{"id":7728,"date":"2013-11-23T16:17:53","date_gmt":"2013-11-23T16:17:53","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=7728"},"modified":"2013-11-24T16:26:23","modified_gmt":"2013-11-24T16:26:23","slug":"anreize-fur-eine-partnerschaftliche-arbeitsteilung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2013\/11\/23\/anreize-fur-eine-partnerschaftliche-arbeitsteilung\/","title":{"rendered":"Anreize f\u00fcr eine partnerschaftliche Arbeitsteilung"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xbcr\/hbs\/impuls_grafik_2013_14_6_rdax_572x600.jpg \"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright\" src=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xbcr\/hbs\/impuls_grafik_2013_14_6_rdax_572x600.jpg \" alt=\"\" width=\"206\" height=\"216\" \/><\/a>Eine Lohnersatzleistung f\u00fcr Eltern, die eine partnerschaftliche Arbeitsteilung praktizieren, k\u00f6nnte zu mehr Gleichberechtigung beitragen.<\/p>\n<p>Bei der Erwerbsarbeit orientiert sich ein Gro\u00dfteil der Paare mit Kindern nach wie vor an traditionellen Mustern: Wenn Vater und Mutter berufst\u00e4tig sind, habe er \u00fcblicherweise eine Vollzeit- und sie eine Teilzeitbesch\u00e4ftigung, schreiben Kai-Uwe M\u00fcller, Michael Neumann und Katharina Wrohlich in ihrer <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf_fof\/S-2013-659-3-1.pdf \" target=\"_blank\">Studie<\/a> zur Familienarbeitszeit.<\/p>\n<p>Die \u00d6konomen vom Deutschen Institut f\u00fcr Wirtschaftsforschung (DIW) haben im Auftrag der Hans-B\u00f6ckler- und der Friedrich-Ebert-Stiftung untersucht, wie eine &#8222;Lohnersatzleistung bei Familienarbeitszeit&#8220; die Arbeitsteilung unter Eltern beeinflussen w\u00fcrde. Auf diese Leistung h\u00e4tten Familien Anspruch, wenn beide Elternteile einer Erwerbsarbeit im Umfang von 80 Prozent einer Vollzeitstelle nachgehen, also etwa 30 Stunden pro Woche berufst\u00e4tig sind.<\/p>\n<p>Ziel ist es, die Differenz zum Vollzeiteinkommen teilweise zu ersetzen. Dabei soll die Lohnersatzrate mit steigendem Nettoeinkommen sinken: Wer als Vollzeitbesch\u00e4ftigter 950 Euro netto im Monat verdient, w\u00fcrde 80 Prozent des Einkommensausfalls ersetzt bekommen, der durch die Reduzierung der Arbeitszeit entsteht. Bei einem Nettolohn von 2.200 Euro w\u00e4ren es 30 Prozent.<\/p>\n<p>Wie sich eine solche Regelung auswirken w\u00fcrde, haben die DIW-Forscher mit Hilfe eines Simulationsmodells \u00fcberpr\u00fcft, das auf Auswertungen des Sozio-oekonomischen Panels und des Datensatzes \u201eFamilien in Deutschland&#8220; basiert. Dass beide Eltern in vollzeitnaher Teilzeit arbeiten, trifft zurzeit auf etwa 1,2 Prozent der Familien mit Kindern zwischen ein und drei Jahren zu. Durch die Einf\u00fchrung der Lohnersatzleistung w\u00fcrde der Anteil den Berechnungen zufolge kurzfristig auf 1,4 Prozent, also um ein Sechstel steigen.<\/p>\n<p>Dabei gehen die Wissenschaftler davon aus, dass Eltern nur anspruchsberechtigt sind, wenn sie vor der Geburt ihres Kindes eine Vollzeitstelle hatten. Entf\u00e4llt diese Voraussetzung, w\u00e4re ein Anstieg um 0,5 Prozentpunkte zu erwarten. Bei einer h\u00f6heren Lohnersatzrate k\u00f6nnte der Effekt bis zu 0,9 Prozentpunkte betragen. Die Kosten &#8211; einschlie\u00dflich der Einsparungen durch positive Besch\u00e4ftigungseffekte &#8211; l\u00e4gen je nach Ausgestaltung zwischen 32 Millionen und 138 Millionen Euro j\u00e4hrlich.<\/p>\n<p>Alles in allem w\u00e4re also mit einer Zunahme der Familien mit partnerschaftlicher Arbeitsteilung zu rechnen, allerdings von einem geringen Ausgangsniveau. Dabei sei zu beachten, dass die Simulation lediglich die unmittelbare Reaktion auf finanzielle Anreize abbilde, so die Autoren. Langfristig k\u00f6nnte die Reform auch zu einem Wandel von Normen und Einstellungen beitragen und so zus\u00e4tzliche Wirkungen entfalten.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/44135_44159.htm\" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Lohnersatzleistung f\u00fcr Eltern, die eine partnerschaftliche Arbeitsteilung praktizieren, k\u00f6nnte zu mehr Gleichberechtigung beitragen. 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