{"id":7411,"date":"2013-07-02T21:29:24","date_gmt":"2013-07-02T20:29:24","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=7411"},"modified":"2013-07-02T21:29:24","modified_gmt":"2013-07-02T20:29:24","slug":"vatertage-im-kreissaal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2013\/07\/02\/vatertage-im-kreissaal\/","title":{"rendered":"V\u00e4tertage im Krei\u00dfsaal"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.xing.com\/profile\/Joachim_Roos2\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright\" src=\"http:\/\/www.general-anzeiger-bonn.de\/img\/incoming\/crop1087308\/0820119549-cw400\/Joachim-Roos.jpg \" alt=\"\" width=\"144\" height=\"108\" \/><\/a>Vatertag lautet der Titel einer neuen Reihe, die das Bonner Gemeinschaftskrankenhaus gestartet hat. An mehreren Gespr\u00e4chsabenden k\u00f6nnen M\u00e4nner dem Chefarzt der Abteilung f\u00fcr Gyn\u00e4kologie und Geburtshilfe, <a href=\"https:\/\/www.xing.com\/profile\/Joachim_Roos2\" target=\"_blank\">Joachim Roos<\/a>, mit Fragen l\u00f6chern. Im Interview mit Ebba Hagenberg-Miliu vom <a href=\"http:\/\/www.general-anzeiger-bonn.de\" target=\"_blank\">Bonner Generalanzeiger<\/a> erl\u00e4uterte Roos seine Motive, dieses Angebot einzurichten.<\/p>\n<p><em>Wie kamen Sie auf die Idee, die Vatertag-Reihe einzurichten?<\/em><\/p>\n<p><strong>Joachim Roos:<\/strong> Das meiste an Angeboten f\u00fcr werdende Eltern wird ja nur von der Frau oder paarweise wahrgenommen. Meine Idee war, speziell den V\u00e4tern eine Plattform zu geben. Sie sollen auch mal Fragen stellen k\u00f6nnen, die sie sich vielleicht nicht zu sagen trauen, wenn die Partnerin dabei ist.<\/p>\n<p><em>Und was wollen M\u00e4nner Ihrer Erfahrung nach wissen?<\/em><\/p>\n<p><strong>Roos: <\/strong>Sie haben Fragen nach ihrem Verhalten w\u00e4hrend der Geburt, wie man sich auf die ungewohnte Situation schmerzhafter Wehen bei der Partnerin vorbereitet. Es ist f\u00fcr viele eine pr\u00e4gende Erfahrung, die Geburt im Krei\u00dfsaal mitzuerleben. In dieser Reihe biete ich den werdenden V\u00e4tern die M\u00f6glichkeit, als neutraler Betrachter auch subjektive Erz\u00e4hlungen von Freunden, die bereits Kinder haben, zu verifizieren.<\/p>\n<p><em>Sie haben schon einen ersten &#8222;Vatertag&#8220; ausgerichtet. Wer nahm an dem Abend teil?<\/em><\/p>\n<p><strong>Roos:<\/strong> M\u00e4nner Mitte 30, Anfang 40, die alle ihr erstes Kind erwarten. Die Abende sind nicht als Powerpoint-Pr\u00e4sentation gedacht, sondern es soll sich ein nettes Gespr\u00e4ch entwickeln, in dem wir vor allem die Rolle des Vaters in der Schwangerschaft und der Zeit nach der Geburt beleuchten.<\/p>\n<p><em>Und wie ist da die m\u00e4nnliche Rolle?<\/em><\/p>\n<p><strong>Roos:<\/strong> W\u00e4hrend der Schwangerschaft eher passiv. Der werdende Vater geht mit zu Vorsorgeuntersuchungen, also meist zu den Ultraschalluntersuchungen. Die eigentlichen Ver\u00e4nderungen erlebt er nur als Betrachter. Auch bei der Geburt ist die Rolle des Mannes eher die eines Beobachtenden. Nat\u00fcrlich kann er etwas zu trinken geben oder der Partnerin den R\u00fccken massieren. Aber letzten Endes ist vor allem seine Geduld gefragt. Eine Geburt geht ja nur in den Medien schnell. In Wirklichkeit dauert sie im Durchschnitt zw\u00f6lf Stunden. Und die k\u00f6nnen lang werden. Da sollte der Mann vor allem einfach pr\u00e4sent sein.<\/p>\n<p><em>Das f\u00e4llt einem &#8222;Macher&#8220; aber schwer, nicht wahr?<!--more--><\/em><\/p>\n<p><strong>Roos:<\/strong> Ja, im Krei\u00dfsaal kann der Mann die Geburt nicht wirklich beeinflussen. Er darf in keinen Aktionismus verfallen, sondern sollte Ruhe bewahren und ausstrahlen und damit seine Partnerin unterst\u00fctzen. \u2026<\/p>\n<p><em>Heute traut sich kaum ein Vater zu sagen: Ich gehe nicht mit in den Krei\u00dfsaal&#8230;<\/em><\/p>\n<p><strong>Roos:<\/strong> Ja, in gewisser Weise ist das heute wie eine Pflichtveranstaltung. Aber ich denke, wenn das ein Partner wirklich nicht m\u00f6chte, dann sollte er das auch offen und ehrlich sagen. Eine Frau sp\u00fcrt doch, wenn der Partner bei der Geburt nur daneben sitzt. Dann sollte die werdende Mutter, glaube ich, besser eine gute Freundin mitnehmen. Kleine Anekdote zu mir pers\u00f6nlich: Ich bin nur in Mayen geboren, weil dort schon 1967 der Vater mit in den Krei\u00dfsaal durfte.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.general-anzeiger-bonn.de\/bonn\/bonn\/bonn-zentrum\/Chefarzt-Joachim-Roos-ueber-die-Gespraechsabende-fuer-werdende-Vaeter-article1087299.html \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vatertag lautet der Titel einer neuen Reihe, die das Bonner Gemeinschaftskrankenhaus gestartet hat. An mehreren Gespr\u00e4chsabenden k\u00f6nnen M\u00e4nner dem Chefarzt der Abteilung f\u00fcr Gyn\u00e4kologie und Geburtshilfe, Joachim Roos, mit Fragen l\u00f6chern. Im Interview mit Ebba Hagenberg-Miliu vom Bonner Generalanzeiger erl\u00e4uterte Roos seine Motive, dieses Angebot einzurichten. Wie kamen Sie auf die Idee, die Vatertag-Reihe einzurichten? 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