{"id":9510,"date":"2018-03-29T12:26:42","date_gmt":"2018-03-29T12:26:42","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=9510"},"modified":"2018-04-04T12:41:50","modified_gmt":"2018-04-04T12:41:50","slug":"angst-vor-karrierenachteilen-ist-unbegrundet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2018\/03\/29\/angst-vor-karrierenachteilen-ist-unbegrundet\/","title":{"rendered":"Angst vor Karrierenachteilen ist unbegr\u00fcndet"},"content":{"rendered":"<p>Daniel Jagar, Senior Manager bei <a href=\"https:\/\/home.kpmg.com\/xx\/en\/home.html\" target=\"_blank\">KPMG<\/a> in Frankfurt, einem der f\u00fchrenden Wirtschaftspr\u00fcfungs- und Beratungsunternehmen in Deutschland berichtet in einem Interview f\u00fcr den Blog der <a href=\"http:\/\/mff-memorandum.de\/\" target=\"_blank\">Initiative<\/a> \u201aMemorandum f\u00fcr Frauen in F\u00fchrung\u2018 \u00fcber seine viermonatige Elternzeit und sein selbstbewusstes Vatersein:<\/p>\n<p><strong>\u201eElternzeit bei V\u00e4tern wird immer beliebter, allerdings nehmen die meisten \u2026 zwei Monate Elterngeld in Anspruch. Wie kam es, dass Sie l\u00e4nger zu Hause geblieben sind?<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe auch ein bisschen herumgefragt und es hat mich wirklich verbl\u00fcfft, dass niemand l\u00e4nger als zwei Monate zu Hause geblieben ist. Bei vielen mag das finanzielle Gr\u00fcnde haben. Bei uns war es so, dass meine Frau, die auch bei KPMG arbeitet, gerne im Winter vor Beginn der Busy Season wieder einsteigen wollte, um den Kontakt zu ihren Kunden zu halten \u2013 da habe ich die restliche Zeit bis zum Kitastart \u00fcberbr\u00fcckt und vier Monate Elternzeit genommen. Und festgestellt, dass ein Projekt auch mal ohne mich funktioniert und meine Teamkollegen diese Monate dankenswerter Weise gut \u00fcberbr\u00fcckt haben. Man meint ja immer, man sei in so viele Dinge involviert, dass gar nichts mehr ohne einen gehen w\u00fcrde. Aber klar geht das. \u2026<\/p>\n<p><strong>Welche Bef\u00fcrchtungen hatten Sie vor Karrierenachteilen durch die Elternzeit?<\/strong><\/p>\n<p>Ich glaube, die Zeiten sind vorbei. Auch in der Beraterbranche kann man zum Kunden offen sagen: Wir sind ein gro\u00dfes professionelles Team, Ihre Belange werden immer erf\u00fcllt und es ist immer jemand f\u00fcr Sie erreichbar \u2013 auch wenn das von 16 bis 19 Uhr nicht immer ich sein werde.<\/p>\n<p><strong>Wie haben Sie Ihre Elternzeit im Unternehmen und mit Ihren Kunden kommuniziert?<\/strong><\/p>\n<p>Im Team habe ich ganz offen gesagt, dass ich plane, vier Monate weg zu sein, aber eine ordentliche \u00dcbergabe mache und telefonisch erreichbar bleibe. Das wurde durchweg positiv aufgenommen. Kollegen, mit denen ich seltener in Kontakt bin, habe ich proaktiv eine E-Mail geschrieben und meine Kunden habe ich angerufen. Ich wollte nicht, dass sie eine Abwesenheitsnotiz erhalten und nicht wissen, ob ich krank bin, verreist oder ins Ausland versetzt wurde. Die meisten haben sich gefreut, manche waren verbl\u00fcfft, aber alle fanden es gut.<\/p>\n<p><strong>Was raten Sie V\u00e4tern, die gerade vor der Entscheidung stehen, ob und wie lange sie Elternzeit nehmen sollen?<\/strong><\/p>\n<p>Auf jeden Fall machen. Es lohnt sich. Mein Tipp ist, selbstbewusst damit umzugehen und offen kommunizieren, wann und wie lange eine Elternzeit geplant ist. Die Angst vor Karrierenachteilen ist unbegr\u00fcndet. Ich mag nicht ausschlie\u00dfen, dass es im Einzelfall noch so ist, aber bei modernen Arbeitgebern sind diese Zeiten vorbei.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/mff-memorandum.de\/elternzeit-vater-kpmg\/ \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Daniel Jagar, Senior Manager bei KPMG in Frankfurt, einem der f\u00fchrenden Wirtschaftspr\u00fcfungs- und Beratungsunternehmen in Deutschland berichtet in einem Interview f\u00fcr den Blog der Initiative \u201aMemorandum f\u00fcr Frauen in F\u00fchrung\u2018 \u00fcber seine viermonatige Elternzeit und sein selbstbewusstes Vatersein: \u201eElternzeit bei V\u00e4tern wird immer beliebter, allerdings nehmen die meisten \u2026 zwei Monate Elterngeld in Anspruch. 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