{"id":7906,"date":"2014-02-16T17:48:19","date_gmt":"2014-02-16T17:48:19","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=7906"},"modified":"2014-02-16T17:48:19","modified_gmt":"2014-02-16T17:48:19","slug":"standige-erreichbarkeit-auswirkungen-und-konsequenzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2014\/02\/16\/standige-erreichbarkeit-auswirkungen-und-konsequenzen\/","title":{"rendered":"St\u00e4ndige Erreichbarkeit &#8211; Auswirkungen und Konsequenzen"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr Mitarbeitende bei BMW ist ein Recht auf \u201a<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/arbeitszeit-bmw-will-e-mails-und-anrufe-in-der-freizeit-ausgleichen-a-953770.html \" target=\"_blank\">Unerreichbarkeit<\/a>\u2018 vereinbart worden. Einige der wenigen <a href=\"http:\/\/www.publikationen.dguv.de\/dguv\/pdf\/10002\/2012_01_iag_report.pdf  \" target=\"_blank\">Untersuchungen<\/a> zu Ursachen und Folgen der st\u00e4ndigen Erreichbarkeit ist 2011 vom Institut f\u00fcr Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IAG) in Kooperation mit der Unfallkasse Hessen durchgef\u00fchrt worden. 430 Besch\u00e4ftigte wurden nach den Gr\u00fcnden und Folgen der Erreichbarkeit gefragt.<\/p>\n<p>Es zeigt sich, dass der Gro\u00dfteil der Besch\u00e4ftigten auch in der Freizeit f\u00fcr dienstliche Belange erreichbar ist. Die meisten f\u00fchlen sich hierdurch nicht oder nur wenig belastet. Ungef\u00e4hr jeder Siebte oft oder immer Erreichbare f\u00fchlt sich stark oder sehr stark belastet.<\/p>\n<p>Dasselbe gilt f\u00fcr die Arbeitszeit: Auch hier f\u00fchlt sich ungef\u00e4hr jeder Siebte stark oder sehr stark belastet, wenn er oft oder immer im Au\u00dfendienst oder auf Dienstreisen erreichbar ist. Diejenigen, die nur manchmal oder nicht erreichbar sind, finden, dass viel Unn\u00f6tiges besprochen wird. Au\u00dferdem vertrauen sie darauf, dass die Mitarbeiter und Kollegen auch ohne sie die richtigen Entscheidungen treffen und in ihrer Freizeit wollen sie abschalten, um Kraft f\u00fcr die weitere Arbeit tanken zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Negative Folgen der Erreichbarkeit werden insgesamt eher niedrig eingesch\u00e4tzt. Am h\u00e4ufigsten wird genannt, dass die Befragten an die Arbeit denken. F\u00fcr die Personen, die sich stark belastet f\u00fchlen, sollten m\u00f6glichst schnell Ma\u00dfnahmen ergriffen werden, um ihre Belastung zu reduzieren. Eine schnell durchzuf\u00fchrende Ma\u00dfnahme, die nach Ansicht der Befragten am meisten helfen w\u00fcrde, besteht in einer eindeutigen Kommunikation. Hier sind sowohl die Vorgesetzten als auch die Mitarbeiter gefordert:<\/p>\n<p>Beide Seiten sollten von sich aus die jeweiligen Erwartungen und Bed\u00fcrfnisse miteinander kl\u00e4ren. Auch diejenigen, die sich nicht oder nur wenig belastet f\u00fchlen, sollten zeitweise \u201eoffline\u201c gehen, um abschalten und sich erholen zu k\u00f6nnen. Ruhepausen sind wichtig, um die eigene Gesundheit auch langfristig erhalten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Studie hat n\u00e4mlich gezeigt, dass der Knackpunkt h\u00e4ufig ein Kommunikationsproblem ist. Die meisten Besch\u00e4ftigten glauben nur, erreichbar sein zu m\u00fcssen, obwohl es dazu keine Vereinbarung mit den Vorgesetzten gibt: 37 Prozent dieser Befragten haben schlicht das Gef\u00fchl, dass sie immer ansprechbar sein m\u00fcssten, 40 Prozent gehen davon aus, weil sie ein Diensthandy bekommen haben und 22 Prozent kontrollieren E-Mails und Mailbox auch nach Feierabend, weil das alle so machen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>\u201eNur ein Viertel hat tats\u00e4chlich diese Vereinbarung\u201c, fasst Dr. Paridon, Leiterin der Studie, das \u00fcberraschende Ergebnis zusammen. Und offenbar ist st\u00e4ndige Erreichbarkeit nicht immer zielf\u00fchrend: Es werde viel Unn\u00f6tiges besprochen, so sehen es zumindest diejenigen, die nicht immer erreichbar sind. \u201eEin Grund daf\u00fcr ist das Bed\u00fcrfnis, sich abzusichern, weil sich Mitarbeiter oft vor Verantwortung scheuen und die Vorgesetzten das auch f\u00f6rdern\u201c, erkl\u00e4rt die Wissenschaftlerin.<\/p>\n<p>Einige der Befragten hatten zudem den Eindruck, dass sich Vieles von selbst erledige, wenn sie gar nicht reagieren w\u00fcrden. Die Forscher raten deshalb Vorgesetzten, ihre Erwartungen an ihre Angestellten klar zu \u00e4u\u00dfern: \u201eLetzten Endes bleibt nur reden, reden, reden und offen sagen, wenn man eine Auszeit braucht.\u201c, sagt Dr. Paridon.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.dguv.de\/medien\/inhalt\/presse\/dguv-kompakt\/2012\/documents\/DGUV-Kompakt.pdf \" target=\"_blank\"> <\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.dguv.de\/medien\/inhalt\/presse\/dguv-kompakt\/2012\/documents\/DGUV-Kompakt.pdf \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr Mitarbeitende bei BMW ist ein Recht auf \u201aUnerreichbarkeit\u2018 vereinbart worden. 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