{"id":7337,"date":"2013-06-03T12:12:10","date_gmt":"2013-06-03T11:12:10","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=7337"},"modified":"2013-06-04T12:18:01","modified_gmt":"2013-06-04T11:18:01","slug":"geburtstraumata-von-vatern-sind-vermeidbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2013\/06\/03\/geburtstraumata-von-vatern-sind-vermeidbar\/","title":{"rendered":"Geburtstraumata von V\u00e4tern sind vermeidbar"},"content":{"rendered":"<p>Wenn von traumatisierenden Geburten die Rede ist, denkt man in erster Linie an die Mutter. Sie bringt das Kind zur Welt, ihr K\u00f6rper ist es, der die ganze Arbeit verrichtet und wom\u00f6glich eine Operation \u00fcber sich ergehen lassen muss. Sie ist also auch diejenige, bei der nach einer besonders schweren Geburt psychische Folgen auftreten k\u00f6nnen. Doch nicht nur sie: Wie eine neue <a href=\"http:\/\/www.healthtalkonline.org\/Pregnancy_children\/Conditions_that_threaten_womens_lives_in_childbirth_pregnancy \" target=\"_blank\">Studie<\/a> der Oxford University zeigt, sind V\u00e4ter ebenso betroffen.<\/p>\n<p>Die befragten V\u00e4ter, die allesamt mit komplizierten bis lebensgef\u00e4hrdenden Geburten konfrontiert waren, erz\u00e4hlten den Studienleitern von blutigen Notfallkaiserschnitten und Hektik im Geb\u00e4rsaal. Und sie erw\u00e4hnten dabei immer wieder, wie alleine gelassen und uninformiert sie sich gef\u00fchlt h\u00e4tten. Man habe ihn \u00abeinfach in eine Ecke gestellt\u00bb, w\u00e4hrend sich das \u00c4rzteteam um seine Frau k\u00fcmmerte, sagte ein Mann. Mit keinem Wort h\u00e4tten ihm die Mediziner erkl\u00e4rt, was genau ablaufe und ob seine Frau und das Baby in Gefahr seien. Sie ignorierten ihn und seine \u00c4ngste und \u00abnahmen einfach an, dass ich okay sei\u00bb.<\/p>\n<p>Denn man d\u00fcrfe nicht vergessen, so die Studienleiterin, dass die M\u00e4nner im Gegensatz zu den Frauen jedes Detail der Geburt eins zu eins mitbekommen. Gerade weil sie nicht k\u00f6rperlich betroffen sind, stehen sie hellwach mitten in der furchteinfl\u00f6ssenden Szenerie, emotional hochinvolviert, aber dennoch handlungsunf\u00e4hig. Ein Zustand, der Spuren hinterl\u00e4sst. So speichert manch einer die traumatisierenden Bilder ab, traut sich aber danach nicht, dar\u00fcber zu reden. Das w\u00e4re schliesslich unm\u00e4nnlich. Und sonderbar. Denn Probleme mit dem Verarbeiten einer schweren Geburt hat Mann einfach nicht, das ist ein Frauending.<\/p>\n<p>Gott sei Dank sind solche dramatischen Geburten selten, in etwa 1 % der F\u00e4lle kommt es zu derartigen Komplikationen. Eine <a href=\"http:\/\/vaeterzentrum-berlin.de\/pages\/68-Crashkurs \" target=\"_blank\">Geburtsvorbereitung<\/a> f\u00fcr werdende V\u00e4ter und die Einbeziehung und Ansprache der M\u00e4nner w\u00e4hrend der Geburt erleichtert aber auch den \u00fcbrigen 99 % die Verarbeitung der Geburtserlebnisse und das stabilisiert mit Sicherheit diePartnerschaft und hilft dem Vater von Anfang an eine Bindung zu dem Kind aufzubauen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.tagesanzeiger.ch\/mamablog\/index.php\/31840\/das-mannliche-geburtstrauma\/ \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn von traumatisierenden Geburten die Rede ist, denkt man in erster Linie an die Mutter. Sie bringt das Kind zur Welt, ihr K\u00f6rper ist es, der die ganze Arbeit verrichtet und wom\u00f6glich eine Operation \u00fcber sich ergehen lassen muss. Sie ist also auch diejenige, bei der nach einer besonders schweren Geburt psychische Folgen auftreten k\u00f6nnen. 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