{"id":9608,"date":"2018-07-18T11:19:19","date_gmt":"2018-07-18T11:19:19","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=9608"},"modified":"2018-09-11T12:53:23","modified_gmt":"2018-09-11T12:53:23","slug":"erwerbstatigkeit-von-muttern-und-vatern-durch-werteinstellungen-beeinflusst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2018\/07\/18\/erwerbstatigkeit-von-muttern-und-vatern-durch-werteinstellungen-beeinflusst\/","title":{"rendered":"Erwerbst\u00e4tigkeit von M\u00fcttern (und V\u00e4tern) durch Werteinstellungen beeinflusst"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ejournals.duncker-humblot.de\/doi\/abs\/10.3790\/sfo.67.7.525?af=R \"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/elibrary.duncker-humblot.com\/img\/journals\/u\/sfov67i7.jpg\" alt=\"\" width=\"194\" height=\"288\" \/><\/a>Ob M\u00fctter sich dazu entschlie\u00dfen, einem Beruf nachzugehen, h\u00e4ngt nicht nur von materiellen Anreizen ab \u2013 es spielt auch eine Rolle, wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Gesellschaft bewertet wird, in der die Frauen leben. Das zeigen Wirtschaftswissenschaftlerinnen aus Marburg und Hamburg, indem sie die Verh\u00e4ltnisse in Ost- und Westdeutschland vergleichen.<\/p>\n<p>Zahlreiche sozialwissenschaftliche Erhebungen belegen, dass die weibliche Erwerbsbeteiligung durch institutionelle Ma\u00dfnahmen beeinflussbar ist, etwa durch Elternzeitregelungen oder das Steuersystem. \u201eUnsere Studie zeigt, wie solche materiellen Einfl\u00fcsse durch weiche Faktoren erg\u00e4nzt werden, besonders durch gesellschaftlich vorherrschende \u00dcberzeugungen zur Vereinbarkeit von Familie und Berufst\u00e4tigkeit\u201c, sagt Mitverfasserin Evelyn Korn. Die beiden Autorinnen analysierten die Entwicklung der Werthaltungen sowie des Erwerbsverhaltens in Ost- und Westdeutschland. \u201eWir nutzen die deutsche Teilung gewisserma\u00dfen als ein nat\u00fcrliches Experiment\u201c, f\u00fchrt Korn aus.<\/p>\n<p>Obwohl sich L\u00f6hne, Betreuungseinrichtungen und weitere Institutionen mittlerweile bundesweit weitgehend angeglichen haben, unterscheiden sich Ost- und Westdeutschland sowohl was den Grad der Erwerbsbeteiligung von M\u00fcttern angeht, als auch hinsichtlich der Einstellung zu der Frage, ob Familie und Beruf vereinbar seien. Wie der europaweite Vergleich zeigt, m\u00fcsste der Anteil der berufst\u00e4tigen M\u00fctter in Deutschland deutlich h\u00f6her ausfallen, sofern der institutionelle Rahmen die einzige Ursache f\u00fcr deren Erwerbsbeteiligung w\u00e4re. \u201eDas legt nahe, dass es einen Zusammenhang zwischen der m\u00fctterlichen Berufst\u00e4tigkeit und den \u00dcberzeugungen geben muss\u201c, legt Korn dar: \u201eWenn alle Akteure am Arbeitsmarkt glauben, dass Familie und Beruf vereinbar sind, wird sich dies in gr\u00f6\u00dferer weiblicher Erwerbsbeteiligung niederschlagen und umgekehrt.\u201c<\/p>\n<p>Ostdeutsche Frauen sind mehr in den Arbeitsmarkt integriert als ihre Geschlechtsgenossinnen im Westen der Republik: So sind ostdeutsche Frauen h\u00e4ufiger erwerbst\u00e4tig, seltener in Teilzeit, und insbesondere M\u00fctter sind doppelt so h\u00e4ufig in Vollzeit besch\u00e4ftigt wie in Westdeutschland. \u201eWir vermuten aufgrund unserer Analysen, dass die gr\u00f6\u00dfere \u00c4hnlichkeit ostdeutscher Frauen und M\u00e4nner in ihrem Arbeitsmarktverhalten auf die staatssozialistische Pr\u00e4gung der DDR-B\u00fcrgerinnen und -B\u00fcrger zur\u00fcckzuf\u00fchren ist\u201c, folgert Korn aus den Ergebnissen; \u201edie geringere \u00c4hnlichkeit westdeutscher Frauen und M\u00e4nner k\u00f6nnte hingegen auf das in der Wirtschaftswunderzeit der 1950er Jahre etablierte Einverdiener-Hausfrauenmodell zur\u00fcckgehen.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/idw-online.de\/de\/news699060 \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ob M\u00fctter sich dazu entschlie\u00dfen, einem Beruf nachzugehen, h\u00e4ngt nicht nur von materiellen Anreizen ab \u2013 es spielt auch eine Rolle, wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Gesellschaft bewertet wird, in der die Frauen leben. 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