{"id":7645,"date":"2013-10-08T11:36:16","date_gmt":"2013-10-08T11:36:16","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=7645"},"modified":"2013-10-08T11:36:16","modified_gmt":"2013-10-08T11:36:16","slug":"vaterschaft-im-spannungsfeld-von-erwerbs-und-familienleben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2013\/10\/08\/vaterschaft-im-spannungsfeld-von-erwerbs-und-familienleben\/","title":{"rendered":"Vaterschaft im Spannungsfeld von Erwerbs- und Familienleben"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3658007087\/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3658007087&amp;linkCode=as2&amp;tag=vaeterblog-21\u201c&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3658007087 \"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright\" src=\"http:\/\/images.springer.com\/cda\/content\/image\/cda_displayimage.jpg?SGWID=0-0-16-1835365-0 \" alt=\"\" width=\"153\" height=\"218\" \/><\/a>Gut drei Jahre, nachdem <a href=\"http:\/\/www.dji.de\/cgi-bin\/Mitarbeiter\/homepage\/mitarbeiterseite.php?mitarbeiter=1904\">Johanna Possinger<\/a> erste <a href=\"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2010\/07\/06\/aktive-vaterschaft-und-beruf-eine-analyse-betrieblicher-hindernisse\/\">Ergebnisse<\/a> vorgelegt hatte, ist ihre Dissertation jetzt unter dem Titel \u201a<a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3658007087\/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3658007087&amp;linkCode=as2&amp;tag=vaeterblog-21\u201c&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3658007087 \" target=\"_blank\">Vaterschaft im Spannungsfeld von Erwerbs- und Familienleben, \u201eNeuen V\u00e4tern\u201c auf der Spur<\/a>\u2018 vom Springer Verlag publiziert worden.<\/p>\n<p>Mehr sei als Ern\u00e4hrer ihrer Familie und Verantwortung und F\u00fcrsorge f\u00fcr ihre Kinder \u00fcbernehmen. Von au\u00dfen betrachtet ergibt sich allerdings nach wie vor ein eher traditionelles Bild der Aufteilung von Erwerbs und Familienarbeiten. Die Autorin begibt sich mit ihrer Arbeit auf die Spurensuche nach Erkl\u00e4rungen f\u00fcr diese offensichtlichen Widerspr\u00fcche. Dabei kn\u00fcpft sie an der Perspektive der V\u00e4ter an und untersucht, mit welchen Hindernissen sich diese konfrontiert sehen und welche Strategien sie w\u00e4hlen um das \u201eVereinbarkeitsdilemma\u201c zu bew\u00e4ltigen.<\/p>\n<p>Neue Vaterschaft ist, so weist sie in dem einf\u00fchrenden Abschnitt \u201aV\u00e4ter und familiale Carearbeit\u2018 nach, kein neues Ph\u00e4nomen. Formen neuer Vaterschaft habe es bereits zu Zeiten der Reformation, der fr\u00fchen Neuzeit und der Aufkl\u00e4rung gegeben. Die auch von ihr benutzte Gegen\u00fcberstellung von traditioneller und moderner Vaterschaft als zwei sich ausschlie\u00dfende Konzepte also eigentlich unbrauchbar. Denn \u201eobwohl Vorstellungen \u201amoderner V\u00e4terlichkeit weitgehend Einzug in die K\u00f6pfe von M\u00e4nnern und Frauen gehalten haben, sind Konzepte traditioneller M\u00e4nnlichkeit ungebrochen wirksam.\u201c<\/p>\n<p>Die auf dieser Grundlage entstehenden Erwartungen an M\u00e4nner und Frauen, setze diese zunehmend unter Druck, da es unm\u00f6glich ist allen Erwartungen gleichzeitig zu entsprechen. Die von Possinger zitierte amerikanische Literatur spricht in diesem Zusammenhang von dem \u201aNew Male Mystique\u2018. Der Unvereinbarkeit entspringe ein Dauerkonflikt, den V\u00e4ter mit unterschiedlichen Strategien begegnen, die von Vermeidungsstrategien bis zu einer \u201eVerbetrieblichung der allt\u00e4glichen Lebensf\u00fchrung\u201c reichen.<\/p>\n<p>In ihren abschlie\u00dfenden Bemerkungen bezeichnet Possinger den Begriff \u201aneue V\u00e4ter\u2018 als unbrauchbar. Er sei eine \u201arelative Messlatte\u2018 die herangezogen wird, um das jeweils \u201aNeue\u2018 sichtbar zu machen oder auch medienwirksam zu belegen, dass es dies eben nicht gibt. Ihre Untersuchungen haben aber auch ergeben, dass \u201ees ebenso wenig zielf\u00fchrend ist, die Nutzung von Elterngeld bzw. Elternzeit als Gradmesser \u201aneuer Vaterschaft\u2018 heranzuziehen, denn dieses \u00e4u\u00dfere Merkmal sagt kaum etwas dar\u00fcber aus, was dabei tats\u00e4chlich in den Familien geschieht.\u201c<\/p>\n<p>Die Publikation ist mit einem Preis von knapp 50 Euro nicht f\u00fcr das breite Publikum gedacht, wer sich aber jenseits der eingefahrenen Diskurslinien mit dem Thema V\u00e4ter und Elternzeit besch\u00e4ftigen m\u00f6chte, findet in \u201e<a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3658007087\/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3658007087&amp;linkCode=as2&amp;tag=vaeterblog-21\u201c&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3658007087 \" target=\"_blank\">Vaterschaft im Spannungsfeld von Erwerbs- und Familienarbeit<\/a>\u201c wertvolle Anregungen sowohl f\u00fcr die praktische Arbeit z.B. in der Personalentwicklung als auch f\u00fcr die vertiefte inhaltliche Auseinandersetzung mit den vielf\u00e4ltigen Facetten von Vaterschaft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gut drei Jahre, nachdem Johanna Possinger erste Ergebnisse vorgelegt hatte, ist ihre Dissertation jetzt unter dem Titel \u201aVaterschaft im Spannungsfeld von Erwerbs- und Familienleben, \u201eNeuen V\u00e4tern\u201c auf der Spur\u2018 vom Springer Verlag publiziert worden. 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