{"id":917,"date":"2008-09-07T19:47:37","date_gmt":"2008-09-07T18:47:37","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=917"},"modified":"2008-09-08T19:51:11","modified_gmt":"2008-09-08T18:51:11","slug":"ich-auch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2008\/09\/07\/ich-auch\/","title":{"rendered":"ICH AUCH &#8230;"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Die Kritiker der neuen Familienpolitik n\u00f6rgeln: Das Elterngeld sei ein staatliches Freizeitprogramm f\u00fcr Besserverdiener. Genauso ist es. Und das ist wunderbar! <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Eine pers\u00f6nliche Bilanz, die sehr ansteckend wirkt, zieht Horst von Buttlar in der <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\" target=\"_blank\">Financial Times Deutschland<\/a>.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">\u201aLangsam sickert es durch. Man h\u00f6rt diese ganzen wunderbaren Geschichten, von Monaten ungeahnter Freiheit, von Flucht mit der Familie, von Abenteuern. Von kleinen Ewigkeiten zu Hause, einer Auszeit im Ausland, \u2026 vom Ausklinken an sch\u00f6nen Orten mit Menschen, die einem am liebsten sind. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Geschichten sind das, die wir vor Jahren nie gewagt h\u00e4tten zu tr\u00e4umen, geschweige denn sie zu erz\u00e4hlen. Und je mehr V\u00e4ter sie erz\u00e4hlen &#8211; V\u00e4ter, die pl\u00f6tzlich etwas sein konnten, was sie nie waren: n\u00e4mlich nur V\u00e4ter -, je mehr also diese neue Spezies die Geschichten von den V\u00e4termonaten erz\u00e4hlt, desto mehr sickert es durch. Es wird Normalit\u00e4t, setzt sich in unseren K\u00f6pfen fest. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Knapp zwei Jahre nach dem Start des Elterngelds lautet die Frage nicht mehr: Warum? Sondern: Warum nicht? \u00dcber 100.000 V\u00e4ter haben sich diese Frage gestellt, und das ist erst der Anfang. \u2026<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">In uns allen wird es nagen, br\u00fcten und brodeln, denn in unserem Leben, das so vorgezeichnet schien, ist pl\u00f6tzlich ein kleiner Abzweiger. Wir werden an unseren Schreibtischen sitzen, an dem wir seit Jahren f\u00fcnf, sechs Tage die Woche und zehn Stunden am Tag hocken, und uns immer wieder fragen, was uns da Neues reizt, wieso es pl\u00f6tzlich eine Option gibt, die unser Koordinatensystem leise verschiebt. Bei vielen werden am Ende zwei Worte h\u00e4ngen bleiben: ICH AUCH. \u2026<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Mit dem Elterngeld hat die Regierung, ganz unbewusst, eine kleine Revolution in Gang gesetzt. Bei den aufstrebenden Kohorten der jungen Generation zwischen 25 und 40 werden sich die Werte nachhaltiger verschieben, als wir heute ahnen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Das klingt zun\u00e4chst nach einer gewagten \u00dcbersch\u00e4tzung dieser Sozialleistung. Und es stimmt ja, machen wir uns nichts vor: Das Elterngeld ist weder Allheilmittel f\u00fcr demografisch zerr\u00fcttete Nationen, noch schreibt es Biografien um. Die zwei Monate, auf die sich die V\u00e4ter mehrheitlich beschr\u00e4nken, sind eine kosmetische Erziehungszeit, ein Klacks, eine K\u00fcr am Wickeltisch. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Und doch ist es etwas Gro\u00dfes, mehr, als wir anfangs vermuten. Es kommt also dieser Tag, an dem man von hundert auf null runterf\u00e4hrt, wobei es sich gar nicht wie null anf\u00fchlt<\/span><!--more--><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\"> &#8211; es ist ein anderes Zahlensystem, eine neue Hundert. Da ist pl\u00f6tzlich nur: Familie. Und w\u00e4hrend die Tage vergehen, verschwinden bald diese ganzen alten Wichtigkeiten, w\u00e4hrend man entschleunigt, runterkommt, losl\u00e4sst und Luft holt, empfindet man ein wenig Demut. \u2026<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana;\">Weiterlesen <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/:Kommentar-Im-Sommer-geh%F6rt-Vati-mir\/410058.html \" target=\"_blank\">\u2026<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Kritiker der neuen Familienpolitik n\u00f6rgeln: Das Elterngeld sei ein staatliches Freizeitprogramm f\u00fcr Besserverdiener. Genauso ist es. Und das ist wunderbar! Eine pers\u00f6nliche Bilanz, die sehr ansteckend wirkt, zieht Horst von Buttlar in der Financial Times Deutschland. \u201aLangsam sickert es durch. 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