{"id":8343,"date":"2014-12-01T10:53:38","date_gmt":"2014-12-01T10:53:38","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=8343"},"modified":"2014-12-08T10:57:04","modified_gmt":"2014-12-08T10:57:04","slug":"vatersuche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2014\/12\/01\/vatersuche\/","title":{"rendered":"Vatersuche"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.maennerzeitung.ch\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright\" src=\"http:\/\/www.maennerzeitung.ch\/images\/maennerzeitung_56_titelbild.jpg\" alt=\"\" width=\"156\" height=\"220\" \/><\/a>Im Editorial der aktuellen M\u00e4nnerzeitung zum Thema \u201aVatersuche&#8216; schreibt Ivo Knill:<\/p>\n<p>\u201eDer Bauch der Mutter, in dem wir heranwachsen, ist unsere erste Heimat. Der Vater ist irgendwo drau\u00dfen. Er markiert den fernen und damit geheimnisvollen Ursprung unserer Existenz.<\/p>\n<p>Vielleicht speisen sich die gro\u00dfen Mythen des m\u00e4chtig abwesenden Vaters aus diesem biologischen Umstand.<\/p>\n<p>Ob die Ferne des Vaters auch eine allt\u00e4gliche Realit\u00e4t ist? Ich zweifle daran, seit meine Tochter im Aufsatz beschrieb, wie Mutter kochte und Vater zum Essen nachhause kam. In Wahrheit war es gerade umgekehrt. Ich kochte f\u00fcr die Kinder, die Mutter war \u00fcber Mittag weg. Aber im Schulaufsatz war die mythische oder vielleicht auch stereotype Wahrheit beschrieben.<\/p>\n<p>V\u00e4ter und Ferne, das geh\u00f6rt in unserem Denken zusammen \u2013 und darum geht es in diesem Heft.<\/p>\n<p>Der produktive Umgang mit der Ferne des Vaters ist das Erz\u00e4hlen. Das zeigen die V\u00e4tergeschichten, wie sie am diesj\u00e4hrigen Vatertag gesammelt wurden. Viele Geschichten beschreiben Augenblicke einer unerwarteten N\u00e4he, zum Beispiel bei einem improvisierten Picknick auf dem Montmartre oder als der m\u00e4chtige Vater pl\u00f6tzlich im Spital liegt. Viele handeln von Momenten, die bedeutsam wurden, weil sie einen Vater jenseits seiner Rollen und Stereotypen zeigen. Insofern sind die V\u00e4tergeschichten eine Einladung, sich als Vater aus der Ferne der Rollenmuster in die allt\u00e4gliche N\u00e4he der kindlichen Lebenswelt zu begeben.<\/p>\n<p>Aber was ist, wenn die Ferne und das Fehlen des Vaters unwiderruflich sind? Davon handeln die Essays von Martin Dean und Dayna Brayshaw. Die beiden Autoren beschreiben die L\u00fccke, die der Vater hinterl\u00e4sst, als einen Raum, der gef\u00fcllt werden will. Sie antworten auf das Fehlen ihrer V\u00e4ter mit Spekulation, mit Imagination, mit Anekdoten, mit Botschaften aus Tr\u00e4umen, mit dem gro\u00dfen Unterfangen einer Spurensuche oder dem erz\u00e4hlerischen Geflecht eines ganzen Romans \u2013 und all diese Antworten sind sehr lebendig.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft: Die Ferne der V\u00e4ter bringt uns dazu, dorthin zu gehen, wo sie waren. Ins Leben hinaus. \u201e<\/p>\n<p>Online gibt es folgende Beitr\u00e4ge zu lesen:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.maennerzeitung.ch\/artikel\/133\/Der-Mann-der-mein-Vater-war.html\" target=\"_blank\">Der Mann, der mein Vater war<\/a> Vor 16 Jahren brach Martin R. Dean auf, um seinen Vater zu suchen. Gefunden hat der Basler Schriftsteller einen Mann, der seit einem Hirnschlag nicht mehr sprechen konnte.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.maennerzeitung.ch\/artikel\/134\/Vaetergeschichten.html \" target=\"_blank\">V\u00e4tergeschichten<\/a> Der V\u00e4tertag 2014 war ein Erz\u00e4hltag: In St. Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Thurgau, Zug und Bern sammelten M\u00e4nner- und V\u00e4terorganisationen Geschichten \u00fcber V\u00e4ter und das Vatersein. Die M\u00e4nnerzeitung druckt eine Auswahl dieser Geschichten ab.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.maennerzeitung.ch\/artikel\/132\/Editorial.html \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Editorial der aktuellen M\u00e4nnerzeitung zum Thema \u201aVatersuche&#8216; schreibt Ivo Knill: \u201eDer Bauch der Mutter, in dem wir heranwachsen, ist unsere erste Heimat. Der Vater ist irgendwo drau\u00dfen. Er markiert den fernen und damit geheimnisvollen Ursprung unserer Existenz. 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