{"id":9212,"date":"2017-09-17T04:24:51","date_gmt":"2017-09-17T04:24:51","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=9212"},"modified":"2017-09-20T04:29:39","modified_gmt":"2017-09-20T04:29:39","slug":"kinder-sind-bei-tatsachlich-geteiltem-sorgerecht-weniger-gestresst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2017\/09\/17\/kinder-sind-bei-tatsachlich-geteiltem-sorgerecht-weniger-gestresst\/","title":{"rendered":"Kinder sind bei tats\u00e4chlich geteiltem Sorgerecht weniger gestresst"},"content":{"rendered":"<p>Kinder, die \u00fcberwiegend bei einem Elternteil leben, sind eher gestresst als jene, die zwei Zuhause haben. Die Vorteile \u00fcberwiegen &#8211; und das unabh\u00e4ngig vom Ausma\u00df des Konflikts zwischen den Eltern oder zwischen einem Elternteil und dem Kind. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der <a href=\"http:\/\/www.suda.su.se\/about-us\/press-media\/shared-custody-equals-less-stress-for-children-1.344178\" target=\"_blank\">Universit\u00e4t Stockholm<\/a>.<\/p>\n<p>Eine Erkl\u00e4rung f\u00fcr die Vorteile der Doppelresidenz k\u00f6nnte sein, dass Kinder, welche die meiste Zeit ohne einen Elternteil leben, Ressourcen wie Verwandte, Freunde und Geld verlieren. Fr\u00fchere Studien hatten auch ergeben, dass Kinder sich Sorgen \u00fcber den abwesenden Elternteil machen, was laut Forschungsleiter Jani Turunen zu mehr Stress f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Dass Kinder, die Vollzeit mit einem Elternteil leben, psychisch in schlechterem Zustand sind, ist erwiesen. Die aktuelle Studie untersuchte jedoch gezielt Stress. Geteiltes physisches Sorgerecht bedeutet, dass das Kind tats\u00e4chlich gleich viel oder fast gleich viel Zeit mit beiden Eltern in zwei getrennten Haushalten verbringt. F\u00fcr die Studie wurden Daten der &#8222;Surveys of Living Conditions in Schweden&#8220; f\u00fcr die Jahre 2001 bis 2003 und Registerdaten herangezogen.<\/p>\n<p>Schweden gilt oft als Vorreiter bei neuen Familienformen und beim Verhalten bei Scheidung, Schwangerschaft und Familienrekonstruktion. Daher sind die Ergebnisse der Studie f\u00fcr die heutige Situation in vielen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern relevant. Laut Turunen entspricht sie jener in Schweden vor 15 Jahren. F\u00fcr die Umfrage beantworteten 807 Kinder mit verschiedenen Wohnformen Fragen zur Stressh\u00e4ufigkeit und wie gut oder schlecht sie mit ihren Eltern auskamen. Die Eltern gaben an, wie gut das Verh\u00e4ltnis zu ihrem fr\u00fcheren Partner war.<\/p>\n<p>Die im \u201e<a href=\"http:\/\/www.tandfonline.com\/toc\/wjdr20\/current\" target=\"_blank\">Journal of Divorce &amp; Remarriage<\/a>&#8220; ver\u00f6ffentlichten <a href=\"http:\/\/www.tandfonline.com\/doi\/full\/10.1080\/10502556.2017.1325648 \" target=\"_blank\">Studienergebnisse<\/a> zeigen, dass Kinder, die nur mit einem Elternteil leben, wahrscheinlicher mehrmals in der Woche gestresst sind. Das gilt auch dann, wenn die Eltern eine schlechte Beziehung zueinander haben oder wenn die Kinder mit beiden schlecht auskommen. Die Sorge, dass geteiltes physisches Sorgerecht durch eine instabile Lebenssituation zu mehr Stress f\u00fcr die Kinder f\u00fchren k\u00f6nnte, beruht laut Turunen auf theoretischen Annahmen und nicht auf empirischer Forschung.<\/p>\n<p>Kinder in dieser Lebensform sind gestresst, weil sie eine aktive Beziehung zu beiden Elternteilen haben. Sie ist laut fr\u00fcheren Studien f\u00fcr das Wohlbefinden von Kindern wichtig. Die Kinder nehmen die Beziehung als besser wahr und beide Elternteile k\u00f6nnen in ihrer Rolle aktiver sein. Das Leben mit beiden Eltern bedeutet f\u00fcr die Kinder keine Instabilit\u00e4t. Es handle sich nur um die Anpassung an eine andere Wohnsituation. Regelm\u00e4\u00dfiger Wechsel zwischen den Haushalten und ein guter Kontakt bringe vielmehr Stabilit\u00e4t.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pressetext.com\/news\/20170830022 \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kinder, die \u00fcberwiegend bei einem Elternteil leben, sind eher gestresst als jene, die zwei Zuhause haben. Die Vorteile \u00fcberwiegen &#8211; und das unabh\u00e4ngig vom Ausma\u00df des Konflikts zwischen den Eltern oder zwischen einem Elternteil und dem Kind. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Universit\u00e4t Stockholm. 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