{"id":8843,"date":"2016-05-15T13:38:14","date_gmt":"2016-05-15T13:38:14","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=8843"},"modified":"2016-05-17T13:41:13","modified_gmt":"2016-05-17T13:41:13","slug":"elternkongress-in-karlsruhe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2016\/05\/15\/elternkongress-in-karlsruhe\/","title":{"rendered":"Elternkongress in Karlsruhe"},"content":{"rendered":"<p>Seit dem letzten V\u00e4terkongress am 23. Juni 2012 zum Thema \u201eVereinbarkeit auch f\u00fcr V\u00e4ter &#8211; Familie zwischen Eigen- und Fremdbetreuung\u201c hat sich der Bundesverein V\u00e4teraufbruch f\u00fcr Kinder (VAfK) als Antwort auf die ver\u00e4nderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen f\u00fcr Familien und den noch immer bestehenden Reformbedarf im Kontext von Trennung und Scheidung neu positioniert.<\/p>\n<p>Dies f\u00fchrte zur Konzeption eines \u201eElternkongresses\u201c, veranstaltet vom VAfK-Landesverein Baden-W\u00fcrttemberg. Der erste Elternkongress findet am <strong>15. Juli 2016 in Karlsruhe <\/strong>statt:<\/p>\n<p><strong>Eltern sein \u2013 Eltern bleiben Rahmenbedingungen f\u00fcr gemeinsam oder getrennt erziehende Eltern und die Rolle der familialen Professionen. <\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Familienpolitik einerseits auf den gesellschaftlichen Wandel, verbunden mit der Aufl\u00f6sung traditioneller Geschlechterrollen und Familienformen reagiert und mit Ma\u00dfnahmen wie ElterngeldPlus, Flexibilisierung der Elternzeit und Ausbau der Ganztagsbetreuung die partnerschaftliche Vereinbarkeit von Beruf und Familie f\u00fcr M\u00fctter und V\u00e4ter im Lebensverlauf f\u00f6rdert, erfolgt andererseits nach Trennung und Scheidung noch immer eine \u201eRolle r\u00fcckw\u00e4rts\u201c in tradierte Rollenmuster: Ein Elternteil, in der Regel die Mutter, ist schwerpunktm\u00e4\u00dfig f\u00fcr die Kinderbetreuung und \u2013erziehung zust\u00e4ndig und wird zur \u201ealleinerziehenden Mutter\u201c, w\u00e4hrend der andere Elternteil, in der Regel der Vater, schwerpunktm\u00e4\u00dfig f\u00fcr den Kindesunterhalt zust\u00e4ndig ist und zum \u201eUmgangselternteil\u201c wird. Das f\u00fchrt zu einseitigen Belastungen und verhindert Entwicklungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr alle Beteiligten. Die h\u00e4ufige Folge sind eskalierende, sich \u00fcber viele Jahre hinziehende Elternkonflikte und der Kontaktverlust der Kinder zum getrennt lebenden Elternteil bis hin zur v\u00f6lligen Entfremdung.<\/p>\n<p>Die mit Familienkonflikten befassten (\u201efamilialen\u201c) Professionen stehen vor der Aufgabe, zu verhindern, dass das Kind in den Brunnen f\u00e4llt, oder es herauszuholen. Dabei erweist sich elterliche \u201eHochstrittigkeit\u201c als umfassende Entwicklungsblockade, oft auch als gezielte Prozesstaktik, vor der selbst Experten kapitulieren. Um elterlichen Konflikt- und auch Verweigerungshaltungen wirksam zu begegnen, bedarf es der interdisziplin\u00e4ren Vernetzung, verbunden mit geeigneten Instrumentarien und eines familienrechtlichen Leitbildes gleichverantwortlicher Elternschaft, das in anderen L\u00e4ndern l\u00e4ngst existiert, in Deutschland jedoch noch heftig umstritten ist.