{"id":7425,"date":"2013-07-07T17:41:30","date_gmt":"2013-07-07T16:41:30","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=7425"},"modified":"2013-07-07T17:41:30","modified_gmt":"2013-07-07T16:41:30","slug":"vater-bekommen-mehr-zeit-fur-kinder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2013\/07\/07\/vater-bekommen-mehr-zeit-fur-kinder\/","title":{"rendered":"V\u00e4ter bekommen mehr Zeit f\u00fcr Kinder"},"content":{"rendered":"<p>Die SPD schl\u00e4gt vor, im Rahmen einer \u201eFamilienarbeitszeit\u201c das Gehalt aufzubessern, wenn V\u00e4ter und M\u00fctter wegen der Kinder ihren Job auf 80 Prozent reduzieren. Das Deutsche Institut f\u00fcr Wirtschaftsforschung (<a href=\"http:\/\/www.diw.de\" target=\"_blank\">DIW<\/a>) hat nun im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung (<a href=\"http:\/\/www.fes.de\" target=\"_blank\">FES<\/a>) ermittelt, was die Familienarbeitszeit bewirken w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Der Charme der neuen Familienleistung liegt darin, dass die unbezahlte Arbeit des Kinderaufziehens honoriert wird, aber die negativen Folgen des Betreuungsgeldes vermieden werden sollen. M\u00fctter werden nicht an den Herd beordert, sondern arbeiten auf einer 80-Prozent-Stelle. V\u00e4ter m\u00fcssen ihre Arbeitszeit ebenfalls reduzieren: Damit k\u00f6nnen die Familienarbeiten, etwa das Betreuen nach der Kita, gleichm\u00e4\u00dfiger aufgeteilt werden.<\/p>\n<p>Aber geht das Konzept auch auf? Und wie teuer w\u00fcrde es? Das fragten sich die DIW-ForscherInnen um die Arbeitsmarktexpertin Katharina Wrohlich. Die SPD plant, dass der Zuschuss sinkt, je h\u00f6her das Einkommen der Eltern ist. \u00c4rmere Familien bek\u00e4men den kompletten Lohnausfall ersetzt, reiche Familien nur einen Teil der fehlenden 20 Prozent. Im Durchschnitt l\u00e4ge der Zuschuss bei 180 Euro.<\/p>\n<p>Der Anreiz, dieses Modell zu w\u00e4hlen, bliebe allerdings zun\u00e4chst moderat, so die Prognose der AutorInnen: Bisher teilen sich nur ein Prozent aller Eltern die Arbeit so auf, wie die SPD es w\u00fcnscht. Mit dem neuen Instrument w\u00e4ren es 1,4 Prozent. Entsprechend gering w\u00e4ren die Kosten: 60 Millionen Euro pro Jahr veranschlagen die ForscherInnen.<\/p>\n<p>Die geringe Wirkung h\u00e4ngt Wrohlich zufolge damit zusammen, dass vor allem Gutverdiener kaum Anreize haben, auf das Modell umzusteigen. Mit einem Lohnersatz nach dem Vorbild des Elterngeldes, von dem auch Gutverdiener stark profitieren w\u00fcrden, w\u00fcrden sich mehr Eltern die Familienarbeit gleich aufteilen. \u201eDie vermuteten Chefs in dieser Gruppe k\u00f6nnten als Vorbilder dienen und so den Wandel vorantreiben\u201c, meint Wrohlich.<\/p>\n<p>Die Prognose sei aber ohnehin mit Vorbehalt zu betrachten, da sich Rollennormen \u00e4ndern k\u00f6nnen. Das Modell zeige deshalb nur eine \u201eUntergrenze&#8220;, hei\u00dft es im Papier. \u201eWir wissen, dass sich viele Paare eine partnerschaftliche Aufteilung der Familienarbeit w\u00fcnschen. Sie werden also nicht nur auf die von uns ber\u00fccksichtigten Einkommens- und Freizeitvorteile reagieren, sondern dieses Modell w\u00e4hlen, weil es diese M\u00f6glichkeit gibt und sie es wollen.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!119402\/ \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die SPD schl\u00e4gt vor, im Rahmen einer \u201eFamilienarbeitszeit\u201c das Gehalt aufzubessern, wenn V\u00e4ter und M\u00fctter wegen der Kinder ihren Job auf 80 Prozent reduzieren. Das Deutsche Institut f\u00fcr Wirtschaftsforschung (DIW) hat nun im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) ermittelt, was die Familienarbeitszeit bewirken w\u00fcrde. 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