{"id":9373,"date":"2018-01-30T19:33:20","date_gmt":"2018-01-30T19:33:20","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=9373"},"modified":"2018-01-30T19:33:20","modified_gmt":"2018-01-30T19:33:20","slug":"ein-sauberer-deal-tiefere-steuern-fur-firmen-gegen-eine-vaterzeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2018\/01\/30\/ein-sauberer-deal-tiefere-steuern-fur-firmen-gegen-eine-vaterzeit\/","title":{"rendered":"Ein sauberer Deal? &#8211; Tiefere Steuern f\u00fcr Firmen gegen eine V\u00e4terzeit"},"content":{"rendered":"<p>Der Schweizer Finanzminister Ueli Maurer steht vor einer kniffligen Aufgabe: Wie kann er die Reform der Unternehmenssteuern ausgestalten, damit sie die B\u00fcrgerlichen unterst\u00fctzen und die Linke nicht erneut das Referendum dagegen ergreift und sie so vors Volk bringt? Erst vor einem Jahr ist die Unternehmenssteuerreform an der Urne mit 59 Prozent klar gescheitert.<\/p>\n<p>Nun bringen die Gewerkschaften einen neuen Vorschlag ein, wie Maurer ein Referendum von linker Seite verhindern kann: mit einem <a href=\"http:\/\/www.vaterschaftsurlaub.ch\/\" target=\"_blank\">Vaterschaftsurlaub<\/a>. \u00abDas w\u00e4re ein eigentlicher Referendumsblocker\u00bb, ist Adrian W\u00fcthrich \u00fcberzeugt, Gesch\u00e4ftsleiter des Gewerkschaftsdachverbands Travailsuisse.<\/p>\n<p>Die Gewerkschaften wollen, dass V\u00e4ter bei der Geburt eines Kindes k\u00fcnftig 20 Tage Urlaub beziehen k\u00f6nnen. Finanziert werden soll er wie schon der Mutterschaftsurlaub \u00fcber die Erwerbsersatzordnung. Nach Berechnungen des Bundesrats entst\u00fcnden dadurch Kosten von 420 Millionen Franken pro Jahr. Arbeitgeber und Arbeitnehmer m\u00fcssten daf\u00fcr einen Bruchteil eines Lohnprozents \u2013 0,055 Prozent \u2013 bezahlen.<\/p>\n<p>Wenn der Vaterschaftsurlaub eingef\u00fchrt w\u00e4re der Bundesrat nach Einsch\u00e4tzung W\u00fcthrichs mit seiner Vorlage auf der sicheren Seite. Er sieht auch Vorteile f\u00fcr kleine und mittlere Unternehmen: Gerade diese k\u00f6nnten es sich nicht leisten, auf eigene Kosten einen Vaterschaftsurlaub einzuf\u00fchren, und gerieten dadurch im Wettbewerb um gut qualifizierte Arbeitskr\u00e4fte ins Hintertreffen.<\/p>\n<p>Die Gewerkschaften orientieren sich mit ihrem Vorschlag am Kanton Waadt: Den B\u00fcrgerlichen und der Wirtschaft wurden vor der Abstimmung zur kantonalen Unternehmenssteuerreform tiefere Steuern in Aussicht gestellt, den Privaten Kindergelder, Beitr\u00e4ge an die Kinderbetreuung und an die Krankenkassenpr\u00e4mien. Die Vorlage wurde 2016 von 87 Prozent der Stimmenden angenommen.<\/p>\n<p>Die Gewerkschaften sto\u00dfen mit ihrem Vorschlag auch in der politischen Mitte auf Sympathien. F\u00fcr Pirmin Bischof, Pr\u00e4sident der Kommission f\u00fcr Wirtschaft und Abgaben des St\u00e4nderats, ist der Vaterschaftsurlaub eine denkbare Option. Damit eine Reform bei der Stimmbev\u00f6lkerung eine Chance habe, brauche es einen sozialen Ausgleich, und der Vaterschaftsurlaub sei daf\u00fcr eine Option. Die neue Steuervorlage aber sei praktisch dieselbe wie jene, die vor einem Jahr an der Urne abgest\u00fcrzt sei. Damit sich das nicht wiederhole, brauche es zus\u00e4tzliche Anstrengungen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/schweiz\/tiefere-steuern-fuer-firmen-ferien-fuer-vaeter\/story\/10373368\" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Schweizer Finanzminister Ueli Maurer steht vor einer kniffligen Aufgabe: Wie kann er die Reform der Unternehmenssteuern ausgestalten, damit sie die B\u00fcrgerlichen unterst\u00fctzen und die Linke nicht erneut das Referendum dagegen ergreift und sie so vors Volk bringt? Erst vor einem Jahr ist die Unternehmenssteuerreform an der Urne mit 59 Prozent klar gescheitert. 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