<\/p>\n<p>Somit ist im Spannungsfeld zwischen gesellschaftlicher Ver\u00e4nderung und Verharren in tradierten Rollenmustern die Frage zu stellen, ob Begriffe und Konzepte wie \u201eResidenzmodell\u201c, \u201eLebensmittelpunkt des Kindes\u201c, \u201ealleinerziehend\u201c oder \u201eEin-Eltern-Familie\u201c noch brauchbar sind, um vielgestaltige Entwicklungsperspektiven abzubilden, oder ob sie elterliche (Hoch-)Konflikthaftigkeit im Kontext von Trennung und Scheidung sogar f\u00f6rdern. An welchen Begriffen und Konzepten sollte sich eine dringend erforderliche Weiterentwicklung der Gesetzgebung und der<\/p>\n<p>familienrechtlichen Praxis orientieren, um den mit der zunehmenden Anzahl von Trennungsfamilien wachsenden gesellschaftlichen Herausforderungen gerecht zu werden?<\/p>\n<p>Im Rahmen des neu konzipierten Elternkongresses, der sowohl Eltern als auch familiale Professionen anspricht und zusammenf\u00fchrt, sind alle Teilnehmer\/innen herzlich eingeladen, sich mit diesen und anderen aktuellen Fragen l\u00f6sungsorientiert und praxisnah auseinanderzusetzen.<\/p>\n<p>Die Veranstalter freuen sich \u00fcber die Zusagen der folgenden Referent\/inn\/en:<\/p>\n<ul>\n<li>Daniela Conrad-Graf, Richterin am OLG Karlsruhe<\/li>\n<li>Ursula Kodjoe, Dipl.-Psychologin, Dipl.-Sozialp\u00e4dagogin, Systemische Therapeutin, Mediatorin<\/li>\n<li>J\u00fcrgen Rudolph, Rechtsanwalt, Familienrichter a. D., Mitbegr\u00fcnder der \u201eCochemer Praxis\u201c<\/li>\n<li>Andreas Schneider, Dipl. Psychologe, Transaktionsanalytiker, Familienmediator<\/li>\n<li>Marc Serafin, Jugendamtsleiter der Stadt Niederkassel, Initiator des Arbeitskreises \u201eElternschaft nach Trennung und Scheidung\u201c im Rhein-Sieg-Kreis <!--more--><\/li>\n<li>Dr. R\u00fcdiger S\u00f6hnen, Vorsitzender Richter am OLG Dresden a.D.<\/li>\n<li>Cornelia Spachtholz, Vorstandsvorsitzende Verband berufst\u00e4tiger M\u00fctter e. V. (VBM)<\/li>\n<li>Prof. Dr. jur. Hildegund S\u00fcnderhauf, Professorin f\u00fcr Familienrecht, Kinder- und Jugendhilferecht an der Evangelischen Hochschule N\u00fcrnberg,<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Programm und organisatorische Details inkl. Teilnahmegeb\u00fchren sind auf der <a href=\"http:\/\/www.elternkongress.vaeteraufbruch.de \" target=\"_blank\">Kongresswebsite<\/a> verf\u00fcgbar, Online-Anmeldungen sind <a href=\"http:\/\/www.vaeteraufbruch.de\/index.php?id=anmeldung_elternkongress \" target=\"_blank\">hier<\/a> m\u00f6glich.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.elternkongress.vaeteraufbruch.de \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit dem letzten V\u00e4terkongress am 23. Juni 2012 zum Thema \u201eVereinbarkeit auch f\u00fcr V\u00e4ter &#8211; Familie zwischen Eigen- und Fremdbetreuung\u201c hat sich der Bundesverein V\u00e4teraufbruch f\u00fcr Kinder (VAfK) als Antwort auf die ver\u00e4nderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen f\u00fcr Familien und den noch immer bestehenden Reformbedarf im Kontext von Trennung und Scheidung neu positioniert. Dies f\u00fchrte zur Konzeption [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[34,6,27,71],"tags":[197],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8843"}],"collection":[{"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8843"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8843\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8844,"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8843\/revisions\/8844"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8843"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8843"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8843"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}