmen sie sich aber deutlich mehr Zeit f\u00fcr die Kinderbetreuung. Damit hilft flexibles Arbeiten zwar bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, es kann zugleich aber auch die klassische Rollenverteilung zwischen Frauen und M\u00e4nnern festigen oder sogar verst\u00e4rken. Dagegen helfen k\u00f6nnten klarere Regelungen, etwa eine Zeiterfassung im Homeoffice, und st\u00e4rkere Anreize f\u00fcr V\u00e4ter, sich ausf\u00fchrlicher um ihre Kinder zu k\u00fcmmern. Mehr Freizeit haben weder M\u00fctter noch V\u00e4ter durch flexible Arbeitszeiten. Das zeigt eine <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_wsi_report_47_2019.pdf \" target=\"_blank\">Studie<\/a> von Dr. Yvonne Lott, Gender- und Arbeitszeitforscherin am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-B\u00f6ckler-Stiftung.<\/p>\n<p>Wer nicht um Punkt sieben Uhr auf der Matte stehen muss, sondern seinen Arbeitsbeginn selbst bestimmen kann, hat es leichter \u2013 wenn der Nachwuchs morgens zu lange tr\u00f6delt, wird die verlorene Zeit eben nachmittags aufgeholt. Noch flexibler k\u00f6nnen Besch\u00e4ftigte die Arbeitszeit handhaben, wenn sie von Zuhause arbeiten d\u00fcrfen. Anhand von Daten des Sozio-oekonomischen Panels, einer ausf\u00fchrlichen Befragung, an der mehrere tausend Haushalte teilnehmen, hat WSI-Wissenschaftlerin Lott ermittelt, wie viel Zeit am Ende auf Erwerbsarbeit, Kinderbetreuung und andere Aktivit\u00e4ten entf\u00e4llt.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich f\u00fchren flexible Modelle bei beiden Geschlechtern im Schnitt zu l\u00e4ngeren Arbeitszeiten im Job, zeigt Lott. Bei M\u00e4nnern sei dieser Effekt deutlicher ausgepr\u00e4gt als bei Frauen. Wobei Letztere gleichzeitig mehr Zeit f\u00fcr die Kinder aufwenden und so h\u00e4ufig doppelt belastet sind. Der Abstand bei den Zeiten, die M\u00fctter und V\u00e4ter jeweils mit Erwerbst\u00e4tigkeit und mit Kinderbetreuung verbringen, w\u00e4chst mit der Flexibilit\u00e4t der Arbeit.<\/p>\n<p>Um die Gleichstellung zu f\u00f6rdern und die zeitliche Belastung von Eltern zu reduzieren, g\u00e4be es der Forscherin zufolge eine Reihe politischer Ma\u00dfnahmen: Die Zahl der Partner-Monate beim Elterngeld k\u00f6nnte von zwei auf sechs erh\u00f6ht werden, um Anreize f\u00fcr V\u00e4ter zu schaffen, sich st\u00e4rker in der Kinderbetreuung zu arrangieren. Hinzukommen sollte ein Recht auf Familienarbeitszeit, das M\u00e4nnern die Teilzeitarbeit schmackhaft macht.<\/p>\n<p>Auch die Sozialpartner sind gefragt: Eine \u201elebenslauforientierte Personalpolitik\u201c w\u00fcrde Besch\u00e4ftigten in privat besonders belastenden Phasen mehr Luft verschaffen. F\u00fchrungskr\u00e4fte sollten \u00fcberkommene Rollenbilder und die Vorstellung infrage stellen, lange Pr\u00e4senz im Betrieb sei gleichbedeutend mit hoher Motivation.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/14_118715.htm\" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frauen und M\u00e4nner mit Kindern nutzen flexible Arbeitsmodelle wie Gleitzeit, Vertrauensarbeitszeit und Homeoffice unterschiedlich: W\u00e4hrend die V\u00e4ter sehr viel mehr Zeit in den Job stecken, machen M\u00fctter etwas mehr \u00dcberstunden, vor allem nehmen sie sich aber deutlich mehr Zeit f\u00fcr die Kinderbetreuung. 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