{"id":9565,"date":"2018-05-11T09:54:33","date_gmt":"2018-05-11T09:54:33","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=9565"},"modified":"2018-06-02T10:20:32","modified_gmt":"2018-06-02T10:20:32","slug":"ein-pladoyer-fur-die-20-stunden-woche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2018\/05\/11\/ein-pladoyer-fur-die-20-stunden-woche\/","title":{"rendered":"Ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr die 20-Stunden-Woche"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/bl\u00fchende-Technik.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-9567 alignright\" title=\"bl\u00fchende Technik\" src=\"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/bl\u00fchende-Technik-661x1024.jpg\" alt=\"bl\u00fchende Technik\" width=\"143\" height=\"221\" srcset=\"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/bl\u00fchende-Technik-661x1024.jpg 661w, https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/bl\u00fchende-Technik-193x300.jpg 193w\" sizes=\"(max-width: 143px) 100vw, 143px\" \/><\/a>\u2026 hat <a href=\"https:\/\/editionf.com\/@\/teresabuecker\/articles \" target=\"_blank\">Teresa Buecker<\/a> auf der diesj\u00e4hrigen <a href=\"http:\/\/blogfamilia.de\/\" target=\"_blank\">Blogfamilia<\/a> am 5. Mai in Berlin gehalten. Es ist keine neue Erkenntnis, dass die Perspektiven von j\u00fcngeren V\u00e4tern und M\u00fcttern, insbesondere von denen, die marginalisierten Gruppen angeh\u00f6ren, im politischen und gesellschaftlichen Diskurs fehlen, denn sobald man f\u00fcr Familienmitglieder sorgt, bleibt weniger Zeit f\u00fcr den Austausch mit anderen.<\/p>\n<p>Darauf haben bereits 1986 Harald Seehausen und Ernest Jouhy in ihrer Schrift \u201aBl\u00fchende Technik \u2013 welkende Seelen\u2018 hingewiesen, in der sie die Auswirkungen des technisch sozialen Wandels auf die Lebenswelt von Eltern und Kindern hingewiesen haben und eine bezahlte Freistellung von V\u00e4tern und M\u00fcttern zum Beispiel f\u00fcr die T\u00e4tigkeit als Elternbeir\u00e4te in Kitas gefordert haben.<\/p>\n<p>Buecker greift die Gedanken von Seehausen und Jouhy auf, dass Menschen als Ausgleich f\u00fcr die \u201atiefgreifende Entwertung, Entfremdung und psychischen Belastungen\u2018 durch Arbeit \u201aneue Formen der Selbstverwirklichung wie des sozialen Netzes von Beziehungen\u2018 brauchen:<\/p>\n<p>\u201aEine meiner politischen Botschaften ist also, dass wenn wir nicht bald damit beginnen, alle weniger zu arbeiten \u2013 Menschen ohne Kinder profitieren auch davon, die brennen oft auch ohne Kinder aus und haben wenig Zeit f\u00fcr andere sinnvolle oder schlicht wohltuende Dinge \u2013 dann hat es langfristige und sch\u00e4dliche Folgen f\u00fcr unsere Gesellschaft. Es ist nur unter sehr hohen Kosten machbar.<\/p>\n<p>Auf der Strecke bleiben wir selbst als Menschen, und obwohl wir unsere Arbeit gern machen und unsere Kinder (oder pflegebed\u00fcrftigen Eltern) gute Betreuung haben, leiden wir, uns fehlt die Zeit. Partnerschaften leiden und zerbrechen \u2013 ganz oft auch, weil die gesellschaftlichen Strukturen diese Partnerschaften nicht tragen k\u00f6nnen. Nat\u00fcrlich m\u00fcssen auch endlich die Rahmenbedingungen f\u00fcr Alleinerziehende, Getrennt-Erziehende und Solo-Eltern besser werden, aber viele Beziehungen h\u00e4tten nicht zerbrechen m\u00fcssen, wenn wir endlich die Bedingungen schaffen, in denen die Menschlichkeit und emotionalen und k\u00f6rperlichen Bed\u00fcrfnisse wieder wichtiger sind, als Produktionskraft zu sein.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen arbeiten und von diesem Einkommen gut leben k\u00f6nnen, ohne dass st\u00e4ndig alles zu viel ist, ohne dass wir gesundheitliche und seelische Grenzen \u00fcberschreiten. Man kann es nicht sch\u00f6nreden, so, wie viele von uns leben und leben m\u00fcssen, ist krank. Es macht krank. \u2026\u2018<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/editionf.com\/blogfamilia-2018-keynote-familienblogs-politik \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u2026 hat Teresa Buecker auf der diesj\u00e4hrigen Blogfamilia am 5. Mai in Berlin gehalten. Es ist keine neue Erkenntnis, dass die Perspektiven von j\u00fcngeren V\u00e4tern und M\u00fcttern, insbesondere von denen, die marginalisierten Gruppen angeh\u00f6ren, im politischen und gesellschaftlichen Diskurs fehlen, denn sobald man f\u00fcr Familienmitglieder sorgt, bleibt weniger Zeit f\u00fcr den Austausch mit anderen. 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