{"id":8570,"date":"2015-08-10T07:12:27","date_gmt":"2015-08-10T07:12:27","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=8570"},"modified":"2015-08-18T08:43:23","modified_gmt":"2015-08-18T08:43:23","slug":"weichenstellungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2015\/08\/10\/weichenstellungen\/","title":{"rendered":"Weichenstellungen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Entscheidungsgr\u00fcnde.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright size-large wp-image-8571\" title=\"Entscheidungsgr\u00fcnde\" src=\"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Entscheidungsgr\u00fcnde-1024x767.png\" alt=\"Entscheidungsgr\u00fcnde\" width=\"221\" height=\"166\" srcset=\"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Entscheidungsgr\u00fcnde-1024x767.png 1024w, https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Entscheidungsgr\u00fcnde-300x224.png 300w, https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Entscheidungsgr\u00fcnde.png 1754w\" sizes=\"(max-width: 221px) 100vw, 221px\" \/><\/a>Wie teilen sich Paare nach der Geburt ihrer Kinder die Aufgaben in Familie und Beruf auf? Was war f\u00fcr diese Entscheidung wichtig? Konnten sie die gew\u00fcnschte Aufteilung verwirklichen? Und was erwarten sie von der Politik? Hierzu wurden mehr als 3.000 M\u00fctter und V\u00e4ter, die als Paare mit ihren Kindern unter 6 Jahren zusammenleben, bei einer vom Bundesfamilienministerium in Auftrag gegebene <a href=\"http:\/\/www.ifd-allensbach.de\/uploads\/tx_studies\/Weichenstellungen.pdf\" target=\"_blank\">Untersuchung<\/a> des Instituts f\u00fcr Demografie in Allensbach repr\u00e4sentativ befragt.<\/p>\n<p>Wesentliche Ergebnisse: W\u00e4hrend M\u00e4nner und Frauen vor der Geburt des ersten Kindes zu 71 Prozent beide Vollzeit erwerbst\u00e4tig sind, reduzieren M\u00fctter danach ihre Erwerbst\u00e4tigkeit. Die durchschnittliche Stundenzahl der Berufst\u00e4tigen verringert sich bei den M\u00e4nnern von 43 auf 42 Stunden unmittelbar nach der Elternzeit, weil auch ein Teil der V\u00e4ter den Arbeitsumfang reduziert. Bei den berufst\u00e4tigen Frauen verringert sich die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 37 auf 25 Wochenstunden (von 37 auf 23 in Westdeutschland und von 38 auf 31 in Ostdeutschland). Die meisten Elternpaare entscheiden sich nach der Geburt weiterer Kinder f\u00fcr die gleiche Erwerbskonstellation, die sie beim ersten Kind gew\u00e4hlt haben.<\/p>\n<p>Die meisten Eltern hatten von vornherein feste Vorstellungen, wie eine solche Aufteilung aussehen k\u00f6nnte (58 Prozent). Paare, bei denen nach der Elternzeit oder den Elternzeiten der Vater in Vollzeit und die Mutter ebenfalls in Vollzeit oder in l\u00e4ngerer Teilzeit arbeitet, haben mehr Planungsbedarf als andere. Ihre Festlegungen erfolgten etwas sp\u00e4ter und werden von mehr Erw\u00e4gungen und Gespr\u00e4chen begleitet.<\/p>\n<p>Nach den Ergebnissen der vertiefenden Intensivinterviews besch\u00e4ftigen sich die gemeinsamen \u00dcberlegungen oft damit, f\u00fcr wie lange die Mutter in Elternzeit geht und mit wie vielen Stunden sie sp\u00e4ter in den Beruf zur\u00fcckkehrt. F\u00fcr V\u00e4ter wird dagegen die Beibehaltung der Vollzeitberufst\u00e4tigkeit in der Regel vorausgesetzt. Im Hinblick auf die V\u00e4ter diskutieren die Partner eher dar\u00fcber, ob diese Elternzeit beanspruchen sollten und wie stark sie sich an der Kinderbetreuung und der \u00fcbrigen Familienarbeit beteiligen. Dabei stimmten die grunds\u00e4tzlichen Vorstellungen von M\u00e4nnern und Frauen meist \u00fcberein. Die Aufgabenteilung verlief f\u00fcr 87 Prozent ohne Kontroversen, als das gemeinsame Pr\u00fcfen von Alternativen und Realisierungsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Bedeutsam daf\u00fcr, dass V\u00e4ter von der Elternzeit Gebrauch machen, ist auch das Erwerbsverhalten der Mutter: Dort, wo die M\u00fctter nach der eigenen Elternzeit mit h\u00f6herer Stundenzahl berufst\u00e4tig sind, entscheiden sich V\u00e4ter deutlich h\u00e4ufiger f\u00fcr eine eigene Elternzeit (29 Prozent) als dort, wo die M\u00fctter mit einer k\u00fcrzeren Teilzeit in den Beruf zur\u00fcckkehren (21 Prozent) oder gar nicht berufst\u00e4tig sind (17 Prozent). Wenn M\u00fctter ihre Erwerbst\u00e4tigkeit f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit unterbrechen, gilt in vielen Familien die durchgehende Berufst\u00e4tigkeit des Vaters f\u00fcr die materielle Sicherung als notwendig.<!--more--><\/p>\n<p>Hauptgr\u00fcnde daf\u00fcr, dass V\u00e4ter trotz ihres Wunsches nach einer Elternzeit ihre Berufst\u00e4tigkeit nicht unterbrachen, waren die Furcht vor Einkommensverlusten bei 60 Prozent dieser V\u00e4ter, vor Nachteilen im Beruf (38 Prozent) und vor Problemen bei der Organisation im Betrieb (35 Prozent, Mehrfachangaben). Die Organisation einer Vertretung im Betrieb war also f\u00fcr die V\u00e4ter fast ebenso h\u00e4ufig ein Problem wie die bef\u00fcrchteten Nachteile f\u00fcr die eigene Karriere.<\/p>\n<p>Zentrale Einflussfaktoren bei den Aushandlungsprozessen sind die von den V\u00e4tern und M\u00fcttern vertretenen Leitbilder und Idealvorstellungen zur Berufst\u00e4tigkeit und zur Kinderbetreuung und dabei insbesondere der Wunsch der Mutter, Zeit mit dem Kind zu verbringen.<\/p>\n<p>Ein betr\u00e4chtlicher Teil der Eltern w\u00fcnscht sich aber dennoch eine gleiche oder zumindest weniger ungleiche Verteilung der Berufsarbeit. Wenn sie auf nichts R\u00fccksicht nehmen m\u00fcssten, w\u00fcrden insgesamt 47 Prozent der Eltern eine Konstellation w\u00e4hlen, in der beide Partner gleich oder ann\u00e4hernd gleich lange im Beruf arbeiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie teilen sich Paare nach der Geburt ihrer Kinder die Aufgaben in Familie und Beruf auf? 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