{"id":8413,"date":"2015-02-24T19:18:20","date_gmt":"2015-02-24T19:18:20","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=8413"},"modified":"2015-03-12T19:24:34","modified_gmt":"2015-03-12T19:24:34","slug":"alles-ist-moglich-uber-wirklichkeiten-verantwortung-und-lugen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2015\/02\/24\/alles-ist-moglich-uber-wirklichkeiten-verantwortung-und-lugen\/","title":{"rendered":"Alles ist m\u00f6glich! \u00dcber Wirklichkeiten, Verantwortung und L\u00fcgen."},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3498004158\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3498004158&amp;linkCode=as2&amp;tag=vaeterblog-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3498004158 \"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright\" src=\"http:\/\/www.rowohlt.de\/fm90\/501\/thumbnails\/978-3-498-00415-6.jpg.763656.jpg\" alt=\"\" width=\"108\" height=\"177\" \/><\/a>\u201eDie Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist keine L\u00fcge, sondern ein Anspruch, den die Familien haben. Die Politik muss alles daf\u00fcr tun, dass dieser Anspruch auch realisiert werden kann. Es ist eine gesellschaftliche Aufgabe. Es ist eine Frage, die M\u00fctter und V\u00e4ter betrifft.\u201c Mit dieser Aussage wandte sich Familienministerin Schwesig in der ersten Lesung des Gesetzes zum Elterngeld Plus am 26. September im Deutschen Bundestag gegen eine Diskussion, die im Januar 2014 von Marc Brost und Heinrich Wefing in der <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2014\/06\/vereinbarkeit-vaeter-kinder-karriere-luege\/komplettansicht \" target=\"_blank\">Zeit<\/a> angesto\u00dfen worden ist.<\/p>\n<p>Sie stellen viele gute Fragen: \u201eAber warum ist es nur so verdammt schwer, Kinder und Ehe und Beruf unter einen Hut zu bekommen? Warum sind wir ersch\u00f6pft und m\u00fcde und einfach erledigt, warum haben wir st\u00e4ndig das Gef\u00fchl, dass wir zu wenig Zeit f\u00fcr alles haben: f\u00fcr die Kinder, f\u00fcr den Job, f\u00fcr die Partnerin, f\u00fcr uns selbst?\u201c Ihre Antwort: \u201eEs geht alles gar nicht\u201c ist aber nicht zielorientiert sondern fatalistisch. Damit geben sie den Gestaltungswillen aus der Hand und erkl\u00e4ren die von ihnen beschriebenen Wirklichkeiten als unver\u00e4nderbar und allm\u00e4chtig.<\/p>\n<p>Das aber ist das Letzte, was dem Anliegen, Arbeit so zu gestalten und zu verteilen, dass V\u00e4ter sich beteiligen k\u00f6nnen, am Leben der Kinder und am eigenen, nutzt. Im Gegenteil!<\/p>\n<p>Diesem Diskurs haben sich inzwischen weitere Autoren und Autorinnen angeschlossen. Im September ver\u00f6ffentlichten Susanne Garsoffky und Britta Sembach das Buch \u201a<a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3570552527\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3570552527&amp;linkCode=as2&amp;tag=vaeterblog-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3570552527 \" target=\"_blank\">Die Alles ist m\u00f6glich L\u00fcge. Wieso Familie und Beruf nicht zu vereinbaren sind.<\/a>&#8220; Was auf den ersten Blick verwundert ist, dass auch Wirtschaftswoche und <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/zukunft-der-arbeit\/familie-und-beruf-die-luege-von-der-vereinbarkeit\/11338514.html \" target=\"_blank\">Handelsblatt<\/a> ins gleiche Horn pusten und sogar gegen die Vormacht der Wirtschaft argumentieren: \u201eDie totale Mobilisierung aller Arbeitsf\u00e4higen f\u00fcr die Wirtschaft zehrt an der Substanz. Sie wird bezahlt durch psychische Ersch\u00f6pfung und vor allem: durch ungeborene Kinder. \u2026 Solange dabei weiterhin die Priorit\u00e4ten verdreht bleiben, solange also das Bed\u00fcrfnis der Wirtschaft nach menschlicher Arbeitskraft immer Vorrang hat, wird das illusion\u00e4re Versprechen der Vereinbarkeit eine Quelle dauernder Entt\u00e4uschung sein. \u2026 Die Wirtschaft hat dem Menschen zu dienen, nicht umgekehrt.\u201c<\/p>\n<p>In der weiteren Argumentation wird die r\u00fcckw\u00e4rtsgewandte Ideologie aber nicht nur zwischen den Zeilen deutlich: \u201eWenn M\u00e4nner und Frauen sich von der Illusion befreien und erkennen, dass sie nicht zwei Leben in einem f\u00fchren wollen \u2026\u201c Beruf oder Familie, Kinder oder Karriere, da ist sie wieder die \u201adeutsche Frage\u2018, die die Geburtenrate zum Absturz gebracht hat.<\/p>\n<p>\u201eDie Vereinbarkeit von Beruf und Familie kann in einer emanzipierten geschlechtergerechten Gesellschaft dann nur bedeuten, dass zwei in Vollzeit arbeitende Elternteile nicht die Regel sein k\u00f6nnen. Wer von beiden weniger oder vielleicht auch gar nicht arbeitet, ist deren Privatangelegenheit. Es zu erm\u00f6glichen w\u00e4re Angelegenheit des Staates und der Unternehmen.\u201c Der Staat soll sich also einerseits raushalten, den Grundgesetzartikel 3 Absatz 2, der die tats\u00e4chliche Gleichberechtigung als Staatsziel verankert ignorieren, andererseits aber die Alleinverdienerehe subventionieren. Unternehmen den V\u00e4tern wieder Geh\u00e4lter zahlen, mit denen sie eine Familie ern\u00e4hren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Es ist dankenswert, dass Ferdinand Knau\u00df das \u201aReiseziel\u2018 klar umschreibt. Brost und Wefing pl\u00e4dieren zwar in ihrem Beitrag, der Ende M\u00e4rz auch als <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3498004158\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3498004158&amp;linkCode=as2&amp;tag=vaeterblog-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3498004158 \" target=\"_blank\">Buch<\/a> erscheint, f\u00fcr Ehrlichkeit, bleiben aber in der Beschreibung dessen, was nicht geht, stecken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDie Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist keine L\u00fcge, sondern ein Anspruch, den die Familien haben. Die Politik muss alles daf\u00fcr tun, dass dieser Anspruch auch realisiert werden kann. Es ist eine gesellschaftliche Aufgabe. 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