{"id":9563,"date":"2018-05-08T17:55:59","date_gmt":"2018-05-08T17:55:59","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=9563"},"modified":"2018-05-13T18:06:06","modified_gmt":"2018-05-13T18:06:06","slug":"vater-und-mutter-wollen-mehr-familienzeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2018\/05\/08\/vater-und-mutter-wollen-mehr-familienzeit\/","title":{"rendered":"V\u00e4ter und M\u00fctter wollen mehr Familienzeit"},"content":{"rendered":"<p>Sabine Walper und Shih-cheng Lien vom Deutschen Jugendinstitut in M\u00fcnchen werteten Tagebuchprotokolle von 665 Paarhaushalten mit mindestens einem Kind unter 10 Jahren aus. Als Grundlage dienten die Daten der Zeitverwendungserhebung des Statistischen Bundesamts aus den Jahren 2012\/2013. \u201eDie empirischen Analysen zeigen, dass in Familien mit aktiven V\u00e4tern die Partnerinnen nicht weniger, sondern ebenfalls mehr Zeit f\u00fcr die Kinderbetreuung aufbringen\u201c, sagt DJI-Forschungsdirektorin Walper. Die Betreuungszeiten der M\u00e4nner werden vor allem als gemeinsame Zeit genutzt. Die Studienergebnisse entsprechen dem Trend einer Intensivierung von Elternschaft: V\u00e4ter wie M\u00fctter verwenden heute durchschnittlich mehr Zeit f\u00fcr die Kinderbetreuung, obwohl die Kinderzahl in den Familien im vergangenen Jahrzehnt gesunken ist und die Dauer zugenommen hat, die Kinder in Kita oder Schule verbringen.<\/p>\n<p>Die DJI-Studie best\u00e4tigt Ergebnisse internationaler Zeitbudgetstudien. Demnach ver\u00e4ndern sich in den meisten hoch entwickelten Industriel\u00e4ndern, auch den nordeurop\u00e4ischen mit guter Infrastruktur f\u00fcr Kinder, Zeitbedarf und Zeitaufwand f\u00fcr M\u00fctter weder durch zus\u00e4tzliche Kinderbetreuungsangebote noch durch ein verst\u00e4rktes Engagement der V\u00e4ter. Vielmehr offenbart sich ein ver\u00e4nderter Anspruch an Familienleben und Partnerschaft: W\u00e4hrend im traditionellen Familienmodell die Aufgaben von Mutter und Vater funktional aufgeteilt waren, wollen Frauen und M\u00e4nner heute den Familienalltag gemeinsam gestalten. Partnerschaft bedeutet f\u00fcr sie auch, sich gemeinschaftlich um die Kinder zu k\u00fcmmern.<\/p>\n<p>N\u00f6tig sind bessere M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Eltern, die Arbeitszeit zu reduzieren<\/p>\n<p>Die Ergebnisse der DJI-Studie machen deutlich, dass familienpolitische Ma\u00dfnahmen, die sich alleine auf die Entlastung der Eltern von Betreuungsaufgaben konzentrieren, nicht ausreichen, um sie bei der Verwirklichung ihrer Vorstellung von Familie zu unterst\u00fctzen. Denn mehr Betreuungsangebote erm\u00f6glichen ihnen nicht mehr Familienzeit. Wichtig sind auch bessere M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Eltern, ihre Arbeitszeit zu reduzieren \u2013 ohne dass sie \u00f6konomische Einschnitte und Karrierenachteile in Kauf nehmen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Die Studienergebnisse sind unter dem Titel \u201eRoutinebetreuung und interaktive \u201eQuality Time\u201c: Was beeinflusst, wie viel Zeit V\u00e4ter wie mit ihren Kindern verbringen?&#8220; in der Zeitschrift f\u00fcr Familienforschung (<a href=\"https:\/\/shop.budrich-academic.de\/produkt\/heft-1-2018-zff-zeitschrift-fuer-familienforschung\/?v=3a52f3c22ed6 \" target=\"_blank\">ZFF 1-2018<\/a>) erschienen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/idw-online.de\/de\/news694081 \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sabine Walper und Shih-cheng Lien vom Deutschen Jugendinstitut in M\u00fcnchen werteten Tagebuchprotokolle von 665 Paarhaushalten mit mindestens einem Kind unter 10 Jahren aus. 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