{"id":9644,"date":"2018-09-25T10:19:14","date_gmt":"2018-09-25T10:19:14","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=9644"},"modified":"2018-10-30T11:13:20","modified_gmt":"2018-10-30T11:13:20","slug":"arbeitszeitwunsche-von-manner-und-frauen-nahern-sich-immer-mehr-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2018\/09\/25\/arbeitszeitwunsche-von-manner-und-frauen-nahern-sich-immer-mehr-an\/","title":{"rendered":"Arbeitszeitw\u00fcnsche von M\u00e4nner und Frauen n\u00e4hern sich immer mehr an"},"content":{"rendered":"<p>Viele Teilzeitbesch\u00e4ftigte w\u00fcrden gerne mehr arbeiten, viele Vollzeitbesch\u00e4ftigte lieber weniger. Paare w\u00fcnschen zunehmend, ihre Arbeitszeiten gleichm\u00e4\u00dfiger aufzuteilen. Die tats\u00e4chlichen Arbeitszeitmuster sind aber seit 30 Jahren erstaunlich stabil. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse einer aktuellen <a href=\"https:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.598469.de\/18-38-3.pdf \" target=\"_blank\">Studie<\/a> des Deutschen Instituts f\u00fcr Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Die DIW-\u00d6konomInnen haben auf Basis von Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) untersucht, inwieweit Wunsch und Wirklichkeit bei den Arbeitszeiten auseinanderklaffen, aber auch, welche Restriktionen der Verwirklichung von Arbeitszeitw\u00fcnschen im Wege stehen.<\/p>\n<p>\u201eDie Tatsache, dass die meisten Teilzeitbesch\u00e4ftigten Frauen sind, verf\u00fchrt zu der Annahme, dass Frauen grunds\u00e4tzlich gerne mehr arbeiten w\u00fcrden. Offensichtlich ist aber der Besch\u00e4ftigungsstatus und nicht das Geschlecht ausschlaggebend\u201c, fasst Studienautor Kai-Uwe M\u00fcller die Ergebnisse zusammen. Tats\u00e4chlich zeigt die Studie, dass sich in vergleichbaren Arbeitssituationen die W\u00fcnsche von M\u00e4nnern und Frauen nur geringf\u00fcgig unterscheiden:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.diw.de\/sixcms\/media.php\/37\/201809019_PM_Arbeitszeiten_Abb.png \"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone\" src=\"https:\/\/www.diw.de\/sixcms\/media.php\/37\/201809019_PM_Arbeitszeiten_Abb.png \" alt=\"\" width=\"704\" height=\"352\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Umfrage unter Paarhaushalten zeigt auch, dass sich Paare eine gleichm\u00e4\u00dfigere Aufteilung der Arbeitszeit w\u00fcnschen. Einseitige Stundenverteilungen werden hingegen kaum gew\u00fcnscht. Die Pr\u00e4ferenz f\u00fcr eine gleichm\u00e4\u00dfige Verteilung ist in Ostdeutschland nach wie vor deutlich gr\u00f6\u00dfer als im Westen.<\/p>\n<p><strong>Arbeitslosigkeit und Kinderbetreuung bestimmen \u00fcber Realisierung von Arbeitszeitw\u00fcnschen<\/strong><\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnde f\u00fcr \u00dcber- oder Unterbesch\u00e4ftigten sind vielschichtig. Zum einen kann es individuelle Pr\u00e4ferenzen geben, zum anderen spielen aber auch exogene Faktoren wie der Arbeitsmarkt in der Region oder die Kinderbetreuungsm\u00f6glichkeiten eine Rolle. Die H\u00fcrden, um gew\u00fcnschte Arbeitszeiten zu realisieren, sind allgemein gr\u00f6\u00dfer bei hoher Arbeitslosigkeit, f\u00fcr gering Qualifizierte, ausl\u00e4ndische und ostdeutsche Besch\u00e4ftigte sowie bei unzureichender Kinderbetreuung. Auch die Berufsgruppe ist entscheidend: So k\u00f6nnen beispielsweise ManagerInnen schwerer in Teilzeitjobs arbeiten.<\/p>\n<p>Unterschiede gibt es aber auch nach Geschlechtern. <!--more-->\u201eMit Restriktionen konfrontiert sind die Geschlechter eher dann, wenn die Arbeitszeiten nicht dem traditionellen Rollenmuster entsprechen: M\u00e4nner haben eher Probleme, geeignete Teilzeit-Jobs zu finden. F\u00fcr Frauen erschweren diverse Beschr\u00e4nkungen vor allem die Realisierung gew\u00fcnschter Vollzeitstellen\u201c, berichtet Kai-Uwe M\u00fcller<\/p>\n<p><strong>Verringerung von Arbeitszeitrestriktionen effektiver als monet\u00e4re Anreize f\u00fcr Zweitverdiener<\/strong><\/p>\n<p>Die Simulation zeigt, dass die reinen Anreizeffekte gr\u00f6\u00dfer sind als die tats\u00e4chlich zu erwartenden Besch\u00e4ftigungs\u00e4nderungen. \u201eDeutlich effektiver w\u00e4re es nach unseren Simulationen, die Restriktionen abzubauen\u201c, sagt Studienautor M\u00fcller. Denn in einem \u201eWunsch-Zustand\u201c ohne jegliche Restriktionen w\u00e4re die Besch\u00e4ftigungsquote von M\u00fcttern in Paarhaushalten um zehn\u00a0Prozentpunkte h\u00f6her als im Status quo (etwa 75\u00a0Prozent). Ihre durchschnittlichen Arbeitsstunden w\u00fcrden um etwa 25\u00a0Prozent steigen. Hingegen w\u00fcrden M\u00e4nner ihre Arbeitsstunden um rund f\u00fcnf\u00a0Prozent reduzieren.<\/p>\n<p>Zu den Realisierungschancen \u00e4u\u00dfert M\u00fcller: \u201eSelbstredend ist eine Arbeitswelt ganz ohne Restriktionen nur ein langfristiges Ideal, das neben einer drastisch verbesserten Kinderbetreuung auch Umw\u00e4lzungen der Arbeitskultur und der Zeitflexibilit\u00e4t in Unternehmen erfordert. Aber das Besch\u00e4ftigungspotential, das auf diese Weise freigesetzt w\u00fcrde, w\u00e4re enorm.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.diw.de\/de\/diw_01.c.598444.de\/themen_nachrichten\/mal_mehr_mal_weniger_arbeitszeitwuensche_von_maenner_und_frauen_naehern_sich_immer_mehr_an.html\" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Teilzeitbesch\u00e4ftigte w\u00fcrden gerne mehr arbeiten, viele Vollzeitbesch\u00e4ftigte lieber weniger. Paare w\u00fcnschen zunehmend, ihre Arbeitszeiten gleichm\u00e4\u00dfiger aufzuteilen. Die tats\u00e4chlichen Arbeitszeitmuster sind aber seit 30 Jahren erstaunlich stabil. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts f\u00fcr Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). 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