{"id":9167,"date":"2017-06-24T16:49:03","date_gmt":"2017-06-24T16:49:03","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=9167"},"modified":"2017-08-30T19:58:29","modified_gmt":"2017-08-30T19:58:29","slug":"junge-manner-wollen-nicht-wie-ihre-vater-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2017\/06\/24\/junge-manner-wollen-nicht-wie-ihre-vater-sein\/","title":{"rendered":"Junge M\u00e4nner wollen nicht wie ihre V\u00e4ter sein"},"content":{"rendered":"<p>Im Interview mit dem Handelsblatt berichtet die Soziologin Jutta Allmendinger \u00fcber die neue Einstellung der Deutschen zur Arbeit, was der Job f\u00fcr das Sozialleben bedeutet und wie sich das Karrieredenken von M\u00e4nnern gewandelt hat.<\/p>\n<p><strong>&#8222;Frau Allmendinger, Sie haben Interviews mit mehr als 3000 Deutschen ausgewertet, um herauszufinden, wie sie leben und was ihnen wichtig ist. Was haben Sie dabei gelernt?<\/strong><br \/>\nDas klingt jetzt alles andere als sexy, aber ein zentrales Ergebnis ist: Der Mensch ist ein soziales Wesen. Wir sind gerne im Kreis von Leuten, die wir sch\u00e4tzen, die uns etwas bedeuten. Dann geht es uns gut.<\/p>\n<p><strong>Was ist mit Karriere, mit Statussymbolen, mit teuren Autos und gro\u00dfen H\u00e4usern?<\/strong><br \/>\nErwerbst\u00e4tigkeit ist neben der N\u00e4he zu anderen f\u00fcr fast alle Menschen ein sehr hohes Gut. F\u00fcr viele ist es sogar wichtiger, als zum Beispiel Kinder zu bekommen. Das liegt nicht nur daran, dass die Menschen Geld zum Leben brauchen. Knapp 60 Prozent der Befragten w\u00fcrden sogar arbeiten, wenn sie daf\u00fcr keinen Lohn bek\u00e4men. Die Studie zeigt: es geht den Menschen auch hier um N\u00e4he, um ein Leben au\u00dferhalb der eigenen vier W\u00e4nde, um Selbstentfaltung.<\/p>\n<p><strong>Konnten Sie bei Ihrer Untersuchung Unterschiede zwischen M\u00e4nnern und Frauen feststellen, was das Arbeiten betrifft?<\/strong><br \/>\nKarriere machen wollen alle in einem gewissen Rahmen. M\u00e4nner wie Frauen verabschieden sich aber von Karrieren, die darauf basieren, dass eine Person 60 Stunden arbeitet und die andere einkaufen geht, putzt, kocht und die Kinder gro\u00dfzieht.<\/p>\n<p><strong>Was genau \u00e4ndert sich?<\/strong><br \/>\nFrauen dr\u00e4ngen immer st\u00e4rker auf den Arbeitsmarkt. Aber, und das sagten Frauen schon vor vielen Jahren, sie wollen keine klassisch m\u00e4nnliche Karriere hinlegen, sondern auch mit 35 oder 40 Stunden Arbeit in der Woche verantwortungsvolle Jobs machen.<\/p>\n<p><strong>Und die M\u00e4nner?<\/strong><br \/>\nIhnen wird klar, dass sie kein zweites Leben haben, in dem sie auch mal ihre Familie bei Tageslicht sehen k\u00f6nnen. Mit 60, 70 Jahren merken sie, dass sie sich zu wenig um ihre Kinder gek\u00fcmmert haben. Sie haben dadurch zwar viel erlebt, aber ganz wichtige Dinge im Leben verpasst. In dieser Hinsicht wollen heutige M\u00e4nner nicht wie ihre V\u00e4ter werden: Immer mehr M\u00e4nner nehmen Elternzeit und schieben gerne den Kinderwagen. &#8230;&#8220;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/orange.handelsblatt.com\/artikel\/28970 \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Interview mit dem Handelsblatt berichtet die Soziologin Jutta Allmendinger \u00fcber die neue Einstellung der Deutschen zur Arbeit, was der Job f\u00fcr das Sozialleben bedeutet und wie sich das Karrieredenken von M\u00e4nnern gewandelt hat. &#8222;Frau Allmendinger, Sie haben Interviews mit mehr als 3000 Deutschen ausgewertet, um herauszufinden, wie sie leben und was ihnen wichtig ist. 